Happy Birthday

GeschichteRomanze / P18 Slash
Izaya Orihara Shizuo Heiwajima
01.04.2013
01.04.2013
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Heyy^^

Ich bin mir zwar etwas unsicher, aber ich glaube wirklich, dass dieser OS mir richtig gut gelungen ist >.<

Ich hoffe ihr seht das genauso und Reviewd heftig^^
Jetzt will ich euch auch nicht weiter aufhalten ;)

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Happy Birthday


Kalter Wind zauste an dem tiefschwarzen Haar des Informanten, seine Mundwinkel zu einem hämischen Grinsen verzogen und seine roten Augen blitzten in der Dunkelheit, welches der blonden Gestalt galt, die mit Shinra zusammen gerade die Bar betrat. Izaya liebte es von oben seine Menschen zu beobachten und umso erfreulicher war es, wenn er zwischendurch dabei noch sein geliebtes Monster entdeckte.

Anmutig wie eine Katze schlich er über den Rand des Daches, die glitzernden Schneeflocken sammelten sich im Saum seiner Pelzjacke.

„Ich denke ich statte dir später noch einen Besuch ab, Shizu-chan, du vermisst mich bestimmt schon“, grinste er dem unter ihm zu, welcher ahnungslos mit dem Braunhaarigen in dem Gebäude verschwand. Wie konnte er bloß so naiv sein? Dachte er wirklich der Informant würde sich solch eine Chance tatsächlich entgehen lassen? Schade nur, dass er mit seinem Erscheinen seinen Tag, statt ihn zu versüßen, ihn eher wie einen Spiegel in tausend Scherben zerbrechen würde. Nicht das er sich das ausgesucht hätte, aber der Blonde konnte ja scheinbar nicht anders als ihn mit jeder Faser seines Herzens zu hassen. Verträumt fing er einen der Eiskristalle mit dem Finger auf und betrachtete ihn, hielt ihn gegen das silberne Mondlicht.

„Mein Shizu-chan, irgendwann, irgendwann werde ich dich schon noch für mich gewinnen.“




„Shinra“, grüßte Izaya ihn, als er die Tür zur Bar rein kam und sich, ohne auf eine Aufforderung zu warten auch direkt neben diesen setzte, da der Platz scheinbar gerade frei war. Wahrscheinlich hatte Shizuo hier vorher gesessen...

„Was machst du denn hier?“

„Ich schätze das weißt du gut genug. So eine einmalige Chance lasse ich mir doch nicht entgehen!“, schwärmte Izaya vor sich hin und lächelte ihm aus den Augenwinkeln zu, die roten Rubine funkelten freudig. „Shizu-chan ist mein Spielzeug, das weißt du doch~.“

Seine Lippen verzogen sich jetzt zu einem leichten Grinsen.

„Da hast du wohl recht.“

„Ich weiß“, erwiderte er und sein Blick schweifte durch die Menschenmassen, welche sich alle fröhlich betranken, suchte eigentlich nur nach dem Blonden, welcher wie es schien wie vom Erdboden verschluckt war. Aber überall diese alkoholisierten Menschen,  wie konnte man daran gefallen finden? Sie versuchten letztendlich auch nur die Realität zu verdrängen. Als ob das sonderlich viel brachte, dadurch lösten sich Probleme schließlich auch nicht und am Ende wurde es so nur schwieriger sie zu kontrollieren.

„Wo wir grade dabei sind, wo ist eigentlich mein geliebtes Monster?“, fragte er beiläufig und fixierte wieder den Braunhaarigen.

„Ich weiß nicht, vielleicht kurz für kleine Bodyguards oder so...“ Bei diesen Worten wanderte Shinras Blick ebenfalls durch den Raum, als ob er sich selbst noch einmal versichern wollte, dass der Blonde auch wirklich nicht da war.

„Das erklärt auch warum er noch nicht versucht hat mich umzubringen...“

„Wohl war.“

Erneut schlich sich ein Schmunzeln auf die Lippen des Informanten.

