Losing Confidence!

GeschichteHumor, Romanze / P18
James "Krone" Potter Lily Potter Peter "Wurmschwanz" Pettigrew Remus "Moony" Lupin Sirius "Tatze" Black
30.05.2013
27.09.2019
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Bei den Lupins

Ein Schritt nach dem Anderen und immer wieder von einer Seite seines recht geräumigen Zimmers, zur Gegenüberliegenden. Remus hatte die Tür hinter sich verschlossen, ganze zwei Mal hatte er den Schlüssel herum gedreht und dann auch noch das Schloss mit einem Zauber versehen, sodass niemand hereinkommen konnte.
Seine Mutter wuselte schon seit Sonnenaufgang in dem kleinen Haus herum und putzte jede noch so winzige Ecke, während sein Vater die Zeitung schon zum dritten Mal las und dessen Gesichtsausdruck immer genervter wurde. Schon am Mittagstisch hatte er seine Frau mit einem falschen, ruhigen Lächeln angesehen und sie in einem dezent gereizten Ton gefragt, ob es nicht langsam genügen würde, immerhin hatte sie nun fast jeden Tag das Haus geputzt und sich immer wieder bei Remus erkundigt, wann denn nun seine Freunde zu Besuch kommen würden.
Das war wohl auch der Grund für diese ganze Aufregung – Remus’ Freunde! Jahre lang, hatte er versucht sie von seinem Elternhaus fern zu halten. Nicht, weil sie ihm peinlich waren, sonder einfach aus dem Grund, weil der Werwolf gewusst hatte, wie diese reagierten, wenn er sich endlich überreden ließ seine Freunde zu sich nach Hause einzuladen. All die Jahre über, bis er die Einladung nach Hogwarts bekommen hatte und auf die Rumtreiber traf, war es ihm schwer gefallen wirkliche Freunde zu finden und obwohl sich James und Sirius das erste Jahr die Mühe gemacht hatten, sich mit Remus anzufreunden, hatte er sie abgewiesen. Einfach aus Angst, dass sie das Monster in ihm nicht akzeptieren konnten. Im zweiten Schuljahr hatte er sie dann doch ein wenig besser kennen gelernt und ihre kleine Gruppe wurde noch durch Peter vergrößert, der zuvor noch ein ziemlicher Außenseiter gewesen war. Aber nicht auf die Art und Weise wie Remus. Peter war unfreiwillig ein Außenseiter gewesen, der Werwolf freiwillig.
Dennoch hatte er die Drei nicht abschütteln können und so hielt er den Kontakt, hielt aber sehr große Distanz, indem er die Freundschaft nicht zu nahe an sich heran ließ. Doch dann im dritten Jahr, kamen sie hinter sein Geheimnis und trotzdem blieben sie bei ihm, blieben seine Freunde und hatten sogar einen Weg gefunden bei ihm zu sein und das Monster unter Kontrolle zu halten.
Ein sanftes Lächeln huschte Remus bei diesen Erinnerungen über die Lippen und endlich beruhigte er sich wieder ein wenig. Jedenfalls in so weit, dass er sich auf sein Bett setzten konnte - schreckte aber augenblicklich wieder hoch, als es dann doch tatsächlich an der Tür klingelte. Insgeheim hatte er noch bis zur letzten Sekunde gehofft, dass sie doch nicht auftauchen würden. Aber leider war wohl das nicht der Fall, denn schon rief seine Mutter seinen Namen und begrüßte mit lauter euphorischer Stimme seine Freunde, wobei sie versuchte zu erraten, wer welcher war.
Es wäre nur halb so schlimm gewesen, wenn Remus nicht genau gehört hätte, was seine Mutter da von sich gab und mit entzückter Stimme wohl auf den Ersten zeigte. „Mal sehen, der mit der Brille... James Potter!“, stellte sie fest und höflich, wie James auch mal sein konnte, lächelte dieser und nickte. „Guten Abend Misses Lupin!“, meinte dieser und seine Stimme trug einen Hauch von Belustigung mit sich, während die Mutter sich an den Nächsten wandte und Remus in seinem Zimmer sein Gesicht in seinen Händen vergrub und ein leises „Bitte nicht!“ von sich gab.
