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Rehabilitation

von Bila1970
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16
Blaise Zabini Draco Malfoy Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger
01.06.2013
23.01.2014
83
298.437
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Dieses Kapitel
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01.06.2013 2.896
 
Überzeugung



„ Du hast so viel Arbeit darein gesteckt und ich finde deine Idee, nach wie vor gut! Lass dich doch jetzt nicht entmutigen!“, Harry Potter saß gegenüber der jungen Hexe und nippte an seinem Kaffee! Sie hatten sich zum Frühstück verabredet und Hermine war froh, dass er gekommen war. Harry war, ist und würde immer ihr bester Freund bleiben. Die Beziehung zu Ron war leider nicht mehr so einfach. Er mied sie, ging achtlos an ihr vorbei, wenn sie sich im Ministerium begegneten und seit ihrem Beziehungsaus, hatte er sich nicht mehr mit ihr unterhalten. Hermine versuchte es mehrfach, da sie gar nicht mit einer solchen Reaktion gerechnet hatte, schließlich trennten sie sich doch friedlich, wollten Freunde bleiben. Das hatte sie wenigstens geglaubt.

Aber Ron hatte seine Meinung offenbar geändert. Hermine blickte in das offen, freundlich, lächelnde Gesicht, von Harry. Seine Mundwinkel verzogen sich nach oben, erreichten seine Augen jedoch nicht. Er machte sich Sorgen und versuchte sie aufzumuntern. Hermine war ihm sehr dankbar dafür, wen hatte sie den sonst noch? Ihre Eltern waren trotz ihres Versuches sie zu schützen, den Todessern in die Hände gefallen, noch bevor sie das Land hatten verlassen können. Und ihre anderen Verwandten? Da waren nicht viele, um ehrlich zu sein, nur noch eine Tante und ein Onkel, Geschwister ihrer Eltern. Die wussten aber nichts von der Zauberei, weswegen sie mit ihnen ja auch nicht sprechen konnte. Hermine sah sie seit der Beerdigung nicht mehr. Sie mieden den Kontakt zu ihr und Hermine wusste nicht weshalb. So hatte sie schweren Herzens, ihr Elternhaus verkauft und sich eine kleine Wohnung in London genommen.

„ Ja, aber Draco Malfoy? Als ob der sich von mir helfen lassen würde.“, zischte sie, noch immer wütend darüber, dass man ihr hier ganz offen Steine in den Weg legte. Harry sah sie mit einer Mischung aus Unglaube und Bedauern an. „ Du bist tatsächlich der Meinung, Kingsley hätte das extra gemacht, oder?“, fragte Harry nach und Hermine nickte bestätigend. Die grünen Augen, hinter der runden Brille, begannen herum zu rollen und hafteten dann wieder auf ihr. „ Hermine, Malfoy war unübersehbar ein Todesser und er hat uns zeitweise sogar geholfen, so wie es für ihn möglich war, ohne dabei zu sterben. Er war nicht so unschuldig, dass man ihn hätte einfach frei sprechen können, aber er ist kein Mörder! Und deshalb hat er nur vier Jahre bekommen. Aber was erzähle ich dir, du kennst seine Akte sicher schon auswendig. Er ist der Erste der entlassen wird und somit dein erster Fall, was bitte schön soll jetzt daran manipuliert sein?“ Hermine hatte ihre Lippen fest zusammengepresst. Sie wusste, dass er recht hatte, aber ausgerechnet Malfoy? „ Aber ich habe Angst, wie er auf mich reagieren wird.“, gab sie zu und nagte nervös an ihrer Unterlippe. Harry seufzte leise. Er winkte dem Kellner und bestellte noch zwei Tassen Kaffee.

„ Möchtest du was essen?“, fragte er seine beste Freundin, die verneinte. „ Noch zwei Stücke von ihrem Puddingstreusel, bitte!“, bestellte er, was Hermine empört aufschnauben ließ. Entschuldigend lächelte er sie an. „ Du musst was essen, dazu haben wir uns schließlich hier getroffen und ich habe Hunger.“, erklärte er und ignorierte, dass Hermine bereits protestieren wollte, in dem er einfach weitersprach. „ Ich kann dich ja verstehen, aber wenn ich ehrlich bin, mache ich mir mehr Sorgen um Malfoy, als um dich!“, setzte er an und Hermine blickte erstaunt auf. „ Was soll denn das bitte schön heißen? Glaubst du ich würde mich an ihm rächen wollen?“ Harry lachte amüsiert auf.

