Wie weit würdest du gehen?

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P6
Atemu Yugi Mutou
01.07.2013
01.07.2013
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Eine kleine OS zu dem Pairing Atemu und Yugi. ich wollte auch mal eine Shönen-Ai-FF schreiben da bot sich das Pairing gerade an.
Ich hoffe sie gefällt euch und nun genug geredet viel Spaß bei lesen:)
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Ein kleiner Junge lag bäuchlings auf seinem Bett und starrte vor sich hin. Ihm war zu weinen zumute, doch er konnte nicht mehr. Er fühlte sich leer geweint. Der kleine Junge heißt Yugi Muto.
Es war ein Monat seitdem Duell, wodurch er seinen besten Freund für immer verloren hatte. Es war das Duell seines Lebens gewesen und er hatte es gewonnen.
Eigentlich sollte er sich über diesen Sieg freuen, da er dadurch gezeigt hatte das er auch gut alleine, ohne sein zweites ich, klar kam.
Das Problem war allerdings das er dieses, genau dieses nicht tat. Der sechszehnjährige vermisste seinen Yami stark. Seitdem er nicht mehr da war hatte sich in Yugi ein leere breit gemacht, die er nicht beschreiben konnte. Das er für den anderen mehr als nur Freundschaft empfunden hatte und immer noch empfand, war ihm schon vor ihrer Trennung klar gewesen, aber er hätte nie damit gerechnet dass es ihn so sehr schmerzte ihn zu verlieren.

Irgendwann weit nach Mitternacht schlief Yugi ein, was er selten tat seitdem Duell und wenn dann hatte er Albträume. So war es auch diesesmal. Nach einigen Minuten wachte der König der Spiele schweißgebadet und schwer atmend wieder auf. Er rollte sich auf den Rücken und starrte die Decke an.
Auf einmal kam ihm die Luft in seinem Zimmer zu dick zum atmen vor. Yugi musste hier raus, so schnappe er sich seine Jacken und schlich sich nach draußen.
Eine Weile irrte er Ziellos durch die Menschenleeren Straßen, bis er zu dem Kanal kam, an dem er und der Pharao ihre erste Götterkarte gewonnen hatten. Das schien ihm nun so endlos lange her zu sein.
Langsam ging er die Stufen runter und setzte sich ans Ufer. Todunglücklich fuhr er mit der einen Hand durchs Wasser, wodurch kleine Wellen entstanden.

Auf einmal hatte er das Gefühl das Spiegelbild des Pharaos im Wasser zu sehen. Hoffnungsvoll drehte er sich um, doch da war niemand. Laut seufzend ließ er seinen Kopf hängen. „Pharao komm zurück“, schrie er verzweifelt, doch keine Antwort.
„Yugi komm zu mir“, hörte der kleine Junge plötzlich eine Stimme. Eine Stimme die ihm sehr bekannt vorkam und die er nicht mehr geglaubt hatte nochmal zu hören.
Er blickte sich um, doch immer noch war er allein. *Ich muss mir das wohl eingebildet haben*, dachte Yugi traurig.
In der ersten Zeit nach der Trennung hatte er des Öfteren das Gefühl gehabt das Atemu mit ihm reden würde. Zitternd vor Kälte, Trauer und Müdigkeit stand der kleine Duellant auf. „Yugi…“, rief da wieder die ihm bekannte Stimme, die ihn so sehr schmerzte. „Yugi komm zu mir.“
Diesesmal war er aber ganz sicher, das er sich nicht verhört hatte.

