Kinder des Teufels

GeschichteDrama, Familie / P12
Hinata Hyuga Itachi Uchiha Kakashi Hatake Naruto Uzumaki Sakura Haruno Sasuke Uchiha
02.05.2013
25.05.2013
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02.05.2013 1.728
 
Kapitel 5: Frauen

Kakashi war gerade mit seiner Teamkollegin und Freundin Maike Sono unterwegs.
Maike war fast zwei Jahre jünger als Kakashi und stammte ursprünglich aus dem Land des Krieges und nicht aus Konoha.
Sie war ein Spezial-Jonin für Medizinische Einsätze und daher fester Bestandteil seines Teams.
Außerdem waren sie im Laufe der Zeit zu Freunden geworden.
Ihre langen nussbraunen Haare und ihre rote Weste, die sie zu einem weißen Rock trug, ließen nicht sofort erahnen, dass sie ein Ninja war.
Seit Kayla Kakashi verlassen hatte, war die Beziehung zu Maike anders geworden.
Sie trafen sich auch außerhalb der Missionen und Maike kam oft zu Besuch und spielte mit dem kleinen Chiaki.
Sie selbst sagte zwar oft, dass sie nicht so besonders gut mit Kindern umgehen konnte, doch Kakashi fand, dass sie das ganze sehr gut machte. Chiaki mochte sie und das stimmte für Kakashi. Chiaki konnte sich allerdings ihren Namen nicht richtig merken und für ihn war sie einfach nur Maki.
Maike schien das allerdings nicht besonders zu stören.

Heute trafen sich beide um über ihren Auftrag zu reden. Ursprünglich sollte Sasuke und sein Team nach Suna reisen, doch irgendwas hatte Naruto dazu veranlasst seine Meinung zu ändern und nun war Kakashis Team dran. Kakashi hatte schon so eine Ahnung, denn Sasuke sah aus, als hätte man ihn verprügelt, als er das letzte Mal zu Naruto geschlichen war und Kakashi kannte nur eine Person, die diesen Zustand bei Sasuke auslösen konnte: Sakura. Was auch immer Sakura für Probleme hatte, es hatte dafür gesorgt, dass Kakashi diesen Auftrag bekam.
Zusammen mit Maike und Tama würde er noch heute Abend aufbrechen.
Kakashi konnte Naruto verstehen. Immerhin ging es um Gaara und der Hokage wollte jemanden schicken, dem er blind vertraute. Und das traf auf Kakashi zu.
Das er Chiaki dafür alleine lassen musste, gefiel ihm zwar nicht, aber er war bei Sezuna und den anderen Kindern gut aufgehoben. Außerdem würde er nur ein bis zwei Wochen in Suna verbringen. Dann wollten sie das Team erneut wechseln.
„Kakashi-Sensei!“, ertönte eine Stimme und dann kam Sakura stolpernd um eine Ecke gebogen und blieb schließlich vor dem Kopierninja stehen und atmete tief durch.
„Uchiha-san. Guten Morgen”, grüßte Maike und neigte leicht den Kopf. „Guten Morgen Sono-san“, japste Sakura zurück und hob schließlich den Blick. „Kakashi-san, ich hab sie überall gesucht. Wir haben Iruka heute Morgen von der Straße aufgelesen“, erklärte sie noch immer keuchend. Kakashi sah sie mit großen Augen an und wartete, was Sakura noch zu sagen hatte.
„Er ist schwer verletzt und liegt im Koma“, erklärte sie weiter und bekam ein wenig besser Atem. „Wir haben ihn ins Krankenhaus gebracht. Leider wissen wir nicht, wo er her kommt, oder was geschehen ist“, erklärte sie und Kakashi nickte.
In ihm kämpften gegensätzliche Gefühle.
Er freute sich riesig, dass sein alter Freund wieder aufgetaucht war, aber die Tatsache, dass der im Koma lag, erfüllte ihn mit Entsetzen.
„Kann ich zu ihm?“, fragte Kakashi und Sakura nickte.
„Ich mach dann alles fertig“, erklärte Maike und hob zum Abschied die Hand.
Auch sie war eine alte Freundin von Iruka, aber sie würde warten, bis Iruka wieder ansprechbar war. Ihn schwer verletzt zu sehen, würde sie nicht ertragen.
Kakashi nickte dankend und folgte Sakura ins Krankenhaus.
Dort traf er auf Naruto, der gerade mit Sasuke redete. Kakashi nickte beiden zu und verschwand in Irukas Zimmer.
„Habt ihr Neuigkeiten?“, fragte Sakura an ihren Mann gewandt. Dieser schüttelte den Kopf. „Nach dem Krieg gab es keine Spur von ihm. Kein Anzeichen, dass er überhaupt noch lebte“, erklärte Sasuke von Anfang an. „Und nun taucht er hier wie aus dem Nichts wieder auf und keiner weiß wo er herkommt“, er schüttelte den Kopf. „Wir werden warten müssen, bis er wieder aufwacht.“
Sakura nickte. So was hatte sie sich schon gedacht.
„Dann gehe ich mich jetzt um Tenten kümmern. Das Baby müsste bald kommen“, erklärte die ehemalige Haruno. Naruto nickte und Sasuke gab ihr einen Kuss auf die Stirn, ehe Sakura loslief um ihrer Freundin bei zu stehen.



