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Camera Obscura

von Jo de Bry
GeschichteHumor, Freundschaft / P18
Aomine Daiki Kagami Taiga Kuroko Tetsuya Momoi Satsuki OC (Own Character)
01.06.2013
13.03.2015
40
172.956
57
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Dieses Kapitel
23 Reviews
 
 
01.06.2013 1.266
 
Schön guten Tag,
:)  Um eines vorweg zu nehmen, ich fand die Idee das Kagami eine Zwillingsschwester hat die Aomine das Leben schwer macht irgendwie … ja lustig. Der einhergehende Ärger, da die beiden Streitsuchtis sich ohnehin nicht ausstehen können und Rivalen sind, verschärft die Situation ja auch gravierend. Und das nahm ich als Anreiz einfach mal rotze dreist einen OC zu erschaffen der beiden  gepflegt den Nerv raubt. xD
Dieses Kapitel ist aus folgenden Grund so kurz geraten, weil ich erst einmal ein paar Meinungen abwarten möchte, wer weiß, vielleicht bin ja nur ich der Ansicht, das es witzig werden könne und ihr seid anderer Meinung.

Aber bis dahin, viel Spaß beim ersten Kapitel :D

Jo de Bry

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Leise knirschte die Erde und das Laub unter ihrem Gewischt. Vorsichtig robbte sie über den Boden und schob sich langsam vorwärts. Was man nicht alles tat für eine gute Perspektive. Die kleinen Äste stachen sie gemein in die Seite und ihr Gesäß. So gut es ging ignorierte sie einfach das unangenehme Ziepen und Pieksen, mit denen sich die Sträucher vehement wehrten. Als sie schließlich am gewünschten Platz angekommen war wurde sie belohnt. Eine Ameisenstraße lief unbeirrt ihren Weg entlang und die kleinen Wesen trugen allesamt kleine grüne Blattfetzen auf ihren Rücken. Die Stärke und Ausdauer dieser kleinen Kerle faszinierte sie und sie wollte die Anstrengung dieser Lebewesen in diesem Moment festhalten. Langsam und mit Bedacht zog sie ihre Spiegelreflexkamera hervor und stellte das Objektiv scharf. Ach was waren diese Kerlchen niedlich, wie sie so umher krabbelten.  
Doch mehr als ein paar Schnappschüsse bekam der Rotschopf nicht, denn ein metallisch hallendes Geräusch zog ihre Aufmerksamkeit auf sich.  
Stirnrunzelnd kroch sie aus den Büschen hervor und sah auf den asphaltieren Platz der sich nicht weit von ihr befand. Ein paar Jugendliche in ihrem Alter hatten sich einen Ball geschnappt und dribbelten ihn quer über den Platz. Unbeeindruckt hob sie eine Augenbraue. Sie verstand einfach nicht was an diesem Spiel so toll sein sollte. Einen Ball durch einen Ring zu werfen der an einem Stock befestigt war, konnte ja nicht so schwer sein. Das man dafür so viel Hingabe aufbringen konnte war ihr unbegreiflich. Langsam kroch sie ganz aus dem Busch hervor und klopfte sich die Laubreste von der dunklen Jeans und dem orangenen Pullover.  Vorsichtig zupfte sie kleinere Blätter aus ihren kurzen rotschwarzen Haaren, die ihr wild in alle Richtungen abstanden.  
Als sie der kleinen Gruppe beim Spielen zu sah, musste sie unweigerlich an ihren Bruder denken. Er war wegen diesem Spiel extra ins Ausland geflogen und beendete die Mittelschule in Amerika. Ohne Zweifel war er gut, aber musste man deshalb gleich 1000 von Kilometern davonfliegen? Wegen eines Spiels?!
Gedankenversunken schüttelte sie den Kopf und packte ihre Kamera ein.  
Apropos Taiga, wie es ihm wohl geht?, fragte sie sich und sah in den Wolkenverhangenen Himmel, doch etwas stieß gegen ihr Bein und somit wurde ihre Aufmerksamkeit auf den Boden gelenkt. Genervt hob sie erneut eine Braue und beäugte das orangefarbene … DING.
»Hey du. Kannst du uns den Ball zurückwerfen?«, rief einer der Jungs ihr zu. Etwas gleichgültig und Lustlos gab sie den Ball einen tritt und kullerte ihn den Jungs entgegen, die sofort anfingen zu motzen.
»Mensch, das ist doch kein Fußball!«
Doch dies nahm sie mit einem Schulterzucken zur Kenntnis und ging ihres Weges.

