Im Schatten des Universums - Machtergreifung

von UAZ-469
CrossoverAbenteuer, Sci-Fi / P16
OC (Own Character) Wolf O'Donnel
07.05.2013
11.06.2017
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„Guten Morgen, Herr O'Donnell!“
Wolf wachte auf. Ihm brummte der Schädel und er konnte nicht klar sehen. Schwach und ermattet fühlte er sich, als ob er nach nur vier Stunden Schlaf aufstehen musste – und irgendwie missbraucht.
„Na, gut geschlafen?“ Er lag in einem dieser unbequemen Krankenhausbetten und sein Blick fiel auf eine weiße, sterilisierte Raumdecke, ähnlich der einer Arztpraxis. Zwar nicht unbedingt der Ort, an dem er am liebsten aufgewacht wäre, aber oh Wunder, er lebte. Den Kopf vorsichtig nach rechts drehend, sah er eine Reihe leerer Betten, sowie einen Tropf. Der Schlauch daran verlief zu seiner rechten Hand, an der ein Katheter angebracht war.
„Freut mich echt, Sie wohlauf zu sehen.“ Und wer sprach ihn ständig mit so einer nervig lässigen Stimme an? Als er danach die andere Seite begutachtete, durchfuhr ihn Entsetzen.
Fox McCloud höchstpersönlich stand neben ihm, grinste blöd, zeigte ihm beide Mittelfinger und lachte.

„Meine Fresse, du bist echt scheiße, weißt du das? Sogar meine Oma kann besser fliegen als du und ich kenne sie nicht mal. Hast du ein Glück, dass Sandkörner keine Geschichten erzählen können, das wär' sonst echt peinlich. Wie wär's mit Kistenschleppen als seriösen Job für Idioten? Ha ha!“ Abermals pulsierten Wolfs Adern. Zornig brüllte er ihm ins Gesicht:
„Fox!!! Du wagst es, hierher zu schleichen und dich vor meiner Nase über mich lustig zu machen?! Ich mach dich so was von platt, ich ... argh!“ Fox jedoch streckte nur die Zunge raus und lachte weiter. Damit war Wolfs Grenze erreicht: für einen Moment vergaß er die Qualen und die Müdigkeit, richtete sich auf, übertrug jegliche Kraft in den linken Arm und holte zum Hieb aus.
Mit einem Volltreffer versenkte er seine Faust im Gesicht seines Feindes, sodass dieser den Halt verlor und auf den Rücken flog.
Auf einmal löste sich Fox auf und jemand anderes lag an der Stelle.
„Ups ...“

„Aua! Nnnngh, was sollte das denn werden?!“, beschwerte sich das Opfer, welches seine blutende Nase hielt. „Sehe ich etwa aus wie der Anführer des Star Fish-Teams?“ Wolf nahm den Kerl näher unter die Lupe: es handelte sich um einen männlichen Fuchs, der eine schwarze Mütze mit einem Hundeschädel und gekreuzten Säbeln trug, und zusätzlich eine braune Lederjacke, die die Soldatenuniform umschloss. Die Fellfarbe war hellrot und bis auf den fehlenden weißen Streifen, den Fox zwischen den Ohren hatte, sah er dem Söldner tatsächlich zum Verwechseln ähnlich. Das Alter schätzte Wolf anhand der Stimme auf höchstens siebzehn Jahre.

„Ähm, wenn ich betrunken wäre und einen Blaster hätte, wären Sie jetzt tot“, erwiderte der Kopfgeldjäger entschuldigend. „Ich muss echt sagen, Sie sehen dem Eumel verdammt ähnlich. Und es heißt Star Fox, nicht Star Fish ...“ Mit einem ungesunden Knackgeräusch rückte der Mann seine Nase zurecht, stand auf, wischte das restliche Blut vom Gesicht und sagte:
„Also das ist das erste Mal, dass mich jemand mit ihm verwechselt hat ...“ Wolf aber wollte nun zum Wesentlichen kommen und fragte:
„Entschuldigung, dass ich Ihnen einen verpasst habe, aber wer sind Sie?“

