Geschichte: Fanfiction / Prominente / Musik / K-Pop / EXO / Rough Silk

Rough Silk

von Akiana
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
13.06.2013
03.12.2015
49
117097
44
Alle Kapitel
393 Reviews
Dieses Kapitel
60 Reviews
 
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So. Dann fang ich mal meine lang geplante EXO Fiction an x3

Title: You’re creepy~

Fandom: EXO

Pairings: KrisYeol, KaiSoo, HunHan; (Broken! BaekYeol)

Genre:  Smut, Romance, Drama, Humor

Disclaimer: Die Jungs gehören sich selber und ich versuche ihnen mit der Geschichte in keinster Weise zu schaden :)

Rated: NC-17

WARNING: Boyxboy, Smut

Info: Grundlegend Chanyeols Sicht, Sollte gewechselt werden, wird die Szene mit einem (POV „XY“) gekennzeichnet!

Let the party begin~




POV Chanyeol


Müde rieb ich mir über die Augen und bog rechts ab. Meine Füße waren schwer wie Blei und mein Genick fühlte sich an, als hätte mich jemand in der Nacht in einen kleinen Schuhkarton gequetscht. Ich seufzte theatralisch auf. Meine dunkelbraunen Haare standen wild von meinem Kopf ab und die Krawatte meiner Schuluniform hang, wegen eines misslungenen Knotens quer über meiner Jacke. Ob man das von mir gewohnt war? Nein. Ich runzelte die Stirn. Zugegeben ich war ein Nerd. Ein ziemlich unbeliebter, peinlicher Teenager, der ständig in Fettnäpfchen geriet und allgemein auch nichts besseres zu tun hatte als zu lernen oder Spiele auf einer Billigkonsole zu spielen. Man war von mir weder zu spät kommen, noch schlechte Noten gewohnt. Erneut seufzte ich und starrte in den Himmel. Es war Sommer und Jahreszeitgemäß schon extrem heiß. Große Blüten prangten an den Ästen der Bäume und blendende Sonnenstrahlen schienen durch die grünen Blätter auf mein Gesicht. Lächelnd fuhr ich mir durch die Haare und blieb stehen um meine Hand in die Sonne zu halten. Dieses Jahr sollte sich etwas verändern. Oder ich selber sollte mich verändern. Zumindest hatte ich mir das vorgenommen. Das Lächeln in meinem Gesicht erlosch als ich mich an die letzten Jahre erinnerte, in denen ich mir auch immer vorgenommen hatte etwas zu verändern. Schwung in mein doch sehr trübes Leben zu bringen. Aber im Endeffekt hatte ich immer die passende Ausreden für eine Veränderung gefunden.
"Ugh", ein Stöhnen entwich mir und ich schüttelte mich angewidert als wollte ich die lästigen Erinnerungen von mir abwerfen, ehe ich mich etwas mürrisch drehte und der Sonne den Rücken kehrte.

Im Flur war es stickig und voll. Vorbeilaufende Schüler rempelten mich an und kreischten laut. Ein paar saßen auf dem Boden vor ihren Klassenzimmern und redeten. Wie immer. Ich zog meine Brauen hoch. Hatte ich erwartet, dass es sich jemals verändern würde? Auf einen Schlag? Ich räusperte mich kopfschüttelnd und drückte mich mit quälendem Gesichtsausdruck weiter durch die Menge. Ellbogen erwischten mich hart in der Seite und ich atmete hustend die stickige Luft ein. Es war schwül. Zu schwül. Müde kniff ich die Augen zusammen und dankte Gott dafür, das ich nicht wie manch anderer klein und schmächtig war und somit locker über die anderen Schüler hinweg sehen konnte. Ich war verdammt groß und fiel deswegen auf, selbst wenn ich es nicht wollte. Das war das Wichtigste für mich. Nicht auffallen. Unsichtbar machen. Leider jedoch unmöglich mit 1.84, dunkelbraunen, welligen Haaren und langen, trampeligen Beinen die ich absolut nicht unter Kontrolle hatte. Ein lautes Stöhnen entwich meinem Mund, als sich eine Horde kleiner Mädchen vor mir aufgebaut hatte und quiekend über den neuen Referendar redete. Erschrocken blickten sich ein paar zu mir um. Noch ein Punkt, der es mir schier unmöglich machte nicht aufzufallen. Meine Stimme.

