Sommerkönig und Sommerkönigin

GeschichteRomanze, Fantasy / P16
Ashlyn Keenan
09.05.2013
12.08.2014
13
19.093
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09.05.2013 1.536
 
Hallo meine Lieben, dies wird mein 1. kleiner Versuch im Schreiben. Ich hoffe, dass es euch gefallen wird. Diese kleine Geschichte basiert auf der „Wicked Lovely“ Bücherreihe von Melissa Marr (Sommerlicht-Serie in deutsch). Wer die Bücher noch nicht kennt, sollte einfach mal in eine Leseprobe hinein stöbern. Ich empfehle es Jedem, der es romantisch, aber auch gefährlich mag. ;)

Meine Geschichte fängt nach dem Ende des 2. Buches (Gegen die Finsternis) an.

Der Frühling war nun vorbei und alle Pflanzen in Keenans Loft schienen noch leuchtendere Farben bekommen zu haben, als zuvor. Vögel flogen und zwitscherten im großen Wohnzimmer. Das entspannte ihn. Die letzten Paar Monate waren sehr stressig, vor allem da Naill vor kurzem dem Hof des Sommers abgedankte und zum König der Finsternis ernannt wurde. Er wusste, dass Naill -wenn es um Irial ging – immer schwach wurde. Und nun hatte Irial es geschafft! Er hatte Naill seinen Hof überlassen, weil er selbst keine Kraft mehr hatte, um diesen Hof der Albträume zu regieren. Nun ist Irial die rechte Hand Naills. Keenan wusste, dass Naill und Irial eine Vergangenheit miteinander hatten. Er wusste auch, dass Naill schon immer dem früheren König der Finsternis verfallen war. „Aber das sollte mich nicht kümmern...“, säuselte er vor sich hin, währen er auf dem großen Ledersofa saß, und seine Vögel beobachtete. Viel mehr Sorge musste Keenan sich um seinen neuen Berater, Quin machen. Da Naill nicht mehr hier ist, brauchte Keenan jemanden neues. Quin schlug sich bis jetzt sehr gut. Obwohl Ashlyn ihm nicht ganz vertraute, wollte Keenan ihm eine Chance geben.
So lange er nicht alles durcheinander bringt... Und das tat er überhaupt nicht! Er war sehr ordentlich und höflich. Ashlyn nennt ihn manchmal Arschkriecher, was Keenan aber egal ist.

Es verging ungefähr eine Stunde, in der Keenan sich seinen Gedanken hingab. Dann bemerkte er, wie rauschendes Wasser und eine Frauenstimme, Ashlyns Stimme erklang.
Sie musste wohl vor einigen Minuten ins Loft gekommen sein und wollte duschen. Sie hatte in Keenans Zuhause auch ein Schlafgemach und ein Badezimmer. Sie war seine Sommerkönigin, also brauchte sie ein eigenes Zimmer in seinem Loft. Wenn Besprechungen im Hof bis spät am Abend noch kein Ende fanden, konnte Ashlyn hier übernachten und musste nicht erst in ihre Wohnung oder zu ihrem Menschen, Seth laufen.
Keenan gefiel die Vorstellung, Ashlyn im Bett eines anderen Mannes, nicht. Aber es machte sie glücklich. Wenn sie glücklich ist, sind es seine, ihre Elfen auch. Das ist der einzige Grund, den Keenan hat, um Seth am Leben zu lassen. Er wird nicht ewig leben. Dann gehört sie mir. So lange kann ich noch warten...

