I won't let you down

von Millijana
GeschichteRomanze, Sci-Fi / P18
Commander Shepard James Vega
16.04.2013
30.07.2020
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16.04.2013 2.802
 
Sie hörte das Sirren der Türe und sah von dem Datenpad auf. „James,“ begrüßte sie ihren Besucher.
Es gab nur wenige Leute die sie sehen durfte und James Vega war einer von ihnen. Und noch weniger dieser Leute taten ihr den Gefallen sie auch zu besuchen, wenn sie gerade nirgendwohin begleitet werden musste, oder ihr nichts gebracht werden musste.

Tatsächlich war es so, dass ihr bis auf wenige Ausnahmen niemand so weit vertraute, dass sie großartig mit ihr sprachen. Sachliche Feststellungen, Antworten auf Fragen, aber sicherlich nicht die Frage nach dem Warum. Jeder wartete darauf, dass über ihre Schuld oder Unschuld entschieden wurde, so dass sie sich selbst keine Gedanken darüber machen mussten.

Lieutenant Commander James Vega war keiner von ihnen. Er hatte die Eier besessen sie zu fragen, warum sie ein Massenportal in die Luft gejagt hatte und mehr als 300.000 Batarianer geopfert hatte. Und er hatte sich Gedanken über ihre Antwort gemacht gehabt.

Wenn man den Typen das erste Mal sah, war man schnell dabei ihn als typischen Marine abzustempeln, der außer seinen enormen Muskeln nicht viel vorzuweisen hatte. Er zeigte es nicht so oft, aber er war ein kluger Kopf, der auch genug Empathie besaß das Richtige zu sagen oder die Fresse zu halten, wenn es angebracht war.

An dem Abend als sie ihr das Kommando auf unbestimmte Zeit entzogen hatten und sie nun kein offizielles Mitglied der Alliance mehr war, hatte er sich das erste Mal zu einer Seite bekannt; wenn es denn so etwas wie Seiten in dieser Angelegenheit gab:  „Sie werden es sich nicht lange erlauben können Sie aus dem aktiven Dienst zu halten. Spätestens wenn die Reaper an die Tür klopfen, werden sie Sie wieder um Hilfe bitten.“ Er hatte an der Tür gestanden und war im Begriff gewesen zu gehen. Er hatte nichts dazu gesagt, dass sie still auf dem Rückweg vom Konferenzsaal gewesen war. Er hatte sie nur kurz angesehen, als sie von ihrem Stuhl aufgestanden war und  ihren Platz an seiner Seite eingenommen hatte, damit er sie zurück begleiten hatte können. In dem Moment, bevor er die Wohnung verließ, sah er sie das erste Mal wieder direkt an. „Diese Bürokraten wissen genau, dass sie auf Sie angewiesen sind, und das ist auch der Grund, warum Sie noch hier sind und nicht in einer echten Zelle versauern. Die Alliance braucht Sie.“ Er seufzte. „Das hilft im Moment sicher nicht viel, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Haufen Anzugträger hier nur der Galaxie beweisen will, dass sie Commander Shepard unter Kontrolle haben.“ Er machte eine kurze Pause. „Was nicht stimmt, aber sie müssen es alle glauben lassen.“

Sie hatte in dem Moment nur ein müdes „Danke, Lieutenant Vega, ich weiß das zu schätzen“, hervorgebracht, war ins Schlafzimmer gegangen und hatte sich dann auf ihr Bett gelegt. Ihr Bett… nein, das Bett. Ihr Bett befand sich in dem Schiff, das gerade einer Generalüberholung unterzogen wurde, damit es wieder in die Alliance Flotte passte. Manchmal fragte sie sich, ob sie selbst hier noch hin gehörte. Ob sie je wieder dazu gehören würde. Oder ob zu viel passiert war; sie sich zu sehr verändert hatte. Anderson war optimistisch und auch Hackett hatte nie ausgeschlossen, dass es eine Lösung geben würde. Und trotzdem zweifelte sie.

„James,“ hatte er sie korrigiert, ehe er gegangen war.