„Das kann man ja ändern.“

„Solange du es nicht übertreibst.“

„Ich doch nicht“, feixte Izaya und seine roten Augen blitzten vorfreudig. Allein bei dem Gedanken daran seinen Shizu-chan wieder zu ärgern, bekam er dieses unglaubliche Hochgefühl, welches sich fast wie tausende kleiner Schmetterlinge in seinem Bauch ausbreitete. Verrückt war für ihn wohl wirklich kein Ausdruck mehr. Sich so an der Grenze zum Wahnsinn zu bewegen war aber gar nicht so schlecht. Es machte ihm einfach unglaublich Spaß, jedes Mal den Tot herauszufordern, seine Grenzen zu testen und mit den Gefühlen anderer zu spielen. Wenn es ihm selbst schon nicht vergönnt war glücklich zu sein, warum sollten es dann bitte andere?

„Ich habe sogar extra ein Geschenk für ihn dabei~“, flötete er und lehnte sich leicht zu dem Brillenträger vor. Bei dem verwirrten Ausdruck in seinen Augen musste Izaya unwillkürlich kichern, zog eine kleine Schachtel aus seiner Jackentasche und wedelte mit ihr vielsagend vor dessen Nase herum. Eigentlich dachte er ja nicht das sein Monster so etwas gebrauchen konnte, nein, eigentlich zweifelte er ja sogar daran, dass dieser überhaupt schon sein erstes Mal hatte, oder er hoffte es auch nur, manchmal war das schwer zu unterscheiden... Aber auf jeden Fall fand er die Kondome irgendwie passend, warum auch immer. Manchmal konnte er seine Handlungen selbst nicht mehr nachvollziehen.

„Aber es wundert mich doch etwas...“, kam er schließlich wieder auf das Thema zurück und verdrängte seine Gedanken für den Moment.

„Was denn?“

„Warum versuchst du nicht wie sonst auch immer uns so gut wie möglich zu trennen, sondern ermutigst mich stattdessen sogar noch?“ Überlegend stützte er seinen Kopf auf einer Hand ab.

„Warum?“, wiederholte ihn Shinra und musterte ihn verwirrt. „Ich denke ich will es mir selbst nicht entgehen lassen, was passiert wenn ihr beide betrunken aufeinander treffen würdet“, erklärte er schließlich und scheinbar konnte er sich ein Lächeln nicht verkneifen. Nur zu gut verständlich. Izaya musste selbst an das Bild denken wie Shizuo halb durch die Gegend torkelnd einen Barhocker nach ihm warf und wegen seinem Vollrausch danach das Gleichgewicht verlor und umkippte. Wenn es dazu kommen sollte würde der Schwarzhaarige definitiv ein Bild davon machen, dass schwor er sich. Allerdings hing der Sinneswandel des Braunhaarigen wohl auch damit zusammen, dass hier seine Wohnung oder allgemein sein Eigentum nicht Gefahr lief, bei ihren Raufereien zerstört zu werden. Konnte ihm aber auch egal sein.


„Das hört sich wirklich interessant an, ich glaub ich trinke ebenfalls ein bisschen, um es noch spannender zu machen“, entschloss er sich kurzerhand und bestellte mit einem schnellen Handwinken ebenfalls ein Bier. Es war immer schon eine Schwäche von ihm gewesen, Spiele ausprobieren zu wollen, und so machte er das alles nur noch interessanter. Wenn es zu viel wurde konnte er ja jederzeit nach belieben aufhören.

„Aber sag mal, wie hast du dieses Monster eigentlich dazu bekommen das er freiwillig trinkt? So weit ich weiß hasst er das Zeug.“ Das sagte er auch nicht nur einfach so, schließlich hatte Izaya schon oft genug, und auf die verschiedensten Arten versucht ihn betrunken zu machen, aber jedes Mal machte er ihm einen Strich durch die Rechnung.

Bei dieser Erinnerung, lehnte sich Izaya noch etwas mehr auf seine Hand und verzog beleidigt das Gesicht.

„Sagen wir einfach, ich hatte überzeugende Argumente.“

„Ohhh...“ Interessiert musterte der Informant den Anderen. Wie gern würde er wissen, was genau es damit auf sich hatte, aber das hatte auch bis ein anderes Mal Zeit. Es konnte nicht mehr so lange dauern bis Shizuo zurück kam. Dennoch überraschte es ihn jedes Mal aufs neue, wie verschlagen sein Freund manchmal sein konnte, deswegen verstanden sie sich womöglich auch so gut. In gewisser Hinsicht waren sie gleich.

