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I won't let you down

von Millijana
GeschichteSci-Fi, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Commander Shepard James Vega
16.04.2013
30.07.2020
28
76.830
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16.04.2013 2.593
 
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Er wollte sich nicht beschweren, aber das war nicht ganz was er geplant hatte, als er ihr gefolgt war. Er hatte sie zur Vernunft bringen wollen, ein Freund sein wollen. Seine Planung hatte ihre Lippen auf den seinen, ihre Hände auf seiner Haut und ihre Hüfte gegen seine gepresst nicht miteingeschlossen; aber er wollte sich nicht beschweren. Und er musste zugeben, dass es ihm weitaus besser gefiel, als das was er vorgehabt hatte.
Wenn da nicht die leise Stimme in seinem Hinterkopf gewesen wäre, die ihn fragte, was das hier werden sollte. Jedoch lenkten ihn ein spielerischer Biss in seine Unterlippe und der zunehmend weniger werdende Platz in seiner Hose schnell wieder davon ab. Und dennoch hatte er für einen Moment gezögert.
Was Ella bemerkte. Sie unterbrach den Kuss und zog sich ein wenig zurück, fasste mit ihrer rechten Hand nach dem Kragen seines Shirts und zog ihn zu sich herunter, so dass ihre Lippen über seine Ohrmuschel strichen als sie sprach. „Reden kommt später. Wenn du mir helfen willst, dann lass mich wenigstens für eine halbe Stunde vergessen was passiert ist.“ Es war kaum mehr als ein Raunen.

„Nur ne halbe Stunde? Du unterschätzt mich“, grinste er mit seinen Lippen auf der Haut ihres Halses.

Sie lachte, es war ein ehrliches Lachen. „Werden wir sehen.“

„Lass mich nur machen“, grinste er als er seine Hände zu ihren Oberschenkeln gleiten ließ und sie hochhob. Er schob einen seiner Arme unter ihren Hintern und hielt sie damit allein, während sich seine freie Hand auf ihrem Rücken unter ihr Shirt schob. Sie sahen einander nur schwer atmend an – sollte einer von ihnen Vorbehalte haben, so war das nicht sichtbar für den anderen. Erst als er die Stufen sicher hinter sich gelassen hatte drückte er ihren Oberkörper wieder näher an seinen und küsste sie, während seine Hand langsam ihr Shirt nach oben schob.
Ella griff das auch gleich auf und half ihm und entledigte sich ihres Shirt noch bevor sie das Bett erreicht hatten. Jetzt wo die Sache ins Rollen geraten war, verschwendete sie keinen Gedanken mehr daran, was nachher sein würde oder was das für die beiden bedeuten würde, für sie persönlich oder ihre künftige Zusammenarbeit, es kümmerte sie im Moment einen Scheiß, seine Hände auf ihrer Haut, die mit leichten Schwielen besetzen Handflächen, wie sie über jeden Zentimeter Haut strichen ließen sie das vollkommen vergessen. Es war so anders als die Treffen, die sie gewöhnlich hatte. Er wollte sie, aber nicht, weil er sie heiß fand, oder besser gesagt nicht nur. Die Art wie er sie küsste, wie er sie berührte, wie er sich trotz der angestauten Gefühle und Bedürfnisse genug Zeit ließ sie immer wieder anzusehen, sicherzugehen, dass sie das immer noch wollte. Ella wusste, dass er in dem Moment in dem sich unsicher gewirkt hätte, sofort aufgehört hätte. Aber sie war nicht unsicher. Bis zu diesem Moment hatte sie nicht gewusst wie sehr sie es – ihn wollte. Sie hatte gewusst, dass da Gefühle waren, dass da Verlangen war, aber die Intensität mit der es sie traf, als er viele kleine Küsse entlang ihres Halses platzierte, nachdem er sie auf dem Bett abgelegt hatte, überraschte sie.

