Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Beat and biss 2

von windangle
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Den
17.04.2013
17.04.2013
1
1.603
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
 
17.04.2013 1.603
 
~*2: Flucht ins Unbekannte*~



Knarrend gab die schwere Holztür dem Druck seiner Hand nach und auf einmal quellte ihm eine Unmenge heißen Qualmes entgegen. Hustend versuchte Kakarotto, in dem dichten Rauch die Umrisse seines Ziehvaters auszumachen.
"Pa...Papa?"
Ein weiteres Husten und Keuchen war zu hören und erleichtert sah er, dass Son Gohan anscheinend unverletzt war, denn er konnte noch laut herumfluchen.
"Verdammte Technik...Ich werde diesen Vervielfältiger nie in Gang bringen!!"
Kakarotto lächelte müde. Er war diese Sprüche seines Vaters gewohnt, und er wusste auch, wie man ihn behandeln musste.
"Ich bin sicher, dass du es schaffst. Du wirst diese Maschine zum Laufen bringen und morgen auf dem Kongress das Stipendium vom Ministerium erhalten und ein weltberühmter Wissenschaftler werden!" Liebevoll klopfte er ihm auf die Schulter. Seine Worte hatte ihre Wirkung nicht verfehlt; das Gesicht seines Vaters erhellte sich.
"Du hast Recht, Kakarotto. Ich werde mich sofort an die Arbeit machen...Gib mir doch mal bitte den Schraubenzieher.."

Kakarotto schaute ihm still bei der Arbeit zu, ihm lag etwas auf dem Herzen, und schließlich durchbrach er die Stille.
"Vater, meinst du... also findest du mich.. vielleicht...eigenartig oder seltsam..?" Kakarotto ließ es seiner Stimme nicht anmerken, aber diese Frage beschäftigte ihn sehr.
Mit gerunzelter Stirn starrte Son Gohan seinen Schützling an. "Seltsam?!"
"Na ja...Ich bin mir nicht sicher, ob ich in diese Gemeinschaft gehöre...Ich bin mir sogar sehr sicher, dass ich fortgehen sollte..." Gohan hatte ihm mit ernster Miene zugehört.
"Kakarotto, was dir fehlt ist ein Freund. Warum freundest du dich nicht mit Jemandem in deinem Alter an?" Kakarotto schüttelte den Kopf. "Ich glaube nicht, dass es das ist. Wenn ich einen Freund gebraucht hätte, dann während meiner Kindheit. Aber vielleicht brauche ich Jemanden, der mehr ist, als nur ein Freund. Jemand, der mich versteht, der mich so liebt, wie ich bin...Jemand, dem ich vertrauen kann. Es tut mir leid, Vater, ich wollte nicht sagen, dass ich dir nicht vertraue..." Kakarotto ließ den Kopf hängen.
"Was ist denn mit Zarbon? Er sieht ganz gut aus und es scheint mir, als hätte er einen Narren an dir gefressen."  Kakarotto seufzte.
"Ja richtig, er sieht gut aus, und er ist eingebildet, brutal und gemein! Er würde nie zu mir passen, ich könnte ihm niemals vertrauen."
Der Ältere nickte wissend. "Ich habe eigentlich nichts anderes erwartet. Ich hätte auch nicht gewollt, dass du mit diesem Kerl zusammen bist..." Er legte den Kopf schief und starrte eine Weile reglos in das diffuse Sonnenlicht, dass durch die Kellertür fiel. Schließlich schien er etwas entschieden zu haben.
"Wenn es dein Wunsch ist, mögest du gehen, wohin du willst, Kakarotto. Ich würde dich niemals zwingen, nur wegen mir hierzubleiben, wenn du nicht glücklich bist. Und ich will, dass du glücklich wirst." Langsam drehte er sich zu dem Jüngeren um. "Niemand hat es mehr verdient, glücklich zu werden, als du, mein Sohn!"
Die Strahlen der Sonne umrahmte die ungleichen Gestalten, die sich lange umarmten.


