Save me from hell

GeschichteDrama, Fantasy / P16
Captain America / Steven "Steve" Grant Rogers Hawkeye / Clint Barton Iron Man / Anthony Edward "Tony" Stark Loki OC (Own Character) Thor
28.03.2013
12.11.2019
152
368213
9
Alle Kapitel
27 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
„Wie sieht es aus? Ist bereits Hilfe vor Ort?“ Kam es von Tony. Hills Abbild, was auf dem Display erschien war nicht wirklich optimistisch. „Jahh, die Stark- Katastrophenhilfe ist bereits vor Ort, doch wird es einige Zeit dauern, bis die Stadt wieder so aussieht, wie vorher. Dafür war die Zerstörung einfach zu groß.“ Kam es von ihr.
„Die Polizei und das Militär sind sehr wütend. Ein Haftbefehl ist gegen Banner noch nicht raus, aber das ist nur eine Frage der Zeit, bis es so weit ist. Das Außenministerium verhandelt da aber noch. Der andere Drache ist spurlos verschwunden, vielleicht solltet ihr das auch erst einmal.“
„Ich kenne ein Safehouse, wo wir hin können.“ Kam es von Barton, der nun das Steuer übernahm. Ich blickte zu Eldr. Ich versuchte die Angst nicht in mir aufkeimen zu lassen, dennoch war mir nicht wohl dabei. Vielleicht hatte sie es wirklich getan…
Vielleicht…
Doch hoffte ich auf das Beste. Immerhin war es Runa. Nach all den Jahren, die sie so viel durchstehen musste. Hatte sie es nicht endlich verdient glücklich zu werden? Mit ihm?

-Sichtwechsel-
Sanft hob ich sie von der Sitzbank auf. Erneut war ihr eine Strähne in ihr Gesicht gefallen. Ihr Zustand hatte sich noch immer nicht wirklich verbessert. Natasha konnte wenigstens wieder stehen, zwar mit Hilfe, aber dennoch war sie wacher als Runa. In ihren Augen schwammen immer noch die roten Nebelschwaden umher.
Die Luke des Quinjets öffnete sich. Noch einmal blickte ich durch die Runde. Alle waren geschafft und froh, dass wir jetzt hier waren. Selbst Eldr hatte sich beruhigt. Sein Blick ruhte auf Runas Hinterkopf, während er mit den Händen in den Hosentaschen dort stand.
Langsam setzte sich unser Trupp in Bewegung. Runas Kopf lehnte an meiner Brust. Ihre Haare schwangen bei jedem Schritt mit. Draußen vor dem Jet war hohes Gras, das sich sanft unter einem leichten Wind bog. Hinter dem Jet war in der Ferne ein kleiner Hof zu sehen. Auf der entgegen gesetzten Seite begann ein kleiner Wald, doch durchquerten wir diesen nicht.
Barton ging vor ran. Unser Weg führte uns durch das hohe Gras, welches allmählich immer kürzer und gepflegter wurde. Zu unserer linken Seite war ein kleiner See. Der Bauernhof wuchs in seiner Größe an, ehe wir ganz bei ihm angekommen waren. Er bestand aus einem Wohnhaus, einer Scheune und einer Garage.
Erneut sah ich runter zu Runa. Der Kopf von ihr ruhte an meiner Brust. Ihre Augen waren mittlerweile geschlossen. Vielleicht würde sie nur ein wenig Schlaf brauchen, bevor sie wach wird?
„Wo sind wir hier?“ Kam es von Bruce, der sich nervös umsah. Barton blickte über seine Schulter zurück. „Wir sind an einem Safehouse. Der Vorteil an diesem hier ist, dass es so geheim ist, dass es selbst nicht in den SHIELD Akten drin vorkommt. Ultron dürfte also keinerlei Ahnung von der Existenz haben.“ Sein Kopf drehte sich nach vorn.
Er ging eine kleine Treppe hoch und verschwand hinter einer Fliegentür. „Schatz? LAURA?“ Fragte er in das Haus hinein. Wir anderen folgten ihm. Das Wohnhaus war von innen sehr warm und familiär eingerichtet. Überall hingen Fotos oder selbst gemalte Bilder von Kindern an der Wand. Das Überraschte mich jetzt.
