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Beat and biss 1

von windangle
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
17.04.2013
17.04.2013
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17.04.2013 2.280
 
In einem weit entfernten Land lebte einmal ein junger Kriegerprinz in einem wunderschönen Schloss. Obwohl er alles hatte, was sein Herz begehrte, war der Prinz arrogant, selbstsüchtig und unfreundlich, seit seine Familie vor vielen Jahren gestorben war. Einst, an einem Winterabend, kam eine alte Bettlerin zu seinem Schloss, und bot ihm eine rote Rose, damit er ihr Zuflucht vor der bitteren Kälte gewährte. Der Prinz belächelte ihre zerlumpte Erscheinung und schickte die Frau davon, doch sie warnte ihn, sich nicht täuschen zu lassen, da man die Schönheit im Verborgenen findet. Und als er sie wiederum abwies, schmolz die Hässlichkeit der alten Frau dahin, und eine schöne Zauberin kam zum Vorschein. Der Prinz wollte sich entschuldigen, doch es war zu spät. Sie hatte gesehen, dass es in seinem Herzen keine Liebe gab. Zur Strafe verwandelte sie ihn in ein scheußliches Biest, und verzauberte das Schloss und alle, die darin lebten. Beschämt über seine abstoßende Gestalt verbarg sich das Biest im Schloss, mit einem magischen Spiegel als einzigem Fenster zur Außenwelt. Die Rose die sie ihm geschenkt hatte, war eine verzauberte Rose, die bis zu seinem einundzwanzigsten Geburtstag blühen sollte. Wenn er lernen würde, jemanden zu lieben, und dessen Liebe zu gewinnen, bevor das letzte Blütenblatt gefallen war, dann würde der Zauber gelöst sein. Wenn nicht, wäre er dazu verdammt, für immer ein Biest zu bleiben. Als die Jahre vergingen verfiel er in Verzweiflung und verlor alle Hoffnung. Denn wer könnte es jemals über sich bringen, ein Biest zu lieben?


~*1: Kakarotto*~



Knarrend öffnete sich die hölzerne Tür, und ein schwarzer Kopf schaute hinaus. `Was für ein schöner Morgen...wie jeden Tag...` Leise trat ein junger Mann von neunzehn Jahren aus der Tür in die frische Morgenluft, schnupperte kurz nach dem Duft der Bäume und der Wiese vor seinem Haus - der Duft des Sommers.
`Zeit, sich ein wenig die Beine zu vertreten - und bei meinem Meister vorbeizuschauen!'
Als er die Treppenstufen vor seiner Haustür hinuntersprang, fiel das Sonnenlicht auf seine große, athletische Gestalt, die er in einen weiten, roten Kampfanzug hüllte. Seine kräftigen Arme und Beine zeichneten sich deutlich darunter ab. Wirre, abstehende schwarze Haare gaben ihm einen wilden Touch, der aber von seinem sanften Gesicht und großen, funkelnden Augen überschattet wurde. Seine strahlenden Augen ließen alles andere verblassen und wärmten jeden, der in sie hineinblickte und fürchten musste, darin zu versinken. Um den Mund des jungen Mannes lagen leichte Grübchen, ein Beweis dafür, dass er sehr gerne lachte.

Der Name des jungen Mannes war Kakarotto.

`Ich freue mich schon auf das Training. Hoffentlich schläft er nicht mehr...`
Leise pfeifend machte er sich auf den Weg in die naheliegende Stadt und dachte daran, wie gleich jeder Tag bei ihm ablief. Der ewige Kreislauf, in dem er lebte, hatte ihm noch nie gefallen. Er war nie in der Lage gewesen, viel mit anderen Kindern zu machen, natürlich gab es genug Kinder in seinem Dorf, aber die hatten ihn nie mitspielen lassen, weil er anders war. Er sah auch etwas anders aus, als die Menschen, das lag daran, dass er seit seiner Geburt einen pelzigen, braunen Affenschwanz gehabt hatte. Die anderen Kinder hatten ihn niemals verstanden, als er versuchte, irgendwo Anschluß zu finden, sie hatten sich einen Spaß daraus gemacht, ihn wegen seinem ungewöhnlichen Aussehen, seiner sehr hohen Kraft, die er regelmäßig trainierte, und seiner starken Phantasie auszulachen. Es hatte ihn nie geärgert, eher verwundert, und ihn recht verschüchtert. So hatte er die meiste Zeit seiner Kindheit entweder im Wald herumgestromert und mit den Tieren gespielt, auf den Wiesen gelegen und in den Himmel gestarrt, oder bei seinem Kampfmeister, der ihn schon seit vielen Jahren unterrichtete, trainiert. So war er mit der Zeit sehr stark und athletisch geworden, hatte aber nie einen richtigen Freund gehabt. Er hatte den Traum, eines Tages jemanden zu finden, der ihn versteht, der zu ihm passte. Und diesen Traum hatte er niemals aufgegeben.