Sein Blick wanderte hoch zu der Frau die ihm gerade sein Getränk brachte. Ziemlich freizügig seiner Meinung, aber bei der Figur konnte sie es sich auch leisten. Nicht das es ihn kümmern würde, er war nur an einer einzigen Person interessiert. Obwohl 'Person' vermutlich nicht das richtige Wort dafür war, aber dennoch hatte er ihm einfach sein Herz gestohlen. Liebe auf den ersten Blick. Leider zu einseitig um jemals erwidert zu werden...

Desinteressiert nippte er etwas an der bernsteinfarbenen Flüssigkeit. Seit wie vielen Jahren hatte er schon nicht mehr getrunken? Es konnte schon nicht schaden, sich mal wieder etwas zu vergnügen.




„Wann kommt denn endlich Shizu-chan zurück?“, seufzte Izaya genervt und funkelte den Arzt aus seinen roten Tiefen an. Mittlerweile hatte er schon seine dritte Flasche geleert, aber von dem Blonden war immer noch weit und breit keine Spur. Er hatte doch genau gesehen wie er mit Shinra in die Bar gekommen war. Wie sollte er einfach so verschwinden?! Das ergab doch keinen Sinn. Egal wie sehr er seinen Kopf anstrengte, es war hoffnungslos.

„Er kommt schon noch, keine Sorge“, versuchte ihn der Braunhaarige zu beruhigen und gestikulierte heftig mit den Armen.

Das konnte der sich auch sparen, wenn Shizu-chan nicht da war, was sollte er dann bitte überhaupt hier?

„Ich geh jetzt nachgucken!“

Wütend fuhr der Schwarzhaarige von seinem Sitz hoch und wankte in der ersten Sekunde etwas, bevor er sich fing. Scheinbar hatte der Alkohol schon angefangen zu wirken. Während er mit Shinra am Tisch saß hatte er es gar nicht so gemerkt, nur seine Gedanken waren etwas träger geworden, aber jetzt hatte er schon einige Probleme mit dem Gehen. Das war er einfach nicht gewöhnt. Trotzdem wäre er nicht er selbst wenn ihn so eine Kleinigkeit in seine Grenzen zwingen würde.

„Shizu-chan~“, säuselte Izaya bedrohlich in den Raum hinein, als er die Tür aufschlug, doch was er dann sah lies ihn den Atem anhalten und seine Augen weiteten sich erschrocken. Wie ein Messer schnitt sich das Bild in seine Gedanken und brannte sich wie Flüssiges Feuer in sein Herz. Was bildete der sich eigentlich ein?! Dieser... dieser...! Verletzt ballten sich seine Hände zu Fäusten, seine Fingernägel krallten sich tief in seine eigene Haut um den Schmerz, der sich immer tiefer in seinen Körper brannte zu betäuben, zu verdrängen. Warum tat es so unglaublich weh? Schmerzhaft, als hätte man ihm sein Herz raus gerissen? Trauer, Erniedrigung und Verletzlichkeit spiegelten sich in den ehemals so fesselnden roten Tiefen.

„I-Izaya?“

Izaya? Mehr viel ihm dazu nicht ein? Aus den Emotionen, welche ihn wie durch ein Kette gefesselt hatten, ihn wie Eis hatten erstarren lassen, verwandelten sich innerhalb von Sekunden in unbändige Wut, ließen seine Hände erzittern, von der Wucht mit der er seine Finger in seine Hand krallte, doch mit diesen Gefühlen, konnte er wenigstens etwas anfangen, er war sie gewöhnt!

„Was soll der Scheiß?!“, fuhr er den Größeren an, bohrte seine Finger in dessen Weste und zog ihn so fest er konnte von dem Mädchen runter, mit dem er eben noch seinen Speichel getauscht, auf diese widerwärtige Art seine Zunge in ihren Rachen geschoben hatte.

