(Tiger & Bunny) Irgendwas das bleibt

von Demonish
GeschichteRomanze, Fantasy / P12 Slash
16.04.2013
06.05.2013
4
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Autor: Demonish


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Disclaimer: Die Charas gehören nicht mir und ich mach auch kein Geld damit.
Pairing: Kotetsu x Barnaby
Genres: Romantik, Fantasy, Shounen-ai und später Lemon

Lied: Silbermond – Irgendwas das bleibt
Kommentar: Das ist meine erste FF zu Tiger & Bunny, also habt Nachsicht ^^° Sie ist übrigens für meinen Schatz entstanden, der diese Serie genauso liebt wie ich. Genieß es, Schatzi ^^

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Irgendwas das bleibt


>Sag mir, dass dieser Ort hier sicher ist
und alles Gute steht hier still.
Und dass das Wort, dass du mir heute gibst,
morgen noch genauso gilt.<

Kotetsu lehnte sich im Sitz zurück und blickte ein wenig rastlos aus dem Fenster des Zuges, während er dem Lied lauschte, das aus dem MP3-Player des Jungen, der neben ihm saß, kam. Es war nicht so, dass er den Besuch bei seiner Tochter nicht genossen hatte- ganz im Gegenteil- er hatte sich sehr gefreut sie wieder in den Arm nehmen zu können, allerdings war Bunny jetzt ganz alleine.
Gut, eigentlich war er nicht wirklich alleine. Die Anderen waren ebenfalls da und würden ihn mit Sicherheit gut unterstützen, trotzdem fehlte ein Teil. Vielleicht wars ein wenig eingebildet zu denken, dass er dem Blonden wirklich abgehen würde, aber wenigstens träumen durfte man. Er hatte gar nicht gemerkt dass ihm der junge Mann so sehr ans Herz gewachsen war und vor allem wusste er nicht wann das passiert war. Es hatte sich schleichend und leise angebahnt und nun saß er davor und musste es akzeptieren. Großartig. Nicht, dass er sich nicht mit dem ehrgeizigen Hero anfreunden wollte, nur leider fühlte sich das Ganze nicht wirklich wie Freundschaft an.
Er musste nur daran denken Antonio an die Stelle des Blonden zu setzen und schon mochte er das Zugfenster aufklappen und seinem Mageninhalt 'Lebewohl' sagen.
Das bedeutete nicht, dass er seinen besten freund zum Kotzen fand, aber gewisse Dinge stellte man sich dann doch nicht mit ihm vor. Also jedenfalls er nicht. Eine solide und liebevolle Frau, die Antonio gerne haben konnte durfte sich das gerne vorstellen, aber er, Kotetsu stand dann doch eher auf zierlich und hübsch. Richtig zierlich war Bunny zwar auch nicht, aber er kam ganz gut an Kotetsus Vorstellung ran.
Sein Blick wanderte zurück zu seinem momentan defekten Communicator, er musste ihn dringend zu Saito bringen, damit der ihn wieder reparierte. Ohne das Teil fühlte er sich irgendwie so alleine, ohne jede Möglichkeit Bunny zu kontaktieren. Nicht, dass er es nötig hätte bei Probleme Hilfe anzufordern, aber das Wissen es jederzeit zu können war doch stark beruhigend. Den Rest der Zugfahrt überstand er ohne sich weitere Gedanken darüber zu machen, was während seiner Abwesenheit so passiert sein konnte.
Im Endeffekt hatte er sich damit beruhigen können, dass Bunny stark war und wahrscheinlich ohne ihn besser zurecht kam als mit ihm. Zwar standen sie sich nicht mehr so sehr im Weg wie zu Anfang aber manchmal war es doch noch schwer sich gegenseitig zu verstehen. Bunny war viel zu verschlossen, als dass er es immer locker flockig schaffen würde in seinen jadegrünen Augen zu lesen, was dahinter so vor sich ging.

