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Begegnung mit Biss

KurzgeschichteAllgemein / P16
Momoko Hanasaki Yosuke Fuma
07.05.2013
07.05.2013
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910
 
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Ich erinnere mich daran, wie es war, als er mich zum allerersten Mal gebissen hatte. Zuerst als Spielzeug und später als Partnerin.
Es war mein allererster Ball gewesen, zudem mich meine Eltern mitgenommen haben. Aus Gnade, aber vor allem, um sich in der Öffentlichkeit nicht bloß zu stellen. Nur wegen meiner älteren Schwester Seleth.
Sie war die hübschere von uns beiden, aber das war auch schon alles. Sie besaß keine Intelligenz, keine Weitsicht für die Zukunft.
Während sie, wie eine Königin gekleidet war, sah ich eher erbärmlich aus, dennoch schicker als andere. Meine Eltern wollten sich schließlich nicht blamieren!
Und da war er!
Ein Mann, wie ich ihn noch nie gesehen hatte. Er stach so sehr heraus, dass man nur Augen für ihn haben konnte. Die anderen existierten, neben ihn nicht mehr. So erging es fast allen Frauen, die in diesem riesigen Ballsaal waren. Nur ich wandte mich von ihm ab, denn ich hatte keine Lust auf Streitereien, weil meine Schwester eine herrschsüchtige Frau, die es nicht ertragen konnte, die zweite Geige zu spielen.
Doch es sollte anders kommen und so mein ganzes Leben verändern.

Ich sah sie zum ersten Mal auf diesem Ball. Sie stand hinter ihrer Schwester, wie ein Schatten und dennoch stach sie von allen anderen heraus. Er war ihr inneres Licht, das aus ihren Augen drang, was mich in ihren tiefen Bann zog. Oh ja, diese Augen waren so stark, dass er sich sofort entschied. Sie und keine andere. Sie wollte er heute Nacht haben und eine lange Zeit danach.

Ich sah ihn, sah ihn, wie er auf mich zukam. Nicht auf meine Schwester, die wie eine Königin aussah, sondern auf mich. Ich dachte, dass es besser sei, jetzt lieber zu gehen, doch da stand er auch schon neben mir. Wie hatte er das gemacht? Ohne ein Wort mit mir zu reden, zog er mich auf die Tanzfläche. Ein Blick auf meine Schwester war genug, um ihren verletzten Stolz und ihren Zorn zu sehen. Ich konnte mich jetzt schon auf einiges zu fassen machen.

Es war für mich einfach sie aus dem Ballsaal zu bekommen. Ihre Augen weiteten sich vor erstaunen, dann leuchtete ein Funken Wiederstand auf. Keine Spur von Angst. Oh ja, sie war perfekt!

Ohne auch nur eine Spur von Angst zu verspüren, versuchte ich mich von ihm zu lösen, doch es gelang mir nicht. Seine Hände hielten mich Leichtigkeit fest.

Ihre kleinen Versuche, sich gegen mich zu wehren, waren für mich äußerst Amüsant. Sie wusste ja nicht, mit wem oder was sie es zu tun hatte. Noch nicht!
 
Ich schaute ihm in seine Augen, die sich langsam tiefrot färbten. Sie sollten mich ängstigen, doch sie waren so unglaublich faszinierend.

Sie blickte mich immer noch, trotz meiner roten Augen an. Es waren so neugierige Augen, die mehr Wissen wollten als es gut war. Ich drückte sie fester an mich, sodass sie meine Erregung spüren konnte. Ja, ich wollte nicht nur ihr köstliches Blut, dass durch ihre adern pulsierte, sondern auch sie, ihre Unschuld in vollen Maße.

Seine Erektion ließ mich erröten. Zwar hatte ich schon davon gehört, es aber selber zu fühlen, zu erleben, war etwas vollkommen anderes und seltsamerweise wurde mir immer wärmer.
Ich wollte ihn!

Wie süß und unschuldig sie war und doch wollte mein Körper sie nehmen, sie zu meiner Partnerin machen. Ich ließ uns beide auf den Boden nieder, um ihr ein Kleidungsstück nach dem anderen auszuziehen, bis sie Nackt unter mir lag.

Wie in Trance ließ ich es geschehen, ließ es zu, wie er über meine Brüste strich und meinen Körper erkundigte. Er spreizte meine Beine, küsste mich dort wo mich noch nie jemand berührt hatte, noch Nichtmals ich selbst.
Wie peinlich mir das war!
Ich wäre vor Scham am liebsten im Erdboden versunken.

Ihre Unschuldige Art war für mich sehr erregend und beinahe wäre ich schon gekommen, aber ich beherrschte mich. Langsam und vorsichtig drang ich in sie ein, bis ich das Hindernis spürte. Mit einem schnellen Stoß raubte ich ihr die Unschuld.

Es schmerzte nur für kurze Zeit, doch es war zu sinnlich ihn in mir zu spüren.

Sie gewöhnte sich schnell an meine Größe und ich fing an mich in ihr zu bewegen. Erst langsam und zärtlich, dann immer schneller und verlangender, wilder.

Waren es wirklich meine Schreie die ich hörte, während er sich immer schneller in mir bewegte. War es ich, die ihn darum anflehte mich härter zu nehmen, tiefer ihn mich zu stoßen.

Wie leidenschaftlich sie doch war. Ich konnte mich kaum noch zügeln, um meine Reißzähne nicht zu brutal in sie zu bohren.

Ich bemerkte nur vage, wie er mir den Hals leckte, bevor er mich Biss.

Sie schlang ihre Beine um mich, legte ihre Hände um meinen Rücken und kam in heftiger Extase zum Höhepunkt, während ich ihr Blut saugte und mich in ihr ergoss.

Ich fühlte eine eisige Kälte, die mich gefangen hielt. Sollte das mein Tod sein?

Ich biss mir ins Handgelenk, nahm mein eigenes Blut und flößte es ihr ein. Erst nahm sie es willig, fing sich aber dann leicht an zu wehren. Ihre Augen leicht geöffnet, färbten sich leicht rötlich. Nun war sie mein, für ewig!

Ich fühlte mich wie neugeboren, lebendiger, wacher. Es war eine Befreiung, die ich, tief in meinen inneren, immer ersehnt hatte. Ja, so traf ich meinen liebsten, mit dem ich die Ewigkeit genießen konnte.

So auch heute, als wir uns einen Menschen teilten, der unser Mal wahr. Denn wir sind Vampire!
 
 
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