„ Nein, sicher nicht, dafür kenne ich dich zu gut. Aber vergiss nicht, wo er die letzten vier Jahre gesessen hat. Ganz sicher ist er nicht mehr der, der er mal war. Eigentlich gibt es ganze zwei Möglichkeiten. Die Erste: Er hat alles eingesehen und sich geändert, was ich allerdings weniger glaube, Die Zweite, sein Hass, unserer Regierung gegenüber, baut sich weiter aus, wenn er jetzt erst einmal in der Lage sein wird wieder zu denken. Sirius hat mir damals sehr anschaulich erzählt, wie es war in Askaban zu sitzen. Es ist nicht wie in Muggelgefängnissen, wo du in der Lage wärst, über das Geschehene nachzudenken.“ Hermine blickte nachdenklich zu dem Helden der Zauberwelt. Sie hatte keine Ahnung, wie es in Askaban war. Sie hatte nur Geschichten darüber gehört und wenn man es mal objektiv betrachtete, war tatsächlich niemand geläutert dort heraus gekommen, wenn sie alleine an Bellatrix Lestrange dachte, wurde ihr schon schlecht.  

„ Hermine, er ist gerade mal so alt, wie wir. Und ganz ehrlich? Welche Wahl hatte er denn schon? Ich habe oft genug in Voldemorts Gedanken sehen müssen, um zu erkennen, wie krank dieser Mensch war. Und den hätte ich auch nicht in meiner Nähe ertragen, ohne dabei mich selbst zu verlieren. Er ist in einer Umgebung mit schwarze Magie aufgewachsen, beherrscht von kranken Idealen, sollen wir uns wirklich anmaßen, zu glauben, er hätte eine Wahl gehabt? Ich war bei Malfoys Verhandlung, du hast die Akte gelesen, er ist kaputt! Und seine Seele dürfte, dank Askaban, nun vollends zerstört sein. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie du ihn wieder hinbekommen willst. Ich fürchte, das sind ganz andere Voraussetzungen, als man sie hat, wenn man mit Muggelverbrechern zu tun hat.“, Harry unterbrach seinen Vortrag, da der Kellner nun mit der Bestellung kam. Er bedankte sich und wartete, dass er ihren Tisch wieder verließ.

Hermine war still geworden. Sicher das wusste sie alles, wieso war es in ihrer Vorstellung nur so viel einfacher gewesen? Hatte sie ein undurchführbares Projekt gestartet? War der Minister deshalb so vehement dagegen gewesen? Würde sie jetzt scheitern? Sie war keine Heilerin und keine Psychologin. Hermine begann nachdenklich in ihrem Puddingstreusel herumzustochern. „ Wo wirst du ihn denn hinbringen?“, fragte Harry und riss sie aus ihren trüben Gedanken. Hermine sah auf und blickte in das fragende Gesicht des Zauberers.

„ Das Manor ist noch in seinem Besitz und soweit ich weiß, sind auch die meisten seiner Elfen noch da. Er hat auch genügend Geld, um die erste Zeit über die Runden zu kommen. Ich hätte es ja gerne überprüft, aber niemand kommt da rein. Ich habe noch nie einen Ort gesehen, der besser geschützt wäre, nur er und die, die er einlädt, bekommen Zugang zum Manor.“, erklärte Hermine und hoffte dass er nicht merken würde, wie schwer es ihr fiel, dass sie an den Ort zurückkehren müsste, an dem sie gefoltert worden war.

„ Und was tust du, wenn er dich nicht reinlässt?“ Tja, natürlich hatte sie sich diese Frage auch schon gestellt und deshalb hatte sie einen Vertrag aufgesetzt, der es ihm unmöglich machen würde, ihr den Zugang zu verwehren.

Hermine kramte in ihrer kleinen Perlenhandtasche, die sie noch immer bei sich trug, als Mahnmal sozusagen, aber auch als Erinnerung und naja praktisch war sie zudem auch noch.