Bisher war es so gewesen, dass man ohne die Frage 'Was denkst du grad?' nicht weitergekommen war und bei Kotetsu hatte nicht mal diese Frage eine Antwort gebracht. Aber seit Jake Martinez' Tod fühlte es sich so an, als hätte die Jademauer zu bröckeln begonnen.
Kotetsu lächelte bei dem Gedanken, als er seine Wohnung betrat und seine Tasche auf der Couch ablegte. Das wäre wirklich fantastisch, wenn es nun leichter wäre zu ihm durchzudringen. Er widerstand der Versuchung ihn anzurufen und hielt es für besser, sich zuerst aufs Ohr zu hauen und morgen früh gleich seinen Communicator zu Saito zu bringen, ehe er sich auf den Weg zu Bunny machte. Wenn er ihn jetzt gleich wieder überfiel würde er eh nur abblocken. Das machte er jedes Mal, wenn man ihn überraschend überforderte. Unkontrollierte und Gefährliche Situationen analysieren und ruhig eine sichere Möglichkeit finden konnte er wirklich gut, aber zwischenmenschliche Kontakte zu pflegen war der Horror für den Einsiedler-Hasen. Dabei waren Hasen doch absolute Rudeltiere. Das stellte er auch fest, nachdem er seinen Laptop aufgemacht und in Google 'Sind Hasen Rudeltiere?' eingegeben hatte.
„'Sind sehr sozial und brauchen dringend einen Partner.' das sollte er mal lesen.“ murmelte er vor sich hin und ließ seinen Blick weiter über die Zeilen gleiten. „'Sie sind auch nicht so leicht zu halten, wie manche denken.' Ou, das kann ich bestätigen!“ Kotetsu lachte. Normalerweise googelte er selten, aber die Informationen, die er über seinen Hasen fand waren einfach zu witzig und trafen teilweise richtig ins Schwarze.
'Zudem ist es ratsamer einen Bock zu kastrieren, dann wird er zahmer.' Kotetsus Augen wurden größer bei diesem Satz und er versuchte zwanghaft das aufkommende Bild in seinen Gedanken zu verdrängen. Nein, das war nun wirklich gemein, vor allem da Bunny ja schon dabei war zahmer zu werden.
Problem dabei war nur, dass er anscheinend auch sensibler wurde, denn die Blicke, die er ihm in letzter Zeit immer zu warf entfachten jedes Mal eine große Portion Mitleid und vor allem Sorge um den Jüngeren. Er war ja doch 14 Jahre älter als Bunny und in solchen Situationen merkte er das ganz besonders. Auch wenn er sich noch so sehr mit ihm gestritten hatte, seine Zuneigung zu ihm ließ nicht zu, dass er Bunny hängen ließ.
Er schaltete das Gerät aus und schob es beiseite. Immer wieder versuchte er es, nur um dann festzustellen, dass es keinen Sinn machte über Bunnys Gefühle nachzudenken, er verstand sie eh nicht. Und mittlerweile glaube er, dass selbst der Blonde sie nicht verstand. Von der Couch aufstehend schlängelte er sich aus seinen Klamotten und ließ sie achtlos am Boden liegen. Morgen würde er eh was Neues anziehen.
Trotzdem ließ ein ungutes Gefühl nicht zu, dass er all zu bald einschlafen konnte.

*

>Diese Welt ist schnell
und hat verlernt beständig zu sein.
Denn Versuchungen setzen ihre Frist.
Doch bitte schwör, dass wenn ich wieder komm,
alles noch beim Alten ist.<

Der Morgen brach viel zu früh an und Kotetsu quälte sich mehr aus dem Bett als dass er aufstand. Sich die Augen reibend versuchte er durch den morgendlichen Schleier hindurch in den Spiegel zu sehen. Er konnte nicht genau sagen, wie lange er gebraucht hatte einzuschlafen, aber sein Gefühl beharrte darauf, dass es erst vor 20 Minuten gewesen sein musste. Aber es half ja nichts, man hatte bestimmt schon versucht ihn zu erreichen und er stand trödelnd vor seinem Spiegel und hoffte, dass heute kein Verbrechen passieren würde und er darum wieder ins Bett kriechen konnte um die 8 Stunden Schlaf nachzuholen, die er laut Gefühl verpasst hatte.
Entgegen seiner Hoffnungen stand er eine Stunde später vor Saito und reichte ihm sein kaputtes Armband. Der Techniker nahm es und wisperte etwas, das Kotetsu nicht verstehen konnte. Himmel, warum redete der Mann nur so leise? Es war sonst schon so schwer ihn zu verstehen, aber ihm zuzuhören, wenn man noch vollkommen verschlafen mit einem Fuß im Bett stand war die Hölle.
„Äh... was?“ fragte er mit einem Hauch imaginärer Intelligenz.
Saito seufzte, schüttelte leicht den bebrillten Kopf und winkte Kotetsu näher zu sich ran.
„Wieso hast du es denn kaputt gemacht?“

Der Hero blinzelte irritiert ehe er seine Faust ballte.
„Was soll'n das heißen? Ich habs nicht kaputt gemacht! Es war einfach so kaputt. Das Ding is mittlerweile ja auch schon ganz schön alt.“ bestimmte er und Saito zeigte ein kurzes Lächeln, ehe er sich mitsamt seinem Stuhl umdrehte und weiter arbeitete; das Zeichen für Kotetsu, dass er nun gehen konnte.

Unbefriedigend. Gespräche mit Saito waren einfach nur unbefriedigend, stellte Kotetsu fest. Nicht immer, aber oft. Schon damals, als er ihm gezeigt hatte, wie viel besser der neue Hero-suit war als der alte Scheiß. Einfach unbefriedigend! Er würde jetzt erst mal in den Trainingsraum gehen und den Anderen 'Hallo' sagen. Ob die ihn wohl vermisst hatten? Antonio bestimmt, wenn nicht, war er seinem besten Freund sauer.
Aber weder im Trainingsraum noch im Gemeinschaftsbereich waren die anderen heroes zu finden, was zwar ein wenig seltsam war, aber immerhin hatten sie alle ja auch noch ein Privatleben. Trotzdem konnte er nicht verhindern sich Gedanken zu machen.
Durch den Flur schlendernd versuchte er sich zu überreden, dass er einfach zu viel nachdachte, was sehr seltsam für ihn war. Bevor er Bunny kennengelernt hatte, hatte er sich doch auch keine großartigen Gedanken gemacht. Er war schon immer der Meinung gewesen, dass Handeln besser war als wertvolle Minuten zu verschwenden.

