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Love to the death

KurzgeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Anna Jung Tom Kepler
29.04.2013
29.04.2013
1
1.969
 
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29.04.2013 1.969
 
BITTE VORHER LESEN!
Hallo liebe Leser!
Heute melde ich mich mit einem naja.. sagen wir mal emotionalen One-Shot. Dies Geschichte ist meiner dramatischen Ader entsprungen :) Ich hoffe sie wird euch gefallen :) Achso und bevor ich es vergesse: Für Leute die nah am Wasser gebaut sind oder ein wenig empfindlich sind, ist diese Geschichte wahrscheinlich nicht so vorteilhaft. Als ich diese Geschichte geschrieben habe, musste ich selbst ein wenig weinen :S Also gilt: Lesen auf eigene Gefahr ;)
Lg Dreamergirl

PS: Falls ihr die Geschichte lest: Ich habe fast den ganzen Nachmittag an der Geschichte gesessen und es wäre schön wenn ihr meine Arbeit mit einem Review belohnt :)
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"Sie haben Leukämie."
Das war der Satz der Anna Leben für immer veränderte. Sie war gerade erst 16 geworden und jobbte mit Tom im Hotel 13. Nachdem es ihr wochenlang schlecht war, ging sie zum Arzt. Und bekam diese Diagnose.
"Ihre Überlebungchancen stehen 1:1000. Der Krebs ist schon zu weit vorgeschritten. Wir können zwar eine Chemotherapie machen, doch die Chancen das der Krebs verschwindet ist sehr niedrig.", sagte der Arzt damals.
Anna entschied sich dafür keine Chemo zu machen. Sie wollte nicht noch mehr Schmerzen als sie eh schon hatte. Seit dieser Entscheidung sind nun zwei Monate vergangen. Und davon liegt Anna schon einen Monat im Krankenhaus, da es ihr immer schlechter geht. Tom geht sie jeden Tag besuchen und wird auch manchmal von der Schule freigestellt, wenn Anna ihn braucht. Und so ist es auch dieses Mal:
"Was machst du da?", fragte Tom und setzte sich neben Anna aufs Krankenbett.
Anna schaute ihn kurz an und wandte sich dann wieder ihrem Block.
"I...Ich schreibe mein Testament...", sagte sie traurig.
"Was?", fragte Tom geschockt.
"Tom du weißt genau das ich das hier nicht überlebe.", sagte sie leise.
"Anna das weißt du nicht! Vielleicht passiert ja noch ein Wunder. Du darfst die Hoffnung nicht aufgeben!", sagte Tom und nahm ihre Hand.
"Tom ich habe die Hoffnung nicht aufgeben. Doch ich glaube nicht an ein Wunder. Du siehst doch wie ich jeden Tag schwächer werde.", sagte Anna.
Tom schaute sie traurig an und nahm sie in den Arm.
"Was hat der Arzt heute nach der Untersuchung gesagt?", fragte er.
"Er meinte wenn es weiter so schnell voran geht, habe ich noch höchstens 2 Wochen.", sagte Anna.
"Was?Nur noch 2 Wochen?", fragte Tom entsetzt.
"Ja. Aber ich gaube nicht das ich noch 2 Wochen aushalte.", sagte sie.
Tom küsste ihren Kopf. Am Abend musste er sich schweren Herzens von Anna verabschieden. Er gab ihr noch einen langen Kuss, bevor er ging.

1 Woche später: Tom saß gerade im Unterricht als sein Handy klingelte. Schnell ging er nach draussen um zu telefonieren. Die Lehrerin wusste bescheid. Ein paar Minuten später kam er wieder rein. Seine Klassenkameraden schauten ihn traurig an, als sie seinen Blick sahen. Ihm lief eine Träne die Wange runter. Die Lehrerin nickte ihm, Liv, Viktoria und Flo zu. Dann packten die vier ihre Sachen und gingen.
Am Krankenhaus wartete der Doktor schon auf sie.
"Wie schlimm geht es ihr?", fragte Liv unter Tränen.
"Ihr geht es sehr schlecht. Ich weiß nicht ob sie den Tag überlebt. Deshalb wollte sie auch das ihr kommt.", erklärte der Arzt.
Liv und Viktoria schluchzten. Dann gingen sie zu Anna. Sie lag in ihrem Bett und hatte die Augen leicht offen. Neben dem Bett standen ihre Eltern. Tom ging sofort an ihr Bett und nahm ihre Hand. Viktoria, Liv und Flo hielten sich ein wenig im Hintergrund auf. Es war eine erdrückende Stille. Ab und zu hörte man das Schluchzen von Liv, Viktoria und Annas Eltern. Tom strich Anna sanft eine Strähne aus dem Gesicht. Anna lächelte ihn schwach an. Und genau an diesem Punkt wusste Tom, das Anna nicht mehr leben wollte. Ihre Schmerzen waren zu groß.
"Ich will nicht mehr..", flüsterte nun Anna, als ob sie Toms Gedanken gelesen hätte.
"Ich weiß.", sagte Tom und rückte ihre Hand sanft.
"Gut. Dann will ich jetzt noch etwas sagen: Ich liebe euch alle hier in diesem Raum. Ihr habt mir Leben immer ein wenig leichter gemacht. Und dies werde ich nie vergessen. (...) Ich habe für jeden den ich lieb habe, einen Brief geschrieben und diese dem Arzt gegeben. Ich hoffe ihr werdet ihn später lesen. ", sagte Anna leise.
Dann wandte sie sich an Tom:"Tom, ich liebe dich über alles. Du bist glaub ich das Beste was mir je passiert ist."
"Ich liebe dich auch über alles.", sagte Tom mit Tränen in den Augen.
Dann küsste er sie ein letztes Mal, bevor sie ihre Augen für immer schloss...