Tatsächlich stellte sich Misses Lupin - eine blonde, hochgewachsene Frau - vor den Nächsten und grinste breit und freundlich. „Mhh mal sehen, der hübsche junge Mann muss dann wohl Sirius sein, nun gut, Remus hat dich immer etwas schlanker beschrieben, aber na ja...“ Sie lächelte glücklich und Sirius, der richtige Sirius Black, verkniff sich angestrengt ein Lachen, während Peter statt seiner in die Arme von Remus’ Mutter genommen wurde. Ein kurzes Räuspern und die Mutter löste sich wieder von dem kleinen, plumpen Jungen der sie nur leicht entschuldigend ansah. „Ich bin Peter!“, berichtigte er und Sirius hob kurz die Hand und nickte. „Japp, und ich bin Sirius!“, verkündete er dann, wobei die Mutter zunächst verwundert drein schaute, dann aber herzlich zu lachen begann. „Oh, entschuldigt, dann muss ich wohl doch noch ein wenig üben. Kommt rein, kommt rein. Das Essen ist bald fertig!“, erklärte sie den Jungs, während diese ihre Koffer im Flur abstellten und die blonde Dame in ihrem netten Kostüm wieder hinauf zu den Treppen blickte. „Remus mein Schatz, nun komm! Deine Freunde sind da!“, bettelte sie beinahe und sah noch mal zu den drei Jungen, bevor sie mit einem freundlichen Lächeln im Wohnzimmer verschwand.
Widerspenstig schloss Remus die Tür auf und nahm den Zauber, der sie verschlossen hatte. Mit einem kurzen Blick zu dem kleinen Besenschrank auf der ersten Etage fragte er sich, ob es schon zu spät war, um darin zu verschwinden. Aber die Stimme seiner Mutter, machte ihm deutlich, dass es definitiv zu spät war, um sich jetzt noch zu verstecken.
Wenigstens waren seine Freunde etwas begeisterter als er und hatten ihre Koffer nun in den kleinen Flur gestellt. Soweit die Rumtreiber wussten, hatten die Eltern von Remus keine Ahnung, dass die Drei Animagi waren. Aber anscheinend wäre es ihnen sowieso egal, solange ihr Sohn Freunde hatte, die in jeder Situation zu ihm hielten. Kurz wurde jeder von ihnen umarmt und die vier folgten der Mutter in das große Wohnzimmer, wo auch der Vater endlich zu sehen war, wobei Sirius wie immer ganz locker seine eigenen Begrüßungsrituale nach einem langen Wiedersehen hatte. „Und was macht das Gehänge, Moony?“, fragte er breit grinsend und klopfte ihm auf die Schulter.
Es wurde still im Raum, als die Mutter in ihrer Bewegung innehielt und einen Stapel Teller gerade aus dem Schrank räumen wollte. Remus Vater tauchte hinter seiner Zeitung auf und sah den langhaarigen jungen Mann an, wobei Remus nur leicht errötete und sich räusperte. „Alles bestens, Danke Padfoot!“, murmelte er leise und seine Mutter setzte das Decken des Tisches fort, bevor sie die Jungs nochmals ansah und ihnen bedeutete, dass sie sich doch setzen konnten.

Es hatte nicht mehr lange gedauert und die Lupins, sowie die Rumtreiber saßen zusammen am Tisch und füllten sich schon die Kartoffeln und den Rotkohl auf, wobei James etwas Misstrauisch den Braten beäugte und sich kurz an die Frau des Hauses wandte. „Entschuldigen Sie, Misses Lupin...“ – „Ach nenn' mich Lorane!“, unterbrach sie James kurz, der ihre Bitte mit einem Lächeln quittierte und nickte. „Also, Lorane... Was ist das für Fleisch?“
Von Remus selbst wusste James, dass sein Vater oft jagen ging, das war so eine Art Muggelhobby, welches sie mit Waffen betrieben. Nun gut, in der Zaubererwelt gab es auch Leute, die zum Spaß Jagd auf andere Wesen wie Hippogreife oder Drachen machten, nur aßen die Muggel das Fleisch üblicherweise, welches sie geschossen hatten, im Gegensatz zu Zauberern, die ihre Beute nur lähmten und dann wieder frei ließen. Es sei denn, das Fleisch war wirklich zum Verspeisen bestimmt. Dann machte man aber zuvor eine Ausbildung und tat dies nicht als Hobby.
„Kaninchen, mein Junge!“, erklärte die freundliche Frau und blickte ihren Mann an, der nur kurz zustimmend nickte. „Remus erwähnte schon, dass du es vorziehst keinen Hirsch zu essen und Remus selbst rührt auch kein Hirschfleisch mehr an.“, meinte er schulterzuckend, wobei James sich genau erklären konnte warum.
