Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

10 Mal passiert alles anders als gedacht

KurzgeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Adrian Ivashkov Christian Ozera Dimitri Belikov Eddie Castile Natalie Dashkov Rosemarie "Rose" Hathaway
10.04.2013
25.07.2013
11
15.016
1
Alle Kapitel
22 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
10.04.2013 1.532
 
Kapitel 1 Erstes Date (Jill und Eddie)




„Hey, kannst du mir vielleicht mal bei der Aufgabe helfen?“ Fragend sah ich von meinem Buch auf und begegnete den Blick zweier grüner Augen die mich anschauten. Lächelnd zog ich das Heft zu mir ran und sah mir das Ganze kurz an.
Anscheinend musste sie einen Aufsatz in Geschichte über das Thema „2. Weltkrieg“ schreiben und inwiefern Amerika daran beteiligt war. Schwer schien es nicht zu sein, weshalb ich mich fragte warum sie meine Hilfe brauchte. Immerhin war die junge Frau, mir gegenüber, ein sehr intelligentes Wesen.
„Was klappt denn nicht?“ Ich zog eine Augenbraue hoch und sah wieder zu ihr hin. Mittlerweile grinste mich das Mädchen an.
„Um ehrlich zu sein war das nur eine Ausrede. Es war so ruhig zwischen uns und da wollte ich das einfach kurzerhand ändern!“ Sie hielt inne. Es war ihr zu ruhig? Normalerweise konnte es ihr doch nicht ruhig genug sein, wenn sie lernte! Ruhig ruhte mein Blick auf ihren Gesicht. Täuschte ich mich oder sah ich auf ihren Wangen wirklich einen rötlichen Schimmer? Was war denn jetzt los? War Micah etwa irgendwo hinter mir? Ich wollte mich gerade umdrehen als ich erneut ihre sanfte Stimme vernahm.
„Ähm Eddie?“ Sie wurde noch eine Spur roter. Verdammt, was war denn nur los mit ihr? Sie hatte sich in letzter Zeit oft so komisch benommen, wenn ich bei ihr gewesen war. „Würdest...würdest du mit mir ausgehen?“
Ungläubig lies ich den Zettel, der gerade noch in meiner Hand gewesen war, auf den Tisch fallen und sah sie mit großen Augen an. Hatte ich mich verhört? Wollte sie wirklich mit mir ausgehen? Ich blinzelte zweimal und kniff mir leicht in den Arm. Nein, das war kein Traum. Diese wunderbare Frau hatte mich wirklich gefragt ob ich mit ihr ausgehen wollte. Davon hatte ich schon so lange geträumt.
„Ja. Ja, ich würde gerne mit dir ausgehen.“ Ein kleines Lächeln stahl sich auf ihr Gesicht und mit freudigen Augen sah sie mich an. Ich liebte es wenn sie diesen Gesichtsausdruck hatte. Dann sah sie erst Recht wie ein Engel aus.
„Schön. Wie wäre es mit Samstag Abend?“ Ich nickte und überlegte sofort was man machen könnte. Bis Samstag war nicht mehr lange. Genauer genommen war dies schon übermorgen. Aufgeregt kreisten meine Gedanken um mein erstes richtiges Date.
„Wie wäre es erst mit Kino und dann was zum Abendessen?“ Ein Glück, dass ich schon im Teenageralter angefangen hatte zu sparen, dann könnte ich diese Frau auch in ein Restaurant ausführen der ihrer würdig war. Immerhin war sie die Halbschwester unserer Königin.
„Das wäre schön, ja!“ Lächelnd sah Jill mich an.


Pünktlich um 9 Uhr stand ich vor dem Mädchenwohnheim und wartete auf mein Date. Okay was hieß pünktlich? Wenn man es genauer nimmt war ich überpünktlich. Ganze 15 Minuten waren es noch bis Jill endlich vor mir stehen würde. Nervös wie ich war, konnte ich keine 5 Minuten sitzen bleiben. Immer wieder stand ich auf und tigerte hin und her. Mein größter Traum würde nun wirklich in Erfüllung gehen. Früher hätte ich sicher abgelehnt wenn sie mich gefragt hätte, aber da dachte ich ja auch noch das ich nicht gut genug für sie war. Hätte Sydney mir vor Kurzem nicht erklärt das dies unsinnig sei, dann hätte ich auch diese Einladung ausgeschlagen. Aber sie hatte  Gott sei Dank mit mir darüber geredet und nun stand ich hier und wartete auf meine Traumfrau.
„Hey Eddie!“ Bei ihrer Stimme machte sich sofort ein warmes Gefühl in mir breit. Lächelnd drehte ich mich zu ihr um und staunte nicht schlecht. Sie hatte ein rotes Oberteil mit einem leicht fallenden Wasserfallausschnitt an. Es schmiegte sich perfekt an ihren Oberkörper und dazu hatte sie eine leichte, schwarze Leggins an. Alles in einem sah sie wirklich wunderschön aus. Ihre Haare trug sie offen und fielen ihr in langen Wellen über die Schulter. Als Accessoires trug sie eine goldene Kette und Armreif.
„Ähm...äh...Hey Jill!“ Ich zwang mich meinen Mund zuzuklappen und ihr in die Augen zusehen. Nichts mehr nahm ich in meiner Umgebung wahr. Nur noch sie war wichtig.
Galant hielt ich ihr meinen Arm hin. Sie hakte sich ein und wir gingen zum Bus. Da es ein recht weiter Weg in die Stadt war mussten wir zwangsweise den Bus nehmen. Natürlich hielt ich die Umgebung genau im Auge, denn ich vergaß bestimmt nicht das Jill in Gefahr schwebte. Auch wenn es in letzter Zeit ziemlich ruhig gewesen war, musste ich doch aufpassen. Immerhin konnten sich unsere Feinde auch in unserer Nähe aufhalten und uns beobachten.
„Eddie versteife dich doch nicht so! Wir sind auf einem Date...werde ein bisschen lockerer.“
„Jill, auch wenn wir eine Verabredung haben, so muss ich trotzdem auf die Umgebung achten. Jederzeit könnte uns jemand überfallen und dich töten und das will ich, so gut wie es eben geht, vermeiden!“ Ich sah ihr in die Augen. Verstand sie denn nicht, in was für eine große Gefahr sie schwebte? Ich wollte sie doch nicht verlieren. Nicht jetzt, wo ich sie gerade erst für mich gewonnen hatte. Sanft nahm sie meine Hand und drückte leicht zu. Damit gab sie mir zu verstehen, dass es ok war wenn ich mich sorgte.
„Aber übertreibe bitte nicht. Zumindest heute nicht, ok?“ Nickend erwiderte ich den Händedruck.
„Ok, alles klar, aber nur dir zuliebe mache ich das!“ Grinsend sah sie mich an.
„Ich weiß. Ich hab halt diese unschlagbare Wirkung auf euch Männer!“ Kokett blinzelte sie mit den Augen und ich konnte nicht anders als herzhaft zu lachen. Jill stimmte schnell mit ein. Das würde ein wunderbares erstes Date werden.


