Verrückt

von Alice2000
GeschichteAngst, Horror / P16
Lucy Barker
08.05.2013
24.06.2013
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Ich sehe den Apfel groß, rot, glänzend, leuchtend, wunderschön vor mir liegen.
<<Nur ein Bissen...>>
Ich muss nur ein wenig davon haben. Der Apfel sieht mich an. Wann habe ich zuletzt gegessen? Ich weiß es nicht mehr. Ich weiß einfach nicht was ich gestern getan habe, was ich vor ein paar Minuten gesehen habe. Ich weiß nichtmal wieso.
Langsam gehe ich voran und nehme den Apfel in die Hand. Der Ladenbesitzer ist gerade unaufmerksam und bedient seine Kunden. Vorsichtig beiße ich hinein...

<<Stop!>> höre ich Jemanden rufen. Ich drehe mich in die Richtung des Gerufenen um und lasse den Apfel fast fallen, fange ihn jedoch mit der anderen Hand wieder auf. Es war eine Aushilfskraft, gerade mal 15 oder 16 Jahre alt. Ich hatte schon lange nicht mehr so große angst, als beim Anblick seiner glasigen Augen und erschrockenem Gesicht. <<Sie... waren schon Gestern hier, oder?>> Ich blicke zum Boden, bin kurz davor wegzulaufen. Ich bewege mich einen Schritt nach hinten und drehe mich um. <<Halt! Antworten sie!>>

Unerklärlicherweise bleibe ich wirklich stehen. <<Ich... weiß es nicht...>>
<<Hier, nehmen sie, und gehen sie!>>
Ängstlich sehe ich zu ihm hinüber, und sehe wie er 2 Äpfen und ein Brot in der Hand hält.
<<Gehen sie bitte! Sofort!>>
Ich weiß einfach nicht was ich tun soll, ich bin zu erschrocken, mein Kopf spielt verrückt.

Nein
Nein
Nein
Ich weiß es nicht
Ich bin kurz vorm weinen
Ich kann nicht mehr
Nein

Ich reiße ihm das Essen aus der Hand und laufe davon. Einfach weg hier. Was wollte er eigentlich von mir? Habe ich es ihm geklaut? Ich weiß es einfach nicht. Einfach nur davon.
Ich verstecke mich hinter einer Hauswand und hoffe dass er mich nicht suchen kommt. Hoffentlich ruft er nicht die Polizei, oder kommt selber her und bestraft mich.

Ich beiße in das Brot hinein und kann meinen trockenen Mund kaum ertragen. Aber ich habe keine Wahl. Ich bin kurz vorm Verhungern. Ich beiße in den Apfel hinein. So lange... so lange habe ich nicht mehr so gutes Essen gegessen. So lange habe ich wohl auch nicht gegessen.
Langsam versinke ich zu Boden, als mein Magen sich mit wohliger Wärme füllt. Ich kann mein Glück kaum fassen so gutes Essen gefunden zu haben.
<<NEIN!>>
Ich flüstere es leise und lassen mein Essen fallen. Vor meinem Gesicht sah ich es. Mit offenen Augen stand da ein junger Mann. Mit glasigen Augen und erschrockenem Gesicht. Und einer grünen Weste, wohl von einem Lebensmittelgeschäft. <<Gehen sie, sofort!>>

Plötzlich ist alles wieder beim Normalen. Doch an der Stelle an dem der Lebensmittelhändler stand steht nun ein anderer junger Mann. Er trägt keine saubere Kleidung und hat kein sauberes Gesicht. <<Geben sie her!>>
Was will er von mir?
Mein Essen?
Ich beiße noch einmal hinein und versuchte meine Tränen zu unterdrücken.
<<Hören sie nicht? GEBEN SIE MIR DAS ESSEN ODER SIE BEREUEN ES!>>
Der Mann öffnet lachend seinen Hosenstall.

Und ich sehe es vor mir, wie ein Mann auf einem Fest, wohl auf einem Maskenball vor mir steht. Eine große Nase schmückt sein Gesicht und er ist wohl edel. Auch er öffnet seinen Hosenstall.

Ich laufe davon. Einfach weg. Ich lasse beim Laufen sogar meinen Apfel fallen, den Rest der Lebensmittel habe ich liegen gelassen. Ich will das nicht mehr. Ich laufe durch die Straßen, kurz vorm Weinen.
Ich fange an langsamer zu gehen.
Warum
Warum laufe ich nochmal davon?
Ich weiß es nicht.

Ich lächele wieder. Es ist ein schöner Tag.

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*PUUUH* Ich hab so lange nicht mehr geschrieben! Das tut mir so schrecklich leid! ;-;
Bei dem Kapitel hab ich mir überlegt welche Auswirkungen das Gift auf sie genommen haben könnte, und habe abgesehen von dem physischen Auswirkungen auch mit der Psyche gespielt ^^
Und nein, außer der Mann von Maskenball ist keiner dieser Figuren teil vom Film gewesen.
Danke fürs lesen, es geht noch weiter!
Alice :)
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