Etwas, das James überraschte, war wie sehr sie die Kontrolle hier abgab. Und wie natürlich es sich anfühlte. Sie war nicht passiv, Dios, nein. Hände, die zielsicher sein Shirt nach oben schoben, und als dieses beseitigt war jeden Zentimeter seines Oberkörpers zu erkunden schienen. Er fühlte, wie ihre Hüfte sich immer wieder gegen ihn, oder mehr seine Erektion presste, in langsamen, fließenden Bewegungen. Er hatte gehört, dass sie eine Katastrophe auf der Tanzfläche war, er hatte gesehen, wie präzise und perfekt ihre Bewegungen im Kampf waren, unabhängig, ob es ein Schlachtfeld war, Sparring oder ihr persönliches Training am Sandsack. Und dann das hier, eine Wiederholung der Nummer auf der Tanzfläche im Purgatory – diesmal jedoch nur für ihn alleine – was ihm den Verstand zu rauben schien, würde er nicht bald aus dieser Hose heraus kommen.
Aber ihre Hände, die nun zwischen sie griffen und für einen Moment von außen über seinen Länge strichen, fest genug, dass es ihm einen Stöhnen gegen ihre Lippen entlockte und sein Becken sich automatisch in die Berührung schob, aber sanft genug, dass es fast spielerisch war, dass ihn mehr wollen ließ. Sie ließ ihn auch nicht lange warten, als ihre zweite Hand anfing an dem Knopf seines Hosenbundes herumzufummeln, etwas unkoordiniert, aber das war nur nachzuvollziehen, denn seine Hand, die er nicht brauchte um sein Gewicht abzustützen hatte sie in der Zwischenzeit von ihrem BH befreit und hatte den weg zu ihrer Brust gefunden, wo geschickte Finger ihre Brustwarze verwöhnten.
Als Ellas Hände endlich einen Weg in seine Hose fanden wurden seine Küsse und Bewegungen seiner Finger fahriger und Ella konnte sich das Grinsen nicht verkneifen. Wie seine Hüfte vermutlich ohne sein aktives zutun seine Länge weiter in ihre Hand schob, die sich um ihn gelegt hatte. Jeder noch so leise Ton der seine Kehle verließ war unbezahlbar und stachelte ihre eigene Lust nur mehr an. Und sie wollte mehr davon hören, wollte mehr von ihm fühlen. Und mit jeder Bewegung die ihre Hand über seine Länge machte, gab er ihr, was sie wollte, mehr dieser verdammten Seufzer und wundervoll kehligen Laute, die ihr bestätigten, wie sehr er ihre Hand um ihn genoss.
Aber nur all zu zeitig zog er sich zurück, markierte seinen Weg ihren Hals hinab mit Küssen und kleinen Bissen. Sein Mund machte eine kurze Pause, widmete sich für einen Moment ihren Brustwarzen und bewies, dass nicht nur seine Finger geschickt waren, sondern auch seine Zunge recht genau wusste, was sie zu tun hatte um nun wieder ihr Laute der Lust zu entlocken.
Angeheizt von den Geräuschen die ihre Kehle verließen, hatte James sie schneller aus ihrer restlichen Kleidung, als er ursprünglich geplant gehabt hatte. Er hatte es wenigstens ein wenig hinauszögern wollen, aber es kam der Moment an dem er doch das Vorspiel in den Wind schießen musste, weil er einfach ungeduldig wurde. Nicht, dass er das Interesse verloren gehabt hätte jeden noch so kleinen Punk an ihr zu finden und zu erkunden, der ihr Freude bereitete, aber als seine Lippen ihren Oberschenkel wieder hinaufwanderten, nachdem er sie ihrer Hose entledigt hatte, war es ihr Blick, der ihn seinen ursprünglichen Plan vergessen ließ und ihn eher dazu ermutigte auch seine Hose endlich vollständig loszuwerden.
Sie küssten sich wieder, als er sich über sie beugte. Ella „verschwendete“ keine Zeit mehr, sie wollte ihn jetzt und sie pfiff im Augenblick auf ein Vorspiel oder dergleichen. Sie war sich darüber im Klaren, dass dies nicht die letzte Begegnung dieser Art sein würde, einfach weil sie sich selbst kannte. Weil sie wusste, dass sie jetzt eine Grenze überschritten hatte, die es ihr in der Vergangenheit möglichgemacht hatte ihm wenigstens bisher zu wiederstehen. Das war aber nun vorbei. Also konnte alles andere warten; auf später oder ein anderes Mal.
Ihre Hand glitt zwischen sie und sie Umfasste seine Erektion erneut und führte ihn genau dort hin, wo sie ihn haben wollte. Er musste nun nur noch ein wenig Druck ausüben und er würde in sie hineingleiten; doch das tat er nicht. Stattdessen grinste er an ihren Lippen. Eine Hand legte sich auf ihre Hüfte und hinderte sie daran, sich im selbst entgegen zu drücken, was ihr einen fast genervten Laut abrang.

„So nicht, Lola. Erst überlässt du mir die Führung und dann nimmst du sie mir wieder ab?“

„Wenn du nicht zu Potte kommst…“ Sie grinste nun ebenfalls.

