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› Wer den Feind umarmt macht ihn Bewegungsunfähig

von Hughes
KurzgeschichteFamilie, Tragödie / P6
Dänemark Norwegen
09.06.2013
09.06.2013
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09.06.2013 223
 
Völlig erstarrt stand Matthias auf dem Schlachtfeld. Zitternd hielt er seine Streitaxt, dessen Gewicht plötzlich so schwer wurde, dass sie ihm aus den Fingern glitt.
Warum tat er das ?!
Seine Gedanken wirbelten in einer rasanten Geschwindigkeit in seinem dänischen Kopf umher.
Er umarmt ihn auf dem Schlachtfeld. Sie waren im Krieg und er UMARMTE ihn.
„Matthias.. bitte..“
Lukas brüchige Stimme drang durch sein Gehör.
Seine vor Hass verzerrten blauen Augen sahen in das Meer Blau Norwegens.
Matthias fing sich langsam wieder und stemmte seine Hände gegen Lukas schwachen Körper, der diesem jedoch diesmal standhielt.
Lukas ließ ihn diesmal nicht los.
Damals hatte er diesen Fehler gemacht, doch diesmal nicht.
Diesmal würde er ihn festhalten.
Ihn aus diesem Strudel des Hasses ziehen so wie Matthias es damals bei ihm gemacht hat und somit die eisige Mauer in ihm zerstört.
Aber war Dänemark bereit dazu.?
Das musste er.
„Lukas.. lass mich los.“
Matthias Stimme war stark und ungebrochen.
Trotzdem schwang in ihr so viel Schmerz wie Müdigkeit mit.
„Nein..“ flüsterte Lukas leise.
Vorsichtig stellte er sich auf die Zehenspitze um an die Lippen des anderen heranzukommen.
Er hauchte ihn einen kühlen aber liebevollen Kuss auf während er mit leiser Stimme sagte ;
„Wer den Feind umarmt macht ihn Bewegungsunfähig.“
Und das war Matthias auch. Unfähig sich noch zu bewegen, eingefangen
in dieser warmen Geste.
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