Später am Morgen hatte Gohan sein Pferd Jun, einen schneeweißen Schimmel, angespannt und war mit ihm und der reparierten und nun auch funktionierenden Maschine zum Kongress in die nächste Stadt aufgebrochen. Kakarotto hatte ihm nachgewunken, bis dieser nicht mehr zu sehen war, und hatte sich dann hinter das Haus begeben, um seine tägliche Trainingseinheit abzuhalten.


Son Gohan war ungefähr seit drei Stunden im Wald unterwegs. Die Sonne schien durch die Bäume und warf spielerische Lichtreflexe auf den Boden und den Rücken des weißen Schimmels. Juns' Hufe klapperten einen leisen Rhythmus auf dem Waldboden, als der Tag sich seinem Ende zuwandte.
Nach einiger Zeit kamen sie an eine Weggabelung. Son Gohan, so gewitzt er auch im Lesen von Bauplänen ist, war ein hoffnungsloser Fall in Sache Kartenlesen oder sich mit Hilfe von Wegweisern zurechtzufinden. Dafür hatte er ja Jun, aber heute hatte Gohan sich nicht von seinem treuen Pferd leiten lassen, sondern bestand auf den Weg, den er einzuschlagen gedachte.
"Na komm schon, Jun, dieser Weg ist der Richtige..."
Jun war ganz anderer Ansicht und beäugte misstrauisch den weitaus dunkleren und unheilvollen Weg, den sein Herr gewählt hatte. Ein letztes Mal versuchte er, sie in die andere Richtung zu ziehen, aber vergebens.
"Das ist eine Abkürzung." Basta.

Während sie langsam dem immer dunkler werdenden Pfad folgten, wurde Jun immer nervöser, denn er hatte, im Gegensatz zu seinem Herrn, die lauernden Jäger in den Schatten am Wegrand bemerkt...

Wölfe.
Sie verfolgten sie, jagten sie, und warteten auf ihren Moment zum Angriff.
Und dann geschah es. Ein lautloser Befehl, und auf einmal stürzte das Rudel zwischen den Bäumen hervor, und attackierte den Wagen! Jun reagierte schneller als sein Herr und machte eine halbe Kehrtwendung mitsamt dem Wagen, und wich den ersten Angreifern aus. Während er voller Panik zurücktaumelte, krachte der hintere Teil des Wagens gegen einen hohlen Baumstamm, aus dem eine riesige schwarze Welle aus Fledermäusen hervorkam, die Pferd und Kutscher umschwirrten. Verzweifelt versuchte Gohan, Jun zu beruhigen, doch vergebens-
Kopflos raste das Pferd mit ihm geradeaus; dabei war es keine bestimmte Richtung, sie galoppierten im höchsten Tempo aus dem Wald hinaus, auf eine tiefe Schlucht zu. Bevor Gohan sich versah, hingen sie halbwegs über dem Abgrund! Unglaublicherweise bewahrte der alte Mann die Nerven; besänftigend sprach er auf das Pferd ein und langsam bewegte sich der Wagen rückwärts. Gohan wollte gerade erleichtert aufatmen, als ein lautes Heulen aus dem Wald drang- ihre Verfolger hatten nicht aufgegeben!
Jun rastete endgültig aus, alles Reden Gohans nützte nichts, Jun warf ihn ab! Klirrend zerbrach die Lampe auf dem Erdboden, als er aufschlug und Jun mitsamt des Wagens flüchtete.

