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10 Mal passiert alles anders als gedacht

KurzgeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Adrian Ivashkov Christian Ozera Dimitri Belikov Eddie Castile Natalie Dashkov Rosemarie "Rose" Hathaway
10.04.2013
25.07.2013
11
15.016
1
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22 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
10.04.2013 1.271
 
Hey Leute,
so nun kommt doch schon ein Tag früher als geplant das nächste Kapitel und das alles nur Danke einer bestimmten Person, die mich dazu überredet hat: kaddiii :D
Ich hoffe ihr habt Spaß beim lesen.
LG DimkasGirl

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Kapitel 2 Das Wiedersehen (Lissa und Victor)




Gestresst kam Lissa nach Hause. Die Uni hatte sie wirklich sehr mitgenommen und seitdem Rose und sie auf der Flucht waren, war sie sowieso sehr geschwächt. Natürlich wusste Liss woher das kam. Sie konnte so gut wie nie Blut trinken und das war der Grund warum sie immer schwächer wurde. Warum sie auch teilweise diese Unlust empfand irgendetwas zu unternehmen. Dadurch fühlte sie sich leicht schuldig, weil so auch ihre allerbeste Freundin und Schwester nicht auf Partys gehen konnte, obwohl sie dies für ihr Leben gern tat.
Rose war immer gut gelaunt und hatte sie schon so manches Mal angesteckt, aber heute wollte das einfach nicht gelingen. Lissa ging an ihr und ihren menschlichen Mitbewohner vorbei und verbarrikadierte sich im Zimmer, welches die beiden Mädchen sich teilten.
Seufzend setzte sie sich auf ihr Bett und dachte nach. Sie vermisste ihre Familie. Ihre Mutter. Ihren Vater und vor allem ihren Bruder. Schon oft hatte sie sich gefragt warum sie ihr weggenommen wurden, aber wie immer fand sie keine Antwort darauf.

Doch der Mann, den sie zurzeit am meisten vermisste war Victor Dashkov. Er war ihr Onkel im weitesten Sinne des Wortes und kümmerte sich rührend um sie. Am Tag des Unfalls war er am Abend extra noch zu ihr gekommen und hatte sie getröstet. Auch bei der Beerdigung stand er ihr tatkräftig zur Seite. Schon manchmal fragte sie sich wo sie jetzt sein würde, wenn Victor sie nicht unterstützt hätte.
So hatte sie sich auch mit Natalie angefreundet, die allerdings schon immer eine Art Außenseiterin gewesen war. Sie fragte sich warum das so war? Warum sie im Schatten von so vielen Morois stand, obwohl sie besser war als alle anderen zusammen? Lissa wusste es einfach nicht, weshalb sie dieses Thema – mal wieder – mit einem Schulterzucken fallen lies.
Wie sooft kramte sie ihr Tagebuch hervor und öffnete es. Ein paar Sachen erzählte sie noch nicht mal Rose und dies waren meisten Dinge die Victor betrafen.

Liebes Tagebuch,

heute ist Mittwoch, das heißt wir sind schon seit genau 2 Tagen in dieser Stadt. Sie ist nicht wirklich anders als die anderen die wir davor gesehen haben, aber wenigstens warten hier keine PSI-Hunde auf uns. Bis jetzt frage ich mich wie sie uns haben aufspüren können?
Na ja lassen wir das. Diese Nacht ruft nur schreckliche Erinnerungen wach, dafür möchte ich aber über ein anderes Thema reden, das mir sehr am Herzen liegt und zwar geht es um mein Onkel.
Ich weiß nicht wieso, aber ich vermisse ihn wirklich sehr. Vermisse seine herzergreifende Seite und seine Gutherzigkeit. Selbst seine grünen Augen wollen mir nicht mehr aus den Kopf und das wahrscheinlich deswegen weil sie den Augen meines Vaters so ähnlich sind.
Überhaupt erkenne ich so viel von meinem Vater in ihm und wenn man mal recht überlegt, so ist er sowieso schon wie ein Vater für mich geworden.Am liebsten würde ich ihn anrufen und erzählen wo wir sind oder was uns passiert war, aber das durfte ich nicht. Rose hat es mir verboten. Auch wenn es jetzt kaltherzig klingt so weiß ich doch das es eine gute, wenn auch schwer gefallene Entscheidung seitens meiner besten Freundin war. Wenn Victor wusste wo er uns finden könnte, dann würde er es sicher den Wächtern erzählen, die uns dann holen kommen würden und das durfte einfach nicht passieren. Ich glaube nämlich das er sich unendlich viele Sorgen macht um mich und mich so gut es eben geht schützen möchte.

