Im Schatten des Universums - Machtergreifung

von UAZ-469
CrossoverAbenteuer, Sci-Fi / P16
OC (Own Character) Wolf O'Donnel
07.05.2013
11.06.2017
21
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Coverbild von LunaHydreigon auf DeviantArt.

Derzeitiger Betaleser: Alice Island
Gewählte Canon-Ausgangsbasis: Lylat Wars (Interessanterweise unterscheidet sich der Plot in einigen Punkten deutlich von Starwing. Mir gefällt die Vorstellung nicht sonderlich, dass James in einer Paralleldimension gefangen ist und ab und zu als ... Weltraum-Wal rauskommt.)
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Laut zog der Wind über die sandige und staubige Oberfläche des Planeten. Viele Geschichten hatten die Sandkörner zu erzählen, waren sie doch Zeuge schier unendlicher Schlachten und Kriege. So auch jetzt, in der Endphase des systemweiten Konflikts. Unter dem sternreichen Nachthimmel beobachteten sie einen persönlichen Feldzug einer vierköpfigen Gruppe gegen die grausame und unaufhaltsame Macht eines wahnsinnigen Wissenschaftlers. Doch trotz der Gegnerwellen gelang es ihnen, sich bis zum Eingang des Planetenkerns vorzukämpfen – Eine Panik brach aus.

Da rief der Forscher seine fähigste Truppe zur Hilfe, passenderweise die ärgsten Rivalen der Angreifer, die bereits auf einer anderen Welt siegreich aus einem Duell hervorgegangen waren. Verständlicherweise wollten die Männer des Despoten diese Schmach nicht auf sich sitzen lassen und gingen mit verbesserter Ausrüstung in den Kampf. Zwischen grotesken Monumenten, alten Steinsäulen und über dem Eingang fand ein Luftgefecht statt, an das sich alle Beteiligten noch lange erinnern sollten. Aber ... so überlegen die Technik der Verteidiger auch war, es nützte nichts.
Unter Schreien im Funkverkehr stürzten nacheinander vier Jäger ab und gruben sich in den Sand der Wüste. Feuer züngelte aus den Schiffsrümpfen und schwarzer Rauch stieg in die Atmosphäre auf.
So wieder über seinen Rivalen triumphiert, tauchte ein überlebender Jäger in den Zugangstunnel ein, während sich der Rest auf ihre mobile Basis zurückzog. Nur noch in einem einzigen der zerstörten Flieger regte sich etwas.
Hier begann die Geschichte eines ehrgeizigen, berüchtigten und momentan sehr wütenden Kopfgeldjägers ...

„Argh! Das werdet ihr mir noch büßen, Star Fox! So leicht kommt ihr mir nicht davon!“ Er saß schief in seinem Wolfen II-Jäger, der zur Hälfte im Sand vergraben war und versuchte, herauszukommen. Hektisch tippte er auf verschiedene Knöpfe im Cockpit, um die Funktionalität des Schiffes zu testen. Wie erwartet, reagierte nichts mehr. Totalschaden.
Als nächstes sah er zu, die Scheibe zu zerschlagen. Jedoch hinderte ihn der Schmerz daran, die Glieder schnell zu bewegen. Er hatte keine Ahnung vom Bereich des Gesundheitswesens und medizinischen Fachgebieten, zumal er die Thesen vertrat, Schmerz sei Schwäche, die den Körper verlasse und solange seine Extremitäten nicht irgendwie beeinträchtigt wären, bestünde keine Notwendigkeit für einen Doktor – ausgenommen der Zahnarzt. Aber auch ohne fachkundiges Wissen konnte er sagen, wie es um ihm stand: zahlreiche Prellungen in den Armen, die Beine verstaucht und ein Glassplitter steckte im Ohr. Außerdem bemerkte er ein eingeschränktes Sichtfeld. Offenbar hatte das Sehgerät am linken Auge durch den Aufprall den Dienst quittiert.

„Zum Glück können Sandkörner keine Geschichten erzählen“, meinte er angesichts seiner Verletzungen. „Wenn die jetzt jedem dahergelaufenen Penner zwitschern, was für'n Mist hier für uns abgelaufen ist, sollte ich mich besser nach einer ehrlichen Arbeit umsehen, die auch Idioten machen ... hm, Gabelstaplerfahrer Wolf ...“
Da es nun nicht mit reiner Kraft klappte, griff er kurzerhand nach seinem Blaster und feuerte mehrmals auf die Scheibe. Nach und nach entfernte er sämtliches Glas, sodass er im Anschluss daran herausklettern konnte, nicht ohne zuvor den Glassplitter herauszuziehen.
Kurz das Gesicht verzogen, hielt er daraufhin eine blutige Scherbe in der Hand. Ein Tropfen löste sich und fiel auf die Hose.

