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GeschichteDrama, Angst / P16
25.05.2013
01.06.2013
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A/N: Hallu!! Ich schreibe in letzter Zeit wieder zu viel. Ha... Wie schon in der Kurzbeschreibung erwähnt, wird die Geschichte düster und wird von P12 zu P18 gehen. Ich hab' euch gewarnt.

Die Idee kam ziemlich spontan. Aber ich hab' wirklich schon ne ganze FF im Kopf.. Ha..

Der Anfang ist noch freundlich, wo alle glücklich sind. Generell ist das der ganze 1. Akt, also erwartet nicht allzu viel..

Jedenfalls.. Viel Spaß beim Lesen!!

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Akt I – Benjamin Barker

Kapitel 1 – Schulaltag

Die Schulglocke läutete. Schüler sammelten sich im Klassenraum ein und seufzten. Mathe. Das Fach, dass doch jeder liebte! Und dann hat man noch einen perfekten Lehrer, der erklären konnte! Alles nur Wunschdenken für die Schüler der Klasse 12 C.
„Okay, okay, Leute! Hat irgendwer die Hausübung verstanden? Ich schwöre euch, ich habe es versucht! Also kann ich bei wem abschreiben?“ Ein Mädchen fragte durch die Runde. Lockiges, dunkelrotes Haar zierte ihren Kopf. Große, neugierige Augen blickten durch die Klasse. Nein, eigentlich sah sie nur einen Mitschüler an. Sie kannte sein Talent für Mathematik und sie wusste, dass er ihr helfen würde!
„Benjamin! Ich bin sicher, du hast Mathe fehlerfrei. Hilf Nellie doch!“, murmelte das Mädchen, welches neben diesen Benjamin und Nellie saß, ihm zu. Dieser seufzte als Antwort und überreichte dem aufgeweckten Mädel seine Arbeit.
„Lucy, du bist die beste Freundin, die man sich wünschen kann! Benjamin, danke, unser Mathegenie! Ich bin dir was schuldig!“ Und schon fing sie an die komplizierten Aufgabenstellungen und deren Lösungen abzuschreiben. Sie war ihm zur Zeit schon gute tausend Sachen schuldig, wenn es darum ging, Mathe abzuschreiben.

Sie ignorierte feierlich, dass der kleine, dickliche Junge, desen Namen Albert war, durch die ganze Klasse rief, dass er die Übung auch hatte und dass sie bei ihm gerne abschreiben konnte.

„Hat irgendwer verstanden, was der uns jetzt gelehrt hat?“ Das Mädchen stand wieder auf, blickte in die Runde. Sie konnte nur schüttelnde Köpfe sehen. Wie nach jeder Mathestunde.
„Ach Nellie.. Du bekommst schon Nachhilfe von Benjamin.. Aber trotzdem versagst du immer.. Du bist ein hoffnungsloser Fall..“ Das Mädchen mit den langen, blonden Haaren legte ihre Hand auf die Schulter ihrer Freundin und seufzte gespielt. Nellie schenkte ihr einen bösen Blick. Auch wenn sie Nachhilfe bekam, auch wenn sie Mathe einfach nicht verstand, sie war nicht hoffnungslos. Sie war nur hoffnungslos eifersüchtig auf ihre beste Freundin...
„Sei.. sei einfach leise, Lucy... Ich kann auch nichts dafür, wenn der Lehrer nichts erklären kann!“
„Und Benjamin?“
Sie biss auf ihre Unterlippe. Sie konnte doch nicht einfach sagen, dass sie sich nie auf Mathe konzentrieren kann, wenn er in der Nähe war. Schließlich sah er einfach viel zu gut aus!
„Wegen Benjamin bekomme ich jedenfalls ein paar Punkte bei Tests!“ Es war keine Ausrede. Ab und zu lernte sie was bei ihm. Aber die meiste Zeit verbrachte sie damit ihn anzustarren..
„Ich.. ich könnte dir auch Nachhilfe geben, Nellie..“ Nellie schluckte, als sie die Stimme hörte, verdrehte kurz die Augen um ihn dann anzusehen. Ein schüchternes Lächeln formte sich auf den Lippen von Albert. Nein, nein, nein!
„Danke, lieb von dir, ist aber nicht nö--“ Weiter kam sie nicht mehr. Lucy ließ sie nicht mehr weiter sprechen, indem sie ihre Hand vor Nellies Mund hielt.
„Natürlich ist sie daran interessiert. Sie will nämlich nicht noch einmal knapp durchkommen! Nicht wahr, Nellie?“ Ihre Stimme klang bedrohlich. Ganz und gar nicht unschuldig, wie sie immer spielte. Benjamin zog eine Augenbraue hoch, grinste kurz, und half Lucy.
„Ganz genau. Es wäre eine Schande unsere liebe Nellie zu verlieren. Wer würde sonst für uns so leckere Kuchen und Pasteten backen? Sie nimmt deine Hilfe ganz sicherlich an, Albert!“
Die Zwei bekamen sofort einen 'Ich-hasse-euch' – Blick von ihr ab. Als Antwort kicherten sie nur. Oh, wenn sie die Zwei nur in ihre Hände bekam...

