These are the things;

GeschichteDrama, Angst / P16
25.05.2013
01.06.2013
3
5625
 
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
A/N: Huii, writeordie ist wunderbar. Wirklich, ich hab' in einer halben Stunde 1000 Wörter geschafft. Gefällt mir.. Muss ich echt öfters machen. Ich werd' mir jetzt auch jeden Tag 'ne halbe Stunde schreiben einteilen! Einfach nur, weil ich da weiter schreiben will! :3
So, das Kapitel ist schon etwas dunkler.. Jedenfalls ist schon ziemlich viel Böses angedeutet.. Hach, ich freu' mich schon auf's nächstes Kapitel, wo das Rating auf P16 steigen wird. Ich warn' euch schon mal vor~
Gut, was sonst noch zu sagen? Hmm.. Man kann super so etwas schreiben, wenn im Hintergrund The Phantom of the Opera Stücke laufen~! Let the dream begin! Let your darker side give in to the power of the music that I write! The power of the music of the night! You alone can make my song take flight! Help me make the music of the night!
Oh man, ich shippe PhantomxChristine ein wenig zu sehr?! Ha..
Na ja.. ich werd' die Author's Notes dazu benutzen random Zeug zu schreiben.. Wie immer..
Im Juni geht's nach Kroatien mit meiner Schulklasse, im August 10 Tage nach Paris und im Oktober werd' ich mir Sweeney Todd in Wien live ansehen. <3 Ich freu' mich schon! Vor allem auf Paris! Das wird so toll *__*

Okay, tut mir Leid, wieder viel zu viel gelabbert... Hier, da habt ihr mein Kapitel~


________________________________________

Kapitel 2 – 3 Jahre später

Wie viel sich in drei Jahren doch ändern konnte. Sie fand es erschreckend, als sie darüber nachdachte und das Kärtchen von ihrer Bäckerei von „Geschlossen“ zu „Geöffnet“ umdrehte. So etwas war zwar sehr altmodisch, aber sie liebte das Altmodische doch so. Warum auch immer. Das Erste, was sie sich gewünscht hatte, nachdem sie ihre Bäckerei eröffnet hatte, war so ein Schildchen.
Dass sie so schnell eine eigene Bäckerei eröffnen konnte hatte Nellie eigentlich nur Albert zu verdanken. Auch wenn ihr dies viel gekostet hatte. Viel zu viel. Ihr Blick fiel auf den Ring in ihrer Hand und sie seufzte. Auf was hatte sie sich da nur eingelassen?
Klar, sie hat ihn wegen dem Geld geheiratet, nicht mehr und nicht weniger. Das Mädchen, welches sich gewünscht hatte, aus Liebe zu heiraten, hat wegen Geld geheiratet... Sie könnte sich deswegen selbst so hassen. So hassen, wie sie ihren „Mann“ hasste. Am Anfang war er freundlich, versprach ihr den Mond vom Himmel zu holen. Doch nun? Er behandelte sie wie Dreck.
'Hab' ich ja irgendwie auch verdient', dachte sie sich immer und lächelte innerlich, wann immer er sie anschrie.. Und eines Tages werden ihre Träume in Erfüllung gehen! Aber sie brauchte ihn... Nein, sein Geld war ausschlagsgebend, nicht er. Außerdem.. Ein Kind wäre ein wunderbares Geschenk! Bei ihm? Ha, wäre doch Ironie.. Nellie war aber jung. Ihr ganzes Leben war vor ihrer Nase. Sie konnte es sehen, es träumen, doch nicht berühren. Dafür musste die junge Frau noch weitere 15 Jahre warten.

Sie dachte an ihre beste Freundin.. Sie war so glücklich mit ihrem Mann. Ein süßes Kind hatten die Beiden.. Alles, was Nellie von Anfang an wollte. Ab und zu verfluchte sie Lucy für ihr perfektes Leben. Sie hatte alles.. Den Mann ihrer Träume, ein gesundes, kleines Mädchen, ein erfülltes Leben und dies schon in jungen Jahren.. Nicht zu vergessen, dass sie auch einen Liebhaber hatte! Lucy war einfach das komplette Gegenteil von Nellie.
Um zurück zu ihren Liebhaber zu kommen.. Es gab da einen Richter, einen bekannten, wohl den Besten der ganzen Stadt. Er war viel älter als sie es war, doch sendete er jeden Tag eine Rose an sie. Benjamin wusste davon nichts. Dafür war er noch immer viel zu naiv. Was hatte Lucy zu ihm noch gesagt? Sie würde die Rosen am Marktplatz geschenkt bekommen, wegen der kleinen Johanna. Na wenn das so wäre, würde das Kind ihnen ja gleich einen ganzen Garten beschaffen. Lucy schien aber keinen Gefallen an den Richter zu haben, eher bewunderte sie ihn. Da war kein Stückchen Gefühl, außer Bewunderung, dabei.
Und da dachte sie wirklich, Lucy würde ihren Benjamin verlassen. Wie naiv sie doch manchmal war... Nellie wollte doch nur den jungen Barbier.. Doch wusste sie selbst, dass sie dies nie erleben würde. So war das Leben, nicht wahr?