Vor meinem Klassenzimmer angekommen atmete ich tief ein und schob die Tür auf. Keiner blickte auf. Wie immer eigentlich. Die meisten lagen noch halb schlafend mit den Köpfen auf ihren Tischen. Ich rückte mir räuspernd die Krawatte zurecht und stolperte mit großen Schritten auf mein Platz in der ersten Reihe zu.

„Da ist Streberyeol.“ Kam die erste Bemerkung von weiter hinten. Ich ignorierte sie geflissentlich und rollte nur mit den Augen. Sehnsüchtig starrte ich auf den Platz rechts von mir. Was ich jetzt wirklich gebrauchen könnte war ein Motivationsversuch von Kyungsoo. Ich seufzte und machte es mir auf meinem Stuhl bequem, soweit man es sich auf einem kantigen, knirschenden Holzstuhl bequem machen konnte. Müde packte ich den Henkel meiner Tasche und zog sie auf meinen Tisch um meine Bücher herauszuholen. Währenddessen glitt die Klassenzimmertür erneut auf. Hoffnungsvoll starrte ich zur Tür um Luhan oder Kyungsoo zu begrüßen, wurde aber getäuscht. Allein dieses typische Bitchface lies mir das Blut in den Adern gefrieren. Die Mädchen hinter mir atmeten überrascht ein und fingen dann an, leise seinen Namen zu rufen.

„Baekhyun...!“ Hauchte eine, nicht weit von mir entfernt und Baekhyuns Gesicht drehte sich zu ihr. Er hatte seine Lippen leicht vorgeschoben und seine Brauen hochgezogen. Er sah arrogant aus. Er war arrogant. Es war sein typisches Bitchface, was er sich neuerdings zugelegt hatte. Er hatte es sich zueigen gemacht aus Gründen, die ich nicht nachvollziehen konnte. Genervt blickte ich zurück auf meine Tasche und rief mir wieder ins Gedächtnis das ich mit Mr. Arrogant tatsächlich 10 Monate zusammen gewesen war. Natürlich bis er cool geworden war. Falls man das als cool bezeichnen konnte. Das einzige was ich jetzt noch von ihm zu sehen bekam, war sein arrogantes Gesicht oder sein Hintern den er mir gerne provozierend ins Gesicht schob. Er schob neuerdings allgemein jedem gerne seinen Hintern ins Gesicht. Ob mir das passte? Natürlich nicht. Konnte ich es ändern? Leider nein.

Man könnte jetzt behaupten, er wäre sauer auf mich und würde mir nachtrauern, weil ich den Schlussstrich gezogen hatte. Aber das war lustigerweise nicht einmal mehr der Fall gewesen. Er hatte Schluss gemacht und ich hatte das Recht darauf sauer zu sein. Seufzend streckte ich meine Beine und legte den Kopf in meine Hände. Der Schlafmangel machte sich eindeutig bemerkbar. Lautes Gekicher von hinten ließ mich vermuten, dass der nächste Vollidiot den Eingang zu unserer Klasse gefunden hatte. Und ich behielt Recht. Als ich meinen Kopf langsam aus meinen Händen hob, musste ich mich davon abhalten nicht laut und genervt zu stöhnen. Jongin aka Kai. Warum er sich einen verdammten Zweitnamen zugelegt hatte, blieb ungeklärt. Vermutlich sein Kosename für seine, ach so zahlreichen „Kunden“. Ich musste mir selber auf die Lippe beißen um mich nicht laut lachend an meinen eigenen Gedanken zu ergötzen. Wirklich fabulös. Jongin war mittelgroß und man konnte es nicht anders sagen, eine exotische Schönheit. Seine Haut war ungewohnt dunkel und seine Lippen voll. Seine schmalen, dunkelbraunen Augen trugen etwas Schelmisches, Freches mit sich und wenn er sich auf die Lippe biss, hatte selbst ich Schwierigkeiten meinen Blick von ihm loszureißen. Überrascht zog ich meine Augenbrauen hoch, als ich bemerkte, dass er seine Zöpfe raus gemacht hatte. Bis vor kurzem hatte er lange, geflochtene Zöpfe getragen, bei welchen sich mir der Magen umgedreht hatte. Nun trug er wieder seinen typischen, doch so populären Pilzschnitt. Ich räusperte mich.

