50 (mehr oder weniger) wichtige Dinge

von Piala
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23.06.2013
23.06.2013
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1. Akira

Fast jeder hatte als Kind oder Jugendlicher kleine Briefbüchlein, um sich mit seinen Freunden zu „unterhalten“.

Meine beste Freundin und ich haben das auch gemacht. Innerhalb der ersten fünf Jahre haben sich auf diese Weise sechs Bücher angesammelt, die alle einen eigenen Namen und ein eigenes Design haben. Das aktuelle Buch hatte immer eine von uns, hat hineingeschrieben (meistens während der Schulzeit: Träume, auch mal ein Bildchen eingeklebt oder einen Songtext abgeschrieben) und es nach meist wenigen Tagen an die andere gegeben. So ging es hin und her, bis das Buch gefüllt war und ein neues gekauft und getauft wurde.

Jedenfalls haben wir seit etwa 2009 nicht mehr so viel Kontakt. Deshalb haben wir nun Zwillingsbüchlein namens Nakia und Akira. Jeder hat eines und schreibt (meist leider nur alle paar Wochen oder Monate) hinein und wenn wir uns dann endlich mal persönlich sehen werden die beiden ausgetauscht.

Momentan ist Akira bei mir.


2. Kleine gelbe Lackschühchen

Meine allerersten Schuhe.

Das glaubt zwar kaum jemand, weil sie Schuhgröße 22 haben, aber es ist tatsächlich die Wahrheit. Ich hatte einfach lange Zeit keine Schuhe und war kein kleines Kind. Sie sind total niedlich, aber definitiv nicht mehr besonders zeitgerecht.


3. Kindle

Ein Amazon Kindle E-Book-Reader der ersten Generation. Er wurde lange Zeit nicht benutzt, aber seit etwa einem Jahr lese ich Fanfictions fast ausschließlich auf meinem Kindle. Dafür ist er sehr praktisch! Ich liebe es, mir Bücher ins Regal zu stellen und würde nicht auf die Idee kommen, sie mir als E-Book zu kaufen, aber da ich seit einigen Monaten wieder im Fanfiction-Wahn bin, hat sich der Kindle als nützlicher Begleiter erwiesen.

Außerdem trägt er mein heiliges erstes Jason Manns-Autogramm auf dem Rücken! Deshalb hat er nun auch eine transparente Schutzhülle, damit das Autogramm bei wilden Achterbahnfahrten in der Handtasche nicht zu Schaden kommt.


4. Spardosen

Ich war schon immer ein Fan von Spardosen. Momentan stehen in meinem Bücherregal aber nur drei. Eine ist meine „Con-Kasse“. Darin wird Geld für Conventions gesammelt, das wenige Tage vor der Convention zur Bank gebracht und innerhalb von einem Wochenende verprasst wird. Momentan ist sie ziemlich leer, da die letzte Con erst vor einem Monat war.

Die zweite Spardose ist für mein Geldbeutel-Kleingeld, das sich immer ansammelt, wenn man bar bezahlt. Darin tummeln sich hauptsächlich 1-, 2- und 5-Cent-Stücke. Zur Bank gebracht wurde sie meines Wissens nach noch nie. Sie ist aber randvoll, also wird es höchste Zeit!

Dann gibt es noch die Hochzeits-Spardose meiner Eltern. Diese habe ich „geerbt“ und sammle darin Notfall-Geld. Ein Teil jedes Geburtstags- und Weihnachtsgeschenkes kommt in diese Dose. Meist auch Scheinchen, die ich am Ende des Monats übrig habe. So habe ich immer einen „Puffer“, falls es mal brenzlig wird. Letztens war ich zum Beispiel über das Wochenende in Frankfurt und musste nachts nach einem Konzert nachhause fahren. Ich verpasste meinen Zug und somit meinen letzten Bus und saß schließlich in der nächsten Stadt fest. Notgedrungen musste ich ein Taxi nehmen, das ich mir nicht leisten konnte. Dieses wurde aus der Notfall-Spardose bezahlt.


