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30 Nächte - das Leben der Tunichtgute

von JulieCaro
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
James "Krone" Potter Lily Potter Peter "Wurmschwanz" Pettigrew Remus "Moony" Lupin Severus Snape Sirius "Tatze" Black
03.05.2013
15.07.2015
8
8.748
 
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03.05.2013 785
 
Nacht der Angst

„Verstehst du denn nicht, Sirius? Ich kann nicht mehr! Diese Nacht ist es soweit. Wenn das alles schiefgeht, dann könntet ihr dabei sterben! Ich will nicht am Tod meiner Freunde schuld sein!“, rief er angespannt seinem Freund zu. „Das letzte Mal ist es auch schon so ausgeartet. Ich will einfach nicht, dass das noch einmal geschieht!“ Aber Sirius schüttelte nur den Kopf. „Das wird schon gut gehen. Letztes Mal hatten wir einfach Pech. Aber das war nicht weiter schlimm. James geht es gut und damit hat sich das jetzt. Vertrau uns einfach. Wir werden dich schon nicht hängen lassen“, versuchte Sirius seinen Freund aufzuheitern, aber es brachte nichts. Statt einer Antwort bekam er ein Knurren zu hören und musste sich ranhalten, um seinem Freund zu folgen.
Sie beeilten sich um hinunter zu kommen, soweit vom Schloss weg, wie möglich. Normalerweise wären sie in ihr Versteck, dass sie durch die peitschenden Weide erreichen, geflohen, doch seit der letzten Vollmondnacht hatten sie es nicht geschafft all die zerbrochenen Dinge und kaputten Wände zu reparieren, die sie im Kampf gegen Remus versehentlich zerstört hatten. Zu schnell hätte man hinauskommen können und dann wäre es das gewesen. Wie groß die daraufhin entstandenen Schäden geworden wären, das wusste niemand, aber jetzt mussten sie erst mal fort. Sirius sah zurück zum Schloss und legte einen Schritt zu, als er den blassen Schimmer eines Mondstrahles hinten am Horizont entdecken konnte. Keine halbe Stunde mehr und es wäre soweit.
Es waren nicht einmal fünf Minuten vergangen, da standen die beiden Freunde vor der kleinen Höhle, die sie im vergangenen Monat gefunden hatten und klopften an der Wand an, um zu zeigen dass sie es waren. Die Angst, die sich in dem Jüngeren von beiden ausbreitete begann kriechend langsam auch den Älteren neben ihm einzudecken. Die Sekunden, die sie nur warten mussten, bis ihnen ihre beiden Freunde entgegenkamen schienen wie Stunden, die dahinkrochen wie Schnecken.
Erst als beide das vertraute Gesicht der beiden anderen vor sich sahen, atmeten sie wieder auf.  „Wir dachten schon ihr schafft es gar nicht mehr!“, kam es erleichtert von James, dem Peter sofort beipflichtete. „Tut uns leid“, antwortete Sirius knapp, „aber Remus fand den Gedanken beängstigend, hier zu sein, wenn er sich verwandelt.“ „Es kann nichts passieren“, lächelte James daraufhin. „Wir sind alle da und hier ist es sicher genug. Wir haben ganz hinten einen guten Platz gefunden, damit wir alles unter Kontrolle halten können.“ „Hört sich gut an.“, antwortete Sirius, während er mit Remus seinen Freunden folgte und sich umsah.
Die Höhle war geräumig, einige Schatten tanzten an den Wänden entlang, vom Feuer ausgehend, das man als kleines Licht wahrnehmen konnte. An der Feuerstelle lagen einige Decken und Kissen um das Feuer verteilt, auf die sie sich setzten.
     Wenige Minuten später hatten sich alle drei, mit Ausnahme von Remus in einen Animagus verwandelt und sich auf die Decken gelegt. James lag rechts vom Feuer, Peter links und Sirius auf der, dem Ausgang zugewandten Seite. Der Einzige in menschlicher Gestalt nun war Remus, der zu seinen Freunden sah, in Angst vor der Verwandlung und der darauf folgenden Nacht. Sprechen konnte keiner seiner Freunde mehr und dennoch sah er ihre beruhigenden Blicke, die ihm sagten, dass sie bei ihm waren. Er wusste, dass nichts geschehen würde und dennoch waren die folgenden Minuten die Schlimmsten für ihn. Jedes Mal, wenn er kurz vor der Verwandlung stand überkam ihn eine riesige Angst. Vor den Schmerzen und den Konsequenzen. Aber dieses Mal war es schlimmer, als sonst. Er hatte das letzte Mal versucht auszubrechen und hatte nach menschlichen Opfern suchen wollen.
All das ging ihm nicht aus dem Kopf. Er wusste, dass es wieder passieren konnte. Nur ein kleiner Fehler und es würde alles schief gehen. Er würde seine Freunde verletzen, wie er James bereits das letzte Mal versehentlich verletzt hatte und er würde auf Menschenjagd gehen. Aber er wollte nicht. Er wollte niemanden umbringen. Einmal mehr verfluchte er sich und sein Blut dafür, ein Werwolf zu sein.
Er sah zu seinen Freunden, die ihn ruhig ansahen. Sie kannten seine Angst, teilten sie, ließen sich aber durch sie nicht so verrückt machen, wie er es tat. Er begann schwach zu lächeln. „Danke meine Freunde.“, sagte er und sie verstanden ihn. Sie gaben ihm die Sicherheit und das Vertrauen, das er jetzt brauchte. In sie und in sich selbst. Er merkte, wie der Mond draußen begann auf ihn zu wirken und wie sein Blut scheinbar zu blubbern begann. Erneut überkroch ihn die Angst die ihm seit Tagen in den Knochen saß und er verwandelte sich unter Schmerzen, die unerträglich zu sein schienen und doch wusste er, dass er nicht alleine war. Er brauchte keine Angst zu haben.
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