„Ich geb es auf. Ich bin hoffnungslos! Verdammt, ich will Bäckerin werden! Warum muss ich dann wissen, wie man quardratische Funktionen rechnet?“
„Nellie, hör' auf dich aufzuregen und lerne. Das ist deine letzte Chance eine gute Note zu schreiben und die muss hinauen.“ Albert war gernervt. Hätte er sich doch nie aufgeopfert. Aber es war Nellie, über die wir gerade reden. Nellie, das wunderschönste Mädchen aus dem Jahrgang. Jedenfalls sah er das so. Ja, sie hatte einen interessanten Stil, wenn es um Kleidung ging, aber genau das machte sie so grandios und einzigartig.
„Ich will nicht mal weiterkommen...“, murmelte sie und blickte betrübt weg, ihren Kulli kauend. Sie sah aus dem Fenster. Horchte den Regentropfen zu und seufzte noch einmal. Sie hatte doch keine Chance Benjamins Herz zu gewinnen.
„Hey, was los?“, er sah sie betrübt an. Er mochte es nicht, wenn sie so depressiv aussah. Nellie lächelte, winkte ab. Er musste nicht alles wissen. Obwohl es doch so offensichtlich war.. Lucy liebte Benjamin. Benjamin liebte Lucy. Nellie liebte Benjamin. Benjamin sah in ihr nur eine gute Freundin. Und sie hasste es,
„Na gut.. Ich geb' mir selbst noch eine letzte Chance.. Also..“, fing sie an und blickte das mathematische Problem an. Sie wusste ja selbst, dass sie es konnte. Dumm war Nellie auf jeden Fall nicht. Sie hasste es nur, ihr Wissen zu zeigen, weshalb sie oft die Dumme spielte. Außerdem tat sie das oft, damit Benjamin ihr Nachhilfe geben konnte...

„Nellie... Wie hast du das geschafft?“ Lucy sah sie und ihr Testergebnis an. Sie konnte es immer noch nicht fassen. Nellie, die Nellie, war besser als sie!
„Ich hab' einfach keine Lust mehr mit Albert zu lernen... Das ist einfach nicht das Gleiche wie mit euch..“, murmelte sie in Lucys Ohr. Diese lächelte, noch immer geschockt von Nellies Testergebnis.
„Bist du sicher, dass er nicht die perfekte Nachhilfe für dich ist, Liebes?“ Für diese Aussage bekam sie einen weiteren 'Ich-bring-dich-um' – Blick. Manchmal könnte Nellie ihre beste Freundin strangulieren.
„Lucy hat Recht, Nellie. Er kann dir das wirklich besser erklären als ich. Du bist bei ihm viel besser dran, glaub mir.“ Nellie schluckte und schüttelte schnell ihren Kopf.
„Oh nein, nein, nein, Lieber! Machen wir eine Wette! Wenn ich beim nächsten Test wieder so eine Punktezahl erreiche, bleibst du mein Nachhilfelehrer!“ Sie schluckte kurz. Das hieß wieder so viel lernen. Nicht, dass es ihr keinen Spaß machte, aber sie hatte zur Zeit andere Sorgen als Mathe. Die Zwei sahen sie mit großen Augen an. Kaum glaubend, was sie gerade gesagt hatte.
„Also wenn du das schaffst, Nellie, werd' ich meinen Vater fragen, ob ich einen Tag seinen Laden leiten darf und jeder, der vorbei kommt, bekommt eine kostenlose Rasur.“
„Gibst du nicht immer irgendjemanden eine kostenlose Rasur, Benjamin?“ Nellie sah ihn an, kicherte, als er kurz schluckte. Sie hatte Recht. Er war einfach viel zu sanftmütig um Geld für sein Hobby zu verlangen. Aber irgendwann! Schließlich war sein Traumberuf Barbier! Er sah zu Lucy, die mit den Schultern zuckte und ebenfalls kicherte. Hach, wie süß er doch war!

Und wie Nellie auf Lucy eifersüchtig war.
„Ich.. bin mal kurz weg.“ Und ehe sich die Zwei versahen, war Nellie aus dem Klassenraum gelaufen, Richtung Damentoilette.
Sie sah sich in den Spiegel, während sie sich ihr Gesicht wusch. Nein, sie wollte nicht noch einmal deswegen weinen. Hatte sie sich nicht geschworen damit aufzuhören? Aber.. Konnte man sich denn so schnell entlieben? Ja, sie liebte Benjamin. So sehr, dass sie sicher war, dass er die Liebe ihres Lebens war. Doch er hatte Lucy, die Zwei waren glücklich zusammen. Sie wollte nicht dazwischen gehen, also biss sie sich immer wieder auf die Zunge, auf ihre Lippen, tat alles, um nicht anfangen zu weinen, oder ein Kommentar von sich zu geben, dass sie später einmal bereuen würde.

„Hey, alles okay, Nellie? Du siehst.. fertig aus...“, kommentierte Lucy, als ihre beste Freundin wieder in den Raum ging. Diese schenkte ihr ein gespieltes Lächeln und murmelte nur 'Frauenprobleme', worauf sie nur wissend nickte, nicht weiter etwas dazu sagte. Lucy wusste doch selbst, wie das mit diesen 'Frauenproblemen', war.
Doch hatte sie etwas ganz Anderes im Kopf, als das, was Nellie wohl meinte.
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