The Black Cat - The White Cat

von White Cat
GeschichteFreundschaft, Übernatürlich / P12
Eve Sven Vollfied Train Heartnet
02.06.2013
24.06.2013
2
2198
 
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Ich lief die Straße entlang, und ignorierte alle Menschen um mich herum. Das einzige was ich hören konnte, war der verblüffte Schrei des Mannes den ich gerade umgebracht hatte. Er hallte in meinem Kopf wieder. Das war so sinnlos. Dieses ewige Abschlachten. Diese Leute sind Kriminelle und Mörder! , rief ich mir ins Gedächtnis. Es hatte einen Grund warum ich sie umbrachte. Aber was dachte ich da eigentlich? Wieso ließ ich diese Schuldgefühle zu? Hör auf damit!, ermahnte ich mich. Während ich noch im Kopf mit mir selber beschäftigt war, hörte ich hinter mir einen entsetzten Schrei. Aha. Sie hatten also die Leiche gefunden. Alle Menschen in meinem Umfeld drehten sich neugierig um. Ich nicht. Mein schwarzer Mantel umwehte meine Fußknöchel. Ich sah einfach auf den Boden und ging weiter. Das Entsetzen griff nun auch auf die anderen Passanten über. Sie liefen in Panik an mir vorbei und versuchten nur von der Leiche weg zukommen. Man dürfte meinen das sie sich langsam daran gewöhnt hätten. Ich sah auf, und beobachtete die Menschen. Sie rannten alle. Unschuldige Leute, die keine Ahnung hatten was alles für schreckliche Sachen auf der Erde passierten. Ein kleiner Junge schrie nach seinen Eltern. Ich hoffte für ihn das er sie bald wiederfinden würde. Ich hatte meine Eltern nicht wieder gefunden. Was ist heute mit mir los? Wieso dachte ich so ein Zeug? Das war nicht ich. Während ich noch so in Gedanken vertieft war, bemerkte ich eine Person die gegen den Strom der Menschenmasse lief. Er hatte einen dunklen Mantel und einen Hut den er sich tief ins Gesicht gezogen hatte. Ich spannte mich an. Wie ich war der Mann keineswegs in Panik geraten und herum gelaufen. Während er sich mir näherte musterte ich ihn und suchte nach einer Pistole. Er hatte eine. Allerdings hatte er auch einen roten Briefumschlag in der Hand. Entweder war es ein Täuschungsmanöver, oder ein neuer Auftrag. Aus irgendeinem Grund hoffte ich fast das er mich angreifen wollte. Ich wollte keinen neuen Auftrag haben! In der Zeit in der ich nachgedacht hatte, stand er schon neben mir, ich erstarrte. Er konnte mich gerade ganz leicht umbringen! Aber er drückte mir nur den Umschlag in die Hand. Also doch ein Auftrag. Ich konnte es nicht fassen das ich mich derart hatte ablenken lassen! Wenn dieser Mann ein Killer gewesen wäre, dann wäre ich jetzt tot. Verdammt! Heute ist nicht mein Tag! Ich beschloss den Umschlag auf dem Dach zu öffnen.




Eine Minute später stand ich auch schon auf dem Dach meines Hotels. Ich  legte mich auf das noch warme Dach . Der Tag war sehr heiß gewesen. Nachdem ich meinen Mantel ausgezogen hatte, starrte ich einfach nur in den Himmel und sah der Sonne beim untergehen zu. Eine sehr faszinierende Tätigkeit *hüstel. Ich drehte meinen Kopf zur Seite und starrte den Briefumschlag an. Er lag wie eine giftige Spinne vor mir, so als ob er nur darauf warten würde das ich ihn öffnete und noch ein Stück meiner Seele zerstörte wenn ich den Menschen umbrachte dessen Namen auf dem Papier stand das ich darin finden würde.Da musste ich plötzlich lachen. Meine Seele! Was für ein Idiot ich doch heute war. Und wenn ich eine Seele hatte, dann war sie schon lange zerstört. Bei den vielen Morden die ich schon begangen hatte. Ich öffnete den Briefumschlag. Dort standen zwei Worte. Lib Tyrant. Ich ließ den Zettel sinken. Lib Tyrant. Mein nächstes Opfer. Ich faltete den Zettel so weit zusammen, das er nur noch so groß war wie ein Fingernagel, und warf ihn über die Dachkante in den Fluss. Bevor der Zettel im Wasser aufkam, wurde er von meiner Kugel zerfetzt. Als er in den Fluss fiel, lag ich schon wieder auf dem Dach und griff nach einer Milchflasche die neben mir stand. Meine Art der Datenvernichtung. , dachte ich sarkastisch. Ich musste mir den Namen nicht aufschreiben. Ich merkte mir jeden Namen, und vergaß ihn auch nie. Was natürlich zur Folge hatte, dass ich alle Namen der Leute die ich umgebracht hatte noch kannte. Da spürte ich wie hinter mir jemand saß. Ich wirbelte herum und richtete Hades auf diese Person. Alles im Bruchteil einer Sekunde. Es war eine Katze. Sie jaulte erschrocken auf und sprang zurück. Ihre Haare waren jetzt gesträubt. Schnell legte ich meine Waffe zur Seite. „Hey! War nicht so gemeint!“, sagte ich sanft. Die Katze legte ihr Fell wieder an und schritt erhobenen Hauptes an mir vorbei und würdigte mich keines Blickes. Ich lachte leise vor mich hin, als die Katze mir mit der Vorderpfote auf die Hand trat, was anscheinend ihre Rache sein sollte. Dann blickte sie mich an und wollte offensichtlich ihre Milch. Ich schüttete eine ganze Flasche in die Schale, die schon für sie bereit stand. Sie wirkte zufrieden.Nachdem ich meinen Gast bedient hatte, legte ich mich wieder hin. Mittlerweile war es schon Nacht geworden. Ich stand lautlos auf und kletterte mühelos durch das Fenster in mein kleines Zimmer.