Langsam schlenderte er die Straße entlang, während er sich rechts und links die Läden ansah, und ab und zu jemanden grüßte. Ja... Seit er älter war, und mit jedem Tag schöner wurde, grüßte man ihn und behandelte ihn fast wie einen Menschen.
`Seltsam dass so viele Leute jeden, dem sie begegnen, nach dem Äußeren betrachten. Und jeder, der anders ist, wird sofort ausgestoßen und verdrängt...`
Er hatte wohlwissend darauf verzichtet, in die Stadt zu fliegen, weil ihn die Dorfbewohner vermutlich sofort wie ein Tier gejagt hätten. Belustigt gluckste er vor sich hin. `Wenn die wüssten...`
Endlich war er bei seiner ersten morgendlichen Station angekommen: Dem Bäcker.

"Guten Morgen!" Grinsend drehte sich der Bäckermeister zu ihm um und erstarrte für einen Augenblick. Dann fing er sich und das Grinsen wurde noch breiter, was ihm aber ein recht aufgesetztes Aussehen verlieh, und nichts von der sonstigen Gelassenheit hatte, mit der er alle anderen Dorfbewohner begrüßte. `Naja, außer meinem Vater vielleicht...` Kakarottos Vater war ein Wissenschaftler, was ihn schon fast allein zu einem Außenseiter machte, da er als verrückt angesehen wurde. Da war es sogar fast schon logisch, dass Kakarotto, mir seinen ungewöhnlichen Eigenschaften, ebenfalls einer war.
"Oh! Hallo, Son Goku."
Kakarotto runzelte leicht die Stirn. Er mochte diesen Namen nicht, weil er Affenkönig bedeutete, und, obwohl ihm sein Stiefvater den Namen in bester Absicht gegeben hatte, von den meisten als Schimpfnamen benutzt wurde.
" Bitte, ich hatte sie doch gebeten, mich nicht so..." Er wurde unterbrochen, als der dicke Bäcker in seinen Laden hineinbrüllte: "Wo bleiben denn nun die Baguettes? Los, los, macht schneller...!" Kakarotto seufzte. `Er hört mir ja doch nicht zu.`
Schnell ging er weiter, und seine Miene erhellte sich, als er sein nächstes Ziel ins Visier nahm: der Laden seines Kampfsportmeisters Mutenroshi.