Beim Kino angekommen kaufte ich 2 Karten für den Film “Notting Hill“. Jill hatte den Film gewünscht und ich konnte ihr einfach nichts abschlagen. Vor allem nicht wenn sie ihren Hundeblick aufsetzte.
Nach ganzen anderthalb Stunden kam ich dann auch zu dem Schluss, das dieser Film nicht allzu schlecht war und ich nahm mir vor Jill die DVD dazu zu schenken. Vor dem Einlass hatte sie nämlich kurz erwähnt das sie ihn noch nicht hatte, ihn sich aber von Herzen wünschte.
Als wir wieder auf der Straße waren, war es bereits dunkel. Sofort schellten meinen Alarmglocken nach oben. Nacht bedeutete Strigoi und Strigoi bedeutete Ärger. Nur gut das ich immer meinen Pflock dabei hatte. Ich nahm wieder ihre Hand und ging mit ihr den Weg hinunter bis zu dem italienischen Restaurant, welches ich ausgesucht hatte.
Erleichtert atmete ich auf als wir an unserem Tisch saßen. Jetzt würde uns sicher kein Strigoi mehr angreifen. Hier waren wir sicher. Während des Essens unterhielten wir uns prächtig und auch wenn sie sich darüber beschwerte das ich zu viel für das Essen ausgegeben hatte, sah ich doch das kleine Glitzern in ihren Augen, das mir bestätigte das sie glücklich war. Das war alles was ich wollte. Sie sollte glücklich sein. Ich schwor mir, ihr nie weh zu tun und ich wusste sofort das es ein leichtes für mich war, dieses Wort zu halten.  


Nach dem Essen fuhren wir wieder zur Schule. Diesmal musste Sydney uns abholen, da kein Bus mehr zur Schule fuhr. Vor dem Mädchenwohnheim hatte sie sich dann schleunigst von uns verabschiedet und ist in ihr Zimmer gegangen.
„Es war wirklich ein sehr schöner Abend gewesen!“ Wir saßen nebeneinander auf der Bank und sahen in den Himmel, beobachteten die Sterne. Sanft streichelte ich Jills Hand. Mein Herz beschleunigte sich und in meinen Magen tanzten tausende von Schmetterlingen. So musste es sich anfühlen verliebt zu sein.
„Ja wirklich sehr schön!“ Leise sprach Jill die Worte vor sich hin und lies ihr Kopf auf meine Schulter sinken. Leicht lehnte ich meinen Kopf gegen ihren und schloss die Augen. Eine Weile saßen wir so da und sagten nichts. Genossen einfach die Zweisamkeit die wir gerade hatte.
Das ich sie liebte stand außer Frage und nicht nur das. Ich begehrte sie einfach über alle Maßen. Ich wusste das ich für immer mit ihr zusammen sein wollte. Ich wusste das ich sie immer beschützen würde.
„Eddie?“ Sie bewegte sich nicht weg. Blieb wie sie war. Nur ihre sanfte Stimme durchbrach die Nacht.
„Ja, Jill?“ Ich öffnete die Augen und sah auf unsere Hände, die ineinander verschlungen waren. Sanft streichelte ich über ihren Handrücken. Mein Herz schlug wild. Was würde sie mir jetzt wohl sagen?
Eine Weile sagte Jill nichts mehr und ich hatte schon Angst das sie mich jetzt abservieren würde, doch dann regte sie sich wieder. Sanft beendete sie unsere Umarmung und sah mich an. Ich hatte das Gefühl als würden ihre grünen Augen tief in meine Seele blicken. Als würde sie nach etwas suchen. Ein Blitz fuhr durch mein Herz und trieb es an. Immer schneller pochte es gegen meine Brust und ich war mir sicher, das sie es bereits hören konnte. Das verräterische Schlagen das ihr zeigte wie sehr ich sie liebte.
Anscheinend hatte sie gefunden wonach sie so verzweifelt gesucht hatte, denn ihr Gesicht kam immer näher. Gerade als mir aufging was sie vorhat, lagen ihre weichen, zarten Lippen auch schon auf meine. Sofort erwiderte ich den Kuss...sanft aber doch bestimmend. Nie. Nie wieder würde ich sie loslassen. Sie war meine und ich hatte nicht vor sie je wieder herzugeben.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast