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Praise the devil, he made you for me

KurzgeschichteAllgemein / P18 Slash
14.05.2013
09.03.2014
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14.05.2013 6.825
 
Praise the devil, he made you for me


(Die OC's Sodo Mio, Cherax Destructor, Dantai Nageltod, Skeldar der Allesfresser und Ecki Schrecksenschreck entstammen alle dem wunderbaren Wolkenleopard!)


Calypso wusste es ganz genau.
Es war falsch. Es war falscher als alles, was sie sich vorstellen konnte.
Ein Triclop und ein Wolpertinger hatten sich nicht anzufassen, die hatten nicht einmal übereinander nachzudenken.
Es war wider die Natur und absolut pervers.
Es war verboten.
Und gerade das machte es so verführerisch.

Die Bücherjägerin saß im Kreis mit ihren Kollegen zusammen auf dem nackten Steinboden der Höhle, in der sie sich zur Rast niedergelassen hatten und spielte Karten mit ihren. Oder besser gesagt, Strip-Poker. Allandar Koriochi, der neben ihr saß, hatte schon beinahe nichts mehr an, da regelmäßig entweder sie gewann, oder der Typ ihr gegenüber, der "Tomchch der Rote" hieß.
Calypso warf einen Blick über den Rand ihrer Karten hinweg durch die Höhle. Sie hielt Ausschau nach einem ganz bestimmten Bücherjäger. Dem größten von allen; nach Rongkong Coma. Die letzte Stunde hatte er sich nicht in ihrem Blickfeld sehen lassen, doch jetzt tauchte er gerade auf. Calypso verzog das Gesicht. Hübsch war er ja wirklich nicht mit seinen drei Augen, der Schweineschnauze, den Wulstlippen, aufgeblähten Backen und den spitzen Zähnen. Es war seine Ausstrahlung, die sie so anzog. Auf seine Weise hatte der Bücherjäger durchaus Charisma.
Eine äußerst bösartige, verruchte Version. Und genau das machte ihn in den Augen der Bücherjägerin beinahe unwiderstehlich.
Wer brauchte schon einen verweichlichten Waschlappen von einem Mann, der einen im Bett lieber küsste als vögelte, wenn man stattdessen einen richtigen Kerl haben konnte, einen solchen, der einem eher den Hintern mit der flachen Seite des Schwertes verprügeln würde, als zu fragen, ob "es für dich auch schön war?" ?
Nein. Sie wollte einen, dessen Vorlieben auch in sexueller Sicht vom sadistischen geprägt waren, der als Spielzeug die Neunschwänzige oder florinthische Glasdolche tanzen ließ, mit dem man sich als Vorspiel bis aufs Blut duellierte.
Calypso wollte weder gestreichelt, noch massiert, noch sonstwie verwöhnt werden. Sie wollte, dass der Mann, der mit ihr spielen durfte, sie an der Haaren riss, sie mit Gewalt auf den Boden zwang (wenn sie ihn ließ) und nirgendwo Vorsicht walten ließ. Er sollte-

Rongkong Coma wandte den Kopf und erwiderte ihren Blick. Hitze brandete wellenartig in Calypso auf. Sie rang nach Atem, ohne die Augen von den seinen abzuwenden und bemerkte, dass sie ihre Unterlippe zwischen den Zähnen hielt. Sie starrten sich über die Entfernung zwischen ihnen hinweg an.
Calypso schaffte es nicht, den Blick abzuwenden. Allein dass Rongkong Coma sie direkt anblickte, erregte sie bereits.
Die Augen des Triclopen nahmen einen eigentümlichen Glanz an. Eine seiner Brauen hob sich leicht.
Calypso schloss halb die Lider und schenkte ihm ein halb spöttisches, halb laszives Lächeln.
Die Augenbraue wanderte wieder nach unten, Coma runzelte die Stirn und wandte leicht den Kopf zur Seite, als würde er abschätzen, ob sie sich gerade einen frechen Scherz mit ihm erlaubte. Ein durchaus berechtigtes Misstrauen, man hatte ja wohl noch nie von einem Triclop und einem Wolpertinger gehört, die sich paarten.
Calypso grinste breit zu ihm hinüber.
"Ey, Calypso!", schnarrte Allandar Koriochi neben ihr. "Du bist dran! Mach schon!"
Äußerst widerwillig löste die Wolpertingern den Blick von Rongkong Coma, der sie immer noch mit zusammengekniffenen Augen musterte und putzte sich mit dem Handrücken ein bisschen Speichel aus dem Mundwinkel.
Fünf Minuten später saß Koriochi nur noch in Unterwäsche da und Tomchch der Rote hatte das Spiel gewonnen.
"Mir reichts.", sagte Calypso, stand auf, warf ihre Karten in die Mitte und streckte sich. "Macht ohne mich weiter."
Sie wartete die Antwort der anderen nicht ab, sondern ging hinüber in die nächste Höhle, in der sie die Lebensmittel verstaut hatten. Dort hatte sie gerade Rongkong Coma hineingehen sehen.
Sie durchquerte mit raschen Schritten die Grotte und trat durch die niedrige Öffnung in den angrenzenden Raum.
Es befanden sich außer ihr nur zwei Personen darin. Ein Wachtposten, der offenbar dafür sorgen sollte, dass ich niemand zu viel von den Vorräten nahm, und Rongkong Coma, der gerade den Weinbestand prüfte.
Calypso trat zu dem Haufen aus Fellen, der in einer Ecke aufgetürmt war und nahm sich ein Schafsfell, das noch relativ neu zu sein schien.
Sie hob es hoch und schnupperte daran. Es roch leicht nach Schweiß, ansonsten lediglich nach Schaf.
Die Wolpertingerin beschloss, es mitzunehmen und drehte sich um.
Rongkong Coma stand direkt vor ihr. Seine eine Hand schoss hoch, schloss sich wie ein Schraubstock um ihren Hals und hob sie hoch. Das Fell fiel ihr aus der Hand. Dann stieß Coma sie mit dem Rücken gegen die Felswand.
Calypso würgte und zerrte reflexartig an seinen Fingern, ohne sich jedoch tatsächlich befreien zu wollen, sie hob sich nur soweit empor, dass sie noch Luft bekam.
"Warum starrst du mich die ganze Zeit so an?", wollte Coma wissen.
"Diese ZÄHNE!", dachte Calypso. Dann stieß sie sich von der Wand ab, so dass ihre Füße gegen Rongkongs Brustpanzer prallten. Sie lief regelrecht an ihm empor und machte einen Überschlag, so dass er sie loslassen musste.
Dann sprang sie empor und machte einen Salto rückwärts über seinen Kopf hinweg.
Er fuhr zu ihr herum, gerade als sie ihre beiden Degen aus den Scheiden zog. Rongkong wollte sein Axtschwert ziehen, doch Calypso warf ihm einen der Degen zu, den er reflexartig auffing.