„Hallo? Ich bin wieder zuhause und habe Verstärkung dabei.“ Kam es erneut von Clint. Dann kam leises Getrampel. Jemand sprang die Treppe hinab. „Oh das wird ein Hinterhalt…“ Kam es von Clint. Eldr horchte auch und drehte sich sofort in die Richtung des Geräusches. Für ihn war es bestimmt eine Art Gefahr. Clint hatte sich derweil mit einem Grinsen hingekniet.
Ein Mädchen und ein kleinerer Junge liefen durch Havard, Stark und Eldr hindurch, ehe sie in den Armen von Barton anhielten. Moment. Jetzt war ich verwirrt. Waren das etwa seine Kinder? Ich hatte nie gewusst, dass er welche hatte. Er hatte auch nie irgendetwas in dieser Art erwähnt. „Das ehm… sind sehr kleine Agenten.“ Flüsterte Stark.
Das Mädchen sah zu Barton. „Sind Tante Natasha und Tanta Runa hier?“ Fragte es. Barton wuschelte ihr durch die Haare, ehe sie etwas sagen konnte antwortete Natasha. „Wieso drehst du dich nicht um und fragst sie selbst?“ Sie hatte ihre Arme geöffnet und kniete sich hin. Das Mädchen drehte sich um und rannte in Natashas Arme.
Über ihre Schulter sah das Kind, wie ich Runa in meinen Armen trug. Sie verstand nicht. „Was stimmt mit ihr nicht?“ Fragte sie. „Oh… Die Runa hat gestern so viel Cola getrunken, dass sie die ganze Nacht wach war und jetzt erstmal eine Portion Schlaf brauch.“ Kam es ausgerechnet von Eldr. Er hatte sich wirklich sehr geändert. Ich nickte zustimmend.
„Ihr hättet vielleicht dann mehr darauf aufpassen müssen, was sie trinkt.“ Kam es von einer Frau die den Raum betreten hatte. Ich sah von dem Kind auf und blickte zur Frau. Erst nach einer Weile bemerkte ich, dass sie schwanger war. Barton war aufgestanden und begrüße seine Frau mit einer Umarmung. „Schön, dass du wieder da bist“ Sagte sie zu ihm und drückte ihn fester an sich.
„Vielleicht ist sie auch eine Art Agentin?“ Kam es von Tony. „Eine Schwangere?“ Zischte ihm Eldr entgegen. „Vielleicht macht sie eine Pause?“
Clint löste sich aus der Umarmung und drehte sich zu uns um. „Ich weiß das hat etwas länger gedauert, aber ich würde euch gerne meine Frau Laura vorstellen.“ Diese hatte ein breites Grinsen auf ihrem Gesicht. „Ich kenne alle ihre Namen.“ Kam es von ihr. „Clint hat so viele Geschichten über sie erzählt. Und jede einzelne habe ich in mich aufgesogen.“
„Verzeihen Sie bitte, dass wir hier einfach so reinplatzen. Wir hätten natürlich vorher angerufen, wenn wir geahnt hätten, dass wir kommen würden.“ Entschuldigte ich mich bei Bartons Frau. „Allerdings wussten wir bis eben gar nicht von ihrer Existenz.“ Kam es nun von Tony, der etwas angefressen klang. Ich hob eine Braue hoch und sah zu ihm rüber.
„Das war allerdings so geplant.“ Kam es von Clint. „Direktor Fury hat mir dabei geholfen es geheim zu halten. Als ich Laura kennenlernte, war ich bereits bei SHIELD, aber ich wollte sie nicht irgendeiner Gefahr aussetzen. Genau deswegen war dieses ‚Safehouse‘ nie in irgendeiner SHIELD- Akte gelistet. Wir sind hier sicher…“
Ein Leises knacken. Eldr blickte sofort nach unten. Unter seinen Füßen war ein kaputtes Spielzeug. Er sah wieder hoch und ging einen Schritt zurück. Der kleine Junge stand nun vor Eldr und blickte an ihm hoch. Erst jetzt hatte Eldr das bemerkt und sah zu dem kleinen Jungen. Eine Weile sahen die beide sich Still an.