„Kai!“ Rief jemand von hinten und Jongins Mund verzog sich zu einem frechen Grinsen.

„Baeki~Waddup.“ Rief er und lief an mir vorbei. Jongin war vor allem für seine besondere Laufart bekannt. Schlenkernd und lässig, flüssig und doch irgendwie stolpernd. Sie verwirrte und zog einen gleichzeitig magisch in den Bann. Als er aus meinem Sichtfeld verschwand wurde mit einem lauten Scheppern die bereits offene Tür zugeschmissen und ich blickte verwundert auf. Mein Gesicht erhellte sich.

„Kyungsoo, Luhan!“ Rief ich, stand auf und stolperte den Beiden entgegen. Kyungsoo lächelte und rieb mir kürz über den Oberarm.

„Na Yeollie.“ Murmelte er und grinste. Luhan fiel mir mit einem leisen Kreischen in die Arme und erweckte Jongins Aufmerksamkeit.

„Wenn das mal nicht die Streberclique ist.“ Rief er laut und erntete schrilles Gelächter der Mädchen. Ich rollte mit den Augen. Lautes Getuschel und Gekicher neben uns war vorprogrammiert und ich hörte die kreativsten Witze und Sprüche über mich, Luhan und Kyungsoo die Runde machen. Jongin konnte scheinbar nichts ungesehen lassen. Ich seufzte und starrte genervt zu ihm zurück. Sein Blick haftete jedoch an Kyungsoo und sein rechter Mundwinkel zog sich schelmisch nach oben.

„Yummy.“ Knurrte er leise und biss sich mit halb geschlossenen Augen auf die Unterlippe. Kyungsoo starrte ihn schockiert an und klammerte sich an meine Jacke. Jongin sah aus, als würde er ihn gleich auffressen wollen. Räuspernd drehte ich mich zu meinem Platz um.

„Gebt ihm mal Besteck, der Junge hat Hunger.“ Murmelte ich leise zu Luhan, welcher sich grinsend links von mir nieder ließ.

Kurz darauf trudelte unser Physiklehrer Lim ein. Seinen Bierbauch, murmelnd und gestikulierend vor sich her schiebend, betrat er die Klasse und knallte, scheinbar äußerst gut gelaunt seine Tasche auf den Tisch.

„Nicht gefegt! Gestern!“ Brüllte er in einer Lautstärke, bei der die erste Reihe, mich eingeschlossen vor Schock beinahe von ihren Stühlen kippte.

„Ich musste fegen. Für euch Blagen! Hab ich gefegt!“ Maulte er weiter und gestikulierte hektisch in der Luft herum. Alle waren ruhig. Wussten das es ca. 5 Minuten so weiter gehen würde, bis er sich wieder beruhigt hatte. So wie immer. Sollte sich keiner einmischen. Das Glück hatten wir dieses Mal scheinbar nicht, da es lautstark an der Tür klopfte. Bevor Lim-shi jedoch herein beten konnte, wurde die Tür schon ruckartig nach rechts gezogen. Mein Herz sank eine Etage tiefer. Der Eisprinz persönlich schlurfte in den Raum, mit undefinierbarem Gesichtsausdruck und perfekt sitzender Uniform. Perfekt saß nicht nur seine Uniform. Alles an ihm war perfekt. Seine Haare, sein Gesicht, sein Körper. Eine Perfektion die einem sofort die Übelkeit hochtrieb und einem bewusst machte, wie niedrig eigentlich unsere eigenen Qualitäten waren. Uninteressiert glitt er durch die Reihen und ließ sich mit einem leisen Plumpsen auf seinem Stuhl fallen. Augenblicklich ging ich in Deckung. Lim-shi watschelte bedrohlich auf Wufans Sitzplatz zu.