Es war merkwürdig gewesen, aber nachdem James die Gestalt eines Hirsches annehmen konnte, machte sich ein unwohles Gefühl in seinem Magen breit, wenn man ihm Hirschfleisch vor die Nase setzte. Zuvor konnte er es problemlos essen, aber seit er ein Animagus war, verspürte er richtigen Ekel, wenn es hieß, dass er es essen solle. Natürlich wunderten sich auch seine Eltern über dieses Verhalten und fragten nach, aber er konnte ihnen schlecht erklären, dass er sich bei dem Verzehr von Hirschfleisch wie ein Kannibale fühlte und seine Freunde immer an ihn denken mussten, wenn sie das Tier vor die Nase gesetzt bekamen. Und so blieb er bei der Version, dass er das Fleisch einfach nicht vertrug.
Beruhigt nahm sich James dann doch etwas von dem Braten und übergoss diesen mit ein wenig Soße, bevor er dann auch den ersten Bissen zu sich nahm und feststellte, dass es wirklich Kaninchen war. Nicht dass er den Eltern misstraute, aber er kannte seine eigenen viel zu gut. Nachdem James behauptet hatte, dass er Hirsch einfach nicht mehr vertrug, hatten sie es ihm versucht unterzumischen. Das Ende vom Lied war eine Nacht auf der Toilette und hätte James von Muggelmodels eine Ahnung gehabt, so hätte er sich mit manchen von ihnen verglichen.

Das Essen war wirklich gut gewesen und langsam beruhigte sich auch Remus wieder, auch wenn seine Mutter lauter peinlicher Geschichten von ihm zum Besten gab. Aber das störte ihn eher weniger, immerhin waren das hier seine Freunde und es gab wohl nichts, was sie noch schockieren konnten, schließlich war Remus ein Werwolf und sie blieben trotzdem an seiner Seite.
Während Remus, Sirius, Peter und Lorane auf dem einen Teil des Sofas saßen und ein altes Fotoalbum durchblätterten, hockte James neben Remus’ Vater und blätterte im Tagespropheten.
„Und wie läuft es in der Schule, mit den Mädchen?“, fragte der Vater aus heiterem Himmel, aber mit einer solch trockenen Tonlage, als erkundige er sich nach dem Wetter. James rückte kurz seine Brille zurecht und blätterte im Propheten um, während der Vater das Gleiche mit seiner Muggelzeitung tat. „Gut, gut... Bin da so an einer dran und ich bin mir sicher, dieses Jahr klappt es!“, kommentierte James und wirkte dabei ebenso trocken wie sein Sitznachbar. Wieder herrschte kurzes Schweigen, während Lorane fröhlich daherplapperte und Geschichten zu Remus’ Fotos erzählte.
„Und... Was Interessantes in der Zaubererwelt... Sportliche Ereignisse?“, kam es wieder vom Vater und wieder blätterte James eine Seite weiter, diesmal zum Sportteil und zuckte nur mit den Schultern. „Ach, das Übliche... Und bei ihnen?“ – „Das Übliche! Nenn' mich doch Harold.“, lächelte er und bot James schließlich die Muggelzeitung an, wobei dieser dankend nickte und Harold den Tagespropheten entgegenhielt. Es wirkte alles so gesetzt und doch schienen die Beiden wirklich ihren Spaß zu haben, denn sonst wäre James schon längst aufgestanden und zu Bett gegangen, da waren sich die Rumtreiber sicher, als sie die Szene beobachteten und nur den Kopf schüttelten, während sich Harold über Quidditsch und James über Fußball wunderte.

Das Klingeln des Telefons ließ die drei Freunde dann doch zusammenzucken und die Blicke wanderten zu einem kleinen Gerät, bei dem Remus nun den Hörer abhob und hineinsprach. „Ah, Lily...“, begrüßte er die Stimme an der anderen Leitung und ihm schwante schon Übles, wenn er jetzt auch nur zu laut sprach.
Zu spät! Denn sofort bekam seine Mutter wieder diesen entzückten Gesichtsausdruck. „Lily... Ist ja schön, dass sie sich meldet, bestell ihr mal schöne Grüße und frag sie mal, wann sie wieder vorbeikommt!“, strahlte Lorane, während James aufgesprungen war und zum Telefon eilte. „Lily Evans? Mal wieder vorbeikommen? Remus, gibt es da etwas, was du mir erklären möchtest?“, knurrte James und wieder flammte diese Eifersucht in ihm hoch, wobei Remus nur schlucken konnte, da er diesen Blick nicht nur ein Mal gesehen hatte.