Sie standen sich gegenüber, ohne ein Wort zu sagen. Begreifen stand nun in Comas Blick geschrieben. Er grinste. "Du dreckiges Luder!"
Calypso lachte leise. Sie hob den Degen, wodurch die Klinge ihr Gesicht halbierte und hob kurz beide Augenbrauen.
"Ich hab´s lieber mit Vorspiel...", gab sie lächelnd zurück. Rongkong lachte dröhnend und holte aus.
Die Wolpertingerin parierte und Funken stoben, als die beiden Klingen zusammentrafen.
Die beiden Bücherjäger ließen sich nicht für eine Sekunde aus den Augen. Sie umschlichen sich langsam, die Klingen weiterhin gekreuzt.
"Wir gehören nicht mal der selben Gattung an.", sprach Rongkong  mit seinem knurrenden Bass. "Du bist ziemlich pervers, Wölfin..."
Calypso grinste und er grinste zurück. "Du gefällst mir."
Dann griff er an. Calypso wich einen Schritt zurück, während die Degen klirrend immer wieder zusammentrafen.
Dann blieben sie erneut für eine Sekunde stehen und blickten sich in die Augen. Die Wolpertingerin grinste breit und zwang sich, ruhig zu atmen.
Erneut ging Rongkong vor und sie wich zurück. Dann erhöhte sie die Wucht und das Tempo ihrer Schläge und zwang ihn ihrerseits zurück.
Der Posten, der am Eingang stand, kümmerte sich nicht um die beiden.
Mit einer schnellen Drehung schaffte Calypso es, Rongkongs Deckung zu durchbrechen und ihm an der Wange einen kleinen Schnitt zuzufügen. Er knurrte erbost und stieß zu. Die Degenspitze bohrte sich in Calypsos ungepanzerte Schulter, sodass sie unwillkürlich aufschrie.
Coma drückte seine Klinge noch ein Stück tiefer in ihr Fleisch, so dass die Wolpertingerin zurückgeschoben wurde, bis sie mit dem Rücken gegen die Wand stieß.
Dann zog er die Waffe zurück. Calypso wechselte den Degen in die andere Hand und schlug seine Klinge beiseite als er sie erneut hob.
In ihrer Schulter pochte der Schmerz. Die beiden Bücherjäger musterten sich abschätzend.

Dann trat Calypso einen Schritt nach vorne. Sie lächelte. "Nun komm schon. Lass uns anfangen. Ich weiß nicht, wie lange es her ist, seit mich das letzte Mal jemand so richtig durchgerammelt hat." Sie lachte.
Rongkong Coma grinste. "Dann wollen wir mal deine Zeitrechnung durcheinander bringen.", antwortete er. Die Wolpertingerin schenkte ihm ein verführerisches Lächeln, blickte ihn unter halb geschlossenen Augen mit leicht zur Seite geneigtem Kopf an und klimperte kokett mit den langen Wimpern. Dann trat sie noch einen Schritt nach vorne und hob langsam die Hand, so langsam, dass darin keine Bedrohung zu sehen war. Sie schloss die Finger um das Haarband, das ihm die langen Zotteln aus dem Gesicht hielt und zog es ihm nach hinten vom Kopf, so dass seine Haare frei herabhingen und die geschrumpften Totenköpfe klappernd zu Boden fielen.
Rongkong hob seine Waffe. Calypso riss reflexartig ihren Degen nach oben, doch Coma hebelte ihr die Klinge mir einem schnellen Schlag aus der Hand. Dann trat er den Degen fort und warf die seine Waffe hinterher. Er packte Calypso am Handgelenk und wirbelte sie herum, sodass sie mit dem Rücken an ihn gedrückt dastand.
Er förderte einen festen Strick zutage und band ihr damit die Hände an den Gelenken zusammen. "So.", sagte er zufrieden. "JETZT können wir anfangen."
Calypso grinste in sich hinein. Sie griff nach unten und löste die Verschnürung ihrer Lederhose, wodurch die schwarzbraune Haut nach unten rutschte und zu ihren Füßen liegen blieb, Sie trat zur Seite und schob ihre Hose zur Seite. Dann trat sie zu einem Eimer, in dem sich pulverisierte Trockenseife befand.
"Wir sollten uns säubern."
"Was?!" Rongkong spie ihr das Wort regelrecht ins Gesicht. Doch Calypso lächelte lediglich.
"Wenn ich krank werde, habe ich keinen Nutzen mehr für dich, weder im Kampf noch im Bett. Es wäre bei beidem ein erheblicher Verlust."
Der Bücherjäger dachte nach.