Als er die Tür öffnete, umfing ihn das dämmerige Licht des kleinen Ladens, und er ließ seine Augen sich erst einen Moment an das diffuse Licht gewöhnen. Einen Augenblick stand er unschlüssig da und versuchte, die Aura seines Meisters aufzuspüren, aber das war gar nicht so einfach, da der alte Mann sie durchaus zu unterdrücken wusste.
Plötzlich vernahmen seine scharfen Ohren ein leises Sirren, und kurz wusste er nichts damit anzufangen, doch als ihm im letzten Moment klar wurde, dass es ein unvorhergesehener Angriff war, schaffte er es, sich durch einen gekonnten Rückwärtssalto hinter den Angreifer zu bringen und diesen mit einem leichten Handkantenschlag zu Boden zu schicken.
Ächzend rappelte sich der alte Mann auf und rieb sich das Genick.
"Wirklich, Kleiner, du hast mein Training nicht mehr nötig. Du bist in den letzten Jahren um einiges stärker als ich geworden. Und dennoch-" Langsam schritt er auf seinen ehemaligen Schüler zu. "- kannst du noch immer einiges lernen, wenn du jemanden hättest, der gegen dich antreten und bestehen könnte, ohne das er gleich in den ersten zwei Minuten k.o.geht."
Kakarotto sah ihn verunsichert an. "Mutenroshi, soo viel stärker bin ich nicht als du...Ich..." Der Alte schüttelt den kahlen Kopf uns strich sich lächelnd durch seinen weißen Bart. "Oh doch, mein Kleiner, oh doch. Nur keine falsche Bescheidenheit. Die ist sowieso schon übertrieben bei dir. Außerdem..." fügte er mit einem Seitenblick auf  Kakarotto, der sich etwas unwohl fühlte, hinzu. "...ist es nur Rechtens, wenn der Schüler den Lehrer übertrifft, so soll es sein! Aber nun zu einem anderen Thema... Hast du schon jemanden gefunden, der dich in der Kampfkunst herausfordern könnte?" Kakarotto schüttelte den Kopf und sah zu Boden. "Dachte ich mir. Kleiner..." Sein Meister hatte ihn immer so genannt, seit dem ersten Tag. Kakarotto hob den Kopf und sah ihm in die freundlichen Augen, um die sich viele kleine Fältchen bildeten, wenn er lächelte. Aufmunternd klopfte er ihm auf die Schulter, wofür er sich, bei Kakarottos Größe, ziemlich recken musste. "...du solltest weg von hier. Glaub mir, du hast hier keine Zukunft!" Sein Gegenüber schluckte. "Ich kann nicht gehen... Du weißt, warum. Ich kann Vater nicht im Stich lassen." Mutenroshi seufzte. "Ja. Ich weiß. Aber du solltest trotzdem darüber nachdenken. Du weißt...ich werde mich um ihn kümmern, er ist immerhin mein bester Freund, und du kannst nicht dein ganzes Leben nach uns alten Säcken richten." Kakarotto nickte zögernd.

Als er den Laden kurz darauf wieder verließ, war er tief in Gedanken versunken. `Ich weiß, dass sie recht haben. Ich weiß nur nicht, ob ich das schaffe. Ich weiß doch nicht mal, wo ich hingehen sollte...`
Während er sich gedankenverloren auf einen Stein beim Dorfbrunnen setzte, bemerkte er nicht, dass er von zwei bestimmten Leuten beobachtet wurde. Es waren Zarbon und Dodoria. Zarbon war der Vorzeigejunggeselle des Dorfes, fünfundzwanzig Jahre, strahlend weiße Zähne, lange Haare, die er immer in einem geflochtenen Zopf trug, groß, gutgekleidet, und - der größte Angeber, den Kakarotto kannte. Er war bei allen beliebt, er war ein guter Jäger, aber er war dumm, eingebildet, gemein und rücksichtslos. Besonders Letzteres. Dodoria, sein Kumpan, wenn man es so nennen konnte, lief ihm immer hinterher wie ein Hund und war genauso gemein, allerdings sah Dodoria alles andere als gut aus, eher wie ein großer, runder Gummiball.
Sie standen ein paar Meter vom Brunnen entfernt und unterhielten sich ausnahmsweise über ein anderes Thema als Zarbons' Gesicht - Kakarotto. Dieser hatte natürlich gemerkt, dass Zarbon ihm andauernd nachstellte, und ahnte nur, dass es dafür noch einen anderen Grund gab, als den, dass Zarbon in diesem Dorf konkurrenzlos der Stärkste wäre, gäbe es da nicht noch diesen Saiyajin...

