Auf der Flucht

von Kazu22
KurzgeschichteMystery / P12
02.06.2013
02.06.2013
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Die Nacht war über Meridian herein gebrochen und ich war auf dem Weg zum Heiligtum der Vampire was eigentlich nur ein Untergrundversteck in den Katakomben von Meridian war als das es jemals ein Heiligtum sein könnte. Ich ging durch die spärlich beleuchteten Gassen der Slums, vorbei an Menschen mit verdreckter Kleidung und finsterer Mine. Das Viertel war heruntergekommen und für uns Vampire der Ideale Ort zum Jagen. In den Seitengassen drang kaum licht hinein, daher lungerten dort häufig Räuber und Banditen herum und suchten sich ihre nächsten Opfer die sie überfallen und ausrauben konnten. Hier konnte man keine Hilfe erwarten wenn man überfallen wurde da die Menschen viel zu viel Angst hatten und sie sich mehr um sich selbst kümmerten als um andere. Es kam manchmal vor das ich nicht als Vampir erkannt wurde, was auch in dieser Nacht geschah als mir aus einer Seitengasse heraus drei Banditen den Weg versperrten. Jeder von Ihnen hatte ein Messer in der Hand und alle schauten mich mit einem finsteren lächeln an.
Na so ganz allein unterwegs? Sprach mich einer der Banditen mit einem hämischen grinsen im Gesicht an.
Weißt du nicht das es für eine Frau sehr Gefährlich sein kann wenn sie hier so alleine herum streift?! Fragte mich der andere und spielte an seinem Messer herum.
Macht platz! Gab ich unmissverständlich von mir.
Nich so frech Mädchen! Antwortete der Rädelsführer und hielt mir sein Messer vor die Nase, während die anderen beiden sich hinter mich stellten um zu verhindern das ich fliehen konnte. Mein Blick verfinsterte mich noch etwas mehr als er es eh schon war. Der Blick des Banditen fiel auf meine Kette die ich um den Hals trug.
Gib uns die Kette und wir lassen dich vielleicht am Leben. „Dumme sterbliche, am leben war ich schon lange nicht mehr“ Sie schritten langsam auf mich zu.
Letzte Warnung! Gab ich von mir doch hörte ich nur Gelächter von ihnen. Mit einer raschen Geste entwaffnete ich die beiden Männer hinter mir und mit einer schneller Umdrehung beförderte ich sie zu Boden. Der Rädelsführer kam auf mich zu gestürmt und streckte mir seine Hand mit dem Messer entgegen. Ich wich aus, schlug ihm das Messer aus der Hand, packte mir seinen Arm und drehte ihn auf den Rücken. Mit der anderen Hand packte ich seinen Hals, er war deutlich überrascht denn er wehrte sich nicht. Die beiden anderen standen auf und sahen mich entgeistert an, ich blickte sie über die Schulter ihres Rädelsführer an und sagte.
Verschwindet oder ich breche ihm das Genick!
Daraufhin rannten sie davon und ich stieß den Banditen von mir, dieser landete unsanft auf dem Boden drehte sich noch einmal ängstlich zu mir um und suchte dann schleunigst das weite. Ich sah ihm noch kurz hinter her und setzte dann meinen Weg unbeirrt fort. Auf meinem Weg musste ich den Wachen der Sarafanen die in den Gassen Patrouille liefen aus dem weg gehen, vor allem den Glyphenrittern die mit ihrer Rüstung Vampire aufspüren konnten da diese auf dessen Anwesenheit reagierte, ganz gleich ob man sich versteckte diese Ritter würden einen Vampir finden. Ich kam in das Schmugglerviertel und ging zum Geheimgang der zum Heiligtum führte. Es war ein Kanal in dessen Mitte ein kleiner Rinnsal sich seinen weg bahnte, es stank erbärmlich und Ratten kreuzten meinen Weg. Ich zog mir die Kapuze meines Umhangs herunter als ich vor dem Eingang des Heiligtums stand, als mich auf einmal ein seltsames Gefühl überkam irgendetwas war anders, ich spürte einen kalten hauch in meinem Nacken und drehte mich um. Es war niemand zu sehen, man hörte nur das fisseln von Wasser was von der decke tropfte. „Es war wahrscheinlich nur ein Luftzug“ dachte ich und betrat das Heiligtum. Vorador bat mich hier her zu kommen da er ein wichtiges Anliegen hatte was er mir aber nicht flüstern sondern mir persönlich sagen wollte. Als ich den Raum betrat fand ich niemanden vor was mir seltsam vor kam da hier zumindest Wachen sein müssten, ich ging ein paar schritte und rief nach Vorador doch bekam ich keine Antwort. Plötzlich ertönte ein leises Lachen aus dem Schatten einer Ecke und ich warf den Kopf herum.