5. CD-Regal

Mein wunderschönes billiges IKEA-Regal voller CDs. Meine allererste große Sammlung.

Ich habe auch mal Cola Zero-Flaschen und Dosen gesammelt – Ganz zum Grauen meiner Mutter. Als ich die Sammlung schließlich auflöste war ich reich vom ganzen Pfand! Ihr wollt nicht wissen wie viele Flaschen und Dosen sich innerhalb von wenigen Monaten ansammeln, wenn man das Zeug regelmäßig trinkt und Flaschen aus dem Bekanntenkreis sammelt. Mittlerweile wird mir übrigens schlecht wenn ich Cola Zero nur rieche.

Zurück zu den CDs – Die Sammlung fing 2006 an. Vorher war ich nicht besonders interessiert in Musik. Jedenfalls entwickelte sich mein Musikgeschmack und ich begann CDs meiner Lieblingsbands von meinem Taschengeld zu kaufen. Es war ein mühsamer und langer Prozess, aber über die Jahre haben sich komplette Sammlungen der CDs einiger Bands gebildet. Außerdem natürlich viele andere CDs, an denen teilweise große Erinnerungen hängen. Diese Sammlung wird definitiv nie aufgelöst!


6. Kamera

Mein ständiger Begleiter. Ich bin begeisterte Fotografin und muss von allen wichtigen und unwichtigen Ereignissen in meinem Leben Bilder machen. Ich bringe es nicht über’s Herz, Bilder zu löschen und habe deshalb oft 700 Fotos eines einzigen Weihnachtsfestes. Zum Glück gibt es externe Festplatten!

Abgesehen von meinen privaten Bildern mache ich oft Fotos für Bekannte und Verwandte auf Festen und Feierlichkeiten. Im Juli ist die Hochzeit einer Verwandten an der Reihe. Manchmal werde ich dafür ein wenig entlohnt, aber zum größten Teil ist es einfach ein Hobby.

Am liebsten schieße ich Familienfotos und Bilder von Kindern. Vielleicht bin ich einfach geprägt, weil ich so viele Kinder regelmäßig fotografiere, aber es gibt nichts Schöneres, als sich im Nachhinein Bilder eines Sommertages anzuschauen und ein paar perfekte Bilder zu finden. Kinder sind so unberechenbar und bewegen sich so viel, dass es ein richtiges Erfolgserlebnis ist, das perfekte Bild zu schießen! Und außerdem ist es jedes Mal eine große Freude für die Eltern – Und für mich, wenn ich mein Bild später eingerahmt an der Wand hängen sehe.


7. Elenn

Ich weiß leider nicht, wie man seinen Namen schreibt. Unglaublicher Weise ist es das erste Mal, dass ich ihn überhaupt aufschreiben muss.

Elenn  ist ein Kuscheltier-Elefant. Er ist grau, war früher flauschig, ist mittlerweile aber verfilzt und trägt trotz größter Abnutzung noch eine rosa Seidenschleife um den Hals.

Er war ein Geschenk zu meiner Taufe. An meiner Taufe war ich zwei Monate alt, also begleitet er mich eigentlich schon mein Leben lang. Er ist etwa 60 cm groß und auf den ersten Fotos ist er größer als ich selbst.

Als Kind konnte ich nicht ohne Elenn schlafen. Ein Kissen brauchte ich nie, da ich meinen Kopf immer auf seinen Bauch legte. Deshalb ist er mittlerweile auch erschreckend schlank. Er musste früher überall mit hin, selbst zur Einschulung und zu Kindergeburtstagen. Kein Aufwand war mir zu groß, um ihn mitzunehmen.

Ungefähr mit 12 habe ich mich langsam von ihm abgekapselt. Er lag einige Zeit vergraben unter dem Bett, aber als mit etwa 16 die schlimmste Phase der Pubertät vorbei war, wurde er wieder ins Bett geholt.