Bevor er eine Antwort gefunden hatte, trat Calypso an ihn heran und öffnete mit flinken Fingern seine Rüstung und seine Unterkleider. Das Glied, das sie kurz darauf in der Hand hatte, war wie alles andere an Rongkong Coma pechschwarz und groß.
"Mh.", machte die Wolpertingerin und zog beeindruckt die Augenbrauen hoch. Dann griff sie in den Eimer, nahm eine handvoll Seife heraus und verteilte sie gleichmässig in beiden Handflächen. Dann spuckte sie ein paar mal drauf, sodass sich die Seife mit ihrem Speichel zu Schaum verwandelte. Sie schloss bedächtig die Finger um Comas Geschlecht und ließ sie daran entlanggleiten.
Dem Triclop entfuhr ein kehliges Knurren. "...Ich muss schon sagen...", grollte er. "Du bist sehr überzeugend...."
Calypso blickte zu ihm auf und lächelte charmant. "...Natürlich.", gab sie zurück.
Mit den Handkanten streifte sie den Seifenschaum fort und schüttelte ihre Hände, sodass er auch von ihren Fingern verschwand.
Dann nahm sie noch einmal etwas aus dem Eimer, feuchtete es an und verstrich es mit langsamen Bewegungen, bis sie schließlich das Tempo hochnahm, was Rongkong zischen ließ wie eine Katze. Er starrte mit glimmenden Augen auf sie herab, die spitzen Zähne gebleckt.
Calypso erwiderte seinen Blick und grinste ihm zu. In diesem Moment hätte sie nirgendwo anders sein wollen.
Sie ließ die Hände sinken und erhob sich.
Coma packte mit einer Hand den Strick, der ihre Handgelenke umschlang und riss ihre Arme nach oben über ihren Kopf. Dann drängte er sie mit seinem massigen Körper gegen die Wand, sodass sein schwarzes Gesicht ganz dicht vor dem ihren war. Calypso kniff mit gerümpfter Schnauze die Augen zu und drehte den Kopf zur Seite, um seinen Atem nicht riechen zu müssen. Der Triclop zog mit der freien Hand einen Kurzschwert hervor, dessen Griff am Ende mit einem runden, blutroten Rubin verziert war. Das Kerzenlicht in der Grotte brach sich in den Facetten des Edelsteins und warf unzählige rote Lichtpunkte an die Wände.
Rongkong Coma hob den Stein an Calypsos Lippen, die die Schnauze öffnete, kurz darüberleckte und ihn dann mit Lippen und Zunge hinein zog.
Coma zog ihr den Rubin wieder aus dem Maul. Sie folgte dem Stein mit der Zungenspitze, als er hinausglitt.
Der Bücherjäger ließ die Hand sinken und schob den Waffengriff zwischen ihre Beine, woraufhin die Wolpertingerin eines davon ein Stück weiter weg stellte, um ihm leichteren Einlass zu gewähren. Der rote Stein verschwand unter ihrem langen Fell, wo er fast sofort auf das kleine, perlenförmige Zentrum der weiblichen Lust traf.
Calypso schnaufte. Mit weit offenen Augen starrte sie Rongkong an, bat ihn wortlos darum, weiter zu machen. In den drei Augen des Bücherjägers glitzerte boshaftes Vergnügen, als er das Ende seiner Waffe ein Stück weiter nach unten schob, wodurch es in einer unaufhaltsamen, langsamen Bewegung in sie glitt.
Ein scharfer, ziehender Schmerz durchzog Calypsos Unterleib, als sich Muskeln und Sehnen um den Fremdkörper herum dehnen mussten.
Sie sog zischend Luft zwischen den Zähnen ein und kniff die Augen zu schmalen Schlitzen zusammen. Keuchend und den Oberkörper leicht nach vorne gebeugt versuchte sie, sich zu entspannen, doch um sich entspannen zu können, hätte sie erst einen Moment der Ruhe gebraucht, den ihr Rongkong Coma natürlich nicht zu gönnen gewillt war. Statt die Waffe ruhig zu halten, rammte er sie mit einem Ruck noch tiefer hinein, dass die Wolpertingerin aufstöhnte vor Schmerz.

Der Triclop ließ ihre Hände los, ging auf ein Knie und beugte sich dann vor. Bevor Calypso wusste wie ihr geschah, begann er mit schnellen Zungenschlägen ihren Lustknoten zu bearbeiten.
Der Bücherjägerin entfuhr ein Japsen. Ihre Knie wurden weich.
Die nach wie vor gefesselten Hände an die Brust gedrückt hob sie ein Bein und legte es Rongkong über die eine Schulter.
Seine vorwitzige, nasse Zunge brachte es in wenigen Sekunden fertig, dass sie sich hinsetzen musste, weil ihr anderes Bein sie nicht mehr trug. Calypso ließ sich einfach auf den Haufen fallen, der direkt neben ihr an der Wand aufgestapelt war, was es war, war ihr in diesem Moment herzlich egal. Mit zwei Fingern zog Coma ihre Schamlippen auseinander und erkundete mit der Zunge um den Schwertgriff herum ihr Heiligstes, was ihr ein halblautes Ächzen entwischen ließ. Mit der anderen Hand umfasste er die Klinge seiner Waffe und zog sie ein Stück zurück. Es zwickte erneut unangenehm, schmerzte aber nicht mehr so wie zuvor und sowie er das Schwert wieder nach vorne schob, glitt der Griff mühelos hinein. Als Coma die Lippen um ihre Lustperle schloss und daran saugte, riss sie den Mund auf und schielte unter unter all der süßen Qual. Sie krümmte sich nach vorne, packte eine Handvoll seiner Haare und riss dann seinen Kopf ein Stück zurück.
"Ach du Scheiße, verfluchter Bastard, wie MACHST du das?!", keuchte sie. "Halt die Klappe und komm her!", knurrte Rongkong.
Er befreite seine Haare aus ihren Fingern, riss sie grob von ihrem Sitzplatz hoch, wobei das Kurzschwert klirrend zu Boden fiel und drehte sie um. Calypso ließ sich auf alle Viere sinken. Coma folgte ihrer Bewegung und schloss dabei die kräftigen schwarzen Finger um ihre Hüften.
Die Wolpertingerin stützte die Hände gegen die Wand um nicht umzufallen, spürte, wie Rongkong ihren buschigen Schweif zur Seite schob und im nächsten Augenblick drang er in sie ein.
Calypso stockte der Atem, dann stöhnte sie langgezogen und legte dabei unwillkürlich den Kopf in den Nacken. Ihre Ohren waren angelegt und ihr eines Bein zuckte unkontrolliert.
Bebend gelang es ihr, sich an Comas groben Rhythmus anzupassen. Sie keuchte und fiepte und wimmerte unterdrückt vor Erregung, während er sich hart und schnell in ihr bewegte und sie ihn genau dort spüren ließ, wo es ihr die meiste Freude bereitete.
"Oh ihr Götter, RONGKONG!", stöhnte sie laut und hörte ihn knurrend lachen. Das es so gut werden würde, hätte Calypso nicht gedacht.