„Commander“, James trat ein und nickte ihr zu. In seiner Hand hielt er einen kleinen Stapel Datenpads.
Shepard hatte ihn vor ein paar Tagen gefragt, ob es möglich sei, dass sie Informationen über ein paar Dinge erhalten würde. Sie wäre gerne ein wenig mehr informiert, als sie es durch die Nachrichten war. James hatte gesagt er würde sehen was er tun kann und nun kam er mit Datapads, die offensichtlich keine einfachen Bücher waren.
„Das ist alles, was ich im Moment erreichen konnte.“

Sie musste lächeln. „Danke, ich hätte nicht mal damit gerechnet, dass sie Sie wieder zurück lassen. Immerhin haben Sie eine Bitte von mir weitergetragen und das kann für sie nur bedeuten, dass ich Sie um meinen Finger gewickelt habe.“

Er zuckte mit seinen Schultern und grinste. „Eigentlich waren sie relativ hilfsbereit und haben gleich gesagt, dass sie sehen, was sie tun können.“ Er warf die Pads auf das Sofa auf dem sie saß und grinste, ohne von den Pads aufzusehen. „Und sie scheinen noch nicht hinter die Sache mit dem Finger gekommen zu sein. Oder es scheint sie nicht zu stören.“

Shepard sah mit gerunzelter Stirn von den Datenpads zu ihm auf. War das sein Ernst? Es war seine Aufgabe sie zu bewachen, nicht mit ihr zu flirten.

Er schien ihren Blick gesehen zu haben, denn er lachte. „Ganz der Profi, hm?“

Sie seufzte ehe sie ihren Blick wieder abwendete. „Scheint so, selbst, wenn ich im Grunde kein Profi mehr bin.“

„Das ist Müll, und das solltest du wissen. Du…“ Er verstummte, als ihm auffiel, dass er sie gerade geduzt hatte.

Shepard musste schmunzeln und sah ihn wieder an. „Wäre ich noch immer der Profi der ich glaubte zu sein, würde ich dich dafür zurechtweisen. Stattdessen nehme ich es als günstige Gelegenheit um das affige Angebot des Duzens herumgekommen zu sein.“

James schüttelte seinen Kopf und hob einen Mundwinkel. „Fein, sieh es wie du willst. Das ändert nichts daran, dass du bist, wer du bist.“

„Nein, es ändert nichts, aber das ist das Problem, wenn man den Anzugträgern glauben darf.“
Er schnaubte abfällig. „Sicher, weil sie es geschafft haben dich hier zu behalten, nachdem du dich selbst ausgeliefert hast. Das sind Idioten, die nicht auf die Person hören, die ihnen dabei helfen könnte diese ganze Scheiße zu sortieren. Stattdessen klopfen sie sich gegenseitig auf die Schulter, dass sie dich klein halten und das denken lassen, was du gerade denkst.“

„Du kannst ihnen ja bei nächster Gelegenheit sagen, dass du sie durchschaut hast. Wird sie sicher beeindrucken.“ Sie nahm das erste Datenpad in die Hand und tat so, als würde sie ihn nicht weiter beachten.

Als sich die Türe hinter ihm schloss ließ sie das Datenpad sinken und seufzte. Gott, jetzt hatte sie vermutlich den einzigen Typen verjagt, der wenigstens versucht hatte ein Freund zu sein.

Und es war nicht einmal so, dass er Unrecht hatte. Sie wusste genau, was hier passierte und es machte sie unfassbar wütend, dass sie dennoch nichts dagegen unternehmen konnte. Es machte sie rasend, dass es notwendig war, dass einer ihrer Bewacher sie überhaupt daran erinnern musste. Sie hatte irgendwann einfach aufgehört darüber nachzudenken und sich ihrem Schicksal ergeben. Vier Monate in denen sie nun schon in dieser verdammten Wohnung festsaß und nichts tun konnte außer in den wenigen Berichten lesen, die ihr zugänglich waren. Sie hatte das Gefühl jedes verdammte Buch gelesen zu haben und jede scheiß Serie der letzten 30 Jahre gesehen zu haben. Himmelherrschaftszeiten, es war einfach zum kotzen. Und schlimmer war, dass sie fast aufgegeben hätte. Sie hatte fast schon vergessen dass sie Commander Shepard war. Nicht einfach nur Ella Shepard.

