Seven days, sieben Tränen

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P12
Alphonse Elric Edward Elric Envy Izumi Curtis Riza Hawkeye Roy Mustang
10.06.2013
16.06.2013
7
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10.06.2013 893
 
Wartender Montag (Tears in my eyes)
Tränen haben die Eigenschaft den Schmerz zu lindern. Das Salz berührt die Wunde nicht, es lässt sie verheilen, weniger frisch jedoch nicht weniger tief werden. Sie helfen, doch ihr halfen sie nicht
Doch wie lange würde es dauern, bis es endlich half?
Sie saß auf ihrem Bett. Das Kissen war durchnässt von der salzigen Substanz, ihre Wände traub, von ihren Stummen schreien, doch sie hörte nicht auf. Draußen donnerte die Welt als wollte sie sich selbst ertränken, doch niemand schenkte ihn Gehör. Was spielte diese Welt auch für eine Rolle? Er war kein Teil mehr davon
Sie weinte, der Himmel weinte und ganze Welt gleich mit.
Schon lange hatte sie aufgehört die Tränen zu zahlen, die ihre Augen verließen, schon lange aufgegeben die Stunden zu zählen, nachdem der Oberst Mustang gegangen war, mit zitternden Händen und schon lange hatte sie vergessen, wie lange sie schon weite. Sie hatte nicht einmal angefangen zu zählen.
Die Tränen waren bedeutungslos,
Die Zeit war bedeutungslos,
Die Welt war bedeutungslos, denn sie hatte ihre Sonne verloren.
Für ihn geopfert, für ihn gegangen und ihn verloren.
Sie braucht Zeit. Das hatte sie Oma noch sagen hören, bevor sie verschwunden war. Doch wie lange würde es dauern? Würde es überhaupt jemals enden?.
Zeit soll Wunden doch heilen, oder?
''Du bist so ein Baka, Edward!'' schluchzte sie.' 'So ein blöder Zwerg von einen Baka! Hast du einmal daran gedacht wie Al sich fühlt, wenn er erfährt, dass du dich für ihn geopfert hast? Was Mustang Taisan dankt, wenn du nicht zurück kommst? Wie ich mich fühle, wenn du mich einfach zurück lässt? Na klar hast du das nicht! Du denkst ja nie darüber nach! Hast du vielleicht daran gedacht, dass ich dir helfen könnte? Aber Nein! Ich soll wieder warten! Warten, warten IMMER NUR WARTEN!''
Ein Schrei, eine Verwünschung und eine Liebeserklärung zugleich verließen ihre Lippen.
''Ich hasse dich! Ich brauche dich! Ich vermisse dich, verdammt!''
Weinkrämpfe ergriffen ihren Körper, schüttelten ihn, wie unter Strom, warfen sie herum, ließen sie wimmern, bis sie nicht mehr könnte, bis ihre Krämpfe sie verließ.
Irgendwann hat der Körper keine Kraft mehr, oder?
Scheiß auf die Zitate!
''Winry?''
Erschrocken fuhr sie hoch. Jemand stand an der Tür. Blondes Haar umrahmte die großen Augen, der Körper war klein und kräftig. Ein langer roter Stoff lag verdeckte seine Hand.
''E......Alphonse?''
''Warum weinst du, Winry?''
Sie schluckte die erneut aufkommenden Tränen herunter. ''Weil...'' fing sie an, doch ihre Stimme verlor sich von ihren Hals zu ihren Lippen. ''Weil dein Broder so ein Idiot ist.''
''Nii-san ist nicht blöd.'' verteidigte Al seinen Bruder trotzig. ''Er denkt nur zu schnell''
Winry biss sich auf die Lippen, um den Zehnjährigen nicht sämtliche(teilweise Mechanischen) Schimpfwörter an den Kopf zu werfen, die sie kannte.
''Aber ich wollte dich was fragen.'' meinte stattdessen und hielt den Roten Stoff nach oben. Rote Seide floss wie fließendes Blut auf den Boden. Trotz der Kapuze sah man deutlich das Zeichen, dass auf den roten Stoff her ausstach wie ein Sonnenstrahl in einer Wolkendecke.
Eds Umhang.
''Glaubst du, Nii-san ist böse, wenn ich ihn trage?'' meinte Al und legte sich den Umhang um die Schultern. Die Arme verschwanden unter den Stoff. ''Er ist mir etwas zu groß''
Unglaublich, aber wahr.
''Aber ich werde sicher noch reinwachsen, oder?''
Sicher? Winry wischte sich über die Augen. Bilder schossen durch ihren Kopf. Alphonse, der den verblutenden Ed vor ihre Füße legte. Edward, der Al mit Faustschlägen bombardierte. Die beiden, wie sie am Horizont verschwand und der letzte Satz.
Warte auf uns.....
''Sicher.'' meinte sie und wischte sich die Tränen weg. ''Aber las pass auf, dass du nicht zu groß wirst ja?''
Das Gesicht das Jungen strahlte. Keine Sterne schienen in seinen Augen zu glitzern, als er sie angrinste. ''Sag mal Winry.''
''Ja?''
''Kann ich heute bei dir schlafen?'' Schüchternes Blicken auf den Boden
''Klar, aber kannst du mir einen Gefallen tun?''
''Klar, sonst wäre es kein äquivalenter Tausch.''
''Kommst du mal zu mir?''
Verwirrt tat der Blonde wie ihm geheißen. Noch bevor er den Mund zu einer (sinnlosen) Frage öffnen konnte hatte Winry ihn an sich gezogen. Sein Körper versteifte sich, als er spürte, wie heiße Tränen über sein T-Shirt topften. Alle Gedanken, alle Fragen, alle Worte, sie blieben ihm in Halse stecken, als sein Körper von Winrys Kämpfen geschüttelt würde. Aus reinen Reflex schlang er die Arme um sie, als könnte sie sonst in sich zerbrechen, wie eine alte Maschine. Wie Recht er doch hatte, so sehr, dass ihn ebenfalls Tränen über die Wangen liefen.
Geteiltes Leid kann halbes Leid sein, doch ihn nur vergrößern.
Wunden können heilen, doch es werden immer Narben zurückbleiben.
Was einmal gegangen ist kann nie wieder zurück, es sei den sie leben.
''Las mich nicht zu lange warten, Ed, hörst du?''
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