Ihre Arme knickten ein und sie rutschte an der kalten Wand entlang nach unten, bis sie über der Holzkiste hing, auf der sie zuvor gesessen hatte.
Sich in dieser Stellung zu halten, tat jedoch weh, also rutschte sie noch ein Stück weiter nach unten, bis sie schließlich mit der Wange an der Seite der Kiste lehnte, die gefesselten Hände in das Holz gekrallt. Sie zitterte innerlich wie unter Hochspannung. Dann veränderte Rongkong hinter ihr leicht die Position und sie schrie laut auf.
"AAH! Da!", stöhnte sie. "Gott, JA! ...Genau da..." Aus ihrem halb geöffneten Mund drang atemloses Keuchen im Rhythmus von Comas Stößen, unterlegt von hellem Winseln. Lautloses Luftholen war der Bücherjägerin mittlerweile unmöglich, sie fiepte bei jedem Atemzug wie eine läufige Hündin. Rongkong beugte sich über sie; ein stechender Schmerz in ihrem Nacken.
Er biss sie! Die Wolpertingerin quietschte auf.
Dann ließ er wieder los, spuckte ein Büschel Haare aus und knurrte schnaubend: "Wer ist hier der Boss?!"
"Du!", stöhnte Calypso.
"Ganz genau!", grollte er und stieß mit einem zufriedenen Grunzen so heftig zu, dass die Wolpertingerin mit dem Kopf gegen die Holzkiste krachte. Kurz blitzte es vor ihren Augen, doch dann verging der Moment, und sie kostete wieder die prickelnde Lust ihrer Vereinigung aus. Sie hatte überhaupt kein Ohr mehr dafür, was für Geräusche sie von sich gab. Hätte Rongkong sie nicht festgehalten, sie wäre in sich zusammengesackt, sie hatte keinerlei Kraft mehr um sich aufrecht zu halten, alles was sie tun konnte, war hilflos in seinen Armen zu hängen und zu fühlen.

Sowohl das Wissen, dass jedem der anwesenden Bücherjäger in der anderen Höhle spätestens jetzt klar sein musste, was sie hier taten, als auch die Geräusche, die Rongkong mittlerweile von sich gab, taten das ihre, um ihre Erregung zu verstärken.
Seine ohnehin schon tiefe Stimme wurde noch tiefer, wenn er stöhnte.
Calypso hätte nie gedacht, dass DAS einmal ihre Meinung sein würde, doch es klang einfach nur sexy. Ihre eigene Stimme hatte sich in der Zwischenzeit zu neuen Höhen aufgeschwungen, getragen von der stetig wachsenden Lust stieß sie abwechselnd atemloses Stöhnen und halblaute Schreie aus.
"Oh Gott, hör nicht auf!!", ächzte sie. "Hör bitte nicht auf!" Coma lachte knurrig und schnaufend. "Hab ich nicht vor!"
"Dann ist ja gu- Uaah!!" Calypso stöhnte, riss den Kopf hoch und die Schnauze auf, als wolle sie schreien, doch sie rang lediglich wie eine Ertrinkende nach Luft und japste atemlos fiepsend weiter. Dann schloss sie die Augen und ließ zitternd den Kopf wieder hängen.
Sie hatte sich Rongkong Coma aus freien Stücken gegeben, er hatte sie sich genommen und es war genau so, wie sie es sich vorgestellt hatte; dreckig, brutal und gnadenlos. In einem Wort: Perfekt.
Calypso hörte ihr Herz in den Ohren hämmern, spürte in jedem Zentimeter ihres Körpers das Blut strömen. Ihr Mund war staubtrocken.
Sie konnte nicht mehr denken, alle ihre Sinne waren auf das Kommende fixiert, das sich mit großen Schritten näherte. Sie holte tief Luft- und dann brach er auch schon über sie herein. Der sprichwörtliche Höhepunkt des ganzen Spaßes.
Die Wolpertingerin wurde regelrecht überrollt von der explosiven Entladung der Gefühle, die sich in ihr aufgestaut hatten. Sie zuckte unkontrolliert und bei jedem Zucken krümmte sie sich ein Stück weiter zusammen. Ihr eines Bein kickte spasmisch, wodurch ihre Fußnägel über den Steinboden kratzten. Jeder Muskel in ihrem Körper spannte sich im Sekundentakt an, immer wieder- bis sie sich nach einer Weile schließlich erschöpft entspannte.
Ihre Zunge hing ihr aus dem Rachen und ihre Augen waren halb geschlossen und blicken ins Nichts. Noch immer zog sich ihr Unterleib in rhythmischen Abständen um Coma herum leicht zusammen, doch es kam immer seltener. Es war wie das Nachbeben eines Erdbebens.
In dieser Stellung verharrte sie für einige Sekunden, bis ihr endlich auffiel, dass sich Rongkong auch nicht mehr bewegte. Sie spürte nur noch seine Hände an ihren Seiten, die aber längst nicht mehr so fest zupackten wie noch zuvor, und sie vernahm sein erschöpftes Keuchen. Sie musste grinsen. Dann ließ sie sich zur Seite fallen, wobei Coma sie losließ und legte sich auf den Rücken.
Rongkong ließ sich neben sie sinken. Er lachte leise und schwer atmend. Calypso holte aus und verpasste ihm eine Ohrfeige. Dann fing auch sie an zu lachen, während er sich grinsend die schmerzende Wange rieb.
Die Wolpertingerin hob sich in eine sitzende Position. Neben ihr schloss der Bücherjäger seine Rüstung. Calypso erhob sich, zog ihre Hose wieder an und verließ die Höhle, ohne sich noch einmal umzusehen. Sie war zutiefst zufrieden mit sich und der Welt, und die Blicke der anderen, die sie wie Pfeile durchbohrten, als sie die große Höhle betrat, ließen sie nur breit grinsen. Das Ganze konnte gerne noch einmal wiederholt werden. Oder öfter.


Es wiederholte sich schneller, als Calypso vermutet hatte. Bereits drei Tage später rasteten sie das nächste Mal.
Die Grotte, in der sie hielten, bestand aus vielen kleinen Winkeln und winzigen Nebenhöhlen, von denen sich jeder Bücherjäger sofort eine sicherte. Es tat gut, die Anderen mal nicht sehen und auch nicht mehr so direkt riechen zu müssen.
Die Mitte der Grotte nahm außerdem ein gewaltiger, glasklarer See ein. Niemand badete darin, denn man konnte Fische mit sehr langen Zähnen und durchsichtigen Körpern darin ausmachen, aber man hatte zumindest genug Wasser, um sich und seine Kleidung gründlich zu waschen. Eine Möglichkeit, die allerdings nur Calypso richtig ausnutzte. Sie genoss es, endlich nicht mehr so zu stinken wie in der letzten Zeit, sondern wieder sauber und frisch gewaschen zu sein.