Die noch vom Regen nassen Stufen, waren zwar glatt, aber nicht unpassierbar und da sie ab morgen diesen Weg jeden Tag gehen musste, ob Schnee, Regen oder Sonnenschein, machte sie sich mit diesem auch vertraut. Ja, ein Schulwechsel war immer eine aufregende Sache und damit sie nicht unvorbereitet in die falsche Richtung lief, machte sie sich auf den Weg. Die ersten Stufen waren für den Rotschopf kein Problem, stur geradeaus schauend, stieg sie die Treppe hinauf, doch sie unterschätzte die Gleitfähigkeit von nassen Laub und die einhergehende Wirkung der Schwerkraft, die plötzlich schwer an ihr zog. Wild mit den Armen rudernd versuchte sie das Gleichgewicht zu halten, doch ihre Füße machten sich selbstständig und sie fiel rücklings nach hinten weg. Ihre Tasche mit ihrer Kamera flog im hohen Bogen davon und sie kniff die Augen reflexartig zusammen.
In dem Moment wo sie den Kontakt zum Boden verlor, wartete sie auf den harten Aufprall, … doch er kam nicht, entweder ließ er eine gefühlte Ewigkeit auf sich warten, oder aber …
… ihr stockte das Herz und sie hatte das Gefühl ihre Pumpe hätte einen Schlag ausgesetzt.  Sie wagte es nicht einmal erschrocken Luft zu holen.  
Ihr wurde schlagartig bewusst warum sie nicht auf dem Rücken gelandet war. Sie lag in den Armen eines fremden Jungen. Panisch schoss der Gedanke durch ihren Kopf.  
Verdammt du liegst in den Armen eines Jungen, mach dich vom Acker. Komm schon, hoch mit dir!, mahnte sie sich selbst in Gedanken.  
Aus vor Schrecken aufgerissenen Augen starrte sie ihren Fänger an und ihr Gesicht nahm die Farbe ihrer Haare an.  
»Alles in Ordnung?« fragte er sie nüchtern, doch sie war nicht in der Lage zu antworten. Noch immer hielt sie die Luft an und sah ihn leicht blass geworden in die dunkelblauen Augen. Kam ihr das nur so vor oder hatte er irgendetwas bedrohliches an sich?  
Doch sie fand die Sprache wieder.
»Mir geht es gut«, stammelte sie nervös und ihr Hirn arbeitete auf Hochtouren. Ich liege immer noch in seinen Armen, … und verdammt kräftig ist er auch. Herrje
Langsam kühlte ihr Kopf sich ab und sie bekam ihren Herzschlag unter Kontrolle.
»Öhm … danke«, antwortete der Rotschopf nun wesentlich entspannter.  
In den Moment half er ihr mit einem Ruck auf, erst da realisierte sie das er gut einen Kopf größer war als sie, was nicht weiter verwunderlich war, aber da sie selbst etwas größer als 1, 80 m war grenzte es schon an eine kleine Sensation. Nun hatte sie einen kurzen Augenblick um ihn genauer zu mustern. Das auffälligste an ihm war vermutlich das er von dunkelhäutigerer Natur war als die meisten Japaner. Ihr nächster Blick haftete an seinen kurzen dunkelblauen Haaren, welche die gleiche Farbe hatten wie seine Augen. Doch sie wagte es nicht ihm in die Augen zu sehen, irgendwie schämte sie sich schon dafür, dass sie so in ihn hineingeflogen war.  
Hätte Gott gewollt das ich fliege, hätte er mir Flügel geschenkt, dachte sie genervt und hielt hektisch Ausschau nach ihrer Tasche, schnell bückte sie sich nach dieser und hoffte das der Inhalt heil war.  
»Warte mal einen Moment, bist du …«, begann der Hüne, doch sie unterbrach ihn unwirsch.
»... in Eile. Ganz genau. Ich muss dann mal weiter. Danke nochmal … Tschüss«, sagte sie schnell und ging zügig in die andere Richtung.
»Hey«, rief er ihr noch nach, doch sie war bereits verschwunden.  Mit hochrotem Kopf ergriff sie die Flucht, die ihr schließlich auch gelang und verlangsamte ihren Schritt erst als sie sicher war das sie außer Sichtweite war.
Verschnaufend klatschte sie sich schließlich mit der flachen Hand gegen die Stirn.  
»Ach Haruka, warum passiert so was ausgerechnet dir? Man, war das peinlich. Bin ich doch wirklich diese verfluchte Treppe runtergepurzelt«, brummte sie und wühlte in ihrer Tasche. »Na Hauptsache dir geht es gut«, seufzte die Rothaarige erleichtert und begutachtete ihre Kamera genauer. Das hätte ihrem Tag sonst noch den Rest gegeben, wenn ihr wichtigstes Gut zu Bruch gegangen wäre.  
Mit einem Puls der die Skala sprengte und zittrigen Knien machte sie sich auf den Weg nach Hause, ihre Tante würde vermutlich schon warten. Der Schulweg musste ebenfalls Geduld aufbringen, die Treppe würde sie noch früh genug hinaufsteigen müssen und dieses Mal mit Professioneller Kletterausrüstung.
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