Der 1. April

GeschichteRomanze / P16 Slash
Erika Karisawa Izaya Orihara Shizuo Heiwajima Walker Yumasaki
01.04.2013
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Der 1. April


Der erste April war schon immer ein ganz besonderer Tag für Izaya gewesen. Kein anderes Datum war so vielversprechend und amüsant wie dieses, aber was wenn etwas schief läuft? Selbst der Informant kann nicht immer vorhersehen wie Menschen reagieren und was sie planen...



Fröhlich betrachtete Izaya seine Menschen, wie sie durch die Straßen Ikebukuros liefen, seine Pläne erfüllten ohne selbst auch nur etwas davon zu ahnen, bis er sie irgendwann aufsuchte und ihre Seele wie eine Beere in seiner Hand zerquetschen würde.

„Was Shizu-chan wohl gerade macht...“, überlegte er und sein Blick schweifte durch die unendlichen Menschenmassen der Stadt. Nirgends war der begehrte blonde Haarschopf seines Monsters zu sehen, geschweige denn eines durch die Luft fliegenden Getränkeautomaten oder einem anderen absonderlichen Flugobjekt.

Wie langweilig..., seufzte er in Gedanken und die roten Rubine verloren für kurze Zeit ihr sonst so anziehendes, neckendes Funkeln. Ob dem Bodyguard auch langweilig war? Vielleicht sollte er ihn später noch etwas provozieren gehen.

Bevor er weiter darüber nachdenken konnte, riss ihn das schrille Geräusch seiner eigenen Klingel aus den Gedanken, holten ihn zurück in dir Realität. Wer konnte heute etwas von ihm wollen? An einem solchen Tag den gefährlichsten Mann dieses Viertels aufzusuchen. Entweder war es wirklich dringend oder die Person war einfach nur Stroh dumm.

Erneut, diesmal Klopfend, machte der Besucher auf sich aufmerksam.

„Ja, ja, ich komme ja schon~“, flötete der Schwarzhaarige und versteckte den leicht genervten Unterton seiner Stimme.

Mit schnellen Schritten überwand er die kurze Distanz zwischen ihm und der Tür und öffnete diese auch sogleich.

„Kann ich hel-“

„Was soll der Scheiß, Floh?!“

Erschrocken weiteten sich die roten Augen Izayas, als Shizuo ihn kaum das er es selbst realisiert hatte, so anschrie und ihm blieb nichts andere übrig, als perplex auf das Bild zu starren, welches ihm der Blonde vor die Nase hielt.

~~

„Erika, bitte übertreib es nicht“, flüsterte Walker und schlich mit der Schwarzhaarigen durch den dunklen Flur der Wohnung.

„Psst! Du weckst ihn sonst auf.“ Mit strahlenden Augen drehte sich das Mädchen zu ihm um und nahm ihm die Kamera aus den Händen.

„Ich mein ja nur, weißt du was er mit uns machen würde wenn-“

Er brach ab, als sich die schlafende Gestalt, welche kaum noch einen Meter von ihnen entfernt auf dem Bett lag, sich plötzlich regte und zu ihnen umdrehte. Die blonden Haare fielen ihr ins Gesicht.

„Deswegen müssen wir uns ja beeilen“, beharrte Erika weiter und kam Shizuo noch etwas näher. Der Junge blieb dennoch lieber auf Abstand. Warum hatte er sich bloß auf ihre Idee eingelassen? Es war mehr als lebensmüde, was sie hier gerade trieben.

~~

„Was denn, Shizu-chan?~“, grinste Izaya den Blonden an nachdem er sich wieder gefangen hatte.

Was denn? Izaya verdammt, das warst doch du, oder nicht?!“ Knurrend drängte sich sein Monster in die Wohnung ehe er es verhindern konnte.

Schmunzelnd nahm er dem Größeren das Bild aus der Hand und betrachtete es verträumt.

„Du bist wirklich süß~“, schwärmte er vor sich hin und ignorierte, dass sein Kommentar seinen ungebetenen Gast dazu brachte ein Geräusch, fast wie das unterdrückte Grollen eines wilden Tieres, zu erzeugen und wie ein ungezähmter Wolf seine Zähne zu fletschen, zu einem bedrohlichen Grinsen.

Ein Monster, durch und durch...

„Gibt es einen Grund warum du mir ein Bild von dir schenkst? Halb nackt und schlafend?“ Die Grenze auf die er sich zu bewegte war bereits ziemlich nah, verlockte ihn danach sie zu überschreiten, aber hier in seinem Büro verlangte es ihn nicht sonderlich danach, sein Eigentum auf diese Weise zu zerstören.

„Halt die Klappe, Floh! Ich will wissen, warum du das gemacht hast!“

„Wieso denn ich?“

„Wer sonst? Außerdem hast du es sogar drauf geschrieben!“

„Huh?“

Die Augen des Informanten richteten sich auf einen kleinen Feil am Rand. Ohne zu zögern drehte er es auf die Rückseite und neugierig besah er sich der schwarzen Schrift.

Hihi, du bist wirklich süß Shizu-chan,
am liebsten hätte ich die ganze Nacht mit dir verbracht,
aber ein Erinnerungsfoto reicht auch


Was zur Hölle?! Warum...?

Erneut wendete er das Bild in seiner Hand, betrachtete es ungläubig von allen Seiten und in seinen Augen spiegelte sich eine Mischung aus Gereiztheit und Belustigung.