„Nellie! Verdammtes Weib, antworte, wenn man mit dir redet!“ Sie schrak auf und sah mit hasserfüllten Augen in diese von ihrem Ehemann. Am Liebsten würde sie vor seine Füße spücken. Irgendwann einmal, nicht jetzt, aber eines Tages würde sie dies machen! Auch wenn es an seiner Beerdigung wäre! Hach, wie sehr sich Nellie doch auch wünschte wieder frei zu sein. Scheiden? Nein, das war keine Option. Schließlich wollte sie ja noch ihre Bäckerei weiter führen.. Verdammtes Geld, war einer ihrer vielen Gedanken deswegen.
„Was?“, fauchte Nellie nach einiger Zeit. Manchmal war sie viel zu stolz ihm gleich darauf zu antworten. Vor allem wenn er sich so benahm!
„Hör' auf zu träumen und mach deine Arbeit!“ Sie ballte ihre Hände zu Fäusten. Wollte ihn anschreien, dass er ihr nichts zu sagen hatte, ließ dies aber und nickte. Sie wollte sich nicht mit ihm verscherzen. Irgendwann würde er auch sterben.. Und wenn nicht.. Es gab ja noch immer die Option Gift, wobei dies doch ein wenig altmodisch erschien. Aber wie gesagt, sie liebte das Altmodische.
Nellie nickte, setzte ein Lächeln auf und verschwand in den Keller, hoffte, dass er nicht nach kam. Sie schauderte bei dem Gedanken.. Er folgte ihr ab und zu nach unten, nur um seine Befriedigung zu bekommen. Ach, wie sehr sie es doch hasste. Seinen grauenhaften Körper zu spüren. Und das noch in ihr! Jedesmal fühlte Nellie sich so dreckig und nahm deswegen immer ein längeres Bad. Manchmal fühlte sie sich wie ein Freudenmädchen. Die müssen sich wohl auch so fühlen, dachte sie sich, lächelte leicht und ging an ihre Arbeit. Warum dachte sie auch an so etwas jetzt?

„Benjamin! Guck mal, Johanna versucht zu stehen!“, ihre Stimme klang hell und fröhlich. So sah Lucy auch aus und ihr Blick erhellte sich nur noch mehr, als sie ihn sah. Ihren Traummann! Ein wunderbarer Mensch. Ein freundlicher Mensch. Jemand, der nicht einmal einer Fliege etwas zu Leide tun könnte!
„Sie sieht so wunderschön aus, so wie du, meine Liebe“, hauchte Benjamin ihr ins Ohr, worauf sie rot anlief. Lucy würde sich nie an seine Komplimente gewöhnen. Aber wollte sie dies überhaupt? Es war immer ein wunderbares Gefühl diese zu hören. Die Schmetterlinge in ihr würden nie aufhören. Genau das wollte sie! Das und nichts weniger!
Der Blumenstrauß wuchs von Tag zu Tag.
„Papapapapa!“, kam es aus dem kleinen Mädchen und 'Papa' fühlte sich wie der Stolz in ihn blühte. Die kleine Johanna war ein Sonnenschein! Für ihn, für sie und für die ganze Nachbarschaft! Jedesmal bekam sie Komplimente von fremden Menschen, die bei einem Spaziergang das Mädchen erblickten.
'Wie süß sie doch ist!', 'Ein wunderschönes Kind haben Sie!', 'Da werd' ich ja ganz neidisch!' und noch etliche mehr. Natürliche waren ihre Eltern deswegen stolz und deren Stolz wuchs von Tag zu Tag. So wie der Blumenstrauß.
Benjamin umarmte seine Frau, zog sie an sich und gab ihr einen langen, innigen Kuss, welchen Lucy nur zu gerne erwiderte. Sie hauchte ihm zu, was er heute Nacht zu erwarten hatte, wurde deswegen auch ein wenig verlegen und wendete sich wieder ihrem Kind zu. Die Zwei hatten eine Bilderbuchehe...