Am Abend saßen alle in einem kleinen Raum. Es war still, bis auf einmal der Arzt rein kam.
"Hier sind die Briefe von Anna.", sagte er und ging wieder.
Jeder nahm sich den Brief wo sein Name drauf stand. Doch keiner wollte ihn öffnen. Es schmerzte noch zu sehr. Eine halbe Stunde später verließen die 4 Freunde das Krankenhaus. Viktoria, Liv und Flo gingen noch an den Strand um sich abzulenken, während Tom nach Hause wollte. Als er zu Haustür rein kam, stand seine Mutter vor ihm. Sie wusste schon von Annas Tod. Tom sah das sie ebenfalls geweint hatte. Dann umarmten sich die beiden und Tom lies seinen Tränen freien lauf. Seine Mutter weinte nun mit ihm und sagte leise:"Es tut mir so leid, Tom..."

Als er Abends im Bett lag, öffnete er den Brief von Anna:

Lieber Tom, wenn du das hier liest bin ich wahrscheinlich nicht mehr bei dir. Und das tut mir sehr leid. Ich wollte eigentlich noch so viel mit dir erleben :) Ich wollte eine Weltreise mit dir machen, dich irgendwann heiraten, Kinder kriegen und dann auch zusammen mit dir sterben. Doch das geht jetzt alles nicht mehr.
Weißt du noch wie wir uns damals kennen gelernt haben? Ich glaube das war der magischste Augenblick in meinem Leben. Dein Lächeln hat mich sofort angesteckt und ich wusste sofort das du etwas besonderes bist. Und als wir zusammen kamen war ich das glücklichste Mädchen der Erde. Nur schade das wir davon nicht viel hatten, da ich ihn dieser Nacht in einen Unfal verwickelt wurde. Doch zum Glück ist alles gut ausgegangen. Und danach begann unsere Beziehung auch erst richtig. Ich weiß noch genau wie du mich an den Strand geführt hast und wir die Nacht dort verbrachten. Es war einfach nur wunderschön. Ich fand es auch total süß das du mich jeden Freitagabend ausgeführt hast. Du hast immer zu mir gehalten und dafür bin ich dir sehr sehr dankbar. Aber ich bin auch für alles andere was du getan hast sehr dankbar. Und überhaupt bin ich dankbar das es dich gibt! Du hast mein Leben erst aufregend und besonders gemacht.
Selbst als ich im Krankenhaus lag hast du mich jeden Tag mindesten eine halbe Stunde besucht. Und auch die letzten Woche hast du mich immer wieder zum Lächeln gebracht.
So und jetzt bin ich langsam am Ende meines Briefes und da möchte ich dir noch etwas sage: Egal, wie schmerzhaft mein Tod jetzt für dich ist, möchte ich das du dich nicht veränderst. Ich möchte das du wieder deine Späße machst, dich kaputt lachst und das du bald ein neues Mädchen kennen lernst, das dich tröstet und das dich genauso nimmt wie ich dich nahm. Ich will das du dein Leben weiter lebst und etwas daraus machst, auch ohne mich. Aber trotzdem hoffe ich du mich nie vergisst und ich trotzdem ein Teil deines Herzens bleibe. Ich liebe dich, Tom Kepler.
Kuss Anna :*
PS: Du bist und bleibst die Liebe meines Lebens!

Tom musste grinsen und weinen. Und er wusste ganz genau das er Anna nie vergessen würde. Dann versuchte er zu schlafen, doch er bekam kein Auge zu....

