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Wenn die Welt sich weiter zu drehen scheint

von Zidana
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 Slash
Benny Lafitte Crowley / Fergus MacLeod Dean Winchester Lisa Braeden
23.05.2013
27.11.2013
19
29.208
 
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23.05.2013 1.237
 
Kleine Anmerkung: Alles was hier noch auch Cas, Luci und Crowley bezogen ist, könnt ihr hier http://www.fanfiktion.de/s/4f663a9b000138da06514438 nachlesen

Kapitel 2
Auf dem Weg nach Detroit


Auf dem Weg nach Detroit. Dem Ziel unserer Klassenfahrt. Die Fahrt sollte zirka 9 ½  Stunden dauern und irgendwie schließ so gut wie jeder. Jeder außer Lucifer, Benny und mir. Und der Lehrer, der seine Schuhe ausgezogen hatte. Es stank im ganzen Bus nach diesen Käsemauken. Wahrscheinlich war das auch das einzige, was den Busfahrer noch wach hielt.

Seufzend lehnte ich mich in meinem Sitz zurück und betrachtete Sammy, der neben mir am Fenster saß und auch seelenruhig schlief. Er hatte sich tierisch auf die Klassenfahrt gefreut, denn er war noch nie in Detroit gewesen. Gut eigentlich war unser Ziel gar nicht wirklich Detroit, sondern eher eine Art Ferienlager am Rande von Detroit. Aber Sam freute sich trotzdem.

Und ich natürlich auch.

Und warum Benny eigentlich auch hier war? Er ging in die Parallelklasse, wie ich irgendwann im Verlauf der Party noch festgestellt habe. In Crowleys Klasse um genau  zu sein, aber Crowley lag immer noch im Krankenhaus, wenn auch wieder bei Bewusstsein und am Genesen.

Cas hatte das ganze ziemlich bescheiden gefunden, ums nett auszudrücken. Ich wusste nicht warum, aber Cas mochte Benny einfach nicht. Und das zeigte er ihm auch unmissverständlich. Lucifer war das schon fast peinlich, aber Benny schien es nichts auszumachen. Er hatte in den Pausen sowieso immer bei Chuck und Levin rumgehangen, aber die waren nicht hier, denn sie gingen in eine Klasse unter unserem Jahrgang. Genau wie Lisa und Gabriel.

Lucifer und Cas saß ziemlich weit hinten im Bus, trotzdem hatte einen so guten Blick auf die zwei, dass ich sehen konnte, das Cas auf Lucis Schulter eingeschlafen war. Wenn da nicht was lief, würde ich einen Besen fressen!
So schien auch Benny zu denken, der auf der anderen Seite des Ganges neben mir saß.

„Hey Bro, sag mal läuft da was beim Engel- und Teufelchen?“, fragte er im Flüsterton, dabei zu mir hinüber gelehnt. Seinen blauen Augen unverkennbar auf meine gerichtet. Erneut sah ich kurz zu Cas und Luci.

„Hm.“, machte ich. Ich wusste nicht, ob ich ihm so vertrauen konnte und was Cas dazu sagen würde, wenn ich ausgerechnet Benny meine Vermutungen präsentierte. „Weiß nicht.“

Ich versuchte entschuldigend zu blicken und ihm so klar zu machen, dass ich mich nicht mit Cas in die Haare kriegen wollte, denn er war in den letzten zwei Wochen zu einem meiner besten Freunde geworden.

Erstaunlicherweise schien Benny es zu verstehen und wechselte das Thema: „Sam ist doch dein kleiner Bruder. Warum geht er in deine Klasse?“

Ich zog eine Schnute und legte wie Cas den Kopf ein wenig schief. „Er ist ein Schlaumeier und hat die dritte Klasse übersprungen. Und da ich eine wiederholen musste, sitzen wir jetzt in der gleichen Klasse.“ Ich verdrehte die Augen und Benny hob eine Braue an.

„Findest du das schlimm?“

„Fragst du mich gerade über mein Leben aus?“

Er lächelte kurz, schlug die Augen nieder und sah mich dann wieder schelmisch an. „Quatsch, wie kommst du auf die Idee? Aber wir können ja gerne ein Spiel spielen.
Du stellst eine Frage, ich antworte. Ich stell eine Frage, du antwortest.

Wahrheitsgemäß versteht sich. Und nicht mehr als eine Frage.“ Er hatte seinen rechten Zeigefinger ausgestreckt, um das Ganze zu untermalen.

„Wenn ihr quatschen wollt, dann macht es wo anders. Ich will schlafen!“, beschwerte sich Sammy erstaunlicherweise neben mir und drehte sich dann noch weiter weg von uns.