Aber zum Leidwesen von Remus, konnte er es nicht damit abwimmeln, dass sie nur ein oder zwei Mal bei ihm gewesen war, denn Lily Evans war im Hause der Lupins ziemlich oft zu Gast, da sie nicht gerade weit von ihnen entfernt wohnte. Doch statt James das verschweigen zu können, lächelte seine Mutter glücklich und war ganz außer sich vor Freude, dass auch die Rumtreiber Lily wohl besser kannten. Den ziemlich verärgerten Ton James’ ignorierte sie einfach und plapperte fröhlich drauf los. „Ja, Lily ist oft hier. Hach, sie ist so ein gutes Kind und immer so höflich. Sie hat sogar mal ganz offen zugegeben, dass sie Remus liebt. Ist noch gar nicht so lange her. Oder Remus? Wann hat sie dir noch mal ihre Liebe gestanden? Letzten Sommer? Na ja, jedenfalls kommt sie des Öfteren vorbei um mit Remus für die Schule zu lernen. Du weist schon, weil sie beide Muggelblut in sich haben. Nicht, dass es eine Schande wäre, aber als Muggelstämmiger oder Halbblut hat man es in der magischen Welt nun mal etwas schwerer. Hinzu kommt ja noch Remus’ Wolfsproblem...“
Schon als seine Mutter wieder nach Atem geschnappt hatte, um den Rumtreibern alles über Lily zu berichten, hatte Remus schnell den Hörer auf die Gabel gelegt und sah dabei zu, wie James’ Hand sich immer mehr verkrampfte und Sirius gerade so noch zu ihm rüber eilen konnte. Aber auch das brachte nichts, denn schon hatte sich Prongs auf Moony gestürzt und ihm einen Schlag versetzt. „Mieses Arschloch, wann wolltest du mir mal sagen, dass sie in dich verknallt ist, hm?“, brüllte er ihn an und genau in diesem Moment, wusste auch Padfoot, dass jegliches Eingreifen nichts mehr brachte.
Er selbst hatte es einmal gewagt Scherze darüber zu treiben, dass er Lily viel leichter rumbekommen würde, als James und schon hatte er einen Fluch am Hals gehabt. Wenn es um die Rothaarige ging, kannte James eben weder Freund noch Feind und auch das Zureden von Remus, der versuchte James zu erklären, dass er nicht an Lily interessiert sei, brachte rein gar nichts.
Aus diesem Grund ließ sich Sirius neben Peter auf dem Sofa nieder, wobei der Blonde schon eine Hand ausstreckte. „10 Galleonen auf James!“, bot dieser nur an und der Schwarzhaarige schüttelte nur mit einem süffisanten Grinsen auf den Lippen, seinen wuscheligen Kopf. „Vergiss es, Remus ist ein Werwolf und sie kämpfen auf Muggelart.“
Den Krach, den die Jungen veranstalteten, während sie sich auf der freien Fläche des Wohnzimmers herumwälzten und schlugen, ignorierten Wormtail und Padfoot wie gekonnt, immerhin übertraf es nicht den Krach, den James und Lily veranstalteten, wenn diese sich wieder stritten. Was allerdings kaum jemand erwartet hätte, war Harold Lupin, der sich zu Sirius und Peter gesellte und ebenfalls 10 Galleonen in der Hand hielt. „Kann man noch einsteigen? 10 auf James!“, meinte er nur, wobei Lorane ihren Mann entsetzt ansah. „Harold, du wirst doch wohl nicht gegen deinen eigenen Sohn wetten?“, fragte sie entsetzt und schüttelte nur den Kopf, während Remus James noch einen Schlag auf das rechte Auge versetzte, wobei die Brille kaputt ging und unsanft auf James Auge drückte, bis dieser schließlich abwehrend die Hände hob. „Okay Moony, einen Moment. Einigen wir uns auf Unentschieden?”, fragte er dann und hob erneut die Hände, als sein Freund nochmals zuschlagen wollte. „Na gut, na gut! Du hast gewonnen!“, grummelte Prongs mürrisch vor sich hin und setzte sich auf, wobei seine Nase gebrochen und sein Auge geschwollen war. Remus hingegen schien kaum Blessuren davon getragen zu haben und Sirius hielt mit einem breitem Grinsen seine Hand auf. „20 Galleonen  für den Mann mit dem richtigen Riecher!“, verkündete er nur, während sich sein bester Freund auf einen Stuhl niederließ und leicht aufstöhnte.