Mühsam rappelte er sich auf du sah sich um. Von seinem Pferd fehlte jede Spur. Gerade wollte Gohan sich auf die Suche machen, als plötzlich ein lautes Heulen zu hören war, dass sich rasch näherte. Schon tauchten die ersten schemenhaften Umrisse zwischen den Schatten der Bäume auf, und witterten nach ihm. Gohan verlor keine Zeit; er rannte so schnell er konnte in die entgegengesetzte Richtung. Knurrend nahmen die Wölfe die Verfolgung auf. Die ersten näherten sich und er konnte ihr stetes heulen und heiseres Kläffen hören, aber er wagte nicht, sich umzusehen, stattdessen lief er um sein Leben zwischen den Bäumen durch, schlug hier einen Haken, wechselte die Richtung, bis er selbst nicht mehr wusste, wo er war, doch seine Jäger blieben ihm dicht auf den Fersen, und einige liefen an den Seiten voraus, um ihm den Weg abzuschneiden. Er hatte keine Chance, das wusste er. `Wenn nicht gleich ein Wunder geschieht, bin ich verloren!!`  
Wie aus dem Nichts tauchte die Mauer vor ihm auf. Sie war ca. zwei Meter hoch, aus groben Steinen gebaut, und mit Moos überwuchert. Gohan blickte panisch zurück, in die Richtung, aus der die knurrenden Laute immer lauter wurden, je näher die schnellen Jäger ihrer Beute kamen. Doch noch einmal setzte sich sein rationaler Verstand durch: 'Eine Mauer! Wo eine Mauer ist, muss auch ein Tor sein..!` Nervös strich er mit seinen Fingern über die raue Oberfläche und rannte daran entlang weiter. Seine Beine drohten gleich einzuknicken, so sehr zitterten sie. Da!  Endlich konnte er das Tor sehen! 'Nur noch ein paar Meter..'
Hastig drückte er die verrostete Klinke herunter, und warf sich mit aller Kraft gegen das Eisen, das unter seinem Gewicht nachgab, und das Tor aufschwang. Blitzschnell schob er sich hinein und schlug es zu. Krachend prallten seine Verfolger gegen das Schmiedeeisen, und verfehlten seinen Fuß um Haaresbreite. Enttäuscht heulten sie in die Nacht, als sie sich schließlich in die Nacht zurückzogen.

Gohan seufzte erleichtert und rappelte sich auf. Als er sich umsah, stockte ihm der Atem; vor ihm ragte ein riesiges Schloss in den Himmel. Es hatte steinerne Wasserspeier in der Figur von Gargoyles und Drachen, seine schwarzen, drohenden Türme konnte man in der Dunklen Nacht kaum ausmachen. Schwarze Schatten und zuckende Blitze spiegelten sich in den hohen Fenstern wider. Gohan schluckte. Dieser Ort war definitiv gruselig.

Er hatte gar nicht bemerkt, wie es langsam angefangen hatte zu regnen, doch mittlerweile brach ein richtiges Gewitter los, und nahm ihm die Frage, ob er das unheimliche Gemäuer betreten sollte, ab. `Ich habe keine Wahl. Hinter mir lauern die Wölfe, und alles ist besser, als gefressen zu werden!' beschloss er und verlor keine weitere Sekunde sondern drückte die schwere, dicke Eichentür auf und huschte hinein. Knarrend fiel die Tür hinter ihm zu.

Tropfend und staunend sah er sich um. Vor ihm lag eine riesige Eingangshalle. Sein Blick fiel sofort auf die ausladende, breite Treppe, die mit einem roten Samtteppich bedeckt war, genauso wie die langen Gänge, die von der Halle weiter ins Schloss hereinführten. Einige seltsame Gemälde hingen an den Wänden. Gohan trat näher an sie heran, sie zeigten verschiedene Schlachten, riesige wütende Affenmonster, tote, seltsame Kreaturen, die in ihrem Blut lagen, mit riesigen Wunden. Gohan kniff die Augen zusammen; etwas war seltsam an diesen Wunden...
`Sie sind nicht mit Waffen beigebracht worden. Es hat eher den Anschein, als...`
Plötzlich runzelte er die Stirn. Die kämpfenden Krieger auf diesen Bildern waren von humanoider Gestalt, sie sahen den Menschen sehr ähnlich, bis auf die Tatsache, dass sie allesamt schwarze Haare hatten, und... `...sie haben alle Schwänze!!`
"Kakarotto!" entfuhr es ihm. Hastig dachte er nach; das konnte doch kein Zufall sein. Auf was war er hier gestoßen?

Auf einmal hörte er ein Räuspern. Überrascht drehte er sich um.

"Darf ich Euch fragen, wer Ihr seid?"
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast