Kyou Kara Kōkōsei – Ein Engel erobert die Schule

GeschichteRomanze, Fantasy / P12 Slash
11.06.2013
03.01.2015
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Seit Monaten ließ sich der doppelschwarze Dämonenkönig nicht mehr in Shin Makoku blicken. Während Wolfram vor dem Tempel des Einzigartigen wartete, stand sein Beschluss fest – er wollte Yuri zurückholen. Der Schulmeister zerrte heftig an seinem Arm und versuchte ihn mit aller Kraft zurückzuhalten.
„Eure Majestät, bitte geht nicht. Lasst euer Reich nicht im Stich. Bedenkt diese unzumutbare Reise und welche Gefahren sie birgt. Was ist, wenn euch noch etwas zustößt? Ich als euer treuer Berater würde mir solch ein Vergehen niemals verzeihen können.“
„Günther, lassen sie mich los! Sie wollen doch ebenso, dass Yuri zurückkehrt!“
Mit einem von Tränen umfluteten Gesicht und gequollenen Augen blickte Lord von Kleist den blonden Engel an. Der Anblick dieser beiden Schönlinge hätte jedes Frauenherz zum Schmelzen gebracht – der zu tiefst besorgte junge Mann und der blonde Engel, dessen smaragdgrünen Augen Verzweiflung und Standhaftigkeit zugleich ausstrahlten.
„Außerdem ist die Erde viel friedlicher als unser Dämonenreich. Mir kann nichts passieren.“
„Euer Reich braucht euch, Majestät“, schluchzte Günther.
„Gwendal kümmert sich um alles, solange ich weg bin.“
Langsam ließ der Schulmeister den adelsblauen Ärmel des Jünglings los. Auch er hielt diese schreckliche Zeit ohne den edlen Doppelschwarzen nicht mehr aus. Conrad, der die ganze Zeit über stumm daneben stand, legte eine Hand auf Günthers Schulter und blieb mit ihm auf den Treppen des Tempels zurück, als Wolfram diesen langsam aber sicher betrat.
„Wir werden auf dich warten, Wolf. Und bring Yuri sicher zurück“, rief ihm Conrad zu.
„Ohne Yuri werde ich nicht zurückkehren.“ Nach diesen Abschiedsworten heulte sich Lord von Kleist ausgiebig an Graf Wellers Schulter aus.
„Shinou, ich weiß, dass du hier irgendwo steckst!“, rief Wolfram schallend durch die Gänge.
„Redet man so mit dem Einzigartigen?“
„Ich weiß genau, dass du hier bist! Außerdem schuldest du mir noch was“
„Ist ja gut, bin schon da. Was schulde ich dir überhaupt?“ Ein junger Mann in einem königlichen Gewand und mit verblüffender Ähnlichkeit zu Wolfram trat anmutig aus seinem Geheimversteck hervor.
„Hast du schon vergessen? Damals mit Anissinas Erfindung?“ Wolfram verschränkte die Arme und durchstach Shinou mit einem prüfenden Blick. Dieser wusste sehr wohl Bescheid und lächelte nur verlegen.
„Willst du immer noch zur Erde? Ich hab doch gesagt, dass meine Kräfte nicht dazu ausreichen.“
„Du Lügner!“
„Wie redest du denn mit mir? Ich hab jetzt wirklich Besseres zu tun“ Der ehemalige Dämonenkönig wollte sich gerade aus dem Staub machen, doch Wolfram trat auf seinen langen Umhang, sodass dieser stehen blieb.
„Dich kann man auch nicht mehr umstimmen?“ Lord von Bielefeld schüttelte entschlossen den Kopf.
„Wie wäre es, wenn wir uns stattdessen bei einer Tasse Tee aussprechen?“
„Vergiss es! Du kannst mich mit deinem Blättersaft nicht umstimmen“, keifte Wolfram.
Seit Tagen stürmte der Jüngling regelmäßig in den Tempel des Einzigartigen und bat Shinou, ihn zur Erde zu bringen. Dieser jedoch wies ihn jedes Mal ab mit der Erklärung, er sei nicht mehr fähig dazu, obwohl er Wolframs Beweggründe nur zu gut verstand.
„Du bist dir immer noch sicher?“, fragte er leise. Seine Stimme klang ernster als zuvor und er war es leid, den neuen König ständig aufs Neue abzuweisen.
„Mehr als sicher“, erklärte ihm Wolfram entschlossen, „Ich liebe Yuri und es gibt niemanden, der ihn ersetzen kann.“
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