„Hermann, Mr. O'Donnell. Jan Hermann.“ Er stellte sich aufrecht hin, salutierte und sprach im Kasernenton: „Zweite Strafkompanie, unterstellt der achten Kompanie des Infanterieregiments von Venom!“ Daraufhin blickte Wolf genervt zur Seite und flüsterte kaum hörbar:
„Ach, deswegen fühle ich mich so vergewaltigt ...“ Anschließend fuhr er fort: „Schön, äh, Jan. Warst du es zufällig, der mich aus dem Dreck gezogen hat?“ Stolz nickte der Soldat und erläuterte:
„Yeah! Man hat den Luftkampf zwischen beiden Gruppen per Radar beobachtet und vorsorglich eine Einsatztruppe zusammengestellt, welche die Überreste nach der Schlacht aufsammeln soll. Ich habe Sie dabei gefunden und sofort ambulant behandeln lassen. Sie hatten ziemlich hässliche innere Blutungen ...“

Statt ihm zu danken und zu fragen, warum trotz der Beobachtung niemand in die Auseinandersetzung eingegriffen hatte, wollte Wolf aufgeregt erfahren:
„Sag! Was ist mit den anderen? Wie lange liege ich schon hier?“ Beruhigend hob Jan die Hände und antwortete:
„Ruhig, Ihnen geht es noch nicht so gut, Sie brauchen dringend Ruhe ...“
„Sag es endlich!“ Von der lauten Stimme eingeschüchtert, rang sich der Soldat die gewünschten Informationen ab:
„O-Okay, Sie haben es so gewollt! Ähm, Pigmas Schädel wurde von Steinen zerquetscht, Leon hat sich die Birne weggepustet und Andrew ... ich sage es mal so: wenn der Geruch von verbranntem Fleisch nicht so unerträglich wäre, könnte man ihn als Modellbausatz verkaufen.“

Wolfs Miene verfinsterte sich, was Jan noch mehr ängstigte. „Wenn ich etwas Falsches gesagt habe, tut es mir wirklich leid. Aber Sie wollten es ja hören.“
„Schon gut, mir gefiel nur dieser absolut verabscheuungswürdige Witz über Andrew nicht. Wie lange bin ich denn nun hier?“ Jan dachte kurz nach und entgegnete:
„Seit zwei Tagen ungefähr.“ Wolf unterbrach ihn nicht und hörte geduldig zu. „Vorgestern Abend habe ich Sie aufgelesen und bis jetzt wurden Sie regelmäßig Operationen unterzogen. Muss echt ein Haufen Arbeit gewesen sein, die ganzen Blutungen zu stoppen.“ Das Gesicht seines Zuhörers wurde wieder dunkel und Jan korrigierte seinen letzten Satz sofort: „I-Ich meinte natürlich, dass die Chirurgen stundenlang um Ihr Leben gekämpft haben! Vielleicht haben Sie sogar bemerkt, dass Ihr komisches Gerät am linken Auge fehlt.“

Auf diese Aussage hin legte Wolf eine Hand an die Stelle; Jan hatte Recht. Anstelle des Geräts fühlte er die leere Augenhöhle. „Man hat es sicherheitshalber entfernt und in den Müll geschmissen, es soll zu Kurzschlüssen geneigt haben. Die Chirurgen schlagen vor, Sie ziehen besser wieder die Augenklappe an.“ Über die Binde machte sich der Kopfgeldjäger weniger Sorgen. Zwei Tage waren eine lange Zeit und innerhalb ebendieser konnte jede Menge passiert sein. So hart ihn auch der Verlust seiner Männer traf, es brachte nichts, tagein, tagaus darüber zu trauern. Jetzt waren sie weg und das Leben ging trotzdem weiter.
So wollte Wolf wissen:
„Okay, was ist denn so alles in den beiden Tagen passiert? Ach ja, danke für die Hilfe.“

