Geheime Liebe

GeschichteHumor, Romanze / P16
Felicita Nova
30.06.2013
08.07.2013
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30.06.2013 1.429
 
Die Unruhen am Hafen waren schnell beseitigt und so konnte Felicita doch noch den Großteil der Party miterleben.
Die letzten Wochen waren unglaublich ereignisreich gewesen. Das Duell, die Krankheit ihres Vaters und zu guter Letzt war ihr endlich klar geworden, wen sie wirklich liebte. Es war nach wie vor seltsam darüber nachzudenken. Lange hatte sie überlegt, für wen sie sich entscheiden sollte: Liberta, oder Nova, nur um dann während des Kampfes mit ihrem Vater zu bemerken, dass eine Entscheidung nicht wirklich notwendig war. Kaum hatte sie Papa dann geholfen war es ihr auf einmal wie Schuppen von den Augen gefallen.
Sie wusste nicht, warum es ihr nicht vorher schon klar gewesen war, denn eigentlich hatte es immer nur ihn für sie gegeben. Wenn sie richtig darüber nachdachte bemerkte sie, dass sie ihn tief in ihrem Inneren schon immer vor allen anderen bevorzugt hatte.
Und heute sollte es endlich soweit sein. Vor wenigen Tagen noch hatte sie gedacht, dass Liebe unglaublich kompliziert sei, doch von nun an sollte es für sie ganz leicht werden, davon war sie überzeugt. Heute würde sie ihm sagen, was sie für ihn empfand.
Suchend sah sie sich im Raum um, doch nirgendwo konnte sie sein blaues Haar entdecken. Wo steckte Nova bloß?

„Möchtest du tanzen Prinzessin?“ Unbemerkt war Liberta neben ihr aufgetaucht. Was sollte sie bloß wegen ihm machen? Sie wusste um seine Gefühle zu ihr und sie wollte ihn nicht verletzen. Er bedeutete ihr viel, doch er war nicht mehr als ein Freund für sie. Das war er noch nie gewesen.
„Natürlich.“ Sie bemühte sich zu lächeln. Was wäre schon falsch daran einmal mit ihm zu tanzen? Nova konnte sie auch danach noch suchen.
Dennoch sah sie sich während des gesamten Tanzes ununterbrochen nach ihrem Cousin um. Als das Lied leiser wurde und die letzten Töne verklangen riss sie sich sofort von dem Blonden los und verließ den Raum. Irgendwo musste er doch sein.

Als sie das Haus verließ wurde es bereits dunkel. Dennoch konnte sie die Gestalt, die auf dem Rand des Brunnen saß deutlich erkennen.
„Nova?“ Erschrocken fuhr er hoch und ließ das kleine Döschen, welches er bis eben noch in den Händen gehalten hatte hektisch in seiner Tasche verschwinden.
„Was war das?“ Neugierig kam sie näher. „Ach nichts. Bloß etwas von früher, das ich kürzlich wiedergefunden habe. Was machst du hier draußen?“ Ein leichter Rotschimmer zeichnete sich auf ihren Wangen ab, als sie antwortete: „Ich hab dich drinnen nirgends finden können, deshalb bin ich hier raus gekommen, um dich zu suchen.“ „Du…hast nach mir gesucht?“ Sie nickte stumm. „Das wäre nicht nötig gewesen. Ich wollte gleich wieder reinkommen. Ich brauchte bloß etwas Zeit zum nachdenken.“ „Worüber denkst du nach? Ist irgendetwas passiert?“ „Nichts Wichtiges.“ Nun wurde auch Nova ein wenig rot um die Nase. „Bloß etwas, das Mama vorhin gesagt hat.“
Ohne, dass er es richtig bemerkte wanderte seine Hand zu dem Ring in seiner Tasche. Er hatte ihn ihr geben wollen, sobald er das Arcana Duello gewonnen hatte, doch soweit war es nie gekommen. Jetzt konnte er es nichtmehr wagen. Er hatte versagt und war ihrer nicht würdig. Vermutlich hätte sie seinen Antrag sowieso nicht angenommen. Sicherlich bevorzugte sie diesen Idioten Liberta.
„Ich wollte mit dir über etwas sprechen.“ Felicita war froh, dass es schon nicht mehr hell war, denn nun glühte ihr Gesicht richtig.
„Ich habe nicht viel Ahnung von diesen Dingen und ich weiß gar nicht, wie ich das jetzt am besten Formulieren soll…“ begann sie stockend „Was ist los Fel?“
„Erinnerst du dich an den Tag, an dem du zu uns gekommen bist und ich Kuchen gebacken hatte?“ Begann sie noch einmal von vorne. Er nickte. Diesen Tag würde er niemals vergessen. Er hatte sie schon damals hinreißend gefunden.
„Als du gesagt hast du fändest den Kuchen lecker…War ich unglaublich glücklich. Noch nie zuvor hatte ich mich so über etwas gefreut, was jemand zu mir gesagt hatte.
Und später, als ich älter wurde warst du immer für mich da. Wenn ich Hilfe brauchte konnte ich immer zu dir kommen und du hast mich stets aufgeheitert, wenn es mir mal nicht so gut ging. Schon alleine deine Anwesenheit macht mich glücklich.“
„Fel…“, murmelte Nova gerührt von ihrer Ansprache. Konnte das gerade wirklich passieren? Vorsichtig beugte er sich zu ihr rüber. So nah war er ihr noch nie gewesen. Plötzlich war es ihm egal, ob sie seine Gefühle erwiderte, oder ob sie in ihm bloß einen guten Freund sah. Nun hieß es alles, oder nichts! Er nahm all seinen Mut zusammen und überbrückte die letzten Meter bis zu ihrem Gesicht. „Ich liebe dich Fel!“, murmelte er, bevor er sanft ihre Lippen mit seinen versiegelte.
Wie oft hatte er sich diesen Moment vorgestellt? Er würde es nie zugeben, aber dieses Mädchen bedeutete alles für ihn.
Der Kuss war besser, als er es sich je hätte erträumen können. Ihre Lippen waren so unglaublich weich und schmeckten süß, wie Schokolade. Zu seiner großen Überraschung erwiderte sie den Kuss. Erst zögerlich, doch dann immer heftiger. Erst als sie beide keine Luft mehr bekamen ließen sie von einander ab.
„Ich liebe dich auch, Nova!“, brachte sie zwischen zwei Atemzügen heraus. „Das wollte ich dir schon die ganze Zeit sagen. Deshalb habe ich nach dir gesucht.“ Nova lächelte. In diesem Moment war er der glücklichste Mann auf Erden.
„Ich hab etwas für dich“, murmelte er kaum hörbar, „Es mag etwas zu früh dafür sein, da dies erst unser erster Kuss war, doch Papa bat mich ihn dir zu geben, wenn du alt genug bist und ich möchte einfach, dass du darüber nachdenkst. Ich liebe dich so sehr. Ich habe dich von dem Augenblick an geliebt, als wir uns zum ersten Mal begegnet sind und ich werde dich für den Rest meines Lebens lieben. Es war schon immer geplant gewesen, dass wir eines Tages heiraten würden und obwohl ich einmal sagte ich wäre deiner nicht würdig, möchte ich dich doch bitten es wenigstens in Erwägung zu ziehen.“
Mit diesen Worten holte er die kleine Dose hervor und überreichte sie ihr. Als ihr Blick auf den Ring darin fiel stieß sie vor Überraschung einen spitzen Schrei aus. Das war er also, ihr Verlobungsring.