Plötzlich bewegte sich das Wasser und auf der Oberfläche erschien das Gesicht das Yugi so sehr gehofft hatte wieder zu sehen. „Pharao“, sagte er mit erstickter Stimme und ließ sich auf die Knie fallen. „Yugi, ich habe nicht viel Zeit, aber ich wollte dich unbedingt wiedersehen. Ich vermisse dich so sehr“, sagte der Pharao. „Ich vermisse dich auch, ich will das wir wieder zusammen sind“, sagte Yugi und schluckte um die Tränen zurück zuhalten.
„Ich kann nicht mehr zurück“, sagte Atemu mit trauriger Stimme. Yugis Herzschlag setzte für einen Moment aus. Er konnte nun nicht mehr verhindern dass ihm die Tränen übers Gesicht laufen.
„Aber es gibt einen Weg, wie wir wieder zusammen sein können“, sagte Atemu. Der kleinere horchte auf. „Komm zu mir Yugi, komm ins Licht.“
Der angesprochene schloss die Augen. Das war die Chance auf die er die ganze Zeit gewartet hatte. Er konnte wieder mit seinem Pharao, mit seinem Atemu zusammen sein, aber konnte er dafür wirklich alles aufgeben.
„Ich verstehe schon wenn du nicht willst, es war dumm von mir zu glauben dass du alles für mich aufgibst, tut mir leid. Leb wohl“, sagte Atemu mit trauriger Stimme. „Nein warte…“, fing Yugi an, brach dann aber wieder ab. „Nein, ich will ja zu dir, aber kann ich… kann ich meinen Freunden die Sache erklären?“, fragte er dann unsicher. „Ja wenn du soweit bist ruf mich“ sagte Atemu und man konnte die Freude in seiner Stimme fast greifen.

Das Wasser fing wieder an sich zu bewegen. „Warte noch, ich muss dir noch etwas sagen“, rief Yugi ohne nachzudenken. Das Wasser hörte auf Wellen zu schlagen und Atemu blickte Yugi aufmerksam an.
Der kleinere zögerte, er wusste wenn er Atemu seinen liebe gestehen würde, dann würde das alles verändern, aber er musste es ihm jetzt sagen, jetzt war seine Chance, wenn er es jetzt nicht tat dann würde er es nie tun. „Es kann sein das du dann nicht mehr willst das ich zu dir komme, aber ich muss dir das einfach sagen. Ich…“, fing Yugi an, brach dann aber wieder an.
Atemu blinzelte verwirrt, wodurch sich kleine Wellen bildeten. Dann lächelte er. „Keine Angst, ich will immer dass du zu mir kommst, mein kleiner“, ermutigte er den jüngeren.
Yugi spürte eine wollige Wärme in sich aufsteigen, die ihm neuen Mut gab. Er holte tief Luft.
„Ich liebe dich“, sagte er dann endlich. Nun war es raus.

Atemu sagte einige Zeit gar nichts, zu überrascht war er über dieses Geständnis von seinem Yugi. Er hatte sich nie zu träumen gewagt dass sein kleiner Freund das gleiche für ihn empfinden könnte wie er ihm gegenüber. Er schloss kurz die Augen, als er sie wieder öffnete sah er Yugi direkt in seine.
Atemu sah trotz der Dunkelheit wie der kleine Meisterduellant durch dieses Geständnis errötet war.
„Ich liebe dich auch“, sagte er dann.
Yugi konnte es kaum fassen, seine Liebe wurde wirklich erwidert, dass war zu viel, zu schön. Wieder liefen ihm die Tränen übers Gesicht, aber dieses Mal vor Glück. Jetzt würde er alles daran setzten zu ihm zu kommen.

„Warum weinst du denn?“, fragte Atemu besorgt. Yugi wischte sich mit dem Ärmel seiner Jacke über die Augen. „Ich bin nur so froh“, sagte er und stand auf. „Wir sehen uns morgen wieder und dann bleiben wir für immer zusammen“. Atemu nickte und verschwand wieder.
Glücklich ging Yugi nach hause. Morgen früh würde er seine ganzen Freunde zu sich bestellen und ihnen die Sache erklären, dann würde er endlich mit seinem Pharao zusammen sein können.

Als Yugi am nächsten Morgen aufwachte war er einen Moment lang verwirrt. Er hatte seitlange mal wieder richtig und ohne zu träumen geschlafen. Der kleine Duellant setzte sich auf. Er dachte an das was er gestern erlebt hatte. *Oder war das alles vielleicht nur ein Traum?*, fragte er sich. Langsam stand er auf. Nichts deutet darauf hin das das was er letzte Nacht erlebt hatte real gewesen war und doch hatte Yugi irgendwie das Gefühl  das es so war.
Der junge Meisterduellant zog sich an und ging ins Wohnzimmer wo er seinen Großvater traf. „Großvater kann ich nachher mit dir reden?“, fragte Yugi ihn gerade heraus. Der alte Mann drehte sich zu seinem Enkel um. „Klar kannst, worum geht es denn?“, fragte dieser neugierig. „Das erzähle ich dir, sobald die anderen da sind“, sagte der jüngere nur und ging aus dem Zimmer um zu telefonieren.

