Forever

GeschichteAllgemein / P12
Dr.Addison Montgomery Dr.Pete Wilder
09.05.2013
09.05.2013
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Sie war es gewesen.
Vom ersten Tag an, als sich die Aufzugtür geöffnet hatte und sie herein gekommen war.
Sie war es gewesen.
Sie hatte ihn schon damals in Seattle fasziniert.
Doch er hatte sie aus Spaß geküsst, weil er neugierig gewesen war. Weil er wissen wollte, wie sie schmeckte.
Er hatte nicht damit gerechnet, dass das passieren würde.
Und es war soviel passiert.
Addison und er, es hatte nie funktioniert. Sie hatten es versucht, aber es hatte nicht sein sollen. Und sein Leben war weitergegangen.
Frauen, Frauen, Violett und schließlich sein Kind.

Addison stritt mit Naomi über einen Patienten.
Er war in seinem Büro und beobachtete sie, während ein Patient mit geschlossenen Augen das Ende seiner Akkupunktursitzung abwartete.
Jetzt stürmte Naomi aus dem Raum, rief noch etwas und schlug dann die Tür zu ihrem eigenen Büro zu.
Addison sah ihr wütend hinterher, dann wurde ihr Blick traurig.
Und es tat ihm weh, sie so zu sehen.
Nach Jahren tat es ihm noch immer weh.
Mehr weh, als es bei Violett je weh getan hatte.
Ihre Traurigkeit tat ihm weh.

In diesem Moment drehte sie sich um, und einen Moment sah Addison ihm in die Augen.
Sie lächelte.
Lächelte wegen ihm.
Leise bat er seinen Patienten sich noch eine Weile zu entspannen und verließ das Büro.
Addison saß an ihrem Schreibtisch, das Gesicht in den Händen vergraben.
„Was ist?“, fragte er leise und sie sah auf.
„Hast du keinen Patienten, Pete?“
Er lachte leise und machte ein paar Schritte auf sie zu: „Das hat Zeit“, meinte er und Addison lächelte.
Er wusste, dass sie sich vor kurzem von ihrem Freund getrennt hatte.
Es hätte ihn nicht so freuen sollen.

Als er sich auf das Sofa in Addisons Büro fallen ließ sah sie ihn eine Weile an.
„Wie machst du das?“, fragte sie schließlich und lächelte wieder.
Ihr Lächeln war das schönste Geschenk, dass man ihm machen konnte.
„Was mache ich?“
„Du machst es einfacher, Pete. Mein ganzes Leben. Indem du einfach nur da bist.“
Ihr Lächeln wurde weiter und er verfing sich in ihren Augen.
Es durfte nicht sein.
Er hatte ein Kind mit einer anderen Frau.
Einer Frau, die er geschworen hatte mehr zu lieben als seine erste.

„Du hast mein Leben verändert, indem du einfach da warst“, gab er leise zurück.
Addison stand auf und ging zum Sofa bis sie vor ihm stand und ihre Beine seine Knie berührten.
Er sah zu ihr nach oben.
Sie lächelte nicht mehr, doch ihre Augen glitzerten.
Pete seufzte leise und schloss die Augen.
„Ich will nicht, dass du traurig bist“, meinte er dann.
Er öffnete die Augen nicht, er wollte ihr Gesicht nicht sehen.
Er wollte das Bild des Lächelns und der glitzernden Augen in seinem Gedächtnis behalten.
„Du solltest wollen, das Violett nicht traurig ist“, antworte sie schließlich.
Der Schmerz in seiner Brust bei diesen Worten war unangenehm.
Es tat weh zu wissen, dass er wieder versagt hatte.
Dabei hatte er geglaubt, Addison wäre nur ein Spiel gewesen.
Er hatte nicht wahr haben wollen, dass sie viel mehr war.
Mehr, als alle anderen jemals sein konnten.
„Pete!“
Addisons Stimme war leise und bestimmt und sie brachte ihn dazu die Augen wieder zu öffnen.

Sie war ihm so nah.
Viel zu nah, um klar denken zu können.
„Ich habe nicht geglaubt, dass es passiert“, flüsterte er dann.
Sie sah ihm nicht in die Augen, aber er wusste, dass sie wieder traurig waren.
„Ich auch nicht.“

Einen Moment war es still.
Dann fasste er ihre Hand und zog sie zu sich.
Addison ließ es zu.
Ließ es zu, dass er sie in seine Arme zog, dass sie beide auf dem Sofa lagen, dass er sie festhielt.
Er spürte ihren Herzschlag an seiner Brust und schloss die Augen.
Es fühlte sich so richtig an.

„Du hast mich nie losgelassen, Addison. Von dem Moment, als ich dich in Seattle geküsst habe.“
Sie sah ihn einen Moment lang an, dann vergrub sie den Kopf an seiner Brust.
„Ich wollte mich nie in dich verlieben.“
Er lachte.
Lachte, weil es auf seltsame Art und Weise gut tat, diese Worte zu hören.
„Aber ich werde nicht aufhören können, dich zu lieben“, sagte er irgendwann leise.
Sie hob ihren Kopf und sah ihn an.
Sie war so nah, dass ihre Haare sein Gesicht streiften.
„Du und ich. Pete und Addison. Hast du das je geglaubt?“, fragte sie.
Er lächelte, doch ehe er etwas sagen konnte berührten ihre Lippen seine und er vergaß seine Worte.
Er vergaß alles, vergaß Violett, vergaß, dass Addison und er nie eine Chance haben würden.
Aus einem Kuss wurden zwei und aus zweien unendlich viele.
Zum aller, allerersten Mal war er sich sicher, dass das was er fühlte bedingungslose, tiefe Liebe war.
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