Fear Street- Neid ist schlimmer als Hass

von sammy1239
KurzgeschichteHorror / P12
28.06.2013
28.06.2013
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28.06.2013 805
 
Herzlich willkommen zu meiner Fear Street- Reihe. Das ist das erste und das zweite Kapitel meiner, sagen wir, Kurzgeschichte von Zabrina. Auf Reviews freue ich mich immer.
Viel Spaß beim Lesen.

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                                                                                          1.

„Zabrina, stehst du endlich auf, du alte Schlafmütze?“, weckte mich unwirsch die Stimme meiner Mutter.
„Mom, ist ja gut. Was ist heute für ein Tag?“ „Montag, der erste Schultag nach den Sommerferien.“, antwortete meine Mutter. „Umpf“, sagte ich und rieb mir den Morgen aus den Augen. Ich torkelte noch halb benommen ins Bad und wusch mich schnell.
Dann schminkte ich mich rasch und ging hinunter, um mir meine Cornflakes zuzubereiten.
„Ach, Schatz. Du bist jetzt in der 10. Klasse und jedes Mal, wenn du aufstehst, und es beginnt ein neues Schuljahr, bist du total erschöpft. Du bist doch sonst nicht so.“ Oh man, wie Mütter nerven konnten.
„Mom, du weißt doch ganz genau, dass wir jedes Mal, bevor ein neues Schuljahr anfängt, feiern.“ „Ja, daran wird’s wohl liegen. Entschuldige, mein Schatz.“
Ach du meine Güte, es ist schon 7 Uhr. Ich schlang meine Cornflakes herunter und stellte sie im Gehen schnell auf die Spüle. „Bis dann, Mom.“, rief ich noch schnell. Ihre Antwort konnte ich nicht mehr hören.
Im Bus setzte sich Brendan neben mich.
Er legte einen Arm um meine roten, Ellbogenlangen Haare. Wie ich ihn hasste. Er war so penetrant. „Brendan, hau ab. Ich will nichts von dir, schon vergessen?“ Ohne ein Wort zu sagen wich er von mir. Wie merkwürdig.
Sonst tat er das nie. Aber mir sollte es recht sein.
Wir hielten vor der Schule. Als ich ausstieg, wehte mir ein eisiger Wind um meinen Körper und meine Härchen stellten sich auf. Was war heute nur los? War es vorhin nicht noch strahlender Sonnenschein gewesen? Vielleicht hätte ich mir doch eine Jacke mitnehmen sollen, denn in dem engen, roten T-Shirt, was perfekt zu meinen Haaren passte, wurde mir allmählich richtig kalt.
Die ersten zwei Stunden verliefen ziemlich schnell und ruhig. Biologie war ja auch einer meiner Lieblingsfächer. In der Pause traf ich Jennifer, meine beste Freundin, die einen Monat älter als ich war. Ihre kastanienbraunen Haare fielen mir schon von Weitem auf. „Jenny!“, schrie ich. „Zabrina!“ Sie rannte mir voller Vorfreude entgegen. Wir umarmten uns und gingen zusammen auf den Pausenhof. Jennifer war eine von der Sorte, die ununterbrochen redete. „Im Urlaub war es so toll.“, fing sie an. „Wir waren in Afrika. Ich bin auf einem Elefanten geritten. Guck dir hier mal die Fotos an. Sie waren so niedlich. Und dann noch die Tiger. Am besten haben mir die kleinen gefallen…“ So ging das die ganze Pause. „Entschuldige bitte, Jenni, aber ich muss mal für kleine Mädchen.“ „Ja natürlich. Ich komme mit. Ich muss auch mal.“ Wir liefen beide ganz gemütlich den Flur entlang. Auf der Mädchentoilette war niemand. Ich ging in die erstbeste Kabine und erstarrte. Ein eiskalter Schauer lief meinen Rücken hinunter. Dort, in der hintersten Ecke der Toilette lag eine blutende Hand.

                                                                                         2.

Ich schrie und rannte aus der Mädchentoilette hinaus. „Zabrina, was ist denn los mit dir?“
Ich konnte nicht sprechen. Ich rannte und rannte, bis ich merkte, dass ich wieder auf dem Schulhof angelangt war. Alle starrten mich an, doch das war mir egal. Eine starke Hand packte mich von hinten und zog mich wieder in das warme Schulgebäude. Doch das merkte ich kaum, denn ich hatte nur das Bild von der blutenden Hand, wie sie in der Kabine lag, vor Augen. „Zabrina?“ Ich reagierte nicht. „Zabrina?“ Es kam immer noch kein Laut aus mir heraus. Dann, langsam, taute ich auf. Es war mir, als ob ich aus einem Traum erwachte.
„W- was?“, stotterte ich. „Zabrina, geht’s dir nicht gut? Warum hast du so laut geschrien?“
Jetzt erkannte ich auch die Stimme. Es war Mr. Melneck, mein Chemielehrer. „Unten, dort in der Mädchentoilette, in der Kabine ganz links liegt, liegt…“ Ich konnte es immer noch nicht aussprechen. „Was liegt dort, Zabrina, was?“ „Eine… eine blutende Hand.“ „Was? Eine blutende Hand, sagst du? Zabrina, bist du dir sicher?“ „Ja, Mr. Melneck, ganz sicher.“, wimmerte ich. „Ich ruf deine Eltern an und sag ihnen, dass sie dich abholen sollen.“
„Danke, Mr. Melneck.“
Als ich zu Hause ankam, war mir speiübel. Ich rannte zur Toilette und übergab mich. Mehrmals. Als ich fertig war, warteten Mom und Dad in der Küche auf mich.
Ihr Gesichtsausdruck war sorgenvoll. „Wie geht es dir, mein Schatz?“, fragte Mom mich.
„Nicht besonders.“, gab ich zu. „Am besten wird es sein, wenn du dich hinlegst. Ich koch dir einen Tee. Mr. Melneck sagte, dass er die Behörden informiere.“
Ich legte mich hoch in mein Zimmer aufs Bett und schlief sofort ein. Doch richtig schlafen konnte ich nicht. Immer weckten mich unruhige Alpträume.

Fortsetzung folgt…
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Wenn es dir gefallen hat, dann schau doch bitte auch meine weiteren Kapitel an.
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