Ich verdrehte die Augen Richtung Benny und verzog den Mund zu einem bitteren Grinsen, um mich dann nach zwei freien Plätzen umzusehen. Und die fand ich. Hinter dem Lehrer. Der die Socken ausgezogen hatte. Bitte nicht. Und dann daneben auch noch Michael und Uriel.

„Na gut.“, murrte ich. „Da vorne sind noch zwei Plätze.“

So leise wie möglich stand ich auf und Benny folgte mir treu wie ein Hündchen. Super.

Seufzend setzte ich mich und meinte: „Also zu deiner Frage. Nein, eigentlich finde ich es nicht schlimm, dass Sammy mit mir in eine Klasse geht.“

„Aber?“; machte Benny und sah mich aufmerksam von der Seite an. Er hatte sich neben mich gesetzt und seinen Rücken Richtung Gang gedreht.

„Na na na, Benny. Immer nur eine Frage. Jetzt bin ich dran. Wo kommst du her?“
Benny seufzte auch, hatten den Mund aber zu einem Grinsen verzogen, während er meinte: „Ich bin in Carencro in Louisiana geboren und habe dort bis neulich auch noch gewohnt. Und wo kommst du her?“

„Ich bin in Lawrence in Kansas geboren und ziemlich oft durch die Gegend gezogen mit meinen Eltern, bis Sam irgendwann ausgetickt ist und wir schließlich in New York geblieben sind.“

Benny nickte wissend vor sich hin und schien irgendwie in seine Gedanken vertieft, bis sich dieser olle Lehrer zu uns umdrehte.

„Mister Winchester. Wie nett von ihnen, dass sie sich um Mister Lafitte kümmern!“, lobt er mich. Bitte nicht.

„Da sehen sie mal. Ich bin gar nicht der ungehobelte Typ, wie sie immer behaupten!“

„Wenn sie sich doch bloß so um meinen Matheunterreicht kümmern würden.“, meinte er theatralisch und stand dann auf, um sich nach hinten zu der Lehrerin von Benny zu setzen. Jung, hübsch und sexy. Die sollte ich mir mal unter den Nagen reißen!



Nein.

Halt.

Ich hatte Lisa und ich war glücklich mit ihr!

Kaum war Stinkesocke außer Reichweiter, reckten Uriel und Michael die Köpfe zu uns rüber. Mir blieb auch nichts erspar.

„Was machst du denn bei dem, Ben?!“, fragte Michael von mir angewidert.

Ich verdrehte die Augen, während sich Bennys Ausdruck nicht die Bohn veränderte, aber ich sah, wie seine Augen plötzlich kälter wurden.

„Ich unterhalte mich mit Dean.“, gab er freundlich zurück. Er hatte mir den Rücken jetzt so halbwegs zu gedreht, trotzdem konnte ich aber dieses Zucken im Mundwinkel sehen, das er unterdrückte, um das provokante Lächeln zurückzuhalten.

„Also ich würde mich ja nicht mit dem abgeben.“, meinte Michael weiterhin arrogant.

Benny zog in Irritation die Brauen zusammen. Gespielte Irritation, aber die Dumpfnasen schienen das nicht zu merken.

„Ich sollte mir wohl selbst ein Bild von seiner Persönlichkeit machen oder nicht?“
„Das solltest du.“, sagte Uriel bedacht. „Aber“, setzte er nach. „Sag nicht, wir hätten dich nicht gewarnt!“

Dann wandten sie sich wieder ab und auch Benny drehte sich wieder mir zu.  Er verdrehte die Augen und flüsterte: „Sind die immer so?“

„Ich bin dran mit Fragen.“ , flüsterte ich zurück und grinste. „Wie alt bist du?“

„20.“, sagte er schnell und widmete sich dann wieder seiner Frage: „Also, sind die immer so?“ Er flüsterte immer noch.

„Nein.“, meinte ich lässig. „Normal sind die noch schlimmer.“

Er lachte leicht. „Super. Ich muss mit denen und Alastair in ein Zimmer.“

„Ahhh…“, machte ich. „Das ist fatal.“ Belustigt blickte ich ihn an und fuhr dann in normaler Lautstärke fort, um ihn zu beruhigen, auch wenn das nicht nötig erschien.
„Du wirst es überleben.  Wer weiß, vielleicht sind die zwei gar nicht so übel und außerdem Alastair ist zwar ein Vollpfosten, aber sonst ganz okay. Warum werden die Klassen eigentlich gemischt.

Es war keine Frage, eher eine Beschwerde, aber Benny gab mir trotzdem eine Antwort: „Na dieser Crowley, oder Fergus oder wie auch immer, der kommt ja nicht mit. Ansonsten wären Alastair und ich mit ihm in ein Zimmer gekommen und Michael und Uriel wären alleine.“

„Crowley, ja. Schade eigentlich. Mit ihm wäre das sicher sehr lustig geworden.“
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