In letzter Minute

von - Leela -
GeschichteMystery / P12
Eddie GB Jake Tracy
25.05.2013
15.06.2013
5
15869
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
„Ja, Sie haben das Ghostbuster-Büro erreicht! Aber die Ghostbusters sind nicht zu erreichen! Weil, die Ghostbusters können mich nicht erreichen!“ Ansabone wich geschickt einer Attacke von Jake aus und lachte. „Der Ghostbuster-Service ist derzeit nicht erreichbar!“
      „Hör auf mit dem Quatsch!“ warnte Jake und sprang halb über den Tisch, doch auch dieses Mal wich Ansabone geschickt aus, so daß Jake hart auf dem Tisch landete.
      „Die Erreichbarkeit ist vorrübergehend außer Reichweite gelegt, haha!“
      „Laß den Unsinn, verdammt noch mal!“ Jake warf sich über den Tisch.
      Ansabone wich zurück und lachte; dann bemerkte er verdutzt, wie jemand den Hörer abnahm.
      Eddy hatte sich unbemerkt hinter ihn gestellt und den Moment genutzt, als Jake ihn in die Enge getrieben hatte. „Ja, Ghostbuster-Service, Eddy Spenser am Apparat?“
      Jake atmete erleichtert durch und richtete sich auf, während Eddy das Gespräch annahm, und Ansabone frustriert vor sich hinschmollte.
      „Ja, das klingt sehr interessant!“ sagte Eddy gerade. „Ja, natürlich versuchen wir, zu kommen!“ Einen Augenblick später beendete Eddy das Telefonat und legte auf.
      Jake atmete tief durch. „Es wird Zeit, daß Tasha mit ihrem Studium fertig wird und den Telefondienst komplett übernehmen kann! Ich hab’ den Eindruck, seit sie die Verwaltung übernommen hat, wird es immer schlimmer, wenn sie auf der Uni ist!“
      Das Ansabone lachte.
      „Das wird noch eineinhalb Jahre dauern, bis Tasha sich voll auf den Posten konzentrieren kann“, warf Eddy ein.
      „Vielleicht war es ein ungeschickter Schachzug, Tasha den Telefondienst zu übertragen!“ meinte Jake bissig und funkelte das Ansabone tiefgründig an.
      Das Ansabone schnappte geschockt nach Luft.
      „Überleg’ es dir! Wenn du nicht kooperierst, wirst du gar nicht mehr von Tasha bedient!“ Jake wandte sich wieder Eddy zu. „Worum ging es denn nun, bei dem Anruf?“
      „Das war ein Mister Jonas aus Rocky Beach in Kalifornien!“ erzählte Eddy. „Er leitet dort ein Detektivbüro und hat uns um Hilfe in einer Sache gebeten!“
      „Geisterprobleme?“ mutmaßte Jake.
      „Ja! Bei der Aufklärung eines Falles stellte sich heraus, daß die Geschichte nicht natürlichen Ursprungs sein kann. Sie haben bereits einige Ermittlungen getätigt, aber sie sind nicht auf Geisterphänomene spezialisiert!“
      „Wann sollen wir da sein?“
      „So schnell wie möglich!“ meinte Eddy leichthin.
      Jake schaute zur Uhr. „Warten wir besser auf Tasha! Sie hat ja ab morgen Semesterferien, dann kann sie mitkommen!“
      Eddy nahm diese Bemerkung fasziniert, und völlig entzückt zur Kenntnis. Daß diese Bemerkung von Jake kam, genoß er sichtlich. Noch vor nicht allzu langer Zeit wäre das undenkbar gewesen.
      „Ich werde Tracy mal Bescheid sagen!“ beschloß Jake.
      Während Jake in Richtung Werkstatt verschwand, lehnte Eddy sich an den Schreibtisch und sah zur ShockClock. Es würde noch einige Stunden dauern, bis Tasha ihren Tag an der Uni hinter sich hatte…

Nur kurz nachdem Tasha am Abend von der Uni nach Hause kam, eröffnete Jake ihr, was sich in der Zwischenzeit ergeben hatte. Eddy hatte ihm gerne den Vortritt gelassen, allein schon aus diplomatischen Gründen, auch wenn er es gewesen war, der das Telefonat geführt hatte.
      Tasha sah Jake verblüfft an. „Ihr habt extra auf mich gewartet?“ Ihr Blick schnellte zur ShockClock. Nach ihrem Studienkreis an diesem Abend war es bereits 20.00 Uhr durch. „Jetzt brauchen wir aber nicht mehr loszufliegen! Dann kommen wir ja mitten in der Nacht an!“
      „Naja, aber für dich als angehende Geisterwissenschaftlerin ist das ja sicher auch interessant!“ argumentierte Jake.
      Eddy stand daneben und schmunzelte. „Der Vorschlag kam von Jake!“
      Tasha hatte sich noch nicht ganz erholt und stand einen Augenblick sprachlos da. „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll!“
      „Oki Doki!“ schlug Tracy vor.
      Tasha lachte. „Ja, stimmt! Das paßt!“ Sie wandte sich wieder Jake zu. „Danke! Das ist toll! – Aber wie habt ihr euch das jetzt gedacht; du sagtest doch eben, ihr sollt so schnell wie möglich dort sein!“
      „Wir…“ Jake legte eine besondere Betonung auf das Wort, die Tasha mit einschloß. „… sollen möglichst bald dort sein! Ich dachte mir, wir fliegen sehr früh morgens los, so daß wir spätestens gegen acht Uhr gleich da sind!“
      „Na, Gott sei Dank kann ich in GB schlafen, bis wir da sind“, meinte Eddy, der kurz die Flugzeit und die Zeitverschiebung überschlagen hatte.
      „Du bist verrückt!“ ließ sich Tasha zu Jake vernehmen. „Aber ich finde das gut! Wenn wir schön früh losfliegen, haben wir noch ordentlich etwas vom Tag. – Also brauchen wir eigentlich gar nicht schlafen zu gehen!“
      „Bist du verrückt?“ rief Eddy erschrocken.
      Tasha und Jake brachen auf Eddys Gesichtsausdruck hin gleichzeitig in Gelächter aus.
      Eddy konnte eine gewisse Verlegenheitsröte nicht vermeiden, doch das nahm er gerne in Kauf für die entspannte Atmosphäre, die nun kontinuierlich im Ghostkommando herrschte, auch dann, wenn Jake und Tasha sich im gleichen Raum befanden.
      An diesem Abend ließen jedoch alle Vernunft walten, und gingen nach einem schnellen Essen zeitig schlafen, in gespannter Erwartung, was für ein Auftrag sie in Rocky Beach erwarten würde.
Review schreiben
 
'