Sie hatte zu viel gegeben, als dass sie je wieder Ella Shepard sein könnte. Ihr Job hatte immer an erster Stelle gestanden und plötzlich war dort nichts mehr. Sie hatten ihr alles genommen, sogar das, was sie ihrer eigenen Meinung nach ausgemacht hatte.

„Scheiße, verdammte…“, murmelte sie und warf das Datenpad zurück auf den Stapel. Statt sich ihrem Selbstmitleid zu ergeben, das hart an ihr kratzte, zog sie sich rasch ihre Trainingsklamotten an und trat auf das Laufband.

Während der ersten Wochen hatte sie jede freie Minute dazu genutzt die Trainingsgeräte zu nutzen. Um Wut und Frust zu kompensieren. Es war irgendwann jedoch wieder auf das Minimum gesunken. Das Minimum, das sie seit Jahren an jedem verdammten Tag durchzog, an dem sie nicht gerade Kugeln auswich, oder auch mal von ihnen getroffen wurde. Das war die einzige Möglichkeit Dampf abzulassen, die ihr geblieben war.

Das Laufband vor dem Fenster war nicht unbedingt das gleiche, wie ein echter Lauf durch eine Raumstation oder sogar echter Luft da draußen auf der Erde, aber es gab ihr irgendwann doch das befreiende Gefühl.
Im Grunde konnte sie aber schon dankbar sein, dass die Alliance ihr überhaupt ein paar Trainingsgeräte zur Verfügung stellte.

Ihre Biotik hielt sie mit kleinen Übungen in Schacht, damit sie nicht eines schöneen Tages einfach platzte, weil sie den sich anstauenden Druck nicht los wurde. Sie konnte sich nicht daran erinnern, wann sie das letzte Mal über einen Zeitraum – in dem sie bei Bewusstsein gewesen war – ihre Fähigkeiten länger als ein oder zwei Tage nicht genutzt hatte um jemandem Feuer unterm Arsch zu machen.

Aber das würde sie wieder tun. Wenn die Anzugträger, wie James sie so liebevoll genannt hatte, sie brauchten. Dann würden sie nach ihr rufen.

Ihr Trotz sagte ihr, dass sie ihnen den Mittelfinger zeigen sollte und sie diese Penner zusehen lassen sollte, wie sie mit ihrem Scheiß fertig werden sollten. Nur… war es nicht „deren Scheiß“.
Es ging sie alle an. Und das war wichtiger als ihr beschissener Egotrip – auch wenn es gewisse Leute verdient hatten. Und wenn es nur darum ging ihren eigenen Arsch zu retten.
Nein, nicht nur ihren eigenen Arsch… jeden verdammten Arsch in dieser beschissenen Galaxie. Wie lächerlich sich das anhörte, denn es würde Opfer geben. Vor allem solche, die sich ohnehin nicht verteidigen konnten. Bewohner von Kolonien oder Heimatplaneten. Sie würden zuerst sterben. Die meisten Soldaten befanden sich auf Raumstationen oder auf ihren Schiffen, wenn sie nicht gerade auf Urlaub oder Landgang waren.

Sie würde… nun, erst mal sollte sie sehen, dass sie hier wieder rauskam, sonst würde sie zu den ersten Opfern gehören.


Sie war dem Lieutenant insgeheim dankbar, dass er deutlich geworden war. Sie sprachen nicht wieder darüber, aber sie konnte die Veränderung nicht verbergen, die es in ihr ausgelöst hatte. Sie wusste, dass sie ihre Chance bekommen würde. Das Warten machte sie nach wie vor wahnsinnig, aber Geduld war nie eine ihrer Stärken gewesen.

Es war ein Samstag, als James am Nachmittag ihre Zelle betrat. Okay, Zelle war ein etwas übertriebener Begriff, wenn man die Ausstattung bedachte, aber letztendlich war es nichts anderes als ein luxuriöses Gefängnis.