Lange betrachtete sie ihn, ohne auch nur ein Wort zu sagen. Neben ihr wurde der blauhaarige Junge bereits ungeduldig.
Hatte er sie damit überfordert? Natürlich, sie hatten sich erst einmal geküsst und es war eigentlich noch viel zu früh für einen Heiratsantrag, aber er wusste, dass er mit niemandem außer ihr sein Leben verbringen wollte. Er wollte immer mit ihr zusammen sein, sie für den Rest seines Lebens Küssen dürfen.
Langsam wandte sie ihm ihr Gesicht zu. Auf ihren Lippen breitete sich ein leichtes Lächeln aus. „Ich habe dich auch schon immer geliebt und ich werde dich auch weiterhin immer lieben, also ja! Ja, ich werde dich heiraten!“, sagte sie mit erstaunlich ruhiger Stimme, bevor sie sich vorbeugte um ihn erneut zu Küssen.
Beide fühlten sich, als wären sie in einem Traum, aus dem sie nie wieder aufwachen wollten, doch die Realität holte sie schnell zurück auf den Erdboden, runter von der Wolke, auf der sie eben noch geschwebt hatten.
„Fel, dein Vater!“, fiel es ihm plötzlich wieder ein, „Papa wird ausrasten, wenn wir es ihm sagen. Du hast ihn doch vorhin gehört.“ Felicita musste schlucken. Ja, das hatte sie. In seiner jetzigen Stimmung würde ihr Vater einer Hochzeit niemals zustimmen. Noch nicht mal mit Nova.
„Lass es uns einfach noch ein bisschen geheim halten.“, schlug sie plötzlich vor. Diese Idee war ihr so plötzlich gekommen, dass sie gar nicht genau sagen konnte, ob sie jetzt gut, oder schlecht war. „Lass uns einfach so tun, als wäre alles wie bisher, bis Papa sich wieder beruhigt hat.“ Nova nickte. Es schien, als wäre dies die einzige Möglichkeit. Beide ahnten noch nicht, was ihnen aufgrund dieser Idee alles bevorstand.

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Hey,

nachdem ich neulich an einem Abend alle Folgen Arcana Famiglia hintereinander weg geguckt habe dachte ich mir, ich müsste unbedingt mal eine FF zu meinem lieblings Pairing Nova x Fel schreiben.
Ich weiß er ist ihr Cousin, aber ich finde die beiden passen unglaublich gut zusammen.

Naja, und da ich gerade Ferien habe und das Wetter total grauenhaft ist dachte ich mir ich fang einfach mal an.

Ich hoffe es hat euch gefallen und ich kriege auch das ein, oder andere Review.

GLG, Juvia-chan :*
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