Der Gesang von Ashlyn verstummte und es war auch kein rauschendes Wasser mehr zu hören. Keenan machte etwas Musik an und ging zur Minibar. Er schenkte zwei Gläsern Sommerwein bis zum Rand voll ein. „Du bist da. Wie war dein Tag?“ rief Keenan der Eichenholz-Tür zu. Lange Zeit kam keine Antwort, dann: „Bis jetzt, war mein Tag spitze. Ich war heute Nachmittag mit Leslie einen Kaffee trinken. Ihr geht es schon viel besser.“, rief sie mit freudiger, belebender Stimme.
Leslie war eins von Irials Ernährungs- Versuchen. Die Dunkelelfen ernähren sich von Gefühlen.
Hass, Liebe, Trauer... Und er hat sie als „Kanal“ für die Gefühle aller Menschen in ihrer Nähe benutzt. Hat sie ausgesaugt, bis sie irre wurde. Aber Leslie ist ein starkes Mädchen! So viele Wochen am Hof der Finsternis überlebt kein normaler Mensch! Sie hatte Glück, dass Irial sich ein bisschen in dieses menschliche Mädchen verguckt hat. Schwacher, schwacher Irial, verliebt sich in einen Menschen...
„Das ist gu...!“ In diesem Moment kam Ashlyn aus ihrem Zimmer. Sie hatte eines ihrer wunderschönen Sommerkleider an, welches Keenan ihr erst vor ein Paar Tagen gekauft hatte. Es war weiße, Knie- lange Seide mit Gold- umsticktem Saum. Ein Glück hatte er die Hände mit den zwei Gläsern voll, sonst hätte er sie sich sofort geschnappt und in sein Zimmer getragen. Aber solche Gedanken durfte er eigentlich nicht haben! Aber sie ist meine Königin... Sie will nur Freundschaft!...noch...
Sie sah ihm direkt in die Augen und gab ihm ein kleines Lächeln. Dann vielen Ihre Augen auf den Wein und nahm ihm ein Glas aus der Hand. Keenan stand immer noch reglos da. Er wusste nicht, was genau er tun sollte. Es viel nur ein Wort von seinen Lippen. „Wunderschön“. Etwas anderes viel ihm nicht ein.
Ashlyn löste ihren Blick wieder von ihm und nippte an ihrem Weinglas, um nichts sagen zu müssen. Keenan bemerkte, dass sie sich wegen des Kompliments unwohl fühlte.
So sollte es nicht sein!, dachte er, sein Lächeln ersetzt durch einen grimmigen, verletzten Blick. Ashlyn bemerkte es und hob ihre Hand, um sie auf Keenans Wange zu legen, doch er wich zurück, drehte sich um, stellte sein noch volles Glas auf dem Couchtisch ab und war auf dem Weg zu seinen Privaträumen.
Er hörte hastige Schritte hinter ihm herkommen.
„Keenan, warte!“, rief Ashlyn ihm hinterher, aber er blieb nicht stehen, sondern ging mit hastigen Schritten auf sein Schlafgemach zu.
Er stürmte zu Tür und knallte sie hinter sich zu.
Er glühte vor Wut, in dem Gedanken, dass der Sommerkönig ihr noch nicht einmal ein Kompliment machen durfte. Sie blockte immer ab! Die Freundschaft mit Ashlyn, hat Keenan schon lange aufgegeben. Er wollte kein Freund sein!
Was findet sie nur an diesem Mensch?
Welche Vorteile hat er, die ich nicht habe?
Keenan verstand es einfach nicht...
Er konnte ihr alles geben, was sie sich wünschte. Er würde sie nie verlassen, anders, als der Strebliche.
Er legte sich auf sein großes Bett, um seine Bettfosten ringelten sich gold- grüne Weinreben.
An die Wand starrend, versuchte Keenan sich zu beruhigen, was misslang.
„Keenan, bitte komm da raus!“ Ashlyn wartete vor seiner Tür. Sie würde nicht ohne Erlaubnis in seine Privaträume eintreten, das hat sie nie gemacht.
Keenan bewegte sich keinen einzigen Zentimeter. Er wollte ihre wiederholenden Entschuldigungen nicht hören.
Es würde dann, wie immer enden: Sie weinte, er hatte ein schlechtes Gewissen und tröstete sie für das, was sie Ihm antat.
Ich verzeih ihr immer... Sie ist meine Königin, ich brauche sie glücklich.
Aber sie war nicht mit ihm glücklich, wie es eigentlich sein sollte, sondern mit Seth.
Und das verletzte ihn.
Keenan musste irgendetwas unternehmen, aber was? Es machte ihn wahnsinnig, sie in Seths Armen zu sehen und nicht in seinen.
Sollte er den Menschen umbringen? Wie verlockend, aber nein. Das würde nur Naill auf ihn hetzen und seinen Hof gefährden.
Sollte er sich Ashlyn einfach nehmen? Das würde sie mir nie verzeihen...