„Tiger-san? Was machst du denn schon hier?“
Als Kotetsu den Kopf hob sah er Keith ihm entgegen kommen. Er sah übermüdet und energielos aus, was den Dunkelhaarigen doch ein wenig erschreckte. Mit ein paar schnellen Schritten war er bei Sky High und griff ihn bei den Schultern.
„Was ist los? Du siehst aus, als hättest du längere Zeit nicht geschlafen.“ Sein Magen zog sich bei der Frage leicht zusammen und Kotetsu wusste nicht mal warum. Er mochte Keith, aber todkrank sah er nun auch wieder nicht aus.
„Oh je, sieht man das so deutlich? Ich wollte dich eigentlich viel freundlicher willkommen heißen, verzeih mir.“ Keith zwang sich ein Lächeln auf und tätschelte Kotetsus Hand kurz.
„Wir haben Probleme mit einem NEXT und es scheint nicht so, als wäre die Sache bald überstanden.“ Keith Blick glitt zu Boden und Kotetsus Finger fingen an zu kribbeln.
„Bunny?“ Es war nur ein Wort, aber es lag mehr Verzweiflung darin als beabsichtigt und es ließ Keith den Kopf schnell wieder heben, so als hätte er wegen irgendetwas ein schlechtes Gewissen.
„Er...Tiger-san..., er ist nicht lebensgefährlich verletzt, aber...“
„Aber was?“ Es gab nichts, das er jetzt lieber wissen wollte als die Antwort auf seine Frage, aber seine Beine waren schneller. Er löste sich hastig von Sky High und rannte zur Krankenstation.

Herrgott, da dachte man, man könnte die Anderen alleine lassen und sie würden das Schiff schon schaukeln, nur um dann, wenn man wiederkam, festzustellen, dass das Schiff titanicgleich am sinken war. '...nicht lebensgefährlich verletzt, aber...', warum ein 'aber'? Was sollte dieses 'aber'? Groß war die Krankenstation zwar nicht, aber sie als klein zu bezeichnen war definitiv untertrieben. Er wollte schon den nächsten Gang betreten, als er von hinten festgehalten wurde. Keith war ihm gefolgt und deutete nun in eine Richtung. Kotetsu nickte und ließ sich von seinem Freund führen. Sie blieben vor einem Krankenzimmer stehen, das vom Gang durch eine große Scheibe getrennt war. Ivan stand davor und blickte hinein und als die anderen beiden heroes dazustießen drehte er sich zu ihnen um.
„Tiger...“ er verstummte aber sofort und Kotetsus Blick fiel auf seinen Partner, der in dem Bett hinter der Scheibe lag. Allerdings konnte er nicht feststellen, ob er schlief, denn seine Augen waren mit einem weißen Leinentuch aus dem Krankenhaus verbunden.
Genau deswegen sollte man Hasen eingesperrt halten und nicht alleine lassen, schoss es ihm durch den Kopf.
„Was ist passiert?“ wollte er nun doch wissen und drehte sich zu Keith um, der seinen Blick von Ivan losriss und sich leise räusperte.
„Wir wissen es nicht genau. Kriem ist gestern aus dem Koma aufgewacht und Barnaby ist zu ihr gefahren um sie zu befragen wegen dem Tod seiner Eltern denke ich. Was von da an passiert ist lässt sich nur schwer rekonstruieren. Die Kamera zeigt nur, dass Kriem ihm etwas sagt, dass ihn anscheinend sehr aus der Bahn geworfen hat und danach kamen die Ärzte rein, als sie versucht hat, sich das Leben zu nehmen.“
Kotetsu unterbrach ihn.
„Und was ist mit seinen Augen?“
„Bei den Ärzten war ein NEXT dabei, es läuft bereits eine Untersuchung deswegen. Anscheinend kann er einem das Augenlicht nehmen. Also das ist auf jeden Fall die Vermutung. Du weißt wie schwer es manchmal ist eine NEXT-Kraft zu analysieren.“
„Keith und ich haben uns freiwillig gemeldet ein Auge auf ihn zu haben, bis Karina Schulschluss hat.“ fügte Ivan leise hinzu und Kotetsu versuchte nicht unüberlegt zu handeln. Wenn er eines gelernt hatte, dann dass Bunny mit Überforderungen seinerseits nur ganz schwer umgehen konnte. Sein Blick glitt zu dem Bett hinüber und er musste schlucken. Er hatte Bunny noch nie in so einer Situation erlebt und wollte das auch nicht. Er hatte Angst etwas Falsches zu sagen oder zu machen und damit Bunnys Gefühle zu verletzen. Mit Verärgerung und Hass kam er klar, auch wenn Bunny ihn ausschimpfte und als Trottel bezeichnete, aber ein hilfloser Bunny ließ ihn unsicher werden.

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Ich hoffe es hat gefallen und ihr lasst mir ein paar Kommis da ^^

Demonish~
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