„Ach, nur eine Fleischwunde“, spielte er die Verletzung herunter und kletterte langsam unter Schmerzen aus dem Cockpit. Dann stand er auf wackeligen Beinen auf der Planetenoberfläche und sah sich um.
Die Wracks seiner Kameraden lagen brennend auf dem Schlachtfeld verstreut, in ihren Cockpits waren keine Bewegungen zu erkennen. In einigen Kilometern Entfernung, hoch am Himmel, zog ein weißes Schiff mit vier Flügeln seine Kreise. Sofort wallte sein Blut in den Adern und Wolf fletschte die Zähne.
„Grrr ... Star Fox! Irgendwann werde ich diese Ratten zerschmettern und auf ihren Gräbern tanzen!“ Danach wollte er die Schiffe auf Lebenszeichen hin untersuchen. Das erste hatte eine der Säulen durchbrochen und wurde unter den Steinen begraben. So schnell es ihm derzeit möglich war, lief er dahin, näherte sich den Flammen und fragte laut:
„Hey! Alles in Ordnung? Hallooo!“ Doch als er sah, wie tief die Brocken eingedrungen waren, schwand seine Hoffnung auf einen Überlebenden. „Au Backe ..!“

Nun probierte er es beim nächsten Teammitglied, dessen Flieger kopfüber im Sand gelandet war. Auch hier standen die Chancen eher schlecht. Wie sollte Wolf ihn ohne Hilfe befreien können?
Plötzlich hörte er einen gedämpften Blasterschuss. Erschrocken riss er das Auge auf, schüttelte dann aber den Kopf und sagte:
„Verdammt, warum hast du das gemacht? Ich hätte dich mit etwas Geduld da rausholen können ... aber ich kann deine Entscheidung nachvollziehen.“ Ihn erstaunte kurzzeitig sein fehlendes Mitgefühl, die emotionale Kälte dem armen Kerl gegenüber und er fragte sich, ob er denn nicht trauern sollte. So wie jeder andere, der einen guten Kamerad verlor. Aber was waren denn seine Flügelmänner für ihn? Mit einem flauen Gefühl im Magen stellte er fest, dass er zu dieser Frage keine eindeutige Antwort finden konnte und daher beschloss er, sie solange im Hinterkopf zu behalten, bis er ausreichend Zeit zum Nachdenken hatte. Denn im Augenblick gab es Wichtigeres zu tun, zumal Männer seines Erachtens nach nicht weinen durften.
Zum Schluss inspizierte er das letzte Wrack. Genau wie sein eigenes lag es im Sand, darum musste der Pilot einen halbwegs sicheren Absturz gehabt haben. Darin erblickte er zu seiner Erleichterung sogar etwas Lebendiges.
„Andrew! Endlich mal ein Überlebender!“ Die Scheibe wurde langsam aufgedrückt und ein verschmutzter Affe kam heraus.

„Ack, ich hoffe, Onkel Andross tritt ihre Hintern zurück nach Corneria!“ Wolf aber dachte eher an das Geld. Wer sollte sie bezahlen, falls Andross starb? Ihn interessierte es nicht, was mit dem Lylat-System passierte, solange er nur seine Belohnung erhielt. Zurzeit jedoch schien die Vergütung in weite Ferne gerückt zu sein ...
Auf einmal schlugen kleine Blitze aus dem Schiffsrumpf. Der Anführer des Star Wolf-Teams konnte deren Bedeutung noch gerade rechtzeitig erkennen, um zu schreien, dass Andrew sich sofort vom Wrack entfernen sollte. Dieser drehte sich überrascht um.
Bumm!

Wolf verdeckte sein Gesicht, als das Schiff in einem gleißenden Licht explodierte und Trümmerteile in allen Richtungen niedergingen. Von dem Neffen allerdings fehlte jede Spur. Ehrlich gesagt wollte er auch nicht herausfinden, wo die Überreste lagen und aufsammeln wollte er sie sowieso nicht. Er brauchte nur zu wissen, dass Andrew tot und somit seine gesamte Einheit, bis auf Wolf selbst, ausgelöscht war. „Toll, und schon liegt die gesamte Karriere brach ...“ Jetzt überlegte er, was er tun sollte. Sein Schiff war nicht mehr betriebsbereit, seine Crew tot und in seiner Brieftasche herrschte gähnende Leere. Heute würde er also kein Bierchen mehr trinken gehen und seine Rechnungen für das Haus blieben unbeglichen. „Ich will nach Hause ...“

Beben.
Seine Beine konnten das Gleichgewicht nicht mehr halten und er fiel um. „Erst der Absturz und jetzt ein Erdbeben, kann noch etwas den Tag versüßen?“, fragte er verärgert, als aus der Öffnung zwei Arwings schossen, ein Inferno direkt hinterher. Es kam ihm vor wie ein Feuerwerk, aber warum waren da plötzlich zwei Flugzeuge?
„FÜNF Arwings?!“, stellte er verblüfft fest, „Ich dachte, deren Gang besteht nur aus vier!“ Eines davon drehte ab und verschwand in den unendlichen Weiten des Weltraums. Während er noch dem Hauptquartier von Team Star Fox hinterher blickte, wie es sich von Venom zurückzog, fiel ihm etwas ganz anderes auf.
Etwas graues und keilförmiges tauchte mitten in der Schwärze auf, raste ein Stück weit und hielt ruckartig an. Es war dem Augenschein nach sehr weit bis dahin, von daher mussten die Ausmaße gigantisch sein, wenn er es noch klar erkennen konnte.
„Was um alles in der Welt ist DAS?“

Seine Sicht verschwamm plötzlich, seine Kraft schwand dahin. In der Herzgegend spürte er einen stechenden Schmerz.
„Uff! Scheinbar ist noch mehr zu Bruch gegangen als ich dachte ..!“ Zum aufgetretenen Kopfweh gesellte sich Übelkeit, die ihn würgen ließ, doch ohne sich zu übergeben.
„Fox du Arsch!“, schimpfte er noch ein letztes Mal auf seinen Rivalen, „Hast mich doch noch erwischt, dabei dachte ich, dir früher oder später das Fell über die Ohren ziehen zu können ... uaaaahaha ...“
Dann kippte er zur Seite, wo er die Lider zufallen ließ und auf ein Wunder hoffte.

Noch bevor er einschlief, registrierten seine Ohren ein Triebwerkgeräusch.
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