Bromance OS-Sammlung

GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
12.05.2013
29.06.2013
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Louis´ POV:

„Louis?“ hörte ich meinen Namen, doch ich drehte mich einfach auf die andere Seite.
„Boo Bear“ hörte ich wieder jemanden leise flüstern.
„Mhm“ murmelte ich im Halbschlaf und tastete nach dem Lichtschalter.
Als ich ihn endlich gefunden hatte, sah ich in Harry´s grinsendes Gesicht.
„Es ist mitten in der Nacht“ knurrte ich und setzte mich umständlich auf.
„Ich weiß und sorry dass ich dich aufgeweckt habe, aber ich kann nicht schlafen“ sagte Harry und sah mich mit treuem Dackelblick an.
„Ach Harry“ sagte ich und klopfte neben mich auf´s Bett.
Seit Harry´s Freundin Schluss gemacht hatte, kam er fast jede Nacht zu mir.
Dankbar sah er mich an und kuschelte sich an mich.
„Du bist der beste Freund den man sich vorstellen kann“ sagte er und lehnte seinen Kopf an meine Schulter.
Lächelnd sah ich ihn an.
Normalerweise freute man sich über so ein Kompliment, aber nicht, wenn man für diejenige Person mehr empfindet als nur Freundschaft.
Das hört sich jetzt vielleicht bescheuert an, aber Harry ist weitaus mehr als mein bester Freund. Er ist derjenige, der mich immer zum Lachen bringt, derjenige, der immer für mich da ist und die Person, die mein Herz gestohlen hat.
„Alles OK?“ riss mich der Lockenkopf auf meinen Gedanken und sah mich an.
„Alles bestens“ antwortete ich und wuschelte durch seine Locken.
Eine Zeitlang saßen wir schweigend nebeneinander. Wie schon tausendmal überlegte ich, warum ich mich in Harry verliebt hatte. Manchmal vermisste ich die Zeit, in der wir einfach herumgealbert hatten und dabei nicht dieses Gefühl in meinem Magen war.
„Was  hältst du von einem Nachtspaziergang?“ fragte Harry und sprang auf.
„Harry, es regnet in Strömen“ grinste ich ihn an und schüttelte den Kopf.
„Na und. Jetzt komm schon“ drängelte er und lief in sein Zimmer.
Seufzend sah ich ihm hinterher.
Nach einem Blick auf die Uhr stellte ich fest, dass es halb vier war.
Egal, jetzt würde ich sowieso nicht mehr schlafen können. Da schadete frische Luft auch nicht.
Als ich in meine Jogginghose geschlüpft war, lief ich leise nach unten, wo Harry schon wartete.
Als wir vor der Haustür standen, sahen wir uns etwas ratlos an.
„Gehen wir in den Hyde Park“ schlug ich vor und ging los.
Als wir etwa 50m hinter uns gelassen hatten, nahm Harry meine Hand und sah mich an.
Ohne dass ich es wollte, machten sich in meinem Bauch Millionen Schmetterlinge breit.
Alles in mir kribbelte und es fühlte sich unbeschreibar an. Doch in solchen Momenten wurde mir wieder klar, dass Harry nie das empfinden würde, was ich für ihn empfand.
„Lou, was ist los? In letzte Zeit bist du immer so komisch“ sagte Harry und blieb stehen.
„Was soll sein?“ fragte ich scheinheilig und zog mir die Kapuze über den Kopf.
„Mir kommt es so vor, als würdest du mir aus dem Weg gehen“ sagte Harry und sah mich forschend an.
„Harry das ist Quatsch und das weißt du“ murmelte ich. Ich konnte ihm ja schlecht sagen, was wirklich los ist. Was würde er von mir denken, wenn ich ihm meine Liebe gestand?
„Ich glaube wir sollten zurück gehen“ sagte ich und zog mir den Reißverschluss bis oben zu.
„Ich muss mit dir reden“ sagte Harry und hielt mich am Arm fest.
Schwer schluckend sah ich ihn an. Was würde jetzt wohl kommen?


Harry´s POV:

Obwohl ich nicht viel sah, merkte ich natürlich, dass Louis plötzlich ziemlich angespannt war.
„Louis, seit einiger Zeit benimmst du dich mir gegenüber total anders. Was ist denn los? Bitte rede mit mir, ich will meinen Boo Bear zurück“ sagte ich und nahm Louis Hand.
„Du hast ja keine Ahnung“ rief Louis, riss sich los und ging weiter.
Verwirrt sah ich ihm hinterher.
Seufzend lief ich hinter ihm her und hielt ihn an den Schultern fest, sodass er stehen bleiben musste.
"Jetzt reicht´s. Du sagst mir jetzt sofort was los ist" rief ich lauter als gewollt.
Der Mondschein fiel gerade so, dass ich Louis´ Gesicht sah.
Nervös kaute er auf seiner Unterlippe und sah mich unsicher an.
"Harry, du bist die wichtigste Person in meinem Leben" sagte er und wuschelte durch meine Haare.
Fragend sah ich ihn an. Was hatte das mit seinem Verhalten zu tun?
"Aber wenn ich dir den wahren Grund für mein Verhalten sage, willst du bestimmt nichts mehr mit mir zu tun haben" murmelte er und sah auf den Boden.
"Louis, du bist mir wichtiger als alles andere und egal was es ist, du kannst mir alles sagen" sagte ich und sah ihn aufmunternd an.
"Also gut. Vor einiger Zeit wurde mir klar, dass ich mehr als nur Freundschaft für dich empfinde. Als ich dich so glücklich mit Taylor gesehen habe, kam ich mir so einsam vor und manchmal wünschte ich mir, dass Larry Stylinson real ist" murmelte er und sah mich mit glänzenden Augen an.
Schwer schluckend nahm ich seine Hand. In letzter Zeit war ich wirklich ziemlich glücklich gewesen, aber als das mit Taylor vorbei war, habe ich Louis die ganze Zeit die Ohren vollgejammert. Dabei habe ich gar nicht gemerkt, warum er sich so anders verhalten hatte.
"Louis, es tut mir so leid. Aber warum hast du nicht schon eher was gesagt?" fragte ich und nahm ihn in den Arm.
"Weil ich Angst hatte, dass ich dich dann ganz verliere" schluchzte er und schlang die Arme um mich.
Das Schweigen nutze ich zum Nachdenken.
Manchmal wünschte ich mir auch, dass Larry Stylinson Wirklichkeit war, aber andererseits hatte ich Angst. Angst vor den ganzen Menschen, die uns für pervers hielten.
"Wir sollten nach Hause gehen" sagte Louis und wollte losgehen, doch ich hielt ihn am Arm fest.
"Ich weiß nicht ob ich das kann" murmelte ich und sah in Louis´ blaue Augen.
"Harry, ich liebe dich und zusammen schaffen wir alles" sagte Louis und legte seine Lippen vorsichtig auf meine.
Im ersten Moment war ich etwas überrumpelt, aber es fühlte sich unbeschreiblich an.
Viel besser als jeder Kuss mit Taylor oder all den anderen Mädchen.
Verlegen sah mich Louis an, doch ich nahm seine Hand und wuschelte durch seine Haare.
"Auch wenn ich es ungern zugebe, aber ich glaube ich liebe dich auch" grinste ich und küsste Louis.
Ja, so hatte ich mir verliebtsein immer vorgestellt.
Jetzt galt es bloß zu erklären, dass Larry Stylinson echt war.
Aber zusammen würden wir das bestimmt schaffen...
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