Sie zog ein Pergament hervor und reichte es Harry. Dieser las es sich durch. Es war ein durch und durch magischer Vertrag, der einer einzigen Person den Zugang zum Manor verschaffte, wann immer sie es wollte. Es fiel ihm auf, dass diese Person nicht namentlich erwähnt war, aber der einzige Malfoyerbe, hatte unterschrieben. „ Er hat keine Ahnung, dass es sich um dich handelt, oder?“ Hermine schüttelte bedrückt den Kopf.

„ Man hat ihm das Prinzip erklärt und er war einverstanden.“, sagte sie und Harry blickte sie kopfschüttelnd an. „ Und du glaubst, dass er tatsächlich weiß, was er da unterschrieben hat?“ „ Nein, wahrscheinlich wohl eher nicht!“, gab sie zähneknirschend zu.

„ Na Bravo, das wird ja eine tolle Überraschung.“, grummelte er und wendete sich seinem Kuchen zu. Die Hexe packte den Vertrag wieder sorgfältig weg und aß nun ebenfalls einen Bissen. „ Glaubst du ich habe eine Chance?“, fragte sie leise. Harry hielt in seiner Bewegung inne. „ Hermine ich glaube nicht, dass das die Frage ist. Du solltest dir die Frage stellen, ob er wirklich eine Chance hat. Es wird von dir abhängen, von dir ganz alleine und wie du auf ihn reagierst und nicht, wie er auf dich reagiert. Die Frage kannst du dir nämlich selbst beantworten. Er wird alles andere, als begeistert sein.“

Hermine stöhnte laut auf und sah sich dann hektisch um, die Leute in ihrer Umgebung, starrten sie sowieso schon die ganze Zeit an. Daran waren sie gewohnt. Das goldene Trio, war in der Zauberwelt überall bekannt. Sie hätten ein Muggelcafé wählen sollen.

„ Vergiss nicht, du rehabilitierst nicht nur die Person Draco Malfoy, sondern auch seinen Namen, was ich für viel schwieriger halte. Außerdem hat er keinen Schulabschluss, was es gelinde gesagt noch ein bisschen schwieriger macht, ihn auszubilden.“

Daran hatte sie auch schon gedacht und mit Professor McGonagall gesprochen. Auf die Zauberschule konnte er auf keinen Fall gehen, außerdem war er bereits 22 Jahre alt, aber wenn Hermine ihn zum Lernen bringen konnte, dann durfte er die Prüfungen nachholen. Das war sozusagen ihr erstes Ziel. „ Na dann, viel Glück! Ich bin mir sicher, dass du ihm alles beibringen kannst, die Frage ist wohl, ob er sich darauf einlässt. Aber wie ich dich kenne, wirst du schon einen Weg finden. Wie viel Zeit hast du denn eingeplant, um ihn zu rehabilitieren?“, fragte Harry nun neugierig.

„  Mindestens zwei Jahre, aber da der nächste Gefangene frühestens in fünf Jahren entlassen wird, habe ich wohl Zeit genug. Natürlich muss ich zwischendurch auch noch als Auror arbeiten, aber für ein Jahr intensive Betreuung bin ich erst einmal freigestellt worden.“ Sie hoffte inständig in diesem Jahr, Draco Malfoy einen Schulabschluss und eine Ausbildung verschaffen zu können. „ Nimm dir Zeit, Hermine! Wenn dir das gelingt, stehen dir alle Türen offen. Sie es mal so! Du hast deine Ausbildung abgeschlossen und Draco Malfoy wird dein Meisterstück!“, Harry grinste sie an. Nun musste auch Hermine schmunzeln.

„ Dann hoffen wir mal, dass er nicht ganz krumm und buckelig wird!“, witzelte sie und war sich dabei, des Ernstes ihrer Lage bewusster, als je zuvor. „ Tja ich denke du wirst ihn wieder gerade biegen müssen.“, lachte er leise. „ Im Ernst Hermine, das wird ein hartes Stück Arbeit und der Erfolg ist in diesem Falle, alles andere als garantiert, aber ich möchte dass du weißt, das Ginny und ich, dir immer zur Seite stehen werden, wir sind immer für dich da, hörst du?“

Dankbar sprang Hermine nun auf und umarmte ihren Freund liebevoll. „ Danke, das weiß ich sehr zu schätzen!“

„ Du musst davon überzeugt sein, sonst wird es nicht funktionieren!“, mahnte er. Hermine nickte. „ Glaubst du wirklich, ich hätte die letzten drei Jahre daran gearbeitet, wenn ich nicht davon überzeugt wäre? Daran ändert auch Draco Malfoy nichts!“, sagte sie mit fester Stimme. Harry nickte erleichtert. Das war der Kampfgeist, den sie brauchen würde.