Was aber wieder verschwand, als er ein kleines Stück, nur einen Zentimeter vielleicht, in sie eindrang und sich dann wieder zurückzog.
Sie konnte den Frustrierten Laut nicht verhindern als er wieder aus ihr heraus glitt und ihr Körper nun nur noch mehr nach ihm verlangte. Sie wollte ihm gerade sagen, dass er es verdammt nochmal einfach endlich tun sollte, als er mit einer langsamen Bewegung langsam und gleichmäßig in sie eindrang und jeden anderen Gedanken aus ihrem Kopf verdrängte.
Sie beide hielten für einen Moment still. Ella konnte nur für sich selbst sprechen, aber es fühlte sich so unfassbar an, ihn endlich in sich zu fühlen, dass sie sich fühlte als wäre das hier schon fast genug. Doch James belehrte sie eines besseren, als er langsam begann sich zu bewegen. Jeder zunächst langsame Stoß entrang ihr ein stöhnen, tief und kehlig zunächst, was bei ihm nicht anders war. Sie fühlte wie seine Muskeln zwischen ihren Schenkeln zitterten. Er hielt sich bewusst zurück, zwang sich dazu. Ella hob ihr Becken an, begegnete seinen Bewegungen, doch noch immer blieb er fast in den Wahnsinn treibend langsam.
Ella war sich nicht sicher was sie wollte, ihn genau so weiter machen lassen und es genießen, denn es war einfach zu gut, fühlte sich einfach zu gut an. Oder aber ob sie wollte, dass er schneller wurde, in dem Wissen, dass es nur allzu schnell vorbei sein würde. Emotionen waren letztlich doch ein verdammt gutes Aphrodisiakum.
Doch irgendwann konnte auch er nicht mehr einem eigenen Verlangen wiederstehen und seine Bewegungen nahmen mehr Geschwindigkeit auf, Es war nicht schwer für die beiden einen gemeinsamen Rhythmus zu finden. Es passte einfach. So affig und albern es klang, aber es war einfach perfekt.
Ellas Hände ruhten auf einem unteren Rücken, nutzten diese Position um sich ihm bei jedem Stoß ein wenig entgegenstrecken zu können. Ihre Küsse wurden fahriger, aber es störte sie nicht. Leise geflüsterte Worte, wie gut sich das anfühlte stachelten sie gegenseitig weiter an, ermutigten sie gleichzeitig, ihr bestes zu tun den drohenden Höhepunkt irgendwie noch ein wenig hinauszuschieben.
Jedoch nur mit mäßigem Erfolg (nicht dass es einen von beiden wirklich gestört hätte), denn zu beider Überraschung war es Ella deren Muskeln sich um James herum verkrampften und ihn so mit sich über die Kante zog.

Schwer atmend blieb er noch einen Moment über ihr und lehnte seinen Kopf gegen ihre Schulter. Es war seltsam. Einfach total komisch für sie, nach so vielen Jahren die Person mit der sie das Bett gerade geteilt hatte nicht einfach von sich runter zu schieben und ins Badezimmer zu verschwinden, mit der Hoffnung ein verlassenes Schlafzimmer vorzufinden. Es verwirrte sie zutiefst, dass sie das gar nicht wollte. Wenn es nach ihr ging konnte sie noch ne geschlagene Stunde hier bleiben, genauso, wie sie im Moment hier waren.
Ach jetzt wieder genoss sie seinen Geruch. Diesmal wurde nicht ihr Herzschlag beschleunigt, denn der war noch immer schnell genug um jederzeit einen Herzinfarkt auszulösen, sondern ließ sie lächeln. Er roch nach dem Sex, den sie gerade gehabt hatten, und ihr war völlig klar, dass sie das von jetzt an mit ihm verbinden würde. Dieser Geruch hatte sich in ihr Gehirn eingebrannt.

„So viel zu: nur ne halbe Stunde…“ sie schaffte es nicht mal ihre Augen aufzumachen, so sehr war sie von der Situation eingelullt. Sicher zog sie ihn nur auf, aber das konnte er nicht wissen. Oder doch?

„Hat sich nicht so angehört, als wärest du zu kurz gekommen.“

Ella konnte sich das lachen nicht verkneifen. „Ich jammer ja auch nicht, ich wollte es nur mal angemerkt haben. Du solltest keine Versprechen machen, die du dann doch über den Haufen wirfst.“

„Wenn du deinen eigenen Blick gesehen hättest, dann hättest du das Gleiche gemacht, Lola, glaub mir, da gab es wenig, was ich dem entgegensetzen konnte.“

Sie lachte erneut. Es war ein ehrlicher, sanfter Laut, der James einen angenehmen Schauer den Rücken runterjagte. „Naja, dann will ich mal nicht so sein und das durchgehen lassen – für dieses Mal.“