„Stimmt das wirklich, dass du ein Drache bist?“ Kam es nach einer Weile von dem Jungen. „Glaubst du denn an Drachen?“ Antwortete auf die Frage mit einer Gegenfrage. „Ja, das tue ich.“ Sagte der Junge. „Dann kannst du ruhig glauben, dass ich ein Drache bin.“ „Aber du siehst gar nicht aus wie einer.“
Eldr hockte sich vor dem Jungen hin. „Ich sag dir jetzt was. Aber das darfst du nicht deiner Mama und deinem Papa sagen, sonst werden die ganz, ganz neidisch… Wenn wir uns um unsere Aufgabe gekümmert haben, dann komm ich nochmal hier hin und dann darfst du auf mir reiten. Ist das ein Deal?“
Okay jetzt war ich zum zweiten Mal an diesem Tag geschockt. Eldr hatte sich wirklich sehr geändert… Aber woran lang das nur? Wenn man dieses Verhalten mit seinen Ausbrüchen verglich, war es wirklich als wäre er manchmal ein Schaf und manchmal ein Wolf.
„Steve, wenn du magst führe ich dich ins Gästezimmer. Runa kann dann dort auf dem Bett noch etwas schlafen.“ Clint stand neben mir und riss mich aus meinen Gedanken. Ich sah von Eldr auf zu Clint. „Eh, ja gerne.“
Die Treppe führte uns hoch. An den Kinderzimmern vorbei ging es in das letzte Zimmer am Gang. Die Farben waren in Beigetönen gehalten. Hier und da waren jedoch Farbakzente gesetzt. Clint wies mit seiner Hand auf das Bett. „Danke.“ Sagte ich zu ihm. Er nickte kurz, drehte sich dann um und ging.
Sachte legte ich sie auf dem einladenden Bett ab. Gebeugt über ihr blieb ich in der Schwebe. Abermals strich ich ihr die Haare aus ihrem Gesicht. Schwer atmete sie aus, ehe sich ihre Brust wieder sanft hob und senkte. Wieso konnte sie nicht langsam aufwachen?
Wie sie so da lag, kam mir irgendwie das Märchen Schneewittchen in den Kopf. Ihre schwarzen Haare und ihre helle Haut. Nur fehlte um sie herum der Glassarg.
Doch sie war nicht tot. Sie schlief nur. Es war keine Hexe gekommen und hatte sie vergiftet. Die Hexe hatte sie nur in sich selbst eingesperrt, aber auch das würde sie wieder schaffen. Etwas, dass Runa für immer aufhielt gab es noch nicht.
Sie hatte mich damals bestimmt oft so angesehen, meine Hand gehalten und gehofft, dass ich aufwachte. Selbst wenn die Relation zwischen ihrem Warten und meinen nicht gleich war, so fühlte es sich dennoch nicht schön an. Fast schon als wären es auch Jahre.
Erneut zuckte sie kurz und presste ihre Augenlider fester zusammen. Sanft gab ich ihr einen Kuss auf ihre Stirn. Für einen Moment kam mir der Augenblick im Starktower wieder in den Sinn. Wie unsere Gesichter kaum weiter auseinander waren als jetzt. Ich konnte die Wärme ihrer Haut spüren. Den Duft von ihr, den ich so sehr liebte. Wir waren uns da so nahe, wie schon seit Jahren nicht mehr.
Diese Nähe die wir damals gehabt hatten… Es war schlimm, dass sie nicht mehr existierte. Wir hatten uns so viel entfernt. Aber wollte sie diese Entfernung immer noch? Wir hätten uns ja beinahe geküsst…
Ich hatte sie damals oft geküsst, wenn sie geschlafen hatte. Aber wäre es in Ordnung, wenn ich es jetzt machen lassen würde? Oder wäre es falsch? ‚Mach es.‘ Kam es von einer Stimme in meinem Kopf, die Vitnir aus meinem Traum sehr nahe kam.
Langsam ging ich mit meinem Kopf das letzte Stück weiter nach vorne.

-Sichtwechsel-
Ich stand in einem dunklen Gang. Die Kälte zog durch meine Kleidung und ließ mich frösteln. Was ich hier machte, wusste ich nicht. Das Innere des Ganges konnte ich nicht einschätzen. Er war vermutlich sehr lang.