Remus hingegen sah James noch mal eindringlich an. „Ich wollte es dir ja sagen, aber dann wärst du nicht weniger ausgerastet. Außerdem habe ich kein Interesse an Lily!“, versuchte er noch mal zu erklären, doch James wirkte nicht wirklich überzeugt. Ein leichtes Aufstöhnen entfleuchte ihm, als Mrs. Lupin mit einem tiefgefrorenem Stake wieder ins Wohnzimmer trat und ihm dieses auf das geschwollene Auge drücke. „So machen das die Muggel, genial oder?“, fragte sie begeistert und sah ihren Mann an, der nur leicht schmunzelte. Lorane war wirklich eine interessierte und neugierige Frau, was Muggeldinge betraf. Sie versuchte alles so gut es ging auf Muggelart zu machen, weshalb sie auch in eine Muggelgegend gezogen war und nicht wie James’ oder Peters Familie in einer magischen Gegend wohnte.
„Aber sag mal Remus – Schatz, was macht eigentlich dieser Junge, der mal mit Lily hier war... Wie hieß er noch?“
Während Ramus’ Mutter nach dem Namen suchte, sprang der Werwolf auf und lächelte falsch und gedrungen, bevor er sich langsam zum Flur wandte. „Ähm, Mom, keine Ahnung, wirklich. Wir sollten auch jetzt alle schlafen, morgen habe wir noch so viel vor und mein Zauberstab liegt oben. Ich muss James Nase noch heilen und seine Brille reparieren, also gute Nacht!“
Mit diesen letzten Worten eilte Remus auch schon die Treppe hinauf, gefolgt von den anderen Rumtreibern, die nur leicht verwundert drein sahen. Würde James erfahren, dass Lily vor dem ersten Schuljahr Severus mit hierher gebracht hatte, würde er noch mehr durchdrehen. Remus und die Rothaarige kannten sich wirklich schon einige Zeit und diese Freundschaft hatte in der Schule angehalten, auch wenn sie weder James, noch Sirius leiden konnte.
Lily war auch die einzige aus der Grundschule gewesen, die sich mit dem hageren Jungen anfreunden wollte und so hatten sie schon ziemlich lange Kontakt.

Eine Weile schwiegen sich Remus und James noch an und ab und an fiel auch ein bissiger Kommentar, während sich Sirius und Peter versuchten mit Kartenspielen abzulenken. Seufzend schmiss Peter die Karten auf den Haufen und sah kurz zu James und Remus, bevor er sich erneut darüber beschwerte, dass Sirius dauernd gewann. Dieser zuckte einfach nur mit den Schultern. „Tja, ich habe vom Besten gelernt!“, meinte er dann nur und grinste wieder sein diebisches Grinsen, bevor Peter sich dann wieder zu Remus wandte. „Sagt mal, was wollen wir eigentlich morgen machen. Jetzt, da wir mal Muggeldinge begutachten können?“, fragte er schließlich und lief dann hinüber, um seinen Schlafsack auszurollen.
Ohne weiter darüber zu grübeln, ob Remus wirklich die Wahrheit sagte, was Lily betraf und nun mit gerichteter Nase, drehte sich James – der zuvor auf der Fensterbank gesessen hatte und aus dem Fenster gesehen hatte – zu den anderen um und war hellauf begeistert. „Also, ich bin ja dafür, dass wir zum Eifelturm gehen!“, posaunte er los und Sirius nickte eifrig, wobei er auch noch seine Liste abarbeiten wollte: „Uh, und die Pyramiden und Kängurus.“ – „Nicht zu vergessen das weiße Haus und der Ichijoin Tempel!“, stimmte Peter mit ein, woraufhin sich Remus die Schläfen massierte. „Prongs, Padfoot, Wormtaill; Der Eifelturm ist in Paris, Pyramiden in Ägypten, das weiße Haus in den USA und dieser Tempel sicherlich irgendwo in Asien. Wir sind hier in London.“, kopfschüttelnd ließ sich Remus auf sein Bett fallen, welches er sich mit Sirius teilte, da es groß genug für zwei war. „Kängurus sollten wir hinkriegen. Also, morgen in den Zoo?“
Allesamt nickten sie und während James und Peter sich in ihre Schlafsäcke einmummelten, verkrochen sich Sirius und Remus unter den Bettdecken. „Und wehe du schnarchst wieder, Wormtail!“, grummelte James leicht, bevor Remus mit einem Schwenk seines Zauberstabes das Licht ausmachte und den kleinen Raum mit den dunkelbraunen Dielen in Dunkelheit tauchte.
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