„Floh?“, erwiderte dieser nur etwas dümmlich, konnte mit der Situation wohl noch gar nicht wirklich umgehen. Scheinbar hatte ihm der Alkohol mindestens genauso sehr zugesetzt wie dem Schwarzhaarigen, aber das kümmerte diesen herzlich wenig. Ohne sich aufhalten zu können sauste seine Flache Hand gegen Shizuos Wange, hinterließ einen roten, Handteller großen Abdruck und die braunen Augen musterten ihn entsetzt. Er wusste selbst nicht warum er das gerade getan hatte, warum es ihn so verletzt hatte, warum er sich nicht hatte beherrschen können, als er sein Monster mit dem Mädchen hatte rummachen sehen, aber das war ihm gerade auch ziemlich egal, Hauptsache es hörte auf!

„Was sollte das, Floh?!“, knurrte ihn Shizuo plötzlich an und drückte ihn ohne Vorwarnung gegen die Wand hinter ihm. Der Blick des Blonden war ebenso verschleiert wie Izayas. Er hatte mindestens genauso viel, wenn nicht sogar mehr als er selbst getrunken.

„Ich...“, begann der Schwarzhaarige vorsichtig, hätte sich unter anderen Umständen für den unsicheren Unterton seiner Stimme am liebsten selbst geschlagen, aber er konnte einfach nicht anders. Die Lippen seines Gegenübers waren nur Zentimeter von seinen eigenen entfernt, verlockten ihn gerade zu und es kostete ihn beinahe all seine Selbstbeherrschung, die er unter dem Schleier, der sich über seine Gedanken gelegt hatte, hervorbringen konnte, sich nicht hinreißen zu lassen. Innerhalb von Sekunden hatte sich die ganze Atmosphäre im Raum verändert, war von Hass zu Verlangen und Unsicherheit gewechselt. Wie konnte ihn das Monster so einfach um den Finger wickeln?

Dennoch vernebelte der Alkohol seinen Verstand zunehmend. Gegen die Wand gepresst, von seinem Monster, so nah, viel zu nah...

„Ich habe dich gefragt was das sollte.“ Sein Atem strich verlockend über seine Lippen, hauchte gegen sie und brach den letzten Rest seiner Vernunft. Mittlerweile hatte das Mädchen schon längst das Weite gesucht, sie Beide allein gelassen. Allein...
Zögerlich überwand er die Distanz zwischen ihnen und legte zaghaft seine Lippen auf die seines Monsters, warum? Er wusste es selbst nicht mehr. Von Gefühlen überwältigt, von allem was er sich selbst immer verboten hatte, konnte er nicht anders als seine Finger in das blonde Haar seines Gegenübers zu krallen und ihn vorsichtig noch näher zu ziehen. Diese unglaubliche Nähe und diese... Wärme. Shizu-chans Wärme. Die Emotionen schäumten geradezu über bei dieser zarten, ersten Berührung, ihres ersten Kusses. Alles andere war schlichtweg unwichtig.

„Izaya...“, hauchte Shizuo leise nachdem sie sich wieder von einander trennten und versuchte in seinen Augen nach einer Reaktion zu suchen. Genauso wie Izaya. Eine Gänsehaut überzog fast seinen gesamten Körper, aber nicht weil ihm kalt war, viel eher war er so sehr erhitzt, dass selbst Schnee hätte Feuer fangen müssen.

Erneut trafen sich ihre Lippen, bewegten sich diesmal verlangend aufeinander, wollten mehr, immer mehr von diesen unglaublichen Gefühlen. Die starken Arme des Blonden legten sich um seine Taille, berührten ihn trotz seiner unbändigen Lust so sanft, als könnte der Schwarzhaarige sonst zerbrechen. Damit brach selbst noch das letzte bisschen Widerstand bei beiden und Izaya drückte sich ebenfalls enger an den Größeren, öffnete willig seinen Mund und ein Schauer lief ihm über den Rücken als ihre Zungen sich trafen, miteinander spielte, kämpften. Ewigkeiten verstrichen, Sekunden, Minuten, bis sie kaum noch Luft bekamen und sich unfreiwillig voneinander lösen mussten.

Izaya konnte nur hoffen, dass der Blonde nicht hörte wie sehr sein Herz in seiner Brust hämmerte, so schnell, dass es ihm vorkam als müsste es jeden Augenblick wie Glas zerspringen.