Zaghaft setzte ich mich in Bewegung. Von den Wänden kamen die Echos meiner Schritte wieder zu mir zurück. Egal wie weit ich ging, der Weg den ich zurücklegte, er änderte sich nicht. Ebenso der Weg, der noch vor mir lag.
Ich war alleine in der Dunkelheit. Nur wo lag diese? Vorhin war ich doch noch in dem Schiff gewesen. Tony hatte mir entgegen gerufen, dass wir am besten verschwinden sollten. Dann ist es auf einmal schwarz geworden.
Hatte mich Wanda wieder in einer Illusion gefangen? Nein, das kann doch eigentlich nicht so sein. Hatte ich sie doch beim letzten Mal ziemlich schnell wieder aus meinem Geiste verdrängt.
Der Boden unter meinen Füßen wackelte bedrohlich.
Vielleicht habe ich einfach einen Schlag auf den Kopf bekommen und vergessen, dass ich aufgestanden und losgelaufen bin. Wahrscheinlich war ich immer noch im Inneren des Schiffs. Der Strom war ja ausgefallen. Ganz bestimmt war ich in dem Schiff.
Kurz hörte ich auf zu laufen und drehte mich zu der Wand. Zaghaft legte ich meine Hand auf die Wand. Jedenfalls versuchte ich es, doch es schien keine wirkliche Wand zu sein. Eher, als wäre es nur die Projektion einer Mauer.
Vorsichtig drückte ich meine Hand weiter in die Dunkelheit hinein. Erstaunlicherweise war auf der anderen Seite ebenfalls eine Hand. Sie war warm und weich. Einen Moment dauerte es, bis die andere meine umschloss und mich zu sich zog. Als wäre ich durch einen Wasserfall gezogen stand ich da.
Um mich herum war eine Landschaft mit einem See. In der Ferne thronte ein Schloss auf einem Berg. Langsam sah ich mich hier um. Es war ein friedlicher Ort. Die Stille lag hier über allem. Nicht einmal ein Vogel, der rief.
Mir schien, als müsste ich diesen Ort hier eigentlich kennen.
Langsam begann ich zu gehen. Der Tau, der auf dem Gras befeuchtete meine Füße. Doch als ich herunter sah, war es kein Reif, der mich berührte. Es war Blut. Die ganze Wiese war überzogen von Blut. War es mein eigenes, oder war es fremdes?
Ich tastete mich ab. Mein Körper war bedeckt mit einem weißen Kleid. Auf ihm war aber nichts zu sehen. Nein, also von mir konnte es nicht kommen. Aber von wem dann? Meine Schritte führten mich um einen Auswuchs des Berges herum. Dahinter sah ich dann, wieso hier überall Blut lag.
Alle die, die vorgestern bei dem eigentlich so schönen Abend dabei waren, lagen hier im knöchelhohen Gras. Grotesk aufgehäuft zu einem Berg aus Körpern. Um sie herum war eine Lache von Blut. Das Rot des Blutes bedeckte das saftige Grün des Grases.
Meine Schritte beschleunigten sich. Gar rannte ich fast. Vor ihnen allen ging ich in die Knie. Das Blut verfärbte mein Kleid, sodass es aussah, als würde ich mit ihnen bluten.
„HEY!“ Rief ich und ruckelte an den ersten. Es war Bruce Banner, doch er reagierte nicht. Durch seine Brust war eine Metallstange, die nach oben ragte. Was war hier passiert? Wieso waren sie alle tot? „Bruce?!“ Rief ich erneut. Abermals ruckelte ich an ihm, selbst wenn es mir eigentlich klar war, dass er nicht mehr antworten konnte.
Ich robbte auf meinen Knien weiter. Havard lag mir am nächsten. Seine Augen waren in das Innere seiner Augenhöhle gedreht. In seiner Hirschform verklebte das Blut sein weiches Fell. Meine Hand ging über dieses und suchte einen Halt. „Havard? Hey Havard?“ Ein letztes Röcheln entfuhr seiner Kehle. Doch mehr hörte ich von ihm nicht.
„Hört mich keiner von euch? Gar keiner?“ Aber nein. Keiner von ihnen hörte mich. Sie waren schon alle so weit von mir entfernt. So weit, dass ich sie nicht mehr erreichen könnte.