Unruhig lief Neji im Warteraum auf und ab. Bei der Geburt hatte es Komplikationen gegeben und Sakura hatte ihn gebeten draußen zu warten, weil er Tenten nervös machte und jetzt hatte er Angst.
Tentens Wehen waren ungewöhnlich stark und die Geburt dauerte ungewöhnlich lange und das machte ihm Angst.
Auch dass er rausgeworfen wurde, war kein gutes Zeichen.
„Hyuga-sama?“, drang eine Stimme an sein Ohr und Neji blieb ruckartig stehen und sah die junge Schwester an. „S…Sie dürfen jetzt rein“, erklärte sie und wirkte schüchtern.
Neji seufzte erleichtert und betrat den Raum. Tenten lag völlig erschöpft auf dem Bett und ein kleines Bündel Decken auf ihrer Brust.
Langsam näherte sich Neji seiner Frau und diese lächelte, hatte aber Tränen in den Augen.
Neji setzte sich auf einen Stuhl, nachdem er Tenten einen leichten Kuss auf die Schläfe gegeben hatte. „Wie geht es dir?“, fragte er und sah dann das kleine Ding auf ihrem Bauch an. Tenten lächelte. „Ich bin erschöpft und dem Baby geht es gut“, murmelte sie müde. Neji musste ein wenig grinsen. „Hat er das richtige Gewicht und auch alle Zehen und Fingerchen?“, fragte er, weil er sich noch nicht traute das Baby selbst zu begutachten. Es wirkte so extrem zerbrechlich.
Eigentlich hatte Neji gehofft diese Fragen würden Tenten dazu bringen zu lachen, doch sie wirkte ein wenig traurig. „Ihm geht es geht. Aber sein Geschwisterchen ist viel zu dünn. Sie haben ihn mitgenommen“, schniefte sie und Neji drückte ihre Hand.
Zwillinge!
„Alles wird gut“, sagte er und küsste ihren Handrücken. „Die Ärzte wissen schon, was sie tun“, versuchte er Tenten zu beruhigen, doch diese wimmerte leise und kurz darauf gab das Kind einen Schrei von sich, der Neji zusammenzucken ließ.
Tenten streichelte das Baby und führte es zur Brust, doch es spürte ihre Unruhe und weinte weiter.
Tenten begann ebenfalls zu schniefen, als eine Schwester kam. Sie nahm Tenten das Kind wortlos ab und reichte es Neji. Dieser zögerte erst, nahm sein Kind aber entgegen. „Es ist ein Junge“, lächelte die Schwester und Neji nickte. „Hallo mein Kleiner“, meinte er ruhig und wiegte den Jungen etwas hin und her. Dieser wurde sofort ruhiger.
Kurz öffnete er die Augen und Neji erkannte die Byakuganaugen und musste lächeln.
Tenten drehte sich um das Baby zu begutachten, wie es in Nejis Armen schlief. Sie streckte eine Hand aus und strich im vorsichtig über die dunkelbraune Wolle, die auf seinem Kopf wuchs. „Willkommen in der Familie, Yasu“, murmelte sie müde.
Neji wank eine Schwester heran und gab Tenten das Baby zurück. „Schlaf ein wenig Schatz. Du musst müde sein“, murmelte er gegen ihr Ohr. Tenten nickte, legte das Baby auf dem Bauch zurecht und schloss die Augen.
Neji erhob sich und führte die Schwester ein Stück vom Bett seiner Frau weg. „Was ist mit dem anderen Baby?“, fragte er und die Schwester biss sich ein wenig auf die Unterlippe. „Es hat sich nicht richtig entwickelt. Ist zu klein und schmächtig. Wir wissen nicht, ob es durch kommt“, erklärte sie ein wenig deprimiert. Neji biss sich auf die Wange und nickte.
Er konnte heraushören, dass die Chancen sehr gering waren.
Sein Blick fiel auf Tenten. Ihr würde er es erst einmal nicht erzählen. Nicht solange es noch nicht fest stand. Aber im Inneren konnte Neji spüren, dass der Kleine es nicht schaffen würde und das ließ ihn bereits jetzt um das Kind trauern, welches er noch nicht einmal gesehen hatte.