8. Konfirmationskerze

Ich mag Kerzen sehr gern. Sie sind romantisch, hübsch, riechen oft gut und meine Mutter ist Partylite-Fan und vererbt mir ihre (für mich unverständlich teuren) Kerzen regelmäßig.

Diese Kerze ist allerdings eine Ausnahme. Sie ist hässlich, sie riecht nicht gut, romantisch ist sie definitiv auch nicht und im Großen und Ganzen einfach nichts, was ich in der Wohnung stehen haben möchte – Aber sie ist meine Konfirmationskerze. Also ein „wichtiges“ Erinnerungsstück, das ich nicht in den Schrank verbannen möchte.

Mit der Eleganz einer Erstklässlerin habe ich damals meinen Namen aus Wachs ausgeschnitten und auf die Kerze geklebt. Meine Kreativität hat sich offensichtlich erst später entwickelt.


9. Mäppchen

Eigentlich gehört es hier nicht hin, weil es nichts Besonderes darüber zu erzählen gibt. Allerdings bin ich vorhin auf der Suche danach durch die gesamte Wohnung gestürmt und habe irgendwann aufgegeben. Nun schaue ich um mich, um nach Gegenständen für Nummer 9 zu suchen und es liegt direkt neben mir auf dem Stuhl. Wow.

Das Mäppchen ist schwarz und offizieller The Nightmare Before Christmas Merchandise. Auf den runden Seiten sieht man Jack, vorne und hinten ist er ebenfalls abgebildet. Außerdem habe ich den Reißverschluss mit einem Jack-Metallanhänger verschönert, welcher ursprünglich an einer TNBC-Jacke hing. Diese habe ich mir aber mit 15 gekauft und sie passt mittlerweile nicht mehr, also wurde der Anhänger zweckentfremdet.

Gekauft habe ich mir das Mäppchen mit 14 auf einer Klassenfahrt in Berlin. Seitdem benutze ich es ununterbrochen und bisher hält es sich super. Ein Lob an den Fanartikel-Hersteller!


10. Romansammlung „Altes Ägypten“

Es gibt ein Weltbild-Abo, bei welchem man jeden Monat zwei Romane geschickt bekommt, die im alten Ägypten spielen.

Ich habe mich schon immer sehr für Geschichte interessiert und den Geschichtsunterricht in der Schule so sehr genossen, dass meine Klassenkameraden sich bis heute daran erinnern.

Referate, Hausarbeiten und Präsentationen wurden für mich zur Obsession – Der Höhepunkt des Grauens für meine damalige Geschichtslehrerin war wohl meine Hausarbeit über das alte Ägypten. Ihr war von Anfang an nicht besonders wohl dabei, uns die Themen selbst aussuchen zu lassen – Sie bat mich jedenfalls, mich auf ein Unterthema zu begrenzen. Ich entschied mich für Religion und Götter. Aus den vorgegebenen 10 Seiten wurden soweit ich mich erinnere knapp 100. Damit habe ich mich definitiv selbst übertroffen. (Die Hausarbeit wurde übrigens stark herabgewertet, weil ich die Längenangabe so vehement ignoriert hatte. Ob sich das gelohnt hat?!)

Jedenfalls entwickelte ich mich danach zu einem riesigen Fan des alten Ägyptens. Moderne Literatur dazu, die für mich interessante Themen behandelte, war kaum zu finden.

Ich fand also dieses Abo in einem Weltbild-Werbeflyer und schlug sofort zu. Es lief tatsächlich über ein Jahr, bevor ich es endlich über mein Herz brachte, es zu kündigen. Von den etwa 30 Büchern habe ich bisher eines geöffnet. Das Allererste, weil ich ihm wenigstens eine Chance geben wollte. Bei allen anderen führte der Weg nach dem Lesen des Rückentextes direkt in das Regal. Dort stehen sie immer noch. Mittlerweile denke ich nicht, dass ich sie jemals verkaufen werde – Abgesehen davon, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass sie jemand kaufen würde!
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