Fordernd zog ihn Shizuo enger an sich, legte seinen Kopf auf seinen Schulter und Izaya konnte deutlich seinen schweren Atem an seinem Hals spüren, sog ihn mit jeder Pore seiner Haut auf und genoss einfach dieses Gefühl der Nähe, Geborgenheit die seinen ganzen Körper wärmte.

„Izaya...“ Fast lautlos drangen die Worte an sein Ohr, angefüllt von Emotionen, Liebe und Aufrichtigkeit.

Wie konnte das sein? Wieso brachten diese Worte den schmalen Körper zum erzittern? Still bebte er in den starken Armen, traute sich nicht etwas zu sagen, viel zu feige war er. Die Angst, der Moment könnte wie ein Spiegel zerbrechen, ihn wieder in die Realität ziehen und alles zerstören. Warum machte ihm sein Monster diese Hoffnungen?! Er wollte das nicht! Er hatte sich damit abgefunden, abgefunden damit gehasst zu werden! Also warum?! Warum plötzlich?!

Innerlich schrie er ihm entgegen, wollte sich aus der Umarmung winden und fliehen, egal wohin, egal wie weit, einfach nur weg von ihm!

„Bleib bei mir...“, hauchte die tiefe Stimme seines Monsters, lies seinen Körper erneut erzittern und seine Augen weiteten sich, fast als würden seine Augenlider reißen und die Hände des Informanten krallten sich in die Weste des Bodyguards, suchten nach Halt, nach einem Funken Realität, der in diesem Moment so weit entfernt schien wie die Sterne am Horizont.

„Sei... nicht dumm, Shizu-chan“, flötete er und versuchte es ins Lächerliche zu ziehen, das konnte er ja wohl kaum ernst meinen.

„Warum? Darf ich keine Gefühle für dich haben?“ Wie eine schäumende Welle brachen die Worte über ihn herein, nahmen ihm den Atem und ließen ihn ertrinken in seinen eigenen, sinnlosen Gefühlen.

„Mach dich nicht lächerlich, es ist bloß der Alkohol der aus dir spricht!“, verkündete Izaya und sah gespielt belustigt auf den Größeren hinab, dessen Gesicht immer noch in seiner Halsbeuge vergraben lag.

„Du irrst dich.“ Mit diesen Worten hob er seinen Kopf und sah zu dem Informanten, fixierte ihn mit seinen braunen Augen, blickte so tief in dessen rote Rubine als könne er ihnen direkt in die Seele schauen, mit diesem Blick, undeutbar und verschleiert, dass niemand hätte die Liebe ihm erkennen können, doch Izaya sah sie, er sah es ganz genau. Er wurde ebenfalls geliebt.

Schmetterlinge in allen Farben begannen in seinem Bauch zu tanzen, verleiten ihm diesen wundervolle Gefühl und ließen seine Welt in den schönsten Farben schillern, dass kein Wort es hätte beschreiben können.

Doch ehe er es auskosten konnte, drängte sich erneut das Bild von vorhin in seine Gedanken, zog ihn in die Finsternis und schloss ihn in seiner Zelle ein, kalt und erbarmungslos.

„Warum... warum...“, flüsterte  er leise, verkrampfte seine Finger und sein Herz begann so schmerzhaft gegen seine Rippen zu hämmern, dass es ihn wunderte, wie es noch nicht hatte zerspringen können.

„Izaya?“, hörte er die Stimme wieder und hätte ihm am liebsten einfach entgegen geschrien, er solle leise sein, er wollte das nicht hören, kein einziges dieser geheuchelten Worte!

Lügner, Lügner, Lügner!

„Hey, Floh, was hast du?“

„Und was ist mit dieser Bitch?! Hast du ihr das selbe gesagt?!“, fauchte er ihm entgegen und versuchte sich au den starken Armen zu befreien, zu fliehen, irgendwohin, warum tat es bloß immer so weh?!

„Nein!“

„Lass mich in Ruh-“ Perplex riss er die Augen auf als sich abermals die sanften Lippen seines Monsters auf seine legten, ihn in einen Sturm seiner eigenen Gefühle verwickelte.

Hör auf, verschwinde!, schrie er verzweifelt. Warum lies er ihn nicht einfach allein?

„Ich liebe dich“, antwortete Shizuo, fast als hätte er seine Gedanken gelesen.