„ Hast du in letzter Zeit mal mit Ron gesprochen?“, wechselte er das Thema.

Wieder wurde ihr Blick traurig. Sie schüttelte den Kopf. „ Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll. Er geht mir aus dem Weg, redet nicht mal mehr mit mir, dabei haben wir uns doch friedlich getrennt. Das dachte ich jedenfalls.“

Harry nickte wissend. „ Er hat sich auch von uns ziemlich zurückgezogen. Ginny hat erzählt, dass er sich bei seiner Mutter darüber beschwert hat, du würdest dich nur noch für Malfoy interessieren und hättest deshalb Schluss gemacht, weil er dir nur im Weg stehen würde!“, erzählte Harry nun und sah wie das Gesicht der Hexe rot vor Wut und Unverständnis wurde. Er rechnete mit einem Ausbruch, der auch prompt kam.

„ Was? Ich …, also ich hatte doch keine Ahnung von Malfoy. Ich habe das doch gestern erst erfahren! Woher hat er denn davon gewusst? Und wie kommt er dazu zu behaupten, ich würde ihn meiden, wenn er stur an mir vorbei sieht und so tut, als hätte er mich nicht gehört?“, schrie sie aufgebracht. Sie hatte kaum bemerkt, dass sie aufgesprungen war und ihren besten Freund gerade wütend anfunkelte. Harry hob beschwichtigend die Hand und drückte sie sanft wieder in den Stuhl. Peinlich berührt spürte Hermine, wie nun wieder alle Blicke auf die junge Hexe gerichtet waren. „ Tschuldige!“, nuschelte sie. Harry nickte verständnisvoll.

Er räusperte sich leise und wendete sich dann wieder an Hermine. Seine Hand lag beruhigend auf ihrer, als er zu sprechen anfing. „ Ehrlich Hermine, eigentlich war doch jedem klar, dass Malfoy der erste sein würde, der entlassen wird. Er war der einzige, der nur vier Jahre bekommen hat. Das hättest du dir doch denken können. Und Ron hasst Malfoy und die Vorstellung, dass du ausgerechnet ihm hilfst, dafür sorgen willst, dass er wieder ein normales Leben führen kann, macht ihn unglaublich wütend. Was hast du denn erwartet, wie er reagieren würde? Mir war ja von Anfang an klar, dass du dich nicht mit einem einfachen Beruf abgeben würdest, ich meine du hattest schon immer einen Hang dazu, dich für Minderheiten einzusetzen.“, er zwinkerte ihr verstohlen zu. Hermine wusste worauf er anspielte. Auf die Elfen, die sie hatte befreien wollen und die darauf alles andere, als erfreut reagiert hatten. Sie lächelte versonnen, bei dieser Erinnerung.

„ Tja und die größte Minderheit, dieser Generation, sind dann wohl die Verurteilten, die mehr oder weniger einfach nur in die Sache reingerutscht sind. So wie Malfoy. Vielleicht schaffst du es, doch noch mal mit Ron zu reden. Wenn du ihm klar machst, dass es ein Job ist, dass du sie keineswegs für ungefährlich, oder unschuldig hältst. Ich könnte ja auch mal versuchen, mit ihm zu reden. Du kennst ihn, er kann schon ziemlich stur sein. Gib ihm einfach ein bisschen Zeit. Ich werde versuchen, ihn ein bisschen zu beruhigen.“, bot Harry ihr an. „ Glaub mir Harry, ich habe drei Jahre versucht, ihm meine Motivation begreiflich zu machen, er wollte nichts davon hören und an Malfoy habe ich wirklich nicht gedacht. Ich war gestern total schockiert, als ich den Namen gelesen habe. Das war wohl ziemlich blöd von mir, aber ich habe überhaupt nicht darüber nachgedacht, wer der erste Gefangene sein würde. Es war mir nicht wichtig. Schließlich habe ich das doch für alle die gemacht, die noch eine reelle Chance haben würden und nicht für eine einzige Person!“, versuchte sie ihm ihre Nachlässigkeit zu erklären. Gleichzeitig schlug sie sich in Gedanken vor die Stirn.

