Wolken

von Mondrose
GeschichteAllgemein / P6
17.05.2013
17.05.2013
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Ich blickte aus dem Fenster.
Eigentlich hätte ich ja lernen müssen aber meine Motivation lag irgendwo im Minusbereich und schließlich sollte man im Zweifelsfall immer nichts tun.
Außerdem war die Aussicht, die sich mir bot viel interessanter und eindrucksvoller als Belege für die Evolution.
Die Dämmerung läutete den beginnenden Abend ein.
Aber es wäre ohnehin schon dunkel gewesen, denn Wolken hingen schwer am Himmel.
Wie ein dicker Wollmantel schienen die Wolken, die Erde einzuhüllen.
Wenn ich sie so sah, war ich mir fast sicher, dass diese Gebilde sich weich und flauschig anfühlen würden, wenn ich die Hand ausstrecken und sie berühren würde.
Einige türmten sich so auf, dass sie wie gigantische Gebirge die hoch in der Luft schwebten, wirkten.
Wie gebannt beobachtete ich das Schauspiel.
Auf einmal kam Bewegung in die träge, graue Masse, die Wolkenberge schienen zu explodieren und die verschiedenen  Schichten vermengten sich als wären sie in einen Wirbel geraten.
Die ausgefransten Fetzen, die zugleich Anfang und Ende waren und die nach unten gewölbten Berge sahen aus, als würden sie aufblühen.  
Der Wollmantel teilte sich und ein Vorhang aus Licht, schien die Welt zu erhellen.
Durch den entstandenen Riss wurde eine Klippe sichtbar, so uneben wie ein ungeschliffener Kristall.
Wie ein milchig weißer, von Schlieren durchzogener Kristall, der grau-blau angehaucht war.
Ich lächelte. Auch ein wolkenverhangener Himmel konnte schön sein.
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