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Aus dem Tagebuch eines Arbeiters

von Caecias
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P6 / Gen
27.05.2013
27.05.2013
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363
 
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//Tag 1

Ich schreibe diese Zeilen, weil ich nicht weiß, wie lange ich noch die Gelegenheit dazu haben werde.
Heute habe ich wohl das gute Recht zu behaupten, dass es schon bessere Tage in meinem Leben gegeben hat. Obwohl ich auch das nicht so genau sagen kann.  

Ich bin noch immer dabei, den Rest meines Gedächtnisses zusammen zu kratzen, den Strand aus meinen Haaren und das Meer von meiner Haut.
Mit dem Gesicht nach unten wachte ich vor wenigen Stunden im seichten Wasser eines Strandes auf. Alles war durchnässt, das einzige, was ich finden konnte, war ein alter Rucksack. Dazu ein Stift und das Buch, in das ich hier gerade diese Zeilen schreibe.

Wer bin ich? Und wie komme ich hier her?

Ich bin eine gefühlte Ewigkeit am Strand entlang gelaufen. Zu meiner Überraschung habe ich noch jemanden in dieser Einöde gefunden. Sie spricht nicht, aber immerhin ist nun keiner mehr von uns alleine.

Die helle Scheibe, die, als ich erwachte, noch hoch am Himmel stand, verschwindet nun langsam am Horizont. Ich weiß nicht woher es kommt, aber ein Gefühl sagt mir, dass wir hier draußen nicht sicher sind. Nicht, wenn es beginnt zu dämmern und die Dunkelheit sich über diese seltsame Landschaft legt.

Überall um uns herum, knackt und raschelt es. Seltsame Geräusche, deren Ursprung keiner von uns herausfinden will, dringen an unsere Ohren. Ich sehe es in ihrem Gesicht, dass sie genau so ratlos ist wie ich.

Eine kleine Höhle, die sich unter einem Abhang verbirgt, soll nun unser Schutz sein für die Nacht. Der Boden ist hier seltsam kalt und wenn ich nicht wüsste, dass der warme Strand nur eine halben Tag entfernt liegt, würde ich sagen, die Wände glitzern, weil Eis sie überzieht.

Wo sind wir hier, wenn nur mit einem Schritt das Wetter völlig anders ist?

Über unseren Köpfen rauscht der Wald, weckt eine Erinnerung in mir. Nur weiß ich noch nicht, welche. Aber noch leben wir und damit lässt sich arbeiten. Doch der Tag neigt sich dem Ende und mit ihm auch meine Wachsamkeit.

Diese erste Seite habe ich nun bis zum Rande gefüllt mit Worten, jetzt hoffe ich, das ich sie morgen überblättern kann.  

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