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Beauty and the best

von windangle
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
17.04.2013
17.04.2013
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1.471
 
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~*3: Der Fluch des Prinzen*~


Erschrocken starrte Gohan auf den jungen Mann, der ihn angesprochen hatte.
`Wie konnte er sich so leise anschleichen?`
"Äh...Guten Abend. Es tut mir leid, ich wollte hier nicht einfach so hereinplatzen, aber es hat sehr geregnet und ich habe mein Pferd verloren." Sagte er als er sich wieder gefasste hatte.
Der junge Mann nickte verstehend. "Das ist schon in Ordnung. Bitte, folgt mir..." Langsam lief er einen der Gänge hinunter und winkte Gohan kurz, ihm zu folgen. Neugierig beobachtete er ihn. Ihm fiel auf, dass dieser junge Mann einen Schwanz um seine Hüfte geschlungen hatte. Er war groß gebaut, sah ziemlich kräftig aus und hatte lange schwarze Haare, die ihm über den Rücken bis in die Kniekehlen hingen.
Der junge Mann blieb plötzlich stehen, nickte ihm kurz zu und öffnete eine Zimmertür.
"Bitte, nach Euch!" Gohan nickte ebenfalls und betrat das geräumige Zimmer, das ungefähr die Funktion eines Wohnzimmers haben musste. Es hatte einen Kamin, in dem ein offenes Feuer brannte an der Kopfseite. Davor stand ein Sessel, und, wie auch alle anderen Räume, die Gohan bis jetzt gesehen hatte, lagen rote Teppiche auf dem Boden. Der junge Mann schloss leise die Tür hinter ihm, und sprach: "Er hat sich im Wald verirrt. Ich wollte ihn nicht wieder in den Regen hinausschicken!"
Gohan wunderte sich, mit wem er sprach, als er auf einmal eine weitere Person in Zimmer bemerkte.
"Du weißt genau, was der Prinz davon halten würde, Radditz. Schaff ihn weg!"
Aus der einen Ecke des Zimmers löste sich die Silhouette eines Mannes aus den Schatten und kam auf sie zu.`Der Mann ist noch größer als...wie war sein Name, Radditz?"
Gohan musterte ihn. Er sah recht bullig aus, ebenfalls hatte er einen pelzigen, braunen Schwanz um seine Hüfte, der sich jetzt löste und ärgerlich zuckte. Er sah genauso kampferprobt aus wie Radditz, allerdings hatte er eine Glatze, Gohan schätzte ihn auf etwa fünfundzwanzig Jahre. `Radditz muß etwa zweiundzwanzig sein, also drei Jahre älter als Kakarotto.` Gohan konnte Leute sehr gut einschätzen, schon nach den ersten Blicken.

"Nein, Nappa. Er ist ganz nass und er ist unser Gast. Wir müssen ihn gut behandeln..."
Nappa unterbrach ihn mit einem Knurren: "Verdammt Radditz! Du weißt genau, was der Prinz mit ihm macht, wenn er das herausfindet." Radditz zögerte und sah Gohan kurz an, dann zurück zu Nappa. "Er wird es verstehen, oder? Ich werde es ihm erklären..." Wieder wurde er von dem anderen unterbrochen. Nappa hatte ihn an den Schultern gepackt und sah ihm eindringlich in die Augen. "Nein, das wird er nicht, und das weißt du auch! Es ist zu gefährlich ihn hier zulassen!" Radditz riss sich los, seine Augen funkelten wütend. "Es wäre auch gefährlich, ihn in den Wald zurückzuschicken, jetzt, wo er sich verlaufen hat, und die Wölfe hinter ihm her sind... Nappa..." Er trat auf den Größeren zu und legte ihm eine Hand auf die Schulter. "...Warum denkst du so schlecht von unserem Prinzen? Du hast dich schon um ihn gekümmert, als er gerade erst geboren war. Hast du alles Vertrauen verloren?" Radditz' Stimme war zum Schluss sehr sanft geworden. Leise sprach er weiter. "Ich werde ihn bitten, den Fremden eine Nacht lang Unterschlupf zu gewähren. Morgen werden wir ihn in sein Dorf zurückbringen."
Nappa schien mit sich selbst zu ringen, doch dann seufzte er und nickte. "Gut Radditz. Aber erwarte nicht zuviel von ihm. Er ist schon lange nicht mehr er selbst..."
Lächelnd drehte Radditz sich zu Gohan um, der dem Gespräch stumm gefolgt war, und sich fragte, wer dieser mysteriöse Prinz war. Laut fragte er das aber nicht, sondern lächelte ebenfalls. "Vielen Dank." Daraufhin zog Radditz ihn zu dem Sessel und drückte ihn hinein. Dann pfiff er einmal laut, sodass Gohan kurz zusammenzuckte. Plötzlich flog eine andere Tür auf und eine Frau betrat den Raum, zusammen mit einem kleinen Jungen, der den neuen Gast verwundert und neugierig musterte. Die Frau schien ein Mensch zu sein, sie hatte türkisfarbene Haare und Augen von einem tiefen blau, genau wie der kleine Junge, der ungefähr sieben sein musste, und violettfarbene Haare hatte. Die Frau sah kurz zu Nappa hinüber, und wandte sich dann an Gohan. "Guten Abend, mein Name ist Bulma. Möchtet Ihr etwas Tee?" Damit platzierte sie eine gefüllte Tasse in seinem Schoß. Der Junge hatte seine Scheu nun überwunden und lief auf ihn zu. "Ich bin Trunks. Guten Abend, bist du aus den Dorf hinter dem Wald?" Gohan lächelte ihn an. "Ja genau! Mein Name ist Gohan."