Sie saß gerade nach einer Dusche auf der Couch und sah sich ein paar der Berichte an, die James ihr ein paar Tage zuvor gebracht hatte.

„Aufstehen, Commander.“

Sie drehte ihren Kopf als sie den kräftigen Kerl ein paar Schritte hinter dem Türrahmen stehen bleiben sah. Er grinste fast. Shepard hob ihre Augenbrauen ein wenig um die stumme Frage zu senden, warum sie seinem „Befehl“ folgen sollte.

„Wir machen einen Ausflug“, antwortete er ohne Verzögerung.

„Ach so?“ Sie legte den Bericht zur Seite und kniete sich auf das Sofa und lehnte sich mit den Unterarmen auf die Rückenlehne, so dass sie ihm nun zugewandt war. „Und wohin, sollte es mir erlaubt sein zu gehen?“

„Wäre keine Überraschung, wenn ich es dir schon sagen würde, oder?“

„Nur, wenn es auch eine Überraschung werden sollte.“

Er zuckte mit einer Schulter. „War  nicht meine Idee, aber ich bin derjenige, der dich begleiten darf.“

Sie seufzte. „Fein, ist ne nette Abwechslung mal etwas anderes als dieses Zimmer zu sehen.“

„Ich dachte es hat noch ein Schlafzimmer“, grinste Vega.

„Ja, aber da habe ich meine Augen in der Regel geschlossen.“ Sie grinste ein wenig und schwang sich über die Lehne des Sofas und folge James nach draußen.

Sie sagte nichts, als ein weiterer ihrer Bewacher, Alan, wenn sie sich richtig erinnerte, ihnen ebenfalls folgte. Er blieb hinter ihnen, während James entspannt neben ihr ging.
Ella fragte sich, ob James bewusst war, dass sie die beiden Marines mit Leichtigkeit außer Gefecht setzen und fliehen konnte, wenn sie das wollte.
Vermutlich wusste er das, aber auch, dass sie das nicht tun würde.

Sie zog ihre Stirn verwundert kraus, als er den Knopf im Aufzug für das Erdgeschoss drückte. Sie merkte wie ihr Herz schneller zu schlagen begann und ihre biotischen Fähigkeiten zum Leben erwachten. Das leichte Sirren in ihrem Nacken, das sich auf ihrer Haut ausbreitete. Sie wollte sich nicht zu früh freuen, aber die Hoffnung stieg.

Erst als er wirklich den Code für die Tür zum Biotic Training Ground öffnete, ließ sie die Vorfreude ein Grinsen auf ihre Lippen zeichnen.

„Wen hast du bestochen, um mich hier rein zu bekommen.“

„Wie gesagt, war nicht mal meine Idee. Nicht wirklich zumindest.“

„Nicht wirklich, hm?“

Er zuckte wieder nur mit seinen Schultern. „Vielleicht habe ich an den richtigen Stellen mal fallen gelassen, dass du etwas unausgeglichen bist.“

Sie ließ einen kleinen Pfiff verlauten. „Nicht schlecht Lieutenant. Und ich wette Anderson war recht schnell auf deiner Seite.“

Er antwortete nicht auf ihre Frage sondern deutete in den Raum: „Der Deal lautet: alle drei Tage eine Stunde.“

„Alle drei Tage?“ Sie konnte nicht recht glauben, was sie eben gehört hatte. „Klingt fast wie eine Belohnung.“

„Gute Führung würde ich meinen; nur so ne Idee.“

Sie lachte einmal leise auf und machte dann ein paar Schritte vorwärts. Sie zögerte einen Moment, ehe sie endlich, nach so langer Zeit wieder fühlen konnte, wie sie die Implantate wieder zum Leben erwecken konnte. Bei all den kleinen Übungen, hatte sie sich nicht getraut zu viel Kraft hinein zu setzen, aber hier? Hier ließ sie alle hell aufleuchten und genoss das Gefühl, als sie von der hell blauen Aura umgeben war. Wie sich all die kleinen Härchen aufrichteten und sie sich endlich wieder etwas mehr wie sie selbst fühlte.