Später am Tag kamen seine Freunde alle zu ihm. Sie hatten sich gefreut das Yugi wieder etwas mit ihnen unternehmen wollte, da dies immer seltener seitdem Duell mit dem Pharao geworden war.            
„Jetzt sag schon was du so wichtiges mit uns besprechen willst“, sagte Joey ungeduldig.
Yugi hob den Kopf, er hatte den ganzen Tag überlegt wie er seinen Freunden am besten erklären sollte warum er das tat. Nun war der Zeitpunkt gekommen.
Er holte tief Luft und stand langsam auf. „Ich werde zum Pharao gehen“, sagte er nun ohne Pause.

Betretendes Schweigen breitet sich im Raum aus. Tea war die erste die es wieder brach. „Aber Yugi, das geht doch nicht, er ist doch jetzt da wo er hingehört und wir können ihm doch dahin nicht folgen“, sagte sie vorsichtig, weil sie genau wusste, wie empfindlich der kleine darauf reagierte.
Yugi schloss die Augen und erzählt seinen Freunden schnell was in der Nacht passiert war.

„Aber Yugi warum willst du denn so unbedingt zu ihm, du hast doch uns“, rief Tea fast verzweifelt. Tränen standen in ihren Augen. Der junge Duellant schluckte und wich den Blicken seiner Freunde aus, die gespannt auf eine Antwort warteten.
„Weil ich… weil ich ihn liebe“, flüsterte er dann und ein tiefer Rotschimmer legte sich auf seine Wangen. „Du tust was?“, fragte Tristan entsetzt, doch Yugi konnten ihn nicht mehr darauf antworten. Er hatte den Blick zu Boden gesenkt und betrachtete den Teppich vor seinen Füßen.

Die Zeit verstrich ohne dass einer ein Wort sagte, bis diesesmal Joey das Schweigen brach.
„Schon ok Yugi, geh ruhig zu ihm wenn du es dir so sehr wünschst.“ Yugi hob den Kopf und freudig Erleichterung blitzte in seinen Augen auf.
„Meinst du das ernst?“, fragte er vorsichtshalber noch mal nach. „Ja wenn es dich wirklich glücklich macht, wir habe ja alle mitbekommen wie unglücklich du in den letzten Wochen warst“, mischte sich nun auch Tristan ein. Yugi blickte zu Tea, auch sie musste einverstanden damit sein, sonst könnte er nicht ohne schlechtes Gewissen gehen. Das braunhaarige Mädchen nickte, wenn auch mit Tränen in den Augen.
Yugi lächelte glücklich. „Danke Leute ihr seid echt die besten.“

Nach dem großen verabschieden und einigen Tränen, stellte sich Yugi in die Mitte des Zimmer. „Pharao komm und hol mich zu dir“, rief er so laut er konnte. Einen Moment geschah gar nichts. Dann fing das ganze Zimmer plötzlich hell an zu leuchten. Alle mussten geblendet die Augen schließen.

Als Yugi sie wieder öffnete stand Atemu vor ihm. Er trug die Kleidung eines Pharaos und auch seine Haut war dunkler als Yugi sie in Erinnerung hatte, aber das spielte keine Rolle. Er war da, sie waren wieder zusammen.
Glücklich lief Yugi auf ihn zu und Atemu schloss ihn in seine Arme. „Endlich sind wir wieder zusammen“, flüsterte Yugi und konnte nicht verhindern dass ihm eine Träne über die Wange lief. „Ja und das bleiben wir jetzt auch, mein kleiner“, flüsterte Atemu zurück.
Er nahm Yugis Gesicht in seiner Hände, wischte ihm die Träne weg und küsste ihn.        

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Achso und die Charakter gehören nicht mir, ich denke mir nun FFs mit ihnen aus.
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