Plötzlich flog krachend die Tür auf, und augenblicklich verlosch das Feuer im Kamin, und eine unheimliche Kälte machte sich im Raum breit. Gohan verschluckte sich fast an seinem Tee und sah die anderen an, die mit schreckensgeweiterten Augen auf etwas hinter ihm starrten.
Dann erscholl ein tiefes Grollen, wie das eines sehr großen Tieres, und eine kalte Stimme ertönte: "Es ist ein Fremder im Schloss..." Das war keine Frage. Gohan spürte, wie Furcht in ihm aufstieg und sein Herz schneller schlug.
"Prinz!" Das war Radditz. "Er hat sich im Wald verlaufen und war ganz nass und ich dachte, dass vielleicht-" Wieder unterbrach ihn ein lautes Grollen, dass Gohan das Blut in den Adern gefrieren ließ. Nervös wagte er es schließlich, einen Blick über die Schulterpolster des Sessels zu werfen- und erstarrte. Das, was er sah, war die Gestalt eines missratenen Menschen. Die Kreatur war nicht besonders groß, aber abstehende, schwarze, zottelige Haare standen wie eine schwarze Flamme nach oben, und fielen über ihre Schultern. Auf fast dem ganzen Körper schien sie mit rotem Fell bedeckt zu sein, außer auf der muskulösen Brust und im Gesicht. Sie hatte einen ebenfalls roten, pelzigen Schwanz, den sie um die Hüfte gewickelt hatte. Das Gesicht der Kreatur war dunkel, der Ausdruck kalt und gnadenlos. Zu Tode erschrocken zog Gohan seinen Kopf zurück und unterdrückte einen panischen Schrei, als er sich plötzlich Auge in Auge mit dem Biest wiederfand. Pechschwarze Augen, umrahmt von rot, sahen ihn an.
"Wer bist du?" Die Stimme klang drohend, mühsam beherrscht. "Was suchst du hier?"
Gohan konnte vor Schreck nicht antworten, starrte nur in das Gesicht des Biestes, welches immer wütender wurde.
Auf einmal packte es ihn, und zog ihn dicht zu sich heran. Schmale, zu Schlitzen verengte Augen bohrten sich angriffslustig in seine. Die Stimme war jetzt ein Flüstern:
"Bist du gekommen...um mich anzustarren?!" Ein lautes Knurren erklang wieder, und Gohan zuckte sichtlich zusammen.
"Ich...es tut mir...ich wollte nicht...."
Seine Stimme versagte ihm wieder.
"Du...du bist hier um mich anzustarren! Auch jetzt starrst du mich an!" Das ganze Gesicht des Biestes war nun hassverzerrt. "Willst du dich über das Monster, das ich bin, lustig machen?" Gohan sah einen kurzen Moment so was wie Verzweiflung in den Augen des Biestes, welche als einzige menschlich wirkten. Doch sofort wurde die Emotion durch Hass ersetzt.
"Du wolltest eine Bleibe, oder?! Ich werde dir eine geben!"
Das Biest drehte sich um, und schliff Gohan mit auf die Tür zu, als sich ihnen Radditz in den Weg stellte.
"Bitte! Ich bitte dich, lass ihn gehen, er hatte keine bösen Absichten!!"
Radditz zitterte, als er einen Schritt auf den brodelnden Prinzen zumachte. Das Biest knurrte, und setzte seinen weg zur Tür fort, und schob Radditz dabei einfach aus dem Weg.
"Bitte! ...Bitte Vegeta...!"
Das Biest stockte, und blieb regungslos stehen. Dann drehte es sich um und sah wütend in Radditz' nur mühsam beherrschtes Gesicht.
"Wag es nie wieder, mich so zu nennen! Vegeta ist tot, er ist vor drei Jahren gestorben..." Wieder schien ein Hauch von Verzweiflung in der Stimme des Prinzen zu sein.
"Ich brauche dein verdammtes Mitleid nicht!!"
Damit fuhr er herum und rannte mit Gohan den gang hinunter.

Radditz starrte ihnen fassungslos nach und schrie auf einmal auf.
" Neeeeiiin!!"
Weinend sank er auf den Boden. Sofort waren Nappa und Bulma bei ihm, und Nappa legte einen Arm um seine Schulter. Radditz klammerte sich an seinem Arm fest.
"Er hat vergessen, wer er ist, Nappa!" schluchzte er. "Er hat sich aufgegeben..."
Nappa und Bulma sahen sich betroffen an. Leise sprach Radditz weiter.
"Wer sollte ihn jetzt noch erlösen können?? ...Er ist mein bester Freund..."
Verzweifelt schlug er seine Hände vor sein Gesicht.
"Vegeta..."

Vor dem Fenster hatte der Regen in der Zwischenzeit aufgehört und die Sonne brach wieder durch die Wolken, jedoch konnte sie die traurige Stimmung der vier Schlossbewohner nicht heben.
 
 
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