Das Leben als Vierling

von Anjanka
GeschichteFantasy, Übernatürlich / P16
11.06.2013
01.07.2013
10
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Hallo
Hier ist eine Geschichte die sich um die Welt der Übernatürlichen dreht.
Ich habe bewusst lange nach der Zeit von Kylie und den anderen begonnen, da die Charaktere in meiner Geschichte keine Rolle spielen.
Ich hoffe euch gefällt sie trotzdem
Ich werde vor allem aus der Sicht von den Vierlingen schreiben
wünsch euch viel Spass beim lesen
lg Anjanka

Ranya POV

Das Neonlicht flackerte ein paar Mal kurz auf, bevor es ganz erlosch. Nun hüllte sich die Sackgasse in dunkle Schatten.
Ich schlug den Kragen meiner Lederjacke hoch und vergrub mein Gesicht vor der Kälte. Ein eisiger Wind schlug mir entgegen, als ich aus der Gasse trat und in das nächtliche Gewimmel von New York `s Strassen trat.
Kurz blickte ich mich um, bevor ich mich in den Strom der Betrunkenen gleiten liess und darin verschwand.
Es war gerade fünf Uhr geworden, als ich in meinem kleinen Einzimmerappartement ankam.
Seufzend verschloss ich meine Türe und murmelte einen Zauber, der mich warnte, wenn jemand die Wohnung betrat.
Meine Lederjacke landete auf der schäbigen Couch, die vor langer, sehr langer Zeit mal rot gewesen sein musste, vielleicht war sie auch braun.
Auf dem Weg in die Dusche hinterliess ich meine Klamotten, stellte mich unter den heissen Strahl und versuchte die Gerüche der Bar, in der ich arbeite herunter zu waschen.
Ich trocknete mich mit einem schmuddeligen Handtuch ab, wickelte mich in mein einziges Badetuch und stellte mich vor den Spiegel.
Meine Augen waren von dunklen Ringen umrundet, ihre blaue Farbe schien unter einem Schleier zu versinken. Meine langen braunen Haare klebten mir in nassen Strähnen im Gesicht.
Ich sah müde aus, was kein Wunder war nach einer zwölf-Stunden-Schicht im „Violettes“, der Bar in der ich meinen Unterhalt mit Kellnern verdiente.
Mein Name ist Ranya Kalamack, ich bin ein Vampir und heute war mein 18. Geburtstag.
Seufzend wandte ich mich von meinem Spiegelbild ab. Ging ins Wohn/Schlafzimmer und zog mir eine Yoga Hose und ein Tank Top an.
Nahm aus dem Kühlschrank eine Flasche Blut, die ich in der Mikrowelle kurz erhitzte. Als ich gerade ein Glas mit dem roten Lebenssaft füllen wollte, klingelte mein Handy.
Ich reagierte zuerst nicht, stürzte das Glas voll Blut hinunter, stellte es in die Spüle und sah wieder zu meinem Handy, das weiterhin hartnäckig klingelte.
Schicksalsergeben nahm ich ab: „Hey Brüderchen. Happy Birthday!“ flötete ich gespielt fröhlich ins Handy.
„Hey, kleine Schwester, wünsch ich dir auch. Kommst du diesmal zu unserer Feier? Alec und Talisha kommen auch. Du fehlst uns“, begann er mit seinem alljährlich wiederkehrenden Vortrag.
„Du kannst nicht bis in alle Ewigkeit  wütend sein auf ihn. Einer von euch muss nachgeben“ und wir beide wussten, dass ich das sein musste, denn mein Vater, Dereck Kalamack, Ratsmitglied im Gestaltwandlerrat und strenges Oberhaupt der Familie, würde sich eher einen Arm abbeissen, als zuzugeben, dass er etwas falsch gemacht hatte.
„Du weisst, dass ich diesmal nicht nachgeben kann. Er hatte meine Zukunft geplant, seit ich auf der Welt war, doch ich will nicht in seine oder deine Fusstapfen treten. Ich bin nicht dazu geschaffen ein Agent der FRAU zu werden, diese ganzen Regeln und Befehle konnte ich schon nicht ertragen als ich drei war, wieso sollte sich das nun ändern?“ ich hatte mich mittlerweile auf mein Bettsofa gesetzt, meine Beine angezogen und mein Kinn auf meine Knie gelegt.
„Willst du in dieser Bar versauern? Das kann nicht dein ernst sein! Du kannst etwas Besseres werden, als eine Kellnerin, die sich jede Nacht vor den Avancen Betrunkener erwehren muss. Komm nach Hause Ranya, freiwillig, sonst wird dich Vater holen und das willst du nicht“, versuchte er mich weich zu kochen.
„Grüsse die Anderen von mir und gib Mommy einen Kuss. Wir hören voneinander“, damit beendete ich das Gespräch.
Scheinbar wurde es langsam wieder Zeit umzuziehen. Joshua hatte mich zwischen den Zeilen darauf hingewiesen, dass sie wussten wo ich war und dass mein Vater jemanden geschickt hatte, der mich holen sollte.
Doch ich hatte mich die letzten zwei Jahre erfolgreich immer wieder aus seinem Netz befreit, das wird mir auch diesmal gelingen.
Seufzend stand ich auf, zog mir meine Schuhe und Lederjacke an, schmiss noch die letzten paar persönliche Dinge in meine Tasche, die immer gepackt war und verliess meine Wohnung.
Ich trat vorsichtig auf die Strasse hinaus, es begann wieder zu schneien. Meine Tasche geschultert, meinen Kopf im hochgeklappten Kragen versunken, trat ich auf die Strasse hinaus.
Mit zügigem Schritt, aber nicht zu schnell ging ich die Strasse hinunter. Ich wollte keine Aufmerksamkeit erregen.
In einer Gasse, ein paar Strassen von meinem Appartement entfernt, hatte ich einen Wagen abgestellt.
Schnell entfernte ich die Plane, die den Wagen vor neugierigen Blicken schützte, verstaute meine Tasche auf dem Rücksitz und setzte mich ans Steuer.
Als ich den Wagen anliess, schallte aus dem Radio der Beat einer House-Nummer. Ich schaltete das Radio ab, da ich mir im Moment keine Ablenkung leisten konnte.
Ein kurzer Blick in den Rückspiegel und ich fuhr aus der Gasse hinaus. Schlängelte mich in den morgendlichen Verkehr ein und tauchte im Gewusel einer aufwachenden Stadt unter.
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