Hermine Granger, wie hast du das denn übersehen können? Es erklärte Rons vehemente Gegenwehr, warum er so sauer gewesen war, dass sie so hart dafür gearbeitet hatte, dass sie nicht genug Zeit für ihn hatte. Im Gegensatz zu ihr, hatte er wohl von Anfang an mit Draco Malfoy gerechnet und warum hatte er denn nichts gesagt? Warum nicht? Sie hätten doch über alles reden können? Sie die schlauste Hexe, seit Jahrzehnten, war so dumm gewesen. Ungläubig schüttelte sie erneut ihren Kopf. Harry kicherte leise.

„ Hermine, du bist auch nur ein Mensch und selbst du kannst nicht alles mit einbeziehen. Ich fürchte diese Erkenntnis wirst du noch öfter in deinem Leben haben.“, riss Harry sie wieder aus ihren Gedanken und er konnte noch nicht wissen, wie Recht er behalten würde.

Seit wann war er so klug? Und weshalb dachte er an so viele Dinge die sie ganz offensichtlich vergessen oder verdrängt hatte? Sie war sich sicher gewesen, alle Aspekte in ihrer Planung mit einbezogen zu haben, aber ganz offenbar, hatte sie Vieles irgendwie doch nicht bedacht.

Ok, dass würde sie jetzt auch nicht ändern können. Sie beschloss es einfach auf sich zukommen zu lassen, was blieb ihr auch schon anderes übrig?

Eigentlich hatte sie alle anderen, von ihrem Projekt überzeugen wollen und nun saß hier Harry Potter, seines Zeichens bester Freund und überzeugte sie, Hermine Granger, von ihrem eigenen Vorhaben. Das war wirklich absurd.

Harry sah auf seine Armbanduhr und schaute sie entschuldigend an. „ Ginny und ich wollten noch Möbel einkaufen!“, informierte er sie und sie nickte verständnisvoll. „ Kein Problem, du hast schon genug Zeit mit mir hier vertrödelt. Mach dass du zu deiner Ginny kommst und richte ihr liebe Grüße aus. Ich melde mich und sage euch, wie es läuft, ok?“, sagte sie nun und winkte dem Kellner, um zu bezahlen. Harry und Ginny wohnten zusammen im Grimmauldplatz. Naja, eigentlich hausten sie dort eher, denn sie waren dabei das Gebäude, von Grund auf zu renovieren und bis auf die Küche und ihr Schlafzimmer, lag alles andere noch in Dreck und Speck. Momentan waren sie beim Wohnzimmer angelangt. Sie nahmen sich viel Zeit, denn es sollte alles perfekt werden. Und wenn das geschafft wäre, dann wollten sie heiraten und eine Familie gründen. Hermine hatte nicht die geringsten Zweifel, dass ihnen das alles genauso gelingen würde, wie sie es geplant hatten. Diese beiden waren Seelenverwandte, absolut und unwiderruflich für einander geschaffen.

Harry war aufgestanden und schloss Hermine noch einmal in den Arm. „ Du schaffst das und wenn das Frettchen Probleme macht, kommst du einfach für ein paar Stunden zu uns, ja? Und die Sache mit Ron, das bekommen wir sicher auch wieder hin, glaub mir! Du kennst ihn! Der beruhigt sich irgendwann auch wieder!“, munterte er sie noch einmal auf.

Hermine lächelte zaghaft. „ Danke für alles!“, sagte sie und verließ dann schnell das Café. Sie wollte nicht, dass er sah, wie Tränen in ihre Augen stiegen.

Den Rest des Tages verbrachte sie in ihrer Wohnung, studierte erneut seine Akte, obwohl sie sie schon auswendig konnte, lenkte sich mit einem langen, heißen Bad ab und setzte sich sogar vor den Fernseher, der eigentlich nie eingeschaltet wurde.

Sie machte sogar eine Flasche Wein auf, um ihre Nerven ein wenig zu beruhigen und erst weit nach Mitternacht fiel sie in einen unruhigen Schlaf.









So ihr Lieben, das war mein erstes Kapitel und ich hoffe es hat euch gefallen. Vielleicht ein kleines Review?

Einen schönen Sonntag noch!

LG Bila
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