Keenan schloss seine Augen und entspannte sich ein wenig.
Doch dann hörte er, wie die Türklinke runter gedrückt wurde.
Leichte Schritte nähernden sich der rechten Seite seines Bettes und blieben stehen.
Keenan öffnete ein Auge, um Ashlyn vor ihm stehen zu sehen.
Sie geht sonst nie so einfach in meine Zimmer rein...
Eine Weile schauten sie sich schweigend an. Ashlyn zupfte an ihrem Kleid, öffnete den Mund und schloss ihn schnell wieder, ohne etwas gesagt zu haben.
Sie versuchte es noch einmal: „Keenan, ich -“, aber Keenan setzte sich ruckartig auf, packte sie an der Hüfte und warf sie in sein Bett, bevor sie es wirklich realisieren konnte.
Reglos lag Ashlyn unter ihm und starrte ihren König erschrocken an.
Sie wehrte sich nicht, aber Keenan hielt seine Sommerkönigin trotzdem fest.
Seine rechte Hand drückte ihre Hüfte auf die weiche Matratze des Bettes, die Linke ruhte auf ihrem Oberarm.
Er wollte sie, er wollte sie so sehr...
Seine Wange an ihrer , füllte er seine Lungen mir dem Duft ihrer dunklen, weichen Haare.
Ashlyn versuchte sich langsam aus seinem Griff zu lösen, doch er ließ nicht locker, sondern griff fester zu. Sein Griff war nicht schmerzvoll, aber angespannt.
„Keenan...“, hauchte sie ihm ins Ohr, versuchte nochmal, sich zu bewegen. Aber Keenan war stärker als sie.
„Sch...“, war alles, was er sagte, bevor er seine Lippen an ihren Hals rieb.
Er bemerkte, dass Ashlyns Atmung schneller geworden ist.
Keenan küsste erst ihren Hals, dann den Nacken. Sie fühlte die pulsierende Wärme, die er in ihre Haut schickte. Er lächelte kurz, als er ihr Schaudern bemerkte.
„Du bist mein, Ashlyn. Du gehörst mir.“ Er glühte vor Lust, vor Hunger.
Sie öffnete ihre Augen. „Keenan, hör bitte auf!“
Sie wollte stark und entschlossen klingen, aber sie war es nicht. Sie musste von ihm weg, das wusste sie. Wenn sie jetzt nicht von ihm wegkommen würde, dann würde sie sich in ihm verlieren. Ein Teil von ihr wollte dies sogar, aber sie durfte nicht! Sie hatte Seth! Sie liebte Seth, nicht Keenan!
Bei ihm ist es keine Liebe, sondern nur pure Lust! Nichts anderes!
Keenan küsste ihren Körper weiter. Er schob langsam das Kleid nach vorn. Er küsste ihr linkes Knie, was in einer leicht angewinkelten Position stand. Der Saum ihres Kleides rutsche ihren Oberschenkel hoch. Er folgte dem Kleid mit Küssen bis zur Mitte ihres Oberschenkels. Dann zog Ashlyn jedoch ihre beiden Beine von Keenan weg und stand auf. Sie stürmte zu Tür und knallte sie hinter sich zu.
Keenan saß auf seinem Bett, total außer Atem. Es gab Momente, da konnte ihm seine Königin für ein Paar Augenblicke nicht widerstehen.
So war Keenans Taktik. Er würde Ashlyn bekommen, egal, wie lange es dauern würde...
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