In dem Gewimmel, das entstanden war, als jeder seine Sachen in den kleinen Nebenhöhlen verstaut hatte, hatte sie versucht, einen Blick von Rongkong zu erhaschen, doch zu ihrer Frustration schien er sie zu ignorieren. Und sie merkte, dass er WUSSTE, das sie ihn beobachtete, es sprach aus jeder einzelnen seiner Bewegungen.
"Na warte.", dachte Calypso grimmig. "Ich werde mir deine Aufmerksamkeit schon holen, wenn du sie mir nicht freiwillig schenkst. Darin liegt schließlich meine einzige Vorrechtstellung unter den Bücherjägern!"
Sie räumte ihre eigene Höhle ein, setzte sich auf die Schafsdecke, die sie sich vor ein paar Tagen besorgt hatte, aß ein bisschen Trockenobst aus der Dose, das sie einem anderen Bücherjäger gemopst hatte und wartete. Nach zwei Stunden ertönte ringsum lautes Schnarchen. Die Posten, die ringsum postiert waren, schliefen natürlich nicht, doch die Gefahr, dass sie sich in aller Ruhe der unliebsamen Kollegen entledigten, bestand nicht, denn es waren allesamt "Vertraute" von Rongkong Coma.

Calypso erhob sich, und schlich hinüber zu der Stelle, an der Coma seine Ruhestätte eingerichtet hatte. Auf dem Weg dorthin kam sie an dem Kerl vorbei, dem sie das Obst gestohlen hatte, ein Halbork mit dem Namen Sodo Mio. Er war als einer der Wenigen noch wach und starrte sie feindselig an, als sie vorbei kam.
"Schlampe!", zischte er ihr hinterher. Calypso blieb stehen, drehte sich zu ihm um und lächelte zuckersüß.
"Nur kein Neid."
Mit diesen Worten tauchte sie unter ein paar Stalagtiten hindurch und schlüpfte in Rongkong Comas Höhle.
Es war dunkel darin, doch sie konnte zumindest schemenhaft erkennen, was sich darin befand. Diverse Gepäckstücke, Felle, ein großes Trinkgefäß mit einer dunklen Flüssigkeit darin, vermutlich Wein. Der Bücherjäger selbst lag auf dem Rücken, einen florinthischen Glasdolch, mit einer Hand fest umklammert, auf der Brust. Calypso musste grinsen. Fehlte nur noch eine Peitsche mit neun Schnüren.

Rongkong schnarchte nicht.
Und als sie einen Schritt näher trat, öffnete er seine drei Augen und sah ihr gelassen entgegen.
Es war erstaunlich, wie selbstbewusst er war. Immerhin hätte sie aus dem Stand über ihn herfallen können. Dennoch blieb er ganz ruhig.
"Na? Wieder da?", fragte er.
"Ja."
Calypso war sich nicht ganz sicher, was genau sie tun wollte. Eigentlich hatte sie von vornherein keinen Plan gehabt. Einfach mal rüber gehen, der Rest würde sich dann schon ergeben.
Sie setzte sich.
Coma räusperte sich. "Ich hoffe, du erwartest jetzt nicht irgendwelche sportlichen Höchstleistungen von mir. Ich bin weit marschiert und genau so erschöpft wie meine Männer."
Die Wolpertingerin lächelte. "Oh, wie wäre es dann, wenn du ganz ruhig liegen bleibst und den Rest mir überlässt?"
Er machte eine einladende Handbewegung. "Da sag´ich nicht nein."
Calypso kicherte. Dann stand sie auf, knotete ihre Hose auf und zog sie aus. Diesmal legte sie auch die Weste ab und ließ sie daneben fallen. Sie kniete sich wieder hin und knotete die Lederbänder auf, die die Teile von Rongkongs Rüstung in den unteren Bereichen zusammenhielten. Das Metall war so kühl, dass sie es sogar durch das Fell an ihren Händen hindurch spüren konnte. Sie klappte zwei Teile zur Seite, die wie Flügeltüren aufgingen und über den Oberschenkeln platziert gewesen waren. Darunter kam die lederne Unterkleidung zum Vorschein.
Sie öffnete auch sie, in Vorfreude auf das, was sie darunter erwartete.

Er ruhte, leicht zur Seite geneigt, auf einem Bett aus krausen, aschblonden Locken. Die Adern unter der schwarzen Haut waren im Zwielicht kaum auszumachen, der Kopf lag geradezu friedlich zwischen den muskulösen Beinen des Untermieters. Es schien Calypso, je länger sie ihn betrachtete, als luge er mit einem Auge neckisch zu ihr empor, so als wollte er sagen: "Küss mich, ich bin ein verzauberter Frosch!"

Die Wolpertingerin schloss an dieser Stelle ihren Gedankengang ab und prustete los, was ihr einen irritierten Blick von Rongkong eintrug. "Entschuldigung!", kicherte sie und brachte sich mühsam wieder unter Kontrolle. Sie räusperte sich und wurde wieder ernst.
"Wo war ich stehen geblieben? ...Ah ja."
Sie setzte sich rittlings auf Rongkongs Beine und wollte sich gerade wieder seinem besten Stück zuwenden, als ihr plötzlich eine blitzende Klinge in die Parade und an die Kehle fuhr. Calypso zuckte reflexartig zurück und blinzelte Coma überrascht an.
Er hielt den Griff der Waffe an der Brust, den Arm angewinkelt, so dass er bloß zustoßen müsste, um die Schneide in den Hals der Wolpertingerin zu treiben.
"Keine Sperenzchen, Fiffi!", warnte er sie. "Ich bin vielleicht müde, aber nicht gelähmt!"
Auf Calypsos Gesicht breitete sich ein Grinsen aus. Oh, wie sie es liebte, wenn er so rüde mit ihr umsprang. Sie nahm die Klinge in näheren Augenschein. Getrocknetes Blut zog ein braunes Netzwerk darüber, der Stahl leuchtete weißlich-silbern darunter hervor.
Wer da wohl hatte sein Leben lassen müssen?
Einer plötzlichen Regung folgend beugte die Bücherjägerin sich vor und fuhr mit der Zungenspitze über die obere Kante der Schneide, gerade so leicht, dass sie sich nicht schnitt. Sie tastete sich weiter vor, über die Kruste aus Blut, bis ihr die Klinge zu schmerzhaft gegen den Hals drückte und sie sich wieder aufrichtete.

