Élysée

von Charybdis
GeschichteRomanze / P12 Slash
Deutschland Frankreich
07.04.2013
07.04.2013
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50 Jahre, vor 50 Jahren hatten sie ihre Erbfeindschaft beendet und ein Freundschaftsabkommen geschlossen, 50 Jahre waren sie jetzt ein Paar. Sicher, sie hatten auch schon gestritten, aber im Allgemeinen lief es gut für sie. Ihre Aufgaben als Länder, ihre Verpflichtungen, das alles machte es ihnen nicht leichter, doch es gehörte dazu und daran, dass sie immer noch zusammen waren, sah man nur, dass ihre Beziehung eine solide Grundlage hatte. Etwas das man sich auf Grund Europas Geschichte schwer vorstellen konnte, allerdings hatte sich im letzten Jahrhundert so viel verändert, wieso nicht auch das?
Francois war so in Gedanken versunken, dass er das Rascheln neben sich nicht mitbekam. „Worüber denkst du nach?“, fragte ihn eine ruhige, verschlafene Stimme. „Guten Morgen Louis, über nichts wichtiges, Brot oder Croissants?“ Mit einem warmen Lächeln stahl Francois Ludwig einen kurzen Kuss und zog ihn zu sich. „Mhm, Croissants.“, brummte der Gefragte in die Halsbeuge seines Gegenübers und gähnte laut, während er seine Arme locker um den Franzosen legte. Frankreich grinste leicht, wenn Ludwig müde oder, wie jetzt, noch nicht ganz wach war, wurde er meistens, für seine Verhältnisse, sehr anhänglich.

Als Deutschland Blick jedoch auf die Uhr fiel, ließ er Francois ruckartig los, suchte sich in Windeseile seine Anziehsachen zusammen und lief ins Bad. Heute hatten Deutschlands Politiker und ein paar andere ein wichtiges Treffen, bei dem er natürlich auch anwesend sein musste. Frankreich seufzte tief und stand dann auf, um Frühstück zu machen. Manchmal, fand er, war Ludwig zu verantwortungsbewusst. Während Francois sich gemächlich anzog, die Treppe hinunterging und schließlich in die Küche trat, wo er anfing Kaffee zu kochen und den Tisch zu decken, hörte er im Bad Wasser rauschen, kurz darauf vernahm er das Geräusch von klackernden Tasten auf einer Tastatur.
Vielleicht hätte er Ludwig wirklich früher wecken sollen, aber jetzt war es so oder so zu spät, um das zu ändern. „Louis? Frühstück ist fertig!“, rief er in Richtung von Ludwigs Arbeitszimmer.
Zwar bekam er keine Antwort, aber Deutschland stand nur wenig später ebenfalls in der Küche. Innerlich die Augen verdrehend stellte Francois fest, dass Ludwig bereits komplett angezogen war, sogar Schuhe hatte er schon an. Frankreich bedeutete dem Deutschen, er solle sich setzen und goss ihnen beiden Kaffee ein. „Danke…“, murmelte Ludwig und rieb sich über die Augen. Francois musste lächeln, obwohl Ludwig es gut versteckt hatte, hörte er das unterdrückte Gähnen.
Schweigend fing Deutschland an zu essen und hörte Frankreich zu, der vom gestrigen Abend erzählte, Antonio, Gilbert und er hatten sich getroffen und, was hätten sie auch sonst tun sollen, hatten eine ihrer berühmt-berüchtigten Sauftouren gestartet. Francois konnte gut erzählen. Sogar Deutschland musste leicht grinsen, wenn der Franzose seine Geschichten zum Besten gab.
„Francois…ich muss los, bis heut‘ Abend.“ Ludwig seufzte leise, er wollte eigentlich nicht weg, denn seiner Meinung nach, sahen er und der Franzose sich viel zu selten. „Ja, aber beeil dich…du weißt was morgen für ein Tag ist.“ Er zwinkerte Deutschland zu, zog ihn zu sich und drückte ihm einen Kuss auf die Lippen. „Und jetzt los, mon cher.“ Mit einem leichten Klaps auf den Hintern verabschiedete Francois Ludwig und begann mit der ernstesten Überlegung seit Tagen: Was sollte er morgen kochen? An diesem Tag, an ihrem Tag.
Frankreich hätte nie gedacht, dass er jemals einen Tag im düsteren Winter so lieben würde, aber er hätte auch nie gedacht, dass er Ludwig lieben könnte. Also, wieso wunderte er sich eigentlich?

Sie hatten ihre Geschichte und unzählige Kriege überwunden, wieso sollte er dann nicht auch einen Wintertag mögen?



So, ein bisschen dummer Fluff über Frankreich und Deutschland, also ich finde es ist fluffig.

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