Fröhlich lächelnd ob des Dankes, erwiderte Jan:
„Oh, ähm ...“ Er zögerte. Durfte er es nicht sagen? Erst auf Wolfs wütendes Gesicht hin, erzählte er: „Nun, eigentlich wurde ich dazu abgestellt, Sie zu unserem Boss zu führen, wenn Sie wach sind ...“ Nachdem der ehemalige Anführer anfing zu knurren, sonderte der Soldat einige Schweißperlen ab und sagte: „Ab-Aber es wird mir eine große Ehre sein, Sie begleiten zu dürfen! Ich bin Ihr größter Fan!“ Stirnrunzeln.
„Bist du zufällig homosexuell?“ Ein breites Grinsen zeichnete sich auf Jans Mundwinkeln ab, seine Wangen erröteten und die Augen erfüllte ein seltsamer Glanz. Langsam bekam Wolf Angst. „Also WURDE ich vergewaltigt?“ Als ob es das Normalste der Welt wäre, antwortete der Soldat schlicht:
„Kann sein, wieso?“

Der Kopfgeldjäger dachte, er fiele vom Glauben ab. Sein einziger Kommentar dazu:
„Jetzt weiß ich auch, warum du in der Strafkompanie bist.“ Während er auf diese Weise Jan vollkommen perplex stehen ließ, nahm Wolf den Katheter ab und stieg aus dem Bett. Er trug nur seine Hose und seine Brust war von Narben übersät.
„Wo ist der Rest?“ Von dieser Aufforderung aufgeschreckt, setzte sich Jan in Bewegung. Hierzu verließ er den Raum durch eine automatische Eisentür und kehrte zwei Minuten später mit Kleidungsstücken in den Armen zurück. Diese Zeit nutzte Wolf sinnvoll für entspannende Stretchübungen. Angezogen, sprach er:
„Danke. Und wenn du mich noch mal missbrauchst, wirst du dir wünschen, nie geboren worden zu sein. Kapiert?“
„Ich habe Sie aber nicht ..!“ Doch Wolf hörte nicht auf ihn, sondern stieß ihn von sich weg, sodass Jan nach hinten stürzte.
„Jetzt führ' mich zu diesem Boss, sofort.“ Rasch aufgerappelt, leitete ihn der Soldat aus dem Krankenzimmer in einen Gang, der einen starken Kontrast zum vorherigen Raum darstellte.

Verdreckte und staubige Ziegel kleideten die Wände aus, der Boden dagegen bestand aus Fliesen, die jedoch nicht sauberer waren. Der Gang war breit und hoch genug, um einen Kampfpanzer unterzubringen. Die Beleuchtung wurde durch schwach leuchtende Deckenlampen und Fackeln gewährleistet. Alles in allem verfolgten die Architekten beim Bau scheinbar die Devise „Hauptsache funktional“. Daraus ergab sich allerdings ein anderes Problem, das vor allem Wolf betraf.
„Bomben und Granaten, wie weit ist es denn noch?“, meckerte er, allmählich von der ganzen Lauferei erschöpft. Zwei Tage lang nicht auf den Beinen zu sein, wirkte sich enorm negativ auf die Kondition aus. Dabei waren erst zehn Minuten vergangen. Zuerst wollte Jan Wolfs körperliche Fitness kritisieren, aber weil er nicht noch mehr Ärger beabsichtigte, behielt er es für sich. Deshalb antwortete er lediglich:
„Noch etwa einen halben Kilometer. Kommen Sie, Sie sind ja noch jung und frisch.“
„Aber ich bin ein alter Mann!“
Die umherstehenden Infanteristen, die die Gänge auf Patrouille abliefen, kicherten. Sie verstummten, als Wolf seinen bösen Blick rundgehen ließ.
„Sicher? Mir ist zu Ohren gekommen, Sie seien Achtzehn.“
„Glaub mir, in meinem Geschäftsfeld ist das schon alt.“

Sie wanderten noch durch mehrere Flure, bis sie eine große und massive Stahltür erreichten, von einem breitschultrigen Löwen bewacht. Jan gab ihm ein Handzeichen, worauf er beiseite trat und freien Zugang gewährte.
„Seid Ihr bereit? Der Boss hält viel von Ihnen, also enttäuschen Sie ihn bitte nicht, okay?“ Wolf nickte.
„Bringen wir's hinter uns.“ Gesagt, getan. Nachdem Jan durch ein Tastenfeld rechts von der Tür einen Zahlencode eingab, schwang sie zu beiden Seiten auf und ermöglichte Einsicht in das dahinter liegende Zimmer.

„Ah, ich habe euch bereits erwartet“, sagte jemand mit einer tiefen Stimme, „Kommt ruhig herein.“ Drinnen sah Wolf das erstaunlich spartanische Gemach eines hochrangigen Tiers der Armee. Außer einem riesigen Schreibtisch, zwei Stühlen, einer Kaffeemaschine, einem Bett unglaublicher Größe und mehreren Aktenschränken fand er nichts, was sofort die Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde. Eventuell das dicke Nashorn in Generalsuniform hinter dem Tisch, beschützt von zwei Soldaten. „Setzt euch. Kaffee?“ Jan verneinte, dafür nahm Wolf das Angebot dankend an und hielt bald darauf eine Tasse dampfenden Kaffees in den Händen.
Nun setzte der militärische Führer zum Reden an:

„O'Donnell, ich danke Ihnen für Ihr Kommen. An der Stelle möchte ich ein Lob an Hermann aussprechen, dass er Sie vor dem Tod bewahrt hat.“ Wolf schmunzelte und Jan salutierte lächelnd. „Mein Name ist General Rhino und ich muss sagen, es ist mir in gewisser Weise eine Ehre, Sie endlich persönlich anzutreffen.“ Bei „gewisser Weise“ jedoch merkte Wolf, dass es keineswegs positiv gemeint war. In den darauf folgenden Sätzen sah er sich in seiner Befürchtung, man würde auf seinen Niederlagen herumreiten, bestätigt.

„Man erzählt sich, Sie hätten den Ruf, ein skrupelloser Auftragsmörder zu sein, der bei einem entsprechenden Preis so ziemlich alles tun würde, richtig?“ Er bejahte dies und Rhino fügte hinzu: „Dabei sollen Sie recht effektiv sein, woraus sich eine hohe Erfolgsquote ergibt, ist dies korrekt?“ Auch das bestätigte er. „Nun denn ... außer beim Star Fox-Team, wie es scheint. Zweimal innerhalb kurzer Zeit verfrühstückt worden, einmal auf Fichina, und jetzt sogar auf Venom. Aus gesicherten Quellen weiß ich, dass Sie bisher jedes Mal von Fox und seinen Kumpanen besiegt wurden.“

Dann beugte er sich über den Tisch näher an Wolf heran, der Mundgeruch fast schon ätzend. „Und wissen Sie was? Ich glaube Ihren ach so tollkühnen Geschichten und Statistiken kein Wort und halte Sie für hochgradig inkompetent.“
Erbost über Jans Lüge und der Behandlung, wollte Wolf schon einen Streit vom Zaun brechen, als Rhino sagte: „Und deswegen biete ich Ihnen die einmalige Chance, sich zu beweisen und mich umzustimmen ...“

Die Richtung, die das Gespräch nahm, gefiel Wolf ganz und gar nicht. Denn das bedeutete für ihn jede Menge unbezahlte Arbeit.
„Wenn das heißt, dass ich Ihrer Mama als Sexsklave dienen soll, verzichte ich gerne darauf!“ Da wurde der General wütend und polterte:
„Doch! Wenn ich will, dass Sie eben Sexsklave werden, dann tun Sie das! Wenn ich Ihnen befehle, meine Toilette nach einem Saufgelage zu putzen, führen Sie es aus! Und wenn ich sogar von Ihnen verlange, Jan umzubringen, dann kommen Sie dem ebenfalls unverzüglich nach!“ Wolf sah kurz seinen Begleiter, der dasselbe mit besorgter Miene tat, an und meinte:
„Also das kann ich gerne machen, gegen eine Bezahlung, versteht sich ...“
„Mann, warum wollen mich alle tot sehen?“

Rhino schlug fest mit der Faust auf den Tisch, der nun eine Kerbe hatte, und erwiderte:
„Ich würde Sie nicht einmal bezahlen, wenn Sie eine Warze an meinem Arsch wären! Machen Sie einfach alles, was ich sage, und wir sollten uns prima verstehen.“
„Und was, wenn ich es nicht mache?“ Plötzlich schoss einer der Wachen auf den Boden und Wolf verstand die Intention dahinter sofort. Da er wohl oder übel keine andere Wahl hatte, entschied er, zu kooperieren und bei einer geeigneten Gelegenheit die Fliege zu machen. Daher lenkte er die Konversation zu den wichtigen Dingen und fragte:
„Was ist hier überhaupt los? Warum meinen Sie nun, mir Befehle erteilen zu müssen?“

Sein Gegenüber setzte sich wieder hin, faltete die Hände zusammen und antwortete:
„Stimmt, Sie waren ja zwei Tage lang außer Gefecht. Also gut, ich mach's kurz: Andross wurde überraschend von Fox getötet und jetzt haben wir keinen Führer mehr. Vor dem Zusammenbruch war ich diversen Verbänden von Bodentruppen übergeordnet ...“ Der Kopfgeldjäger brauchte nicht lange, um zu erkennen, welches Spiel hier betrieben wurde. Darum wagte er die Unverschämtheit, ihm ins Wort zu fallen.
„Ja ja, hab schon kapiert. Jetzt meinen die Generäle, selber einen Anspruch auf Venom zu haben und verkloppen sich gegenseitig, obwohl es effektiver wäre, zusammenzuarbeiten. Und ich soll Ihnen bei Ihrem persönlichen Kleinkrieg helfen, stimmt's?“ Rhino kratzte sich am Kopf und sagte erstaunt:
„Alle Achtung, woher wissen Sie denn das?“
„Kein Wunder, dass Andross den Krieg verloren hat ...“, dachte Wolf und erkundigte sich: „Also gut, was soll ich tun?“
Der General schüttelte den Kopf und antwortete:
„Geduld, ich bin gewillt, Ihnen zunächst eine kleine Ruhepause zu gönnen ... auf Jans Quartier.“

Wolfs Augen weiteten sich vor Schreck und Jan jubelte.
„Aber General! Das können Sie mir doch nicht antun! Ich gehe doch nicht mit einem Vergewaltiger auf ein Zimmer! Wer weiß, was er mit mir im Schlaf anstellen wird!“
Aber Rhino ließ nicht mit sich reden und schickte das ungleiche Duo heraus mit dem Befehl, morgen auf weitere Anweisungen zu warten.
Während Jan ständig versuchte, Wolf zu erklären, dass er ihn nicht missbraucht habe, die Situation durch Widersprüche allerdings nur noch verschlimmerte, grübelte der Kopfgeldjäger darüber, wie er am besten von Venom fliehen könnte. Er wollte nicht länger als nötig bleiben und sich später wieder als Söldner verdingen. Aber wie denn ohne Ausrüstung und Crew?

Der Eingang zu Jans Quartier befand sich in einer langen Reihe von nah aneinander stehenden Türen, jedes mit einem Namensschild und einem Bedienpanel versehen. Den Raum nach Eingabe des Codes geöffnet, hieß der Soldat sein Vorbild in seinem „bescheidenen Reich“ willkommen. Dieses trieb ihm jedoch Tränen in die Augen.
Es stank nach Alkohol und Schweiß und eine noch schäbigere „Behausung“ hatte er noch nie gesehen. Ein Bett mit kaputten Federn, ein von Motten zerfressener Sessel, ein durchlöchertes Regal mit Klamotten und ein notdürftig mit Kleber zusammengehaltener Fernseher. In einer oberen Ecke war ein Lüfter montiert, der leider nicht funktionierte. Neben dem Fernseher lag überdies ein Haufen alter Uniformen und davor zwei Kästen Bier.
„Ich weiß, es ist kein Luxushotel, aber fühlen Sie sich trotzdem wie zu Hause!“

Doch Wolf vergrub sein Gesicht in die Hände und schluchzte.

„Womit habe ich das nur verdient ...“
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