James beobachtete, wie Shepard im Raum stand und das blaue Flimmern ihrer Biotik über ihre bronzene Haut wanderte. Biotik war etwas, dass ihm immer einen Heidenrespekt eingejagt hatte. Wenn jemand wusste, was er tat, so konnte er mit Leichtigkeit in Sekunden ein Massaker veranstalten. Er hatte einige harte Stunts gesehen und noch mehr von dem gehört, was Shepard anrichten konnte. Wenn man dem glaubt, was so erzählt wurde, fand man sie in der Regel im tiefsten Gemenge wieder, wo sie mit den Gegnern Bowling spielte um dann jeden, der noch zuckte mit gezielten Schüssen zu erledigen. Man sagte ihr nach, kalt und berechnend mit ihren Gegnern zu sein. Aber auch immer vor ihrem Team zu stehen. Ihr Stunt auf Elysium war eine Legende.
Er lehnte sich an die Wand hinter ihm und verschränkte die Arme vor seiner Brust.


Shepard hatte einige Momente still gestanden, jetzt leuchtete sie weiter auf um sich dann wie ein Blitz zum anderen Ende des Raumes zu katapultieren, wo sie eine Shockwave losließ, die ihn bis hier her blendete und die Kisten, die dort standen gegen die Wände schmetterte.
Sie stand wieder still, die Augen geschlossen, ein genüssliches Lächeln auf ihren Lippen. Er musste zugeben, er hatte sich auf eine Show gefreut, aber das hatte auch etwas für sich. Sie schlug ihre Augen auf und ihre dunklen Augen blitzen, ehe sie wieder zu seinem Ende des Raumes sprang und noch aus der Drehung eine der Kisten zu sich heranzog um sie dann Sekunden später mit einer Nova wieder zurück an die Wand zu schleudern.

Er grinste, als sie weiter durch den Raum stürmte um die verschiedensten Manöver mit ihren Fähigkeiten auszuführen. Sie lachte, als sie es schaffte, eine Kiste nur Millimeter an sich vorbeifliegen zu lassen und sie dann mit einer weiteren Nova an der Wand hinter ihr zu Schrott weiter zu verarbeiten.
James war sich nicht so ganz sicher, ob es nicht doch Ärger geben würde, wenn sie hier alles in Schutt und Asche legte. Nah, dachte er sich, sie hatten damit rechnen müssen.

Er schüttelte seinen Kopf. Sie war mehr als ein Hurrikan, das war eine beschissene Naturgewalt. Und er fing an die Geschichten zu glauben, die man ihm so erzählt hatte. Er war beeindruckt, wie kontrolliert ihre Bewegungen wurden, als sie ihren ersten Druck abgebaut hatte. Jede Bewegung war genau kalkuliert und das Grinsen verschwand nicht wieder von ihren Lippen. Sie genoss es und versuchte nicht einmal das zu verbergen.

Er erwischte sich selbst dabei, wie er begann zu grinsen und sich fragte, wie sie auf dem Schlachtfeld sein musste, eine Waffe in der Hand.
Er fragte sich auch noch was anderes, was er aber nicht zugeben würde, nicht mal in Gedanken.


Ella kam zum Stillstand als die Sirene erklang, die ihr mitteilte, dass ihre Zeit vorbei war. Sie schloss ihre Augen und atmete tief durch. Es ging ihr deutlich besser, als noch vor einer Stunde. Und sie würde es kaum erwarten können wiederzukommen.

Als sie sich zu Vega umdrehte, konnte sie ihr Lächeln noch immer nicht verbergen.

„Hatte sich ein bisschen was aufgestaut?“

„Unwesentlich.“

Er schüttelte seinen Kopf und grinste. „War nicht zu übersehen.“

Sie grinste ein wenig mehr und ging dann in Richtung Ausgang. „Ich gehe nicht davon aus, dass sie mich auf den Schießstand lassen?“

Er schnaubte amüsiert und schüttelte seinen Kopf, als sie ihm einen Blick über ihre Schulter zuwarf. „Das bringt nicht mal Anderson zustande.“

Sie lachte entspannt, als sie den Übungsraum verließen und sie zu ihrem Zimmer zurück gebracht wurde.
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