Die Wolpertingerin musterte Rongkong. Sie fand immer noch, dass er nach den Maßstäben ihrer Rasse nicht sonderlich attraktiv war, doch ihr fiel auf, dass es optische Dinge gab, sie sie mittlerweile an ihm anziehend fand. So zum Beispiel seine drei Augen. Es war erschreckend, wenn man sich auf die beiden unteren konzentrierte, und das dritte plötzlich ebenfalls blinzelte, oder einen direkt ansah. Betrachtete man die Augen aber allein, dann hatten sie in ihrer "Dreieinigkeit" etwas Faszinierendes. Sie waren von einem ebenso kupferfarbenen Braun wie das getrocknete Blut, mit winzigen moosgrünen Sprenkeln darin.
Die schlecht rasierten Stoppeln seines Bartes reizten sie, darüber zu streichen, also tat sie es. Mit dem Zeigefinger fuhr sie die Konturen seines schwarzen Gesichtes nach, spürte, wie die Haarenden durch das Fell an ihrer Hand fuhren und es regelrecht kämmten. Ihr Finger kam an einem der Totenschädel an, die er auf eine lange Strähne seines Backenbartes geschoben hatte, sie beugte sich vor und umschloss den glatten, runden Kopf mit den Lippen, bevor sie ihn vorsichtig abzog.
Rongkong lachte leise auf und Calypso hatte plötzlich seinen Mundgeruch in der Nase, eine Mischung aus alten Socken und ungewaschenen Füßen darin, mit einem Hauch Tabak.
"Hhhngrrfh!", schnaufte sie und spuckte den Schädel aus. "Atme nicht in meine Richtung, bitte!"
"Whhhieshhho nhhhichhthhh?", fragte er und grinste. Calypso musste trotz allem lachen. "Boah! Gnade"!
"Kenne ich nicht!", gab er zurück.
"So ists recht!" Die Wolpertingerin kicherte. Dann wandte sie den Blick wieder nach weiter unten und hob die Hand. Mit einem Fingernagel fuhr sie über Comas Geschlecht, vom Ansatz zur Spitze hin und hörte, wie sich sein Atem leicht beschleunigte. Lächelnd beobachtete sie das Objekt ihrer Begierde, das sich nun, einer Kobra nicht unähnlich, aufrichtete und sie zu fixieren schien.  
Sie rutschte ein Stück nach hinten, beugte sich herunter und wollte gerade das Maul öffnen, als sie mit "sanfter Gewalt" an der Gurgel gepackt und zurück nach oben gedrückt wurde.
"Das lassen wir lieber.", meinte Rongkong mit einem schiefen Lächeln. "Dazu sind mir deine Zähne eindeutig zu scharf. Es gibt Grenzen, was ein Mann bereit ist, für Sex zu riskieren."
Calypso kicherte leise und befreite ihren Hals aus seiner Hand. "Oh, das ist verständlich. Aber mal ehrlich, ich könnte dich in einem fairen Kampf töten, ohne dich erst in eine ungeschützte Position wie neulich zu bringen. Dazu wäre Sex nicht nötig."

Mit einem bedrohlichen Knurren schoss Rongkong nach oben, und plötzlich hatte Calypso wieder die Spitze seiner Waffe an der Kehle, nur bohrte sie sich diesmal schmerzhaft tief in ihr Fleisch. Sie japste und hob so weit wie möglich den Kopf. "Aua?", sagte sie in leicht vorwurfsvollem Ton und blinzelte Coma an.
"Willst du mich etwa herausfordern? FIFFI?!"
"Kommt darauf an... Wenn du mich umbringst, kannst du mich nicht mehr vögeln!"
"...Könnte ich schon."
Calypso war baff. "..Iiih!!", entfuhr es ihr. Rongkong begann heiser zu lachen.
"Rasierte Berghutzen! Selbst ich habe ein gewisses Niveau! Das war ein Scherz, verflucht nochmal!!"
Calypso seufzte erleichtert. "Meine Güte, Rongkong! Ich glaube, mein Körper hat noch nie so schnell von geil auf geschockt gewechselt! Was machst du mit mir?!"
"Zurück zum Thema!", kläffte der Triclop sie an. "War das eine Herausforderung?!"
Calypso wischte sich Spucketröpfchen von der Nase und musterte ihre Hand.
"...Äääh...", machte sie angeekelt. "Nein, war es nicht. Im Moment habe ich Besseres vor, als mit dir zu kämpfen. ...Obwohl..." Sie grinste. "Wie wäre es mit einem kleinen Ringkampf als Vorspiel?"
Im nächsten Augenblick wurde sie umgerissen und landete unsanft auf dem Rücken, Rongkong über sich.
"Nichts dagegen!!", zischte er mit gefletschten Zähnen.
"Huh, bist du aber empfindlich!", stichelte Calypso kichernd. "Hast du deine Tage, Sonnenschein?"
Sie lenkte einen Fausthieb ab, der auf ihre Nase zielte und es entstand ein kleines Handgemenge.
"Ich...dachte...du wärst...müde?", brachte die Wolpertingerin heraus, während sie seine Attacken abwehrte. Im nächsten Moment erwischte Rongkong ihre Arme und nagelte sie mit seinem vollen Körpergewicht auf den Boden.
"Bin ich auch!", knurrte er schnaufend. "Aber um dir den Hintern zu versohlen reicht meine Kraft noch allemal!"