Wer ist da? fragte ich und ein paar Gestalten traten aus den Schatten, es war Kain mit ein paar abtrünnigen Vampiren, zu meinem entsetzen sah ich das sie Vorador in Ihrer Gewalt hatten.
Lass ihn los! Forderte ich Ihn auf doch lächelte mich Kain nur an und sagte
Erst wenn ich habe was ich will!
Was willst du?
Etwas was du hast.... die Kette!
Ich umfasste mit meiner Hand die Kette und fragte
Die Kette? Aber warum.... ich war irritiert warum wollte Kain die Kette?. Es war doch nur ein Schmuckstück, nichts von Bedeutung und trotzdem bestand er darauf sie zu haben.
Wenn du sie willst musst du Vorador frei lassen!
Er gab wieder ein leises lachen von sich als er sagte
Wie mutig von dir... wie du willst!
Nein tu es nicht! Rief mir Vorador entgegen. Kain schritt etwas auf mich zu und streckte die Hand aus.
Gib´s sie mir und ich lasse ihn gehen!
Cana gib sie ihm nicht, diese Kette ist der Schlüssel zum Reaver!
Sei still! Mahnte ihn Kain, ich wich ein paar Schritte zurück, „zum Reaver“ dachte ich und schaute auf die Kette. Der Reaver wurde seit der Schlacht um Meridian vor über 200 Jahren an einem sicheren Ort bewahrt und diese Kette soll der Schlüssel zu diesen Relikt sein? Die Kette hatte mir Vorador geschenkt er hatte mir aber nie gesagt das sie so wichtig ist.
Gib sie mir! Forderte er mich auf, verzweifelt sah ich Vorador an und dann Kain, ich wusste nicht was ich tun sollte. Als ich wieder zu Vorador blickte gab dieser mir ein heimliches Zeichen das ich verschwinden solle, ich wusste was er von mir verlangte. Ich schaute noch einmal zu Kain der langsam ungeduldig wurde, als Vorador einem der Vampire die ihn fest hielten den Ellenbogen ins Gesicht rammte, packte ich in einer schnellen Bewegung meinen Umhang und warf ihn Kain entgegen um ihn so abzulenken, dann rannte ich davon.
Hinter her! Rief Kain und fünf seiner Leute nahmen die Verfolgung auf.
Du wirst sie niemals erwischen! Gab Vorador von sich. Kain wandte sich zu ihm.