„Was...? Aber... du...“ Fassungslos starrten ihn die roten Rubine an. Izaya konnte nicht glauben, was er gerade gehört hatte. Wie war das möglich? Es hörte sich so wahr, so richtig an... aber wie?

„Ich sagte, ich liebe dich“, sagte er diesmal bestimmter und drückte sich noch enger an ihn, sodass beide erneut von der Wärme des jeweils anderen eingehüllt wurden.

„Und was ist... mit...?“ Begann Izaya leise, wollte den Moment nicht zerstören, konnte die Frage aber einfach nicht zurück halten.

„Dem Flittchen? Ganz einfach... ich wollte dich nie verletzen.“ Bedauern und aufrichtige Sorge spiegelte sich in Shizuos Augen.

„Also wirklich... du versuchst jeden Tag mich umzubringen... und dann so was?“, grinste Izaya und auch Shizuos Lippen begann wieder ein Lächeln zu umspielen.

„Wenn ich dich wirklich töten wollte, lägst du schon längst unter der Erde.“

„Davon träumst du“, kicherte der Kleiner und lies sich ganz in die Umarmung seines Monsters sinken.

„Nicht ganz... träumen tu ich von ganz anderen Dingen.“ Pervers grinsend wanderte eine Hand des Blonden von Izayas Rücken tiefer und legte sich stattdessen auf dessen Hintern, massierte leicht das feste Fleisch.

„Shizu-chan... du bist wirklich unanständig~“

„Ich weiß.“

~~

Mit einem lauten Knall fiel die Tür ins Schloss und Izaya wurde kurz darauf auch schon verlangend gegen die Wand hinter sich gedrückt. Deutlich spürte er die Erregung des Monsters, welche sich immer wieder an seiner eigenen rieb und dadurch fast jeden klaren Gedanken aus seinem Kopf verbannte.

„Nnn...ahh...“ Keuchend drückte er seinen Rücken durch, als er spürte wie die Hand seines Lovers sich ihren Weg unter seinen Pulli bahnte und begann seine Brustwarzen  zu umspielen, in sie hinein zu kneifen und ihm dadurch immer mehr Laute seiner Lust entlockte.

Beide konnten sich kaum noch beherrschen, wollten sich gegenseitig endlich spüren. Erhitzt und lüstern gierten sie nach jeder einzelnen Berührung.

Mit sanfter Gewalt zog Shizuo den Schwarzhaarigen mit sich, drängte ihn an die Bettkante und bedeckte dessen zierliche Gestalt kurz darauf auch schon mit seinem eigenen Körper, knabberte an seinem Ohr und leckte genüsslich über diese sensible Stelle, hauchte erregt dagegen.

„Ich will dich... ganz.“

Die Stimme, rau und tief, fuhren die Worte direkt in Izayas Unterleib, steigerten seine Erregung ins unermessliche, so sehr, dass er fast fürchtete allein von der Situation schon zu kommen, doch er hielt sich zurück, schließlich wollte er den Moment auskosten, am liebsten bis in alle Ewigkeit.

„Ich vertraue dir“, hauchte er sanft gegen Shizuos verschwitzte Haut. Er war bereit, viel zu lange schon hatte er hierauf gewartet. Auch wenn er die Stärke des Blonden respektierte, würde er keinen Rückzieher machen, sich ihm stattdessen mit jeder Faser seines Körpers hingeben.

Ein lautes Stöhnen drang über seine Lippen als er ohne Vorwarnung spürte, wie der Blonde sein Glied umfasste, es rieb und pumpte, dabei immer wieder ein leises Keuchen erntete. Vollkommen ausgeliefert lag Izaya unter ihm, kaum im Stande seinen Verstand nicht doch noch zu verlieren und in die tiefsten Abgründe seiner Lust gezogen zu werden.

„Du bist unglaublich heiß“, raunte Shizuo ihm ins Ohr, brachte ihn dazu sich noch mehr unter dessen Berührungen zu winden und er bemerkte kaum, wie ihm die Hose mitsamt Unterwäsche mühelos von der Hüfte gestreift wurde. Immer und immer wieder bewegte sich die große Hand über seine Erregung, brachte ihn fast zum kommen, doch hörte kurz bevor es ihn erlöste auf, zog sich zurück und lies ihn hilflos liegen.

„Nnng... Shit... was machst du?“, fauchte Izaya halb wütend, auf der anderen Seite weiterhin erregt und setzte sich wieder halb auf.

Wie konnte er ihn in einfach so im Stich lassen?

„Wir wollen den Spaß doch nicht zu früh beenden.“ Das Flüstern an seinem Ohr zog ihn beinahe wieder in seinen Bann, wollte das er sich hingab, doch was sein Monster konnte, war für ihn ein Kinderspiel.

„Dann dreh ich den Spieß halt um~“, säuselte er und seine roten Rubine blitzen gefährlich. Mit geschickten Fingern öffnete er Shizuos Gürtel und danach auch gleich den Knopf seiner Hose, streifte sie halb runter und begutachtete grinsend die deutlich Beule, die sich unter dem Stoff der Boxershorts erhob. Das würde ein Spaß werden~

Lasziv strich er über den Saum. „Dann gebe ich es dir Mal zurück, deine Bemühungen sollen ja nicht umsonst gewesen sein~“ Frech leckte er sich über die Lippen und ein selbstzufriedenes Lächeln legte sich auf seine Lippen, als er der anderen lustvoll stöhnen hörte und spürte wie sich dessen Unterleib verlangend gegen seine Hand drückte.

Aber er war ja kein Unmensch, zumindest manchmal nicht...
Viel zu langsam befreite er ihn aus seiner Unterwäsche, warf sie achtlos vom Bett und beugte sich kichernd über die Spitze des Glieds, welcher sich ihm ungeduldig entgegen reckte.

„Mach...nn... endlich...!“, keuchte der Bodyguard was in Izayas Ohren fast wie Musik klang. So lange hatte er sich diesen Moment erträumt, jetzt konnte er sein Monster endlich nach Herzenslust verwöhnen.

Aufreizend leckte er über die Eichel, sah vergnügt dabei zu wie der Größere lüstern seinen Kopf in den Nacken warf. Länger wollte er ihn aber auch nicht mehr warten lassen, also nahm er die Spitze schließlich ganz in den Mund, saugte und knabberte daran, brachte den anderen damit gänzlich um den Verstand. Eine Hand legte er um den Schaft und begann, mitsamt seines Mundes langsam zu pumpen, bewegte sich immer wieder rauf und runter, verwöhnte die Hoden dazu noch mit seiner zweiten Hand.

Ungehalten aufstöhnend wand sich Shizuo unter seinen Berührungen, spornte ihn durch diese wundervollen Laute noch mehr an und er spürte deutlich das sein Monster nicht mehr lang brauchen würde, woraufhin er grinsend wieder abließ.

„Verdammt, was sollte das?!“, fuhr ihn der Größere gereizt an, die Augen noch immer lustverschleiert.

„Was denn?“ Mit unschuldig großen Augen blickte er zu dem Größeren hoch, konnte sich das Grinsen kaum verkneifen. Rache war süß, und würde es auch immer sein.

„Wie du willst, Floh. Dann gehen wir jetzt aufs Ganze“, raunte Shizuo und kaum das er die Worte ausgesprochen hatte, wurden dem Kleineren auch schon drei Finger an die Lippen gelegt, die er bereitwillig ableckte.

Es dauerte nicht lange, da drängte sich auch schon der erste Finger an seinen Anus, umkreiste ihn und schon sich schließlich fordernd in ihn.

„Ahhhn...!“, stöhnte Izaya laut bevor er es unterdrücken konnte, als er den Eindringling in sich spürte. Schmerz und Lust vermischten sich, ließen seinen Körper erzittern und verlangend drückte er sich enger an den starken Körper, krallte sich in seinen Rücken.

Kaum hatte er sich an ihn gewöhnt glitt auch schon der zweite Finger und kurz darauf der dritte, weiteten ihn. Unter einem lauten Stöhnen brach die Welt vor ihm zusammen, hüllte alles in ein Feuerwerk aus Gefühlen und brachte ihn an den Rand des Wahnsinns als sie seine Prostata streiften.

„Hier also“, grinste Shizuo und lies seine Finger erneut über diesen Punkt in Izaya gleiten, entlockte ihm jedes Mal aufs Neue ein ungehaltenes Stöhnen, bis sich plötzlich alles wieder aus ihm entzog und ein enttäuschtes Seufzen über seine Lippen drang.

Bevor sich die Leere jedoch ausbreiten konnte drängte sich auch schon wieder etwas gegen seinen Eingang, größer, und ehe er sich versah versenkte sich Shizuo auch schon in ihm, lies ihn unter den Schmerzen ächzen, doch als er wieder seinen Lustpunkt traf, war die Qual auch schon wieder vergessen, ging unter in dem süßen Gefühl des Verlangens.

Stöhnend drückte er sich dem Größeren entgegen, wollte mehr, viel mehr, er wollte einfach alles, was ihm der Blonde nur zu gern erfüllte. Vorsichtig stieß er in ihn, brachte den Körper unter ihm zum beben und es dauerte nicht lange bis er sein Tempo steigerte, ihn die Berührungen intensiver spüren lies.

Keuchend drängten sich beide entgegen, versanken im Rausch der Lust, bis die Welt vor ihnen verschwamm und nur noch sie beide existierten.

Mit einem Stöhnen, so laut, dass es fast hätte ein Schrei war, kam Izaya schließlich, engte sein Monster ein, sodass auch dieser mit einem letzten, tiefen Stoß in dem schwarzhaarigen kam und ungestüm seine Zähne in dessen Schulter schlug.

Gepeinigt drückte Izaya seinen Rücken durch bevor er kraftlos wieder auf dem Bett zusammen sank und nur noch unklar spürte wie Shizuo ebenfalls neben ihm auf die weiche Matratze sackte. Erschöpft kuschelte er sich an seine Brust, lies sich von seiner Wärme einhüllen und schlief in seinen Armen ein.

~~

Müde schob Izaya den Arm Shizuos von sich herunter, zuckte bei dem stechenden Schmerz zusammen, als er von dem Bett aufstehen wollte.

Shizu-chan... du bist wirklich ein Monster...

Verträumt sah er zu dem friedlich schlafenden runter, konnte es noch nicht wirklich fassen, dass sie es tatsächlich getan hatten. Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, dass es mittlerweile schon Vormittag war, also entschloss er sich, nachdem er sich seine Boxershorts und seine Hose wieder angezogen hatte, seinem Monster eine kleine Freude zu machen.

Leise schlich er in die Küche und stutzte etwas als er die Tüte auf dem Tisch stehen sah. Was konnte das bitte sein? Neugierig öffnete er sie und grinste bei dem Inhalt, zog die kleine Karte heraus.

Lieber Shizuo,
wir haben gehört, du hättest heute Geburtstag,
also wollten wir dir auch etwas schenken,
wir hoffen der Kuchen schmeckt dir <3
                                   Mairu & Kururi

PS: Wenn du möchtest kannst du uns als Dankeschön
gerne deinem Bruder vorstellen.


„Die beiden lernen es auch nie...“, seufzte der Schwarzhaarige und steckte die Karte zurück, nahm stattdessen die zwei Stück Kuchen heraus, nahm zwei Teller aus dem Schrank und platzierte sie darauf.

Aber wo wir schon bei Geschenken sind... genau genommen hätte ich meins gestern benutzen können

Grinsend ging er mit den beiden Tellern wieder Richtung Schlafzimmer.

Naja... da ergibt sich sicher noch Mal eine Chance.

Ein leichtes Grinsen umspielte seine Lippen, als er die Tür etwas öffnete und zwei braune Augen ihn anklagend anstarrten.

„Was denn? Dachtest du ich hau einfach so ab?“, flötete Izaya seinem neuen Lover zu.

„Tust du nicht?“

Zugegeben, Izaya wusste selber, dass er sich unter normalen Umständen wohl wirklich davon gestohlen hätte, aber...

Lächelnd ging er auf den immer noch im Bett liegenden zu und setzte sich neben ihn, stellte die störenden Teller auf den Nachttisch und legte sanft eine Hand auf Shizuos Wange, sah ihm in die tiefen braunen Augen.

„Nein...“, hauchte er leise gegen dessen Lippen und küsste ihn ganz leicht, spürte wie sich fast zeitgleich ein starker Arm seines Monsters um seinen Rücken legte.

„Weist du... ich liebe dich nämlich auch.“
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