Vampire - Wahr oder wahr?

GeschichteAbenteuer, Übernatürlich / P12
Stafano Salvatore
28.06.2013
28.06.2013
8
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In der Schule bemerkte Julian, dass Mary heute nicht mit Steffen zur Schule gekommen war. "Was ist denn passiert?", fragte er neugierig. Daraufhin erzählte sie ihm von dem Vorfall und fragte, in welche Klasse Julian ging. "Ich gehe in die zehnte Klasse - in die selbe Klasse wie Steffen auch", lautete seine Antwort. Dann ging er.

In dem Moment, in dem Julian seine Klasse betrat, kam Steffen auf ihn zu: "Ich sage es Dir nicht noch einmal, Julian: Halte Dich von Mary fern! Ich weiß nicht, was noch in Deinem Kopf vorgeht und ich möchte Dich auf keinen Fall wie früher erleben. Haben wir uns verstanden?" "Ach Steffen", konterte Julian, "wir waren doch einmal die besten Freunde. Ich würde nur Deine Schwester gerne kennenlernen. Ich benehme mich nicht mehr wie früher, versprochen. Oder hast Du etwa Angst, dass sie von unserem kleinen Geheimnis erfährt?" "Ja. Also verschwinde! Und lass meine Schwester in Ruhe! Sonst zeige ich Dir den richtigen Weg wieder zurück!", beendete Steffen das Gespräch.

Als es zur Pause läutete, ging Mary zu Steffen und entschuldigte sich bei ihm. Der Streit am Morgen hatte ihr einfach keine Ruhe gelassen.

Steffen? Ich möchte mich wegen heute Morgen entschuldigen. Das war nicht fair von mir. Ich weiß auch, warum Du das tust, aber wir sind Geschwister. Deswegen wird das nicht gehen, also sei mir nicht böse." - "Ich nehme Deine Entschuldigung an", sagte Steffen, "und ich weiß, Du bist jung und möchtest Dich ausleben, aber ich rate Dir: Mache es nicht mit Julian. Er ist gefährlich." Allerdings hatte Steffen den zweiten Teil von Marys Aussage nicht ganz verstanden und fragte sie, was sie damit meinte. "Ich weiß jetzt, dass Du mich liebst und mit mir zusammen sein möchtest", erklärte seine Stiefschwester, "aber das wird nicht funtkionieren. Und wegen Julian... ich weiß, was ich tue und ich werde ja auch sehen, was er für ein Mensch ist." Steffen musste lachen und erklärte Mary, dass es sich um ein Missverständnis handelte und er nicht mit ihr zusammen sein wolle. Er erklärte, seine Fürsorglichkeit habe einen anderen Grund. "Hör zu, Mary", fügte Steffen hinzu, "ich kann Dir noch nicht sagen, was Julian so gefährlich macht. Das würdest Du nicht verstehen." Doch nun war Marys Neugier geweckt und sie fragte, was ihn so gefährlich machte. Steffen entgegnete, sie würde es noch früh genug erfahren. "Ein Bauer gräbt kein Korn aus, um zu sehen, ob es wächst. Nur Kinder, die Bauer spielen, tun dies, jedoch nicht jene, die sich damit ihren Lebensunterhalt verdienen", beendete er das Gespräch mit einem Zitat von van Helsing.

Am darauffolgenden Wochenende fuhr Emma zu ihrer Tante. Dies bedeutete für Mary, das Wochenende alleine verbringen zu müssen. Glücklicherweise hatte sie eine Aufgabe, nämlich herauszufinden, was Julian in Steffens Augen so gefährlich machte. Das Mädchen saß in ihrem Zimmer und dachte darüber nach. Plötzlich öffnete sich die Tür und Steffen betrat den Raum. "Möchtest Du heute Abend klettern gehen? Das macht richtig Spaß", bot er ihr an. Mary war begeistert von der Idee.

Nachdem die beiden im Kletterpark angekommen waren, ließen sie sich zuerst von Mitarbeitern sichern, bevor sie mit dem Klettern anfingen. Kurze Zeit später hörte Steffen einen Schrei. "Hilfe!" Es war seine Schwester, die schrie. Ihre Seile hatten sich gelockert. "Steffen, Hilfe! Verdammt, ich falle gleich! Die Seile gehen gleich ganz ab!" Steffen eilte ihr zur Hilfe, doch er war nicht schnell genug.

Als er bei ihr war, lag Mary bereits bewusstlos am Boden. Im Krankenhaus würde man ihr nicht helfen können; das wusste er. Es gab nur noch eine Möglichkeit sie zu retten: Steffen musste seiner Stiefschwester etwas von seinem Blut geben. Also biss er sich in sein Handgelenk und presste es auf Marys Mund. Kurz darauf wachte sie auf. "Steffen, es ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt mir Deine Spielzeug-Vampirzähne zu zeigen", fuhr sie ihn an, "ich wäre gerade fast ge... oh mein Gott, die sind echt!" Mary war sprachlos. Sie wünschte sich, das alles wäre nur ein Traum, doch das war es nicht. Nun wusste sie das Geheimnis. Steffen half seiner Schwester aufzustehen und bat sie mitzukommen.

Die beiden fuhren zum Strand. "Mary, ich muss Dir was sagen", begann Steffen. "Vampire gibt es nicht nur in Büchern. Sie sind real." Beim Sprechen wurde er immer leiser. "Ich bin auch einer", fügte er vorsichtig hinzu. "Deswegen kann ich bei Tageslicht nicht rausgehen. Deswegen halte ich mich tagsüber meistens im Haus auf und gehe erst abends nach draußen. Ich trinke zwar Menschenblut, aber nicht direkt von Menschen, sondern aus Blutbeuteln. Etwas anderes kann ich nicht zu mir nehmen. Deswegen bin ich auch beim Essen meistens nicht dabei."
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