Die Tage gingen ins Land und Nejis Gefühl erwies sich als richtig. Yasus Brüderchen überlebte nicht und diese Tatsache ließ Tenten fast verzweifeln.
Neji tat alles dafür, dass seine Frau sich auf die Zukunft konzentrierte, denn sie musste für Yasu da sein. Er brauchte sie und auch Neji wollte nicht, dass sie sich selbst verlor.
Jeden Tag verzweifelte er mehr und mehr und wusste schließlich nicht mehr, was er tun sollte. Es zog ihm das Herz zusammen, wie er Tenten sah, wie diese blicklos aus dem Fenster starrte und nebenbei das Baby hin und her schaukelte.
Er musste dringend mit jemanden reden, doch er wusste nicht mit wem.
Sasuke war in letzter Zeit nicht unbedingt der Gesprächigste gewesen, da es noch immer mit Sakura kriselte. Diese hatte schon wieder Stimmungsschwankungen und wenn er das richtig gesehen hatte, war sie sogar wieder schwanger. Damit fiel sie auch raus.
Mit Ino verstand er sich nicht gut genug und einen der Männer wollte er nicht fragen. Die konnten ihm sicher auch nicht helfen.
Er hätte mit Hinata sprechen können, doch er bezweifelte, dass sie wirklich hilfreich war. Er wusste, dass Hinata mit Tenten reden würde, aber Hinata fehlte einfach die Entschlossenheit Tenten wieder auf den Boden zu bringen. Und diese Entschlossenheit brauchte er und das war auch der Grund, warum er auf das Haus der Uchiha-Kayas zu lief.
Er selbst war nicht unbedingt sehr gut mit ihnen befreundet, aber Tenten war oft hier und Sezuna war zu einer sehr guten Freundin geworden. Also würde er sie um Hilfe bitten.
Er wollte gerade klopfen, als er Schreie hörte.
„Mach, dass du raus kommst!“, rief eine Frau und jemand riss die Tür auf und lief an ihm vorbei, während Kunais folgten. Dann wurde die Tür geschlossen und Neji blickte auf Itachi, der die Tür mit weit aufgerissenen Augen anstarrte.
Neji starrte diesen an. „Was ist los?“, fragte er und Itachi fuhr sich durch die Haare. „Morgenübelkeit“, murmelte der Uchiha ein wenig genervt. Neji blinzelte. „Aber…“, begann er wurde aber von Itachi unterbrochen. „Ja, Hiko ist erst ein paar Wochen alt“, grummelte er mürrisch. „Das ist ja auch der Grund, warum sie nicht gerade erfreut darüber ist, wieder schwanger zu sein“, murmelte der Schwarzhaarige und starrte noch immer die Tür an, als würde diese ihn gleich fressen.
Neji schielte zu den Kunais, die in einer Höhe im Baum steckten, die ihn erschaudern lies. Sezuna hatte definitiv auf die wichtigsten Teile eines Mannes gezielt.
Neji blickte noch einmal zur Tür und war sich nicht ganz sicher, ob er überhaupt hinein gehen sollte.
„Ich glaube sie will jetzt niemanden in ihrer Nähe haben, der auch nur Ansatzweise männlich ist“, grummelte Itachi und Neji seufzte.
„Lust auf ein Bier?“, fragte dieser und sah Itachi an. Dann würde er eben zuerst mit diesem reden. Itachi nickte und beide Männer begaben sich in eine nahegelegene Kneipe um über die Probleme mit ihren Frauen zu philosophieren.
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