Das muss ich auch nicht ich weiß wo sie hin will! sagte er mit Zuversicht und lächelte Vorador hämisch an. Ich rannte durch den Kanal ins freie und weiter durch die Gassen des Schmugglerviertels, ich musste auf passen das ich keinen Sarafanen Trupp in die Arme laufe. Die Vampire waren mir dicht auf den Fersen, wobei zwei von ihnen die Verfolgung auf den Dächern der Häuser fortsetzten. Da ich mich hier gut auskannte hatte ich Hoffnung sie abzuwimmeln und so bot sich mir die erste Gelegenheit. Vor mir befand sich eine Unterführung und ich wusste das diese mehr als nur einen Ausgang hatte, ich lief hindurch und die Vampire auf den Dächern konnten nicht sehen wohin ich lief und so schlugen sie den verkehrten Weg ein und liefen in die falsche Richtung. Somit hatte ich nur noch drei Verfolger die es abzuschütteln galt. Als ich in eine Seitengasse einbog tauchte plötzlich eine Kutsche vor mir auf die von einem Trupp Sarafanen begleitet wurde und da ich leider in einer Gasse ohne Nebenstraßen war blieb mir keine große Wahl ich schlitterte unter der Kutsche hindurch, fing mich und lief weiter, bevor der Trupp überhaupt bemerkte was los war, war ich auch schon wieder weg doch konnten sie einen meiner Verfolger zur strecke bringen, während die anderen beiden über die Kutsche sprangen. Es wurde immer Gefährlicher in den Straßen da hier viele Sarafanen Patrouillierten, ich versuchte soweit es möglich war ihnen aus dem Weg zu gehen doch wurden es immer mehr. So beschloss ich meine Flucht auf den Dächern fort zu setzen um weit entfernt von den Rittern zu sein, meine Verfolger hatte mich eingeholte und liefen jeweils parallel neben mir auf den Nachbardächern. Vor uns lag der Hafen und somit kam auch das Ende der Flucht über die Dächer, ich sprang in einen Innenhof und nutzte den Nebel der sich dort breit machte um in diesen zu verschwinden, da ich jetzt Unsichtbar war konnten mich meine Häscher nicht mehr sehen und verloren mich für kurze Zeit aus den Augen. Um den Rittern nicht in die arme zu laufen sprangen sie zurück auf die Dächer. Mein Glück hielt leider nicht lange an denn dadurch das täglich viele Schiffe eintrafen liefen viele Glyphenritter am Hafen herum. Und so kam was kommen musste ihre Rüstungen leuchteten auf als ich unsichtbar in dem Nebel an ihnen vorbei lief, somit konnten mich meine Häscher wieder ausfindig machen als die Ritter Alarm schlugen und nahmen wieder die Verfolgung auf. Der Nebel lichtete sich allmählich und ich wurde wieder sichtbar, was mir meine flucht wieder erschwerte. Ich schwenkte in eine Gasse und versuchte sie abzuschütteln doch es half nichts aber ich hatte Hoffnung denn ich war meinem Ziel nahe. Die Kathedrale, der Bischof ist ein Verbündeter der Vampire er konnte mir helfen. Ich lief zielstrebig auf die Kathedrale zu und bemerkte nicht das mich die beiden Vampire nicht mehr verfolgten. Ich rannte auf das Gelände, vorbei an Grabsteinen und Mausoleum und stieß die Tür des Seiteneingangs auf. Ich rannte den Gang entlang zur Sakristei. Wieder eine Tür, aber auch diese Tür stieß ich auf und hoffte den Bischof anzutreffen. Doch zu meinem entsetzen musste ich feststellen das Kain vor mir stand und er hatte immer noch Vorador in seiner Gewalt. Ich war ihm direkt in die Arme gelaufen, meine Wut auf mich selber wuchs, wie konnte ich nur so dumm sein. Zwei Vampire versperrten mir den Weg zurück in den Gang, einer von ihnen packte mich und hielt mich fest. Kain schritt mit einem Lächeln auf mich zu und sah mich an.
Ich wusste das du hier her kommen würdest! Er hob seine Hand und fuhr damit unter meine Kette
Du bist gut aber am Ende habe ich gewonnen! Sagte er und riss mir mit einem Ruck die Kette vom Hals. Dann fuhr er mit seiner Hand unter mein Kinn und hob meinen Kopf, er sah mir in die Augen.
Du hast was du willst lass sie gehen! Forderte Vorador. Doch Kain lachte nur und sagte
Und all das Talent verschwenden!? Nein, sie kommt mit uns!
Ich riss die Augen auf, ich konnte es nicht glauben jetzt wollte er mich auch noch zu einer Gefangenen machen. Ich wollte mich erst wehren doch ahnte ich das wenn ich dies tat würde er Vorador töten, sie waren in der Überzahl. Und so ließ ich mich ohne jede Gegenwehr gefangen nehmen.
Nein! rief Vorador doch es war vergebens, Kain wendete sich ab und ging voran, ich wurde abgeführt und warf noch einmal einen verzweifelten Blick auf meinen Mentor bevor man hinter mir die Tür schloss und er aus meinen Sichtfeld verschwand.
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