„Wu Yi Fan!“ Brüllte er dann und der komplette Klassenraum zuckte zusammen. Alle...bis auf Wufan selber. Besagter zog sich nur gelangweilt die Kopfhörer aus den Ohren und sah dann mit hochgezogenen Augenbrauen zu seinem Lehrer auf. Mein Atem stockte. Wie konnte jemand so cool wirken, während er sich scheinbar der Gefahr absolut bewusst war. Lim-shi atmete zitternd aus.

„Hast du was dazu zu sagen?“ Knurrte er bemüht ruhig. Die komplette Aufmerksamkeit der Klasse war nun auf Wufan gerichtet. Ich hatte mich auf meinem Stuhl unbequem verrenkt um mir das Spektakel anzusehen. Nicht das ich mich für Wufan interessierte. Ich analysierte einfach gerne seine Handlungsweise. Er schüttelte den Kopf und lehnte sich zurück in seinen Stuhl. Immer noch herrschte Stille und Lim-shi starrte ihn aus kleinen Schweineäuglein gefährlich an. Verblüfft öffnete ich meinen Mund. Das war es. Da war nicht viel Handlung zu analysieren. Ich räusperte mich. Wufan hob den Kopf und blickte gelangweilt nach vorne. Sein Blick traf meinen und ich spürte wie eine unangenehme Hitze meinen Hals hinauf in meine Wangen kroch. Schluckend drehte ich mich von ihm weg und inspizierte meine Fingernägel. Die Stunde verlief wie immer.

Als 45 min später die Schulglocke klingelte, ließ ich mich erleichtert in meinem Stuhl sinken. Die Schlimmste aller Stunden, hatte ich mit Bravur gemeistert. Kyungsoo stand langsam auf und reckte sich. Seine Arme über seinem Kopf verhakt streckte er sich gähnend. Mein Blick fiel auf seinen Bauch. Durch die Streckung der Arme war seine Uniform ein Stück hoch gerutscht und entblößte jetzt den oberen Teil seiner Lenden. Neugierig drängte sich jemand an mir vorbei und ich wurde ungehobelt gegen Luhan geworfen. Luhan kreischte überrascht auf, da er gerade aufgestanden war und hielt mich mit seinen Händen davon ab, mit einem lauten Rumsen auf dem Boden zu landen. Ich holte tief Luft und stütze mich an ihm ab um wieder auf die Beine zu kommen. Besorgt sah er mich an.

„Alles okay?“ Fragte er leise und legte kurz seine Hand auf meinen Arm. Ich nickte. Ein lautes, plötzliches Kreischen von Kyungsoo ließ mich erschrocken aufsehen. Sein Gesicht war scharlachrot angelaufen und er hatte seine Hände mit weit aufgerissenen Augen vor seinem Bauch verschränkt.

„F–fass m-mi-mich nicht an.“ Stotterte er und senkte seinen Kopf. Mein Blick schwang von ihm zu Jongin, welcher frech grinste und sich die Lippen benetzte.

„Lässt du mich mal drüber lecken?“ Hauchte er so leise, dass ich es kaum verstand und Kyungsoos Augen weiteten sich erschrocken. Stille breitete sich im Raum aus. Ob es daran lag, dass bereits fast alle aus der Klasse verschwunden waren oder das alle restlichen atemlos auf Kyungsoos Reaktion warteten, wusste ich nicht.

„Ich mach doch nur Spaß!!“ Fügte Jongin laut lachend hinzu und Baekhyun der desinteressiert neben ihm stand, grinste kurz. Kyungsoo ging einen Schritt zurück in unsere Richtung, immer noch die Arme über seinem Bauch verschränkt, als würde er etwas beschützen.

„Komm.“ Murmelte Baekhyun plötzlich leise und zog an Jongins Ärmel. Ich konnte nicht ausmachen was er gerade fühlte, da er mit leerem Blick in die Luft starrte. Jongin nickte grinsend und drehte sich zu Baekhyun um. Sein Arm streifte Kyungsoos Oberschenkel.

„Süßer Arsch.“ Murmelte er und verließ dann heiser lachend das Klassenzimmer.
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