Flashback

Ich sah kam in das Zimmer aus dem ich die lauten Geräusche gehört hatte. Ich brauchte eine Weile bis ich die Situation ganz erfasst hatte, aber als ich meine Eltern auf dem Boden sah, und ein Mann mit einer Pistole, war da nicht viel was ich nicht verstehen konnte. Ich schrie die Namen meiner Eltern und wollte zu ihnen laufen, da richtete der Mann die Pistole auf mich und fragte mit kalter Stimme „Leben oder Sterben?“


„Leben oder Sterben?“


Leben oder Sterben?


Leben

oder

STERBEN


Flashback Ende





Ich schnellte hoch. Mein keuchender Atem erfüllte das Zimmer. Mir kam alles so eng vor. Ich musste hier raus! Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass ich gerade mal 2 Stunden geschlafen hatte.  Die Wände des Zimmers kamen näher. Sie schlossen mich ein. Ich konnte nicht mehr richtig atmen. Da lief ich zum Fenster und riss es auf. Die frische Luft füllte meine Lungen. Tief sog ich sie ein. Langsam beruhigte sich mein Herzschlag. Ich beugte mich aus dem Fenster. Verdammt! , dachte ich. Das wird nie aufhören. Dieses Mal war es noch schlimmer. Zwei Stunden hatte ich schlafen können, bevor es anfing. Nur zwei Stunden. Stöhnend legte ich mich zurück in das Bett. Ich litt definitiv an Schlafangst.




Als ich am nächsten Morgen wieder aufwachte, war ich erschöpft. Noch drei Mal hatte mich immer wieder derselbe Traum aus dem Schlaf gerissen. Das konnte echt nicht so weitergehen, sonst würde ich bald wie ein Sandmann aus der Wäsche schauen. Ich sah wieder einigermaßen normal aus, als ich mir Wasser ins Gesicht spritzte. „Auf einen schönen Tag“ ,murmelte ich während ich in meinen Mantel schlüpfte. Meine Waffe hatte ich immernoch um mein Bein geschnallt. Das hatte nichts zu bedeuten, ich trug sie immer bei mir. Ich trat aus dem Zimmer, und ging die Treppe hinunter. Ab und zu musste ich sie ja auch benutzen, sonst kam es so rüber als würde ich nur oben im Zimmer hocken und nichts tun. „Guten Morgen Jim!“, rief eine aufgeregte Frauenstimme hinter mir. Ich stöhnte in Gedanken und drehte mich mit einem künstlichen Lächeln auf den Lippen um. Jim war mein vorübergehender Name, damit mich keiner erkannte. Dort stand eine Mitte zwanzig jährige Frau und lächelte mich an. Sie fuhr sich durch die Haare und blickte mich verführerisch an. Also...zumindest versuchte sie es. Für mich sah es eher so aus als hätte sie gerade einen fahren lassen. „Was ist denn Hanny?“, fragte ich gelangweilt. „Ich habe dich gestern gar nicht heimkommen sehen“, sagte sie vorwurfsvoll. Ein Glück! „Wahrscheinlich warst du gerade auf dem Klo“, sagte ich trotzdem. Sie wirkte enttäuscht. „Dafür gehst du aber heute mit mir aus!“, sagte sie. Ich schaute sie an. Nach einer Weile, wurde ihr mein starrender Blick anscheinend unangenehm, und sie senkte den Blick. Ich drehte mich um und sagte „Heute komme ich wahrscheinlich wieder spät zurück.“ Ich jubilierte innerlich. Ich würde nicht wieder kommen. Und während ich hinausging sagte ich noch im scharfen Ton „Und dieses Mal wird es nicht nötig sein das sie auf mich warten! Danke!“ Dann war ich draußen.
Dieser Lib Tyrant war ein Waffenhändler, und herrschte in einer Stadt die 2 Stunden mit dem Auto von hier entfernt war. Ich musste mir wohl eins beschaffen. Na ja...in dieser Spießer Stadt, werde ich doch sicher ein oder zwei recht passable Exemplare finden...

Eine halbe Stunde später saß ich einem Lamborghini Aventador, und war auf dem Weg in die Stadt von diesem Tyrant. Und ich war mir sicher das ich nicht zwei Stunden brauchen würde.
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