„Er ist ein Barbier, wohnt in der Nähe des Hafens mit Frau und Tochter“, erklärte ein kleiner, dicklicher Mann den besagten Richter. Anscheinend sein Laufbursche. Einige Richter hatten solche Typen eben gerne. Man muss eben nicht immer die Drecksarbeit selbst machen!
„Ein Barbier?“, er sah ihn überrascht an, worauf sich aber schnell ein teufliches Lächeln auf seinen Lippen bildete. Es wäre leicht ihn von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Vielleicht etwas zu leicht. Und er wusste auch schon wie er dies anstellen würde...
„Mein lieber Freund.. Ich hätte da eine Bitte.. Du kennst den Herrn Smith, nicht wahr? Genau, diesen Smith...“ Sein Laufbursche machte große Augen, doch auch darauf bildete sich dieses Lächeln. Er wusste genau, was sein Vorgesetzter von ihm wollte. Einen Auftragsmord..
„Sag ihm, dass er einen Gast von unserem lieben Herrn Barker brutal aufschlitzen soll... Jede Anschuldigung muss und wird auf den lieben, lieben Barbier fallen. Den Mann, der anscheinend keine Fliege die Flügel stützen könnte!“ Der Richter, desen Namen Turpin war, grinste. Ein grauenhaftes Grinsen. Man sah direkt die Mordlust in seinen Augen. Bald, bald würde das wunderschöne Mädchen ihm gehören. Nur ihm, und niemanden sonst!

Es war überall. In den Nachrichten, in der Zeitung, im Radio.. Man hörte nur noch von dem grauenhaften Mord eines Unschuldigen, anscheinend von der Hand eines Barbiers.
„Bullshit!“, schrie Nellie und schmiss die Zeitung zu Boden, wollte schon darauf stampfen, doch Albert ging dazwischen.
„Da! Dein Ach-So-Geliebter Benjamin ist doch nicht so unschuldig, wie er behauptet! Da hättest du dir etwas eingefangen, wenn du dem geheiratet hättest! Gott sei Dank hast du mich! Nicht wahr, Mädchen? Ach, die arme Lucy. Mochte sie noch nie. War mir immer zu arrogant, Miststück.“
„Das Miststück bist du hier!“ Nellie hielt ihre Stimme und sah ihn hasserfüllt an. Sie hätte sich verfluchen können, als sie bemerkt hatte, dass er sie geschlagen hatte. Es passierte ganz schnell. Es kam unerwartet. Plötzlich fühlte sie den Schmerz in ihrer Wange. Dass er überhaupt so schnell schlagen konnte war ihr neu. Dass er überhaupt so schnell war.
„Ich hasse dich..“, hauchte Nellie leise, spürte wie ihr die Tränen in die Augen kamen und lief aus dem Geschäft, in die Straßen, raus. Wollte zu Lucy, sie trösten. Es brauchte eine lange Zeit, bis sie bei ihr war.. Denn sie sah ihn. Wie er von Polizeibeamten abgeführt wurde.. Ihre Augen breiteten sich. Sie sah kaum etwas, da ihr Blick verschmirrt von den Tränen war. Doch wusste sie, dass sie ihn jetzt wahrscheinlich das letzte Mal sehen wird..
„Benjamin...“, flüsterte Nellie und blickte ihm hinterher.. Er sah sie nicht, sein Blick war gesenkt. Zu schwach um sich zu wehren. Er hatte die Tat zugegeben nachdem genau der Richter ihn erpresst hatte, Johanna Lucy wegzunehmen, wenn er nicht endlich gestehen würde.. Was hatte seine Frau damit zu tun..? Sie war unschuldig! Genau so unschuldig wie er! Wenn ihm doch nur jemand glauben würde...

Er war verschwunden... Sie nahmen ihn mit, niemand wusste genau, wohin. Die Presse war vom Gericht ausgeschlossen, wohl auf Wunsch des Richters.
Einige Momente später fand sie sich in Lucys Armen wieder. Wie bitterlich ihre beste Freundin doch weinte. Und sie merkte, wie ihre Tränen auch wieder anfingen..
„Es tut mir so Leid, Lucy.. Ich.. ich weiß, dass er unschuldig ist! Das kann er nicht getan haben!“
„Nellie, er hat es zugegeben! Sei nicht so naiv! Er hat einen Menschen getötet.. Mein.. Mann ist ein Psychopat! Der Vater meiner Tochter! Nellie!“ Sie konnte nicht glauben, was sie hörte. Glaubte Lucy etwa wirklich, dass Benjamin...? Nein, oder..?
„Wie.. wie kannst du nur so etwas denken.. So etwas herzloses, Lucy... Wenn man einen Menschen liebt, glaubt man ihm alles... Was ist nur aus dir passiert? Hast du ihn aufgehört zu lieben, nachdem du sein warst? Du bist so kalt geworden, Lucy..“, hauchte Nellie, stand auf und ging ohne einen weiteren Ton von sich zugeben. Hätte Benjamin sie gewählt wäre ihm das nie passiert...
Review schreiben