James hob jetzt seinen Kopf und sah sie an. Ella konnte die Überraschung auf seinem Gesicht sehen. Er hatte wohl mit allein gerechnet aber nicht, dass es eine Fortsetzung gäbe. Doch er fing sich noch, bevor sein Anblick ihn wirklich verraten würde. „Dieses Mal werde ich da keine Versprechen machen, Lola. Ich kann nämlich nicht garantieren was passiert, wenn du das nächste Mal nackt und nahezu darum bittend genommen zu werden vor mir liegst.“

„Oh nun komm schon, flehend sieht anders aus. Du kannst ja gerne mal versuchen mich zum Flehen zu bringen, dann wirst du den Unterschied schon sehen.“

Er grinste breit. „Die Herausforderung nehme ich nur zu gerne an.“
Sie lachten beide als er sich herunter beugte und sie erneut küsste. Ella konnte gar nicht so genau benennen was es war, aber hier auf dem Bett liegen zu bleiben, war gar nicht so schwer. Es fühlte sich nicht gezwungen an, sondern fast schon natürlich. Sie lagen gemütlich nebeneinander auf dem Bett und alberten herum. Umgingen alle heiklen Themen und zogen einander einfach nur ein bisschen auf oder schwiegen.
Als Ella dann doch mal ins Bad musste und wieder in die Kabine zurückkehrte war sie fast erschrocken, dass er dabei war sich anzuziehen. Sicher hatte sie gewusst, dass sie sich nicht her in der Kabine für alle Zeiten verkriechen konnten aber die Tatsache dass die Ruhe die seine Gegenwart vermittelt hatte schon vorbei sein sollte, war dennoch seltsam.

Ella blieb einfach oben an der Treppe stehen und wartete darauf, dass er fertig war. Noch mit seinem Shirt in der Hand kam er auf sie zu. Doch als er sie küsse wollte zog Ella ihren kopf wegn. Zu sagen er wirkte alarmiert, wäre heillos untertrieben gewesen.
„Wird brauchen ein paar Regeln, James.“

Er seufzte und schloss seine Augen für einen Moment, nickte dann aber. „Gut, schieß los.“

„Das bleibt unter uns. Absolut niemand darf davon wissen. Es steht ne Menge auf dem Spiel wenn das rauskommt und ich habe keinen Bock, dass einer von uns auf ein anderes Schiff beordert wird, weil wir unser Maul nicht halten können.“

Der Marine vor ihr nickte und seine Augen wanderten über ihr Gesicht Ella konnte fast sehen wie er abzuwägen schien, ob sie das sagte, weil sie dem Ganzen wirklich eine Chance geben wollte oder weil sie so die Möglichkeit hätte zu tun als wäre es nie passiert.

„Pass auf, das ist nicht einfach für mich, aber du hast recht es ist zu spät. Emotionen sind Teil unserer Beziehung zueinander. Das heißt aber nicht, dass ich plötzlich wieder zu einem Teenager werde der alles vernachlässigt, weil sie sich in den niedlichen Mitschüler verguckt hat. Tagträume und dergleichen sind Teil eines anderen Lebens, nicht unseres. Unsere Aufmerksamkeit hat darauf zu liegen, diese Galaxie davor zu retten ausgelöscht zu werden. Entweder bekommen wir beides unter einen Hut, oder es sollte dir klar sein, was den Kürzeren zieht.“

„Und wie soll das deiner Meinung nach laufen?“

Ella schüttelte ihren Kopf. „Ich habe keine Ahnung. Ich weiß, dass ich nicht länger so tun kann als wäre da nichts, aber ich habe auch keine Ahnung, wie das laufen soll. Lass uns da später drüber reden. Wenn wir beide ein bisschen abgekühlt sind und… Ich muss eh nochmal zurück zur Citadel und ein paar Sachen klären. Einen von Arias Kontakten treffen und so weiter. Ich schick dir ne Nachricht, wenn ich wieder da bin, dann können wir hier oben weiter reden.“

James nickte, auch wenn sich ein kleines Grinsen auf sein Gesicht stahl. Irgendwas sagte Ella dass ‚reden‘ nicht unbedingt war, was ihm gerade beim Gedanken an später durch den Kopf ging.

„Und jetzt hau ab, bevor ich vergesse, dass ich Termine habe.“ Sie sah seine Augen an ihr herunter wandern und grinste nun offensichtlich und ohne jegliche Scham.

Er beigte sich hinab und küsste sie noch einmal. „Dann wüsstest du wie es mir gerade geht, oder auch immer, wenn ich dich sehe. In diesem Aufzug ganz besonders.“

„James…“

„Bin schon weg.“ Er grinste und zog sich sein Shirt über den Kopf als er die Kabine verließ.
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