Soeben hatte Zarbon seine Hand sinken lassen, mit der er den Ki-Strahl abgefeuert hatte. Kurz darauf ertönte ein leises Plumms und der getroffene Vogel lag tot am Boden.
"Whow, Zarbon, du hast ihn getroffen! Du bist echt der beste Jäger den es gibt, kein lebendes Tier kann dich besiegen, das ist sicher!" Grinsend sah Zarbon zu seinem Kumpel hinunter. "Natürlich Dodoria," antwortete er mit seiner unangenehm sanften Stimme. "Und als der beste Jäger, verdiene ich doch auch nur das Beste, oder?" Dodoria nickte eifrig. "Ja! Weißt du denn schon, was dein nächstes Opfer wird? Ein Eber? Ein Hirsch?" Zarbon grinste noch breiter und schüttelte leicht den Kopf. Dann deutete er hinüber zum Brunnenrand. "Diesmal...wird es etwas anderes sein!" Dodoria starrte ihn an. "Der Sohn des Verrückten?" fragte er verständnislos. Zarbon packte ihn am Kragen und zog ihn zu sich heran. "Er ist es...der Glückliche, den ich heiraten werde!" Er ließ ihn los und warf sein langes Haar zurück und sah sich in einem Wassertrog selbstgefällig an. `Ja, Son Goku...Du bist der einzige, der meiner würdig ist. Er kann mir ja so dankbar sein.` "Es ist nur noch eine Frage der Zeit, Dodoria."  Er starrte wieder zu dem schönen Jungen hin, der gerade aufstand und ganz in Gedanken weiterging. Er leckte sich über die Lippen und lächelte arrogant.
`Ich will DICH, Son Goku...`
Kakarotto war tatsächlich so mit sich selbst beschäftigt, dass er von den auffälligen Blicken und der Verfolgung durch die beiden Kumpane nichts mitbekommen hatte. Indes, die Leute auf der Straße bemerkten es wohl, und wunderten sich, warum Zarbon und Dodoria dem sonderbaren Son Goku so beharrlich hinterhergingen. Die meisten konnten sich aber ihren Teil denken, da ebendieser Son Goku schließlich nicht schlecht aussah.
Kakarotto ignorierte das Tuscheln um sich herum schon unbewusst, das hatte er immer getan. Stattdessen lief er jetzt mit verschränkten Armen und nachdenklichem Gesicht auf den Stadtrand zu.
`Wie sage ich meinem Vater dass ich nicht mehr hier leben will...? Will ich hier wirklich weg?

Während er langsam in Richtung seines Zuhauses schlenderte, bemerkte er nicht Zarbon und Dodoria, die sich ihm von hinten näherten. Zarbon setzte sein charmantestes Lächeln auf und räusperte sich, doch Kakarotto nahm keine Notiz von ihm. Zarbon war es definitiv nicht gewohnt, ignoriert zu werden, und griff nach einem todsicheren Mittel, um die Aufmerksamkeit des Saiyajins zu bekommen - er schnappte sich den Schwanz des anderen, und drückte fest zu. Der hochempfindliche Schwanz sandte sofort Schockwellen von Schmerz durch dessen Körper, und Kakarotto schrie leicht auf, als er leicht in die Knie ging, unfähig die wahnsinnigen Qualen, die diese Misshandlung heraufbeschwor, zu unterdrücken. Doch da ließ Zarbon auch schon wieder los, sichtlich erfreut über die Pein des anderen.
"Aah...." Kakarotto richtete sich langsam wieder auf und drehte sich zu seinem Angreifer um, bereit, beim leichtesten Anlass zurückzuschlagen. Zarbon lachte: "Ganz ruhig...Ich wollte bloß deine ungeteilte Aufmerksamkeit. Morgen, Son Goku..." Kakarotto entspannte sich etwas, fühlte aber ein flaues Gefühl in seinem Magen, als er ahnte, was Zarbon wollte. "Morgen. Was willst du?" Zarbon lächelte zuckersüß. "Was hältst du davon, Son Goku, wenn wie beide ins Gasthaus gehen und uns meine Trophäensammlung ansehen?" Kakarotto wurde übel, als er an die Trophäen dachte, und schüttelte sich. "Nein Zarbon. Vielleicht ein anderes Mal." Zarbon wirkte leicht verblüfft, dass jemand seine Einladung ausschlug, und wollte widersprechen, als Kakarotto ihn stoppte: "Ich muss nach Hause...Meinem Vater helfen." Dodoria lachte fies. "Ja, der Verrückte braucht jede Hilfe!" Zarbon lachte ebenfalls laut. "Sprich nicht so über meinen Vater!" knurrte Kakarotto und funkelte Dodoria wütend an. "Genau! Sprich nicht so über seinen Vater!" mischte sich Zarbon ein und verpasste seinem Kumpan eine Kopfnuss.
"Mein Vater ist nicht verrückt, sondern ein Genie!" murmelte Kakarotto, als plötzlich seine Worte von einem Ohrenbetäubenden Donner gefolgt wurden. Erschrocken starrte er zu seinem Haus, aus dem dicke Qualmwolken stiegen. Schnell stieß er sich vom Boden ab und schoss nach Hause, während Zarbon und Dodoria wieder in schallendes Gelächter ausbrachen.
 
 
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