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Salvation

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
16.04.2013
26.07.2013
4
5.514
 
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16.04.2013 1.108
 
Mein Handy riss mich aus meinen zweigespaltenen Gedanken. Ich war erschrocken zusammen gezuckt und hatte sofort meine Klinge gezogen.
"Violet, du reagierst über...", murmelte ich während ich die Klinge zurück steckte und nach meinem Handy griff. Eine Nachricht von Steph.
Er kommt. Sein Flugzeug startet um 22:45 Uhr in Mexiko.
Vi, überdenk deine Entscheidung nochmal. Lincoln verändert sich, ich glaube er wird verrückt.
Ich mache mir Sorgen.
Ich habe dich lieb, Vi.
Schon wieder. Oh, Lincoln.
Ich tippte schnell eine Antwort, legte das Handy weg und ging in die Küche um mir einen Kaffee zumachen.
"Alles in Ordnung, Liebling? Ich dachte du trinkst keinen Kaffe mehr ... Vorerst." Meine Mutter war in die Küche gekommen und holte mich aus meinen fernen Gedanken zurück und die Gegenwart.
Ich schauten sie an und schüttelte den Kopf, mir fiel es schwer die Tränen zurück zu halten.
"Es ist wieder soweit, Mom." Meine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. Meine Mutter schaute mich verständnisvoll an und nahm mich in die Arme. Jetzt konnte ich die Gefühle endgültig nicht mehr verdrängen und fing hemmungslos an zu weinen.
"Mom, mache ich das Richtige? Steph glaubt, er wird langsam verrückt! Ich habe mir einfach herausgenommen über sein Leben zu entscheiden und über das Leben von dem Baby!", schluchzte ich.
"Mein Liebling. Tu das, was dein Herz dir sagt."
Mein Herz wusste genau was es wollte.
"Mom, du und Dad, ihr habt kein Leben auf der Flucht verdient, bleibt hier in Spanien und lebt das Leben, was euch genommen wurde."
"Zu diesem Leben gehörst auch du, Violet. Du hast auch kein Leben auf der Flucht verdient und das Baby auch nicht."
Sie nahm mein Gesicht in ihre Hände, lächelte mich an und wischte mit dem Daumen über die Wange.
"Es verdient seinen Dad und seine Großeltern. Es verdient eine Familie."
"Dann überdenke deine Entscheidung, mein Kind."
"Das hat Steph auch gesagt! Aber woher weiß ich was richtig und was falsch ist?"
"Du weißt es erst, wenn du es ausprobierst."
"Ich brauche Zeit, Mom." Meine Hände wanderten zu der kleinen Wölbung an meinem Bauch. Vier Monate waren vergangen seit ich in einem schwachen Moment nicht aufgepasst hatte und Linc die Chance hatte mich zu spüren. Jetzt hatte er mich aufgespürt und war nun bald auf dem Weg um mich zurück zu holen.
Vielleicht wäre das gar nicht so schlecht, dann hätte es eine Familie.
"Das hat es auch mit Mom und Dad.", sprach ich meine Gedanken laut aus.
"Violet, du hast die Wahl. Ich hatte sie nicht, ich musste dich und deinen Veter verlassen."
Ich schaute meine Mutter traurig an. "Ich habe keine Wahl. Die hatte ich noch nie."
Mein Kaffee war kalt geworden und schmeckte bitter, also kippte ich ihn weg und setzte Wasser für einen Tee auf. Das war sowieso besser für das Baby.
Ich holte zwei Beutel Früchtetee aus dem Schrank und goss uns Tee auf.
Ich brachte die Tassen an den Tisch und Mom setzte sich zu mir.
"Du hast gesagt, Steph glaubt Lincoln wird verrückt. Wie meint sie das?"
Ich zuckte mit den Schultern. Alleine die Tatsache, dass ich schon sieben Mal meine Handynummer innerhalb von vier Monaten ändern müsste, weil Lincoln sich Zugriff zu Stephs Handy verschafft hatte, sprach für sich.
"Ich habe das Gefühl er ist rastlos... Er findet nicht seinen inneren Frieden."
"Er muss lernen los zu lassen, Griffin wird ihm helfen." Meine Mutter schien sich sicher zu sein, dass es Lincoln bald besser gehen würde. Ich war mir da nicht so sicher.
"Aber jetzt sollten wir das Wichtigste zusammen suchen und ich werde deinem Vater Bescheid geben, dass wir uns um 18 Uhr am Flughafen treffen. In Italien ist es auch sehr schön." Sie lächelte mich an und ich lächelte dankbar zurück.
Ich trank meinen Tee leer und verabschiedete mich in mein Zimmer. In dem Moment als ich die Tür schloss fühlte es sich an als hätte sich das Zentrum der Schwerkraft geändert und ich fand mich an einem großen See mitten im Wald wieder.
"Ich hoffe, dass das nicht dem Baby schadet!", rief ich genervt in die Stille.
"Keine Sorge, das Kind ist stark."
Ich wirbelte herum und sah Phönix der elegant vor mir auf einem Steg landete.
"Phönix, was tust du hier?"
"Hallo Violet, es ist schön dich zu sehen."
Ich musste ein Grinsen unterdrücken und fiel ihm schließlich um den Hals. "Ich freu mich auch."
Er lachte leise, schob mich dann weg von sich und betrachtete mich.
"Die Schwangerschaft steht dir Violet." Er grinste frech.
"Lass das.", lachte ich. "Sag mir warum ich hier bin." Meine Hand wanderte wieder zu der kleinen Wölbung und strich zärtlich darüber. Phönix hatte nicht ausdrücklich gesagt, dass dieses Weltenwandern nicht ungefährlich ist.
Er seufzte. "Ich soll dir eine Botschaft überbringen."
"Und die wäre?"
"Was einst war eins, wird neu geboren.
Zum Lichte ist sie auserkoren.
Was ist geschieden,
Findet am Ende den Frieden.
Erhellte Nacht,
Unfassbare Macht,
Die ihm den Untergang weiht."
Ich zog eine Augebraue nach oben. "Willst du mich verarschen?"
Er grinste entschuldigend. "Mehr darf ich nicht sagen, es tut mir Leid, Violet."
Ich seufzte und verdrehte die Augen. "Jemand ist hinter mir her.", stellte ich fest und war mir sicher, dass ich recht hatte.
"Du wirst es zum richtigen Augenblick wissen, Vi. Ich wünsche dir und dem Kind alles Gute. Du weißt wie du mich finden kannst."
Während er noch sprach veränderte sich die Atmosphäre und ich fand mich in meinem Zimmer wieder.
"Mom!", rief ich nervös und lief ins Wohnzimmer.
"Violet, ist was passiert?"
"Jemand ist hinter mir her und ich werde das Gefühl nicht los, dass ich sterben soll."
"Wie bitte, Violet? Wie kommst du darauf?"
"Ich habe Phönix getroffen er hat mir eine Warnung zukommen lassen. Es ging um Licht und Macht und einen Mann!"
"Licht, Macht und ein Mann, sagst du?"
Ich nickte und da wurde es mir aufeinander klar.
"Luzifer.", sagten wir wie aus einem Mund. "Pack deine Sachen, Violet. Sofort!"
Meine Mutter schob mich in mein Zimmer, zog den Koffer aus dem Schrank und forderte mich auf alles einzupacken, dann verließ sie den Raum.
Eine Stunde später saß ich in einem Taxi Richtung Flughafen.
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