„Nun, auch wenn die Idee wirklich amüsant ist und, ich gebe zu, perfekt zu mir passt, muss ich dich leider enttäuschen Shizu-chan, das war ich nicht.“

„Wie das warst du nicht?!“, fuhr ihn der Größere jetzt an. Er wusste, dass sein Monster nicht gerade einen hohe IQ hatte, aber, dass er nicht einmal diese paar Worte verstand... frustrierend.

„Wie ich sagte, scheinbar hat dich irgendjemand verarscht, nicht, dass das sonderlich schwer wäre...“

„Und wer bitte sollte so etwas machen außer dir?“

„Keine Ahnung... und wie kommst du eigentlich darauf, dass ich sonderlich scharf drauf wäre dich nackt zu fotografieren?“, erwiderte Izaya gereizt und wedelte mit dem Bild herum. „Denkst du nicht, selbst ich hätte besseres zu tun?“

„Naja... also...“ Die Wangen des Monsters färbten sich leicht rosa und auch Izaya errötete ohne es verhindern zu können.

„Ist ja auch egal, von mir aus kannst du es ruhig behalten!“

„Nein danke!“

Stille breitete sich wieder aus, nachdem Shizuo fast fluchtartig wieder das Büro des Informanten verlassen hatte und Izaya war wieder allein. Allein mit... diesem Bild...

Vorsichtig wanderte sein Blick wieder zu dem kleinen Unglücksbringer. Bildete er sich das nur ein oder sah es ungemein sexy aus, wie Shizuo so entkleidet, schlafend, auf dem Bett lag.

„Nn... Shizu-chan...!“, keuchte der Schwarzhaarige laut gegen das Kissen, in welches er seine Finger vergruben hatte, nicht den letzten Halt in dieser Welt zu verlieren und von seiner unbändigen Lust, wie von einer Flutwelle hinweg gespült zu werden.

Das erregte Glied seines Monsters drängte sich verlangend an seinen Eingang, verlangte nach mehr. Beide wollten sich spüren, tief und intensiv.

Ein leises Wimmern drang aus seiner Kehle, als er spürte wie der andere ihn ohne Vorwarnung begann aufzuspießen, und der Schmerz vermischte sich mit ungestümer Erregung, die seinen ganzen Körper zum erzittern brachte, als er ihn in sein Ohr raunen hörte, Stimme tief und angefüllt von Lust.


Wild schüttelte Izaya seinen Kopf. Wo kam das denn plötzlich her? Wieso sollte er so was wollen, wie lächerlich...

„Aber... ich denke ich erlaube mir einen kleinen Spaß mit dir~“, säuselte er verrucht und ein boshaftes Lächeln schlich sich auf seine Lippen.

~~

„Guck mal, guck mal!“ Mit weit aufgerissenen Augen zeigte sie Walker die SMS die sie gerade bekommen hatte, in deren Anhang das von ihr selbst geschossene Bild Shizuos zu sehen war.

„Die hab ich auch bekommen“, grinste der Junge und betrachtete sein Handy, zeigte es dem Mädchen, welche daraufhin und breiter zu strahlen begann.

~~

„Hey Floh! Was soll der Scheiß?“, knurrte der Blonde wütend, kam dem Informanten bedrohlich nah und zog ihn an seinem Pulli nach oben.

„Meinst du das Bild? Du wolltest es nicht, also dachte ich mir, dass-“

„Das interessiert mich einen Scheiß! Mach es rückgängig!“

„Also wirklich, selbst du solltest wissen wie das mit SMS läuft. Man kann so etwas nicht widerrufen.

„Duu...!“

„Ja?“

Grinsend sah Izaya Shizuo dabei zu, wie es in seinem Kopf ratterte, damit eine halbwegs annehmbare Antwort heraus kam. Es wurde ihm aber zu langweilig einfach abzuwarten, also legte er seine Hände an Shizuos Gesicht, zog ihn zu sich und legte ganz sanft seine Lippen auf die des Blonden.

Geschockt lies dieser ihn los, sodass seine Füße jetzt wieder den Boden berührten, woraufhin auch ihr Kuss wieder aufgelöst wurde.

„Du musst wissen, ich habe dich... schon immer geliebt...“, flüsterte er so leise, dass niemand außer Shizuo es hören konnte und dessen Reaktion hätte Izaya fast zum Lachen gebracht, hätte er es sich nicht verkniffen.

„Aber... du...“, stotterte er, ungläubig und doch... glücklich? Unwillig breitete sich in dem Schwarzhaarigen ebenfalls ein warmes Gefühl aus, drängte ihn dazu bei seinem Monster zu bleiben, doch das ging ihm zu weit, er verlor langsam die Konntrolle-

„April, April! Reingelegt!~“, kicherte Izaya belustigt und überspielte damit schnell seine eigenen Gedanken. Bevor sein Monster überhaupt verarbeitet hatte, was das hieß, war er auch schon wieder verschwunden.

~~

Keuchend blieb der Informant einige Straßen weiter stehen, lehnte sich an die Wand und schloss seine Augen.

Er konnte nicht fassen, was er gerade getan hatte. Es war so ein einfacher Plan gewesen nur...

Sein Herz klopfte noch immer wild gegen seinen Brustkorb, verdrängte, dass er doch eigentlich keine Gefühle haben konnte, nicht für Menschen und auch nicht für Monster, aber...

… warum haben sich seine Lippen so weich und zart angefühlt, waren so... köstlich?
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