Calypso kicherte, dann schleckte sie ihm quer über das schwarze Gesicht. Seine Bartstoppeln schabten wie Schmirgelpapier über ihre Zunge.
Es war fies, aber es half.
Rongkong prallte zurück, setzte sich auf den Hintern und putzte sich angewidert den nassen Wolpertinger-Sabber von Nase und Wangen. Calypso konnte sich aufsetzen, sah seinen Gesichtsausdruck und fing schallend an zu lachen. Er erwiderte ihren Blick finster.
"Ich sollte dich köpfen und dir die Eingeweide in den Hals stopfen für diese Unverschämtheit!", grummelte er. Die Wolpertingerin flatterte kokett mit den Wimpern und brachte nach und nach ihr Kichern unter Kontrolle. "...Du kannst mich mit etwas anderem stopfen, Schatz." Sie ging auf Hände und Knie und kam auf ihn zugekrabbelt.
Coma musterte sie grimmig und ergriff wieder den florinthischen Glasdolch.
"Bist du aber misstrauisch.", meinte Calypso mit gespielt beleidigter Stimme. "Dabei bin ich doch so ein braves Mädchen."
Der Triclop begann bellend zu lachen. "Ha! Du und brav! Du kannst vielleicht gut ficken, aber ich traue dir nicht SO weit!" Rongkong hielt Zeigefinger und Daumen der erhobenen zweiten Hand dicht aneinander.
"Darin liegt ja der Spaß.", erwiderte Calypso schnurrend, lehnte sich zurück, stützte sich auf ihre Arme und schlang die Beine um seine Mitte. Allsdann zog sie sich mit einer geschmeidigen Bewegung auf seinen Schoß. Sie grinsten sich an.
Rongkong schob die Hände unter ihren Po und hob sie hoch. Durch ihr Körpergewicht rutschte sie nach vorne und gegen ihn. Etwas hartes, längliches drückte sich in ihren Bauch. Sie wusste auch ohne hinzusehen, was es war und spürte, wie ihr die Hitze ins Gesicht stieg vor Aufregung. Ihr Herzschlag beschleunigte sich leicht. Für einen unendlichen, kurzen Augenblick blickten sie sich in die Augen. Was immer es war, was sie im Blick des anderen suchten, sie fanden es. Denn in der nächsten Sekunde fielen sie übereinander her.
Calypso vergrub die Hände in Rongkongs Löwenmähne, seine Finger wühlten sich in ihr langes dreifarbiges Fell, strichen es zur Seite und schafften Platz, bis sich endlich die suchende, feuchte Hitze seines Mundes um ihre Brustwarze schloss. Ein kleines Feuerwerk explodierte in ihren Lenden und sie schrie auf vor ungeahntem Entzücken. Mit Zähnen und Zunge malträtierte er gnadenlos die empfindliche Stelle, was Calypso dazu veranlasste, ihm schamlos stöhnend jedes erreichbare Stück Haut blutig zu kratzen.
Als sie sich gerade mit allen zehn Fingernägeln in seinen Nacken krallte, stemmte er sie erneut mit einem Arm hoch, positionierte sich unter ihr und ließ sie wieder herab.
Calypso holte zischend Luft, als sie den ersten Kontakt spürte, dann glitt er langsam in sie,  bis es beinahe schmerzte. Calypso biss die Zähne zusammen. "...Rongkong...", brachte sie heraus.
Mit dem Schmerz wurde sie fertig, aber wenn er jetzt aufhörte, würde sie ihn umbringen.
Er packte ihre Hüften, und mit einem Ruck stieß er zur Gänze in sie hinein. Der plötzliche Anstieg der Schmerzen ließ die Wolpertingerin japsen, sie klammerte sich an seinen Oberarmen fest und kämpfte darum, nicht zu winseln. Dann verging das Ziehen und Brennen allmählich und machte Platz für erstes zartes Kribbeln der Erregung. Calypso traute sich, wieder tiefer und ruhiger zu atmen und entspannte sich langsam. Sie war erleichtert, dass Rongkong ihr den Moment der Ruhe gönnte.
Ihr wurde plötzlich bewusst, in welcher Situation sie sich befand. Sie war sich natürlich auch zuvor im Klaren gewesen, was sie tat, aber in dieser Sekunde wurde ihr es RICHTIG bewusst.
Sie saß auf Rongkong Comas Schoß. Er war in ihr. Sie standen im Begriff, miteinander zu schlafen. Oder, um es passender auszudrücken: es hemmungslos und versaut miteinander zu treiben.
Sein intensiver, starrer Blick ließ sie in Flammen aufgehen.

Jeder einzelne dieser Gedanken ließ ihr Herz schneller schlagen und die Röte ins Gesicht steigen.
"Ja", dachte sie. "Ja, Scheiße nochmal, JA! Das ist perfekt! Das ist besser als perfekt! JA!"
Sie lächelte. Ihre Ohren legten sich nach hinten und sie leckte sich kurz über die spitze Schnauze.
Rongkong bewegte sich unter ihr und damit auch in ihr.
Calypso japste auf. "Nimm mich! Jetzt!", befahl sie keuchend. "Bitte!"
Der Bücherjäger legte die Hände auf ihren Rücken. Sie lehnte sich hinein und spürte, wie er sie auf den Boden hinab ließ. Ihr Po rutschte von seinen angewinkelten Beinen, als er sich auf Knien aufrichtete und über sie beugte. Der dunkle, verruchte Ausdruck in seinen Augen hielt ihren Blick gefangen.
Sie wollte diesen Mann überall auf ihrem Körper spüren. Er sollte, wenn auch nur für kurze Zeit, die Welt sein, die sie umgab. Sie legte eine Hand auf seine Wange, ließ sie über die Stoppeln seines provisorisch rasierten Bartes und dann weiter gleiten bis zwischen seine Haare, die sie so an die Mähne eines Löwen erinnerte.
"...Komm.", sagte sie mit leiser, rauer, beinahe schon zärtlicher Stimme. "Komm zu mir."
Und er kam zu ihr.

Alle ihre Sinne standen unter Hochspannung. Ihre Witterung übermittelte ihr jeden einzelnen Geruch in 20 Metern Umgebung, sie roch würzig-säuerlichen Schweiß, den herben, appetitanregenden Geruch von gebratenem Fleisch, die schwere Süße von Trockenobst, den staubige Muff von Fellen und noch vieles mehr.
Mit den Knien an seine Hüften gedrückt und die Hände auf seinem Rücken lag Calypso unter Rongkong und starrte ihn an. Ihr Herz schlug so hart, dass es wehtat.
Rongkong erwiderte ihren Blick, die drei dunklen Augen ganz schmal vor Lust, während er sich beinahe unmerklich aus ihr zurückzog, um sich dann mit einem harten Stoß wieder tief in ihr zu versenken. Immer wieder. Jeder dieser groben Stöße schob sie ein Stückchen über den Felsboden.
Das Ganze lief für Rongkongs Verhältnisse ungewöhnlich sanft ab. Erregung sammelte sich in Calypsos Leib wie Ahornsirup auf dem Grund einer Kristallvase. Langsam, zähflüssig und unaufhaltsam steigerte sich die süße Qual, bis der Kelch der Lust nach endlosen herrlichen Minuten schließlich überlief.
Dieses Mal war es ein ruhiger Höhepunkt, keiner von der Sorte, bei der die Wolpertingerin meinte, sich die Lunge aus dem Leib schreien zu müssen. Ihr entfuhr lediglich ein leises, zitterndes Seufzen. Und dann war der große Moment auch schon wieder vorbei, kaum, dass er gekommen war. Comas Hände, die sich in das Fell an ihren Hüften krallten, packten für einen Moment noch fester zu und er knurrte langgezogen und dunkel. Wärme breitete sich in einem heißen Schwall in Calypsos Unterleib aus. Für einen Moment verharrte Rongkong völlig regungslos über ihr, dann fiel er mit einem erschöpften Keuchen auf Hände und Knie und rang hörbar nach Atem.

Das ungleiche Paar gönnte sich einen Augenblick der Ruhe.
Die Schöpfung um sie her schien anderweitig beschäftigt zu sein, nichts von der Außenwelt drang so weit bis zu ihnen vor dass sie es registriert hätten. Calypso schloss die Augen. Sie spürte ihr Herz rasen, hörte ihren eigenen schnellen Atem und das Schnaufen von Rongkong. Sie machte die Augen langsam wieder auf und sah, dass der dreiäugige Bücherjäger sie beobachtete.
"Was?", fragte sie leise. Er verzog die Lippen zu einem seltenen Lächeln.
"Wie du daliegst, niedergestreckt von meiner Manneskraft. Du-"
Weiter kam er nicht.
Calypso prustete derart erheitert los, dass sie ihn mit einem feinen Sprühnebel aus Spucketröpfchen überzog. Sie drückte sich beide Hände auf die Schnauze, um ihr Gelächter zu ersticken.
Rongkong funkelte sie böse an und in seinem Blick loderten sämtliche Qualen des Höllenfeuers. "Was ist?", zischte er sie giftig an. "Hörst du auf zu lachen!!"
"Entschuldige, aber-", brachte die Wolpertingerin heraus und rang nach Luft, um dann zu deklamieren:
" '...niedergestreckt von meiner Manneskraft.' " Sie brach ab und prustete erneut los. "Tut mir leid, aber das klang einfach zu drollig!"
"Ach ja?!"
"Ja!"
"So! Nun, das hier wird alles andere als drollig!", versprach er ihr drohend. Als sie den Blick hob um ihn anzusehen, drückte er sie zu Boden. Und dann vergewaltigte er sie.
Sie liebte ihn dafür.

Ihre Schreie, in denen sich Schmerzen und Lust mischten, hallten durch die die ganze Grotte. Rongkong trieb sie mit gnadenloser Härte von einem Höhepunkt zum Nächsten, zog alle Register seines Könnens. Es dauerte nicht lange, da war auch der erschöpfteste Jäger hellwach und bereute es, in sein Gepäck keine Ohrstöpsel eingeplant zu haben. Calypso jaulte so laut, dass es von den Wänden der großen Höhle wiederhallte, bis sie schließlich nach fast zwei Stunden in einem Orgasmus von bisher ungekannter Gewalt zu vergehen glaubte.


Sie lag japsend in Rongkongs Armen und Schweiß tropfte von seinem schwarzen Gesicht in ihr Fell. Ihre Muskeln brannten wie Feuer, genau wie ihr Unterleib.
"...Da errötete der kleine Prinz...holte frisches Wasser..und goss die Blume...", war das Erste, was sie herausbrachte, als sie wieder Luft bekam.
"Yens Eepoxi-Nada Urtinte!", gab Rongkong keuchend zurück und grinste.
"Genau!", schnaufte Calypso und hob mühsam den Arm, um sich den brennenden Schweiß aus dem rechten Auge zu reiben. "Oh mein Gott, ich kann mich kaum noch bewegen...du Arsch..."
Sie stieß ein beinahe wohlig klingendes Knurren aus, schob ihre Schnauze unter sein Kinn und verpasste ihm damit einen fast zärtlichen Kinnhaken, indem sie den Kopf hochriss.
Rongkong packte ihr Maul mit einer Hand und drückte ihren Kopf zur Seite. Sie befreite sich und nahm sein Gesicht in beide Hände, woraufhin er sich befreite. Dieses Spielchen trieben sie so lange, bis sie sich gegenseitig beinahe umarmten, halb, als würden sie miteinander ringen.
Im nächsten Augenblick begriffen sie, jeder für sich, dass sie gerade die Grenze überschritten hatten zwischen Sex-ohne-Verpflichtungen und...
Etwas anderem.

Rongkong gefror in der Bewegung und starrte Caylpso so entsetzt an, als wäre ihr ein Rüssel gewachsen.
Die Wolpertingerin glotzte genauso fassungslos zurück und ließ ihn dann abrupt los, als hätte sie sich an seiner schwarzen Haut verbrannt.
"Geh jetzt.", brachte der Bücherjäger erstickt hervor und entfernte sich mit einer zügigen Bewegung rückwärts von ihr. Calypso stockte kurz der Atem, als er aus ihr glitt, doch dann nickte sie. "Ja."
Sie erhob sich, streifte sich so schnell sie konnte ihre Kleidung über und floh.
Sie huschte lautlos in ihre eigene Höhle, warf sich auf ihr Lager, wickelte sich fest in eine Felldecke und kniff die Augen zu. Tränen brannten darin, für die sie keine Erklärung finden konnte.
Sie verstand auch nicht, was eigentlich gerade geschehen war.
Ihre Brust war so eng, dass sie kaum Luft holen konnte und ihr Magen verknotete sich unangenehm. Ihr Herz klopfte heftig und der Unterleib brannte ihr noch immer.
Nun liefen ihr die Tränen in das Fell auf ihren Wangen. Sie drückte das Gesicht in die weiche Schafswolle unter sich und weinte tonlos, so heftig, dass es sie schüttelte, ohne eigentlich zu wissen, weshalb.
Sie hatte keine Ahnung, dass ein paar Meter entfernt Rongkong Coma mit ähnlich merkwürdigen Emotionen zu kämpfen hatte (auch wenn er natürlich nicht weinte) und ebenso wie sie eine schlaflose Nacht verbrachte.
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