In Liebe
Deine Lissa



-3 Wochen später-


Nun hatten die Wächter die Mädchen doch gefunden und gefangen. Gerade führten sie die Beiden ins Büro von Direktorin Kirova. Sie war sehr für ihre Strenge bekannt und Lissa hoffte jetzt das weder Rose noch ihr etwas Schlimmes drohte. Immerhin musste sie ja von hier weg und es war auch eine sehr gute Entscheidung gewesen, aber warum sie hier weg mussten konnten die Mädchen der Direktorin schlecht sagen, dann würde sie erstens von den Heilkräften erfahren und zweitens sie beide für verrückt erklären und einsperren lassen. Vorsichtig schielte sie zu Rose rüber. Hoffentlich würde diese nichts Dummes tun oder sagen.

Als sie endlich im Büro waren sah Lissa sich sofort um, allerdings hatte sich nichts weiter verändert. Sie wusste selbst nicht wie sie darauf kam. Innerlich hakte Liss es ab und versuchte dem Gespräch zwischen Rose und Kirova zu zuhören.
Wie Lissa erwartet hatte, wurde Rose bei manchen Fragen sehr patzig und die Direktorin war fast am platzen. Nur durch die Hilfe von Wächter Belikov konnte sich das Schlimmste verhindern lassen, auch wenn sie sehr frech gegenüber ihn war. Die Blondhaarige verdrehte leicht die Augen, das war so typisch Rose. Immer ein Spruch auf den Lippen egal was das für Konsequenzen haben wird. Sie überlegte einfach nie, sondern sprach immer sofort das aus, was sie dachte. Schon so oft waren sie deshalb in brenzligen Situationen gewesen.

Plötzlich erhellte eine tiefe Stimme den Raum und das Mädchen blickte freudestrahlend in die Ecke aus der sie die Stimme vermutete. Sie gehörte niemand Geringerem als Victor. Lächelnd sah sie zu ihm, allerdings fiel das Lächeln fast sofort in sich zusammen als sie sah in was für eine Lage er war. Seine Haut war schneeweiß, so wie sein Haar, und sehr eingefallen. Unter seinen Augen, die mir gerade Wärme entgegenbrachten, waren große, dunkle Augenringe. Lissa konnte einfach nicht umhin zu merken wie krank er wirklich war. Wahrscheinlich hatte seine Sorge um sie, dies alles nur noch verschlimmert.

Doch das Mädchen sah sofort den Kampfgeist in den Augen von ihrem geliebten Onkel und hoffte so sehr, das er wirklich kämpfen würde. Noch jemand zu verlieren konnte sie einfach nicht verkraften. Auch wenn es ein sehr egoistischer Gedanke war, konnte sie ihn einfach nicht abschütteln. Wenn ihr liebster Vaterersatz auch noch sterben würde, würde die Blonde vollkommen durchdrehen.

Mit schnellen Schritten durchquerte sie den Raum, achtete nicht auf das was die Direktorin oder Rose zu ihr sagten und nahm ihn in den Arm.
„Geht es dir gut,Onkelchen?“ Fragend und sorgenvoll sah sie ihn an und blickte direkt in das Gesicht ihres Vaters und dieser eine Augenblick reichte aus, damit sie sich bewusst wurde das sie ihn nicht sterben lassen würde. Würde es tatsächlich so weit kommen und Victor würde auf dem Sterbebett liegen, so würde Lissa ihn zurückholen., genauso wie sie es damals mit Rose gemacht hatte oder mit den ganzen toten Tieren, die vor ihrer Flucht immer in ihren Zimmer lagen.

„Na ja den Umständen entsprechend. Ich bin so froh das es dir gut liebste Lissa. Euch beiden!“ Bedeutend sah er zu Rose und das Mädchen neben ihn musste schmunzeln. Er hat Rose schon immer gemocht und es war schön zu sehen das sich das wenigstens nicht verändert hatte.
Noch eine Weile unterhielt sie sich mit Victor und so manches Mal drückte sie ihn auch fest an sich. Sie hatte ihn wirklich sehr vermisst und war nun umso glücklicher ihn wiederzusehen und sich der Aufgabe widmen zu können sich um ihn zu pflegen. Zum Abschied gab sie ihm noch einen Kuss auf die Wange und ging dann ohne Umwege direkt in ihr Wohnheim. An diesem Abend schrieb das Mädchen nur einen einzigen Satz ins Tagebuch:

Ich liebe meinen Onkel wirklich sehr und werde mich, mit aller Kraft die ich besitze, um ihn kümmern bis er wieder so gesund und jung ist wie ich ihn verlassen hatte.
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