4 Tage später war Annas Beerdigung. Tom schlief nachts kaum noch.Im Moment stand er vor dem Spiegel und richtete seinen blauen Anzug. Anna wollte das alle ihre Lieblingsfarbe blau bei ihrer Beerdigung tragen. Später fuhr Tom mit seiner Mutter zur Kirche. Annas Eltern wollten Tom noch vorher sehen. Herr und Frau Jung warteten vor der Kirche auf ihn.
"Hier. Anna wollte das du es bekommst.", sagte Herr Jung und drückte Tom etwas in die Hand.
Tom nahm das "Ding" aus seiner Hand und sah das es Annas Uhr-Kette war, die sie normalerweise immer bei sich trug.
"Danke.", sagte Tom und steckte die Kette in seine Tasche.
Er wollte sie jetzt nicht anziehen. Dann begann die Kirche. Nachdem der Pfarrer Annas Geschichte erzählt hatte, gingen sie raus zum Grab wo sich jeder nochmal von Anna verabschiedete. Jeder nahm eine weiße Rose und schmiss sie ins Grab. Doch Tom hatte seine eigene Rose mitgebracht. Vorsichtig schmiss er die rote Rose ins Grab. Dann sprach der Pfarrer ein paar letzte Worte. Plötzlich brach Annas Mutter zusammen. Tom und Herr Jung stützen sie.

Nach dem er fast zwei Wochen nicht mehr in der Schule ging, ging Tom nun das erste mal nach Annas Tod wieder. In der Pause saßen Tom,Liv, Viktoria und Flo an einem Tisch.
Auf einmal sagte Liv:"Du siehst ziemlich müde aus, Tom. Hast du diese Nacht nicht geschlafen?"
"Ich schlafe schon seit 2 Wochen nicht. Ich bekomme einfach keine Ruhe.", sagte Tom traurig.
Zwar hatte Anna gesagt er sollte wieder lachen wie früher, doch er konnte nicht. Ihm schmerzte alles. Seine Arme, eine Beine, sein Kopf und vorallem: sein Herz.

"Vor genau drei Monaten habe ich hier gestanden und habe seine Freundin Anna beerdigt. Und nun stehe ich hier wieder um Tom wieder mit seiner Freundin zu vereinen.", sagte der Pfarrer.
Die Trauergemeinde schluchzte.
"Nach Annas Tod taten Tom sowohl seine Beine, als auch sein Herz weh. Er hatte seine große Liebe für immer verloren. Nach dem er wochenlang kaum geschlafen und etwas gegessen hatte, schickte seine Mutter ihm zum Arzt. Doch was der Arzt ihm der Arzt sagte, überraschte selbst ihn: Tom litt an der gleichen Leukämie Erkrankung wie seine Anna. Und er hatte genau so wenig Chancen wie sie. Deshalb entschied er sich dafür, keine Chemotherapie zu machen. Und unterschrieb damit sein Todesurteil. Seine Familie und seine Freunde verstanden ihn. Und auch Toms Mutter merkte, das er nur glücklich wird wenn er wieder bei seiner Anna ist. Keinen Monat später starb Tom an der Krebs Erkrankung. Sein letzter Wunsch war es neben seiner Anna beerdigt zu werden. Und diesen Wunsch konnte ihm niemand ausschlagen. Und nun stehen wir hier um Abschied von Tom zu nehmen. Sie dürfen nun einzeln Abschied nehmen.", sagte der Pfarrer und trat bei Seite.
Dann gingen die Freunde, Verwandte und Bekannte nach vorne um die Rosen ins Grab zu schmeissen. Als Liv Abschied nahm, musste sie unter Tränen lächeln. Tom hatte einmal gesagt er würde Anna überall hinfolgen, selbst in den Tod. Und so war es ja auch. Liv war traurig, aber auch gleichzeitig glücklich, Tom nicht mehr so leiden so sehen. Und auch sie entschied sich nicht mehr leiden zu wollen. Nach der Beerdigung wollte sie ins Hotel 13 fahren, um zu Diederich zu reisen. Den auch Liv konnte es nicht ohne ihre große Liebe aushalten.
Zum Schluss stand Toms Mutter am Grab. Neben ihr standen Annas Eltern.
"Jetzt sind sie endlich vereint und hoffentlich glücklich.", sagte sie zu Annas Eltern.
Dann lächelten sie und gingen.

"Wir sind glücklich oder?", fragte Tom Anna.
Die beide schauten vom Himmel auf ihr Grab und hatten die Beerdigung verfolgt.
"Ja, auf jeden Fall.", sagte Anna.
Dann küssten sich die beide lange und zärtlich.
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