Geschockt stand ich auf.
Es fiel mir wie Schuppen von den Augen…
Ich war wieder alleine in dieser Welt. Alleine. Ohne einen Grund. Ohne eine Aufgabe. Ich habe versagt… Ich… wollte doch mit ihnen kämpfen, aber… ich konnte es nicht. Ich habe es nicht geschafft für sie da zu sein.
Verstört sah ich auf diesen Haufen, der aus Leichen bestand. Eine Träne rann mir über mein Gesicht
Ultron, du wirst mir das büßen. Du wirst für jeden Tropfen Blut, der hier in den Boden geflossen ist, mit Höllenqualen bezahlen. Und glaub mir, ich werde nicht eher aufgeben bevor ich deinen Schrottarsch in die Müllpresse befördert habe. Brechen würdest du mich nicht!
Abermals wollte ich mich in Bewegung setzten. Aus meinem Plan wurde jedoch nichts, denn der Boden tat sich mir auf. Die Schwärze bereitete sich aus und ich fiel in das Loch hinein.
Hart fiel ich auf den Boden. Sofort kämpfte ich mich wieder auf meine Beine. Die Dunkelheit hatte sich gelichtet und gab nun einer Art Halle preis. Leute in Anzügen und Kleidern standen hier drin. Alle drehten sich urplötzlich um und starrten mich an.
Verunsichert sah ich von einem zum anderen. Aber hatte ich wieder meine Beine zum Gehen bekommen. Musik setzte ein. Das alles hier machte keinen Sinn. Es wurde ein Gang gebildet, durch den ich durch gehen konnte.
Am Ende des Ganges stand Steve, der sich nun auch zu mir umdrehte. Warte. War es das, was ich dachte? Sollte das hier wirklich eine Hochzeit sein? Unsere Hochzeit? Meine Hochzeit mit Steve?
Zögerlich ging ich weiter auf ihn zu. Vor ihm blieb ich stehen und sah zu ihm hoch. Er strahlte über sein ganzes Gesicht. Ich hingegen war wirklich sehr verwirrt. Von Steve blickte ich zu den Menschen, die erwartungsvoll zu uns sahen. Aber was ist, wenn ich den Erwartungen nicht entsprechen würde?
„Und… willst du?“ Riss mich Steve aus meinen Gedanken. Sofort sah ich wieder in sein Gesicht. War das hier wirklich? Wollte er wirklich? „Ich…“ Begann ich und wurde nervöser. „Ich…“ Was sollte ich sagen? Was sollte ich tun?
Dann hörte ich eine Menge Blut auf den Boden tropfen. Ich presste meine Augen zusammen. Schmerz durchfuhr mich, ehe ich auf den Boden fiel. Von hier war die Entfernung zu Steve so unendlich weit. Ich streckte meinen Arm nach ihm aus, trotzdem konnte ich ihn nicht berühren.
Doch fiel er neben mir auf die Knie und zog mich in seinen Armen hoch. Er rief mir irgendetwas entgegen, jedoch konnte ich es nicht hören, was genau er rief. Er war einfach zu weit weg. Ich wollte schlucken, aber das Blut fand trotzdem seinen Weg durch meinen Mund. Mir fehlte die Kraft.
„Steve…“ Kraftlos legte ich meine Hand auf sein Gesicht. Endlich konnte ich ihn berühren. Sie hinterließ einen roten Handabdruck, ehe sie wieder hinab rutschte. Er drehte sich zu den anderen und rief auch ihnen etwas entgegen. „Steve…“ Wiederholte ich seinen Namen leise. „Ich habe… Angst.“
Angst erfüllt sah er zu mir. „Es wird alles wieder gut.“ Das Lächeln war komplett von seinem Gesicht verschwunden. Blanke Panik war in seinem Gesicht. Ich hörte zwar seine Worte, doch glaubte ich ihnen nicht. Ich fühlte wie die Dunkelheit mich ihm entreißen wollte… für immer. Und wir haben uns noch nicht einmal geküsst…
Ich hatte so schreckliche Angst vor dem, was kommen würde. Vor dem, was am Anschluss kommen würde. Das Ende. Bevor es überhaupt angefangen hatte. „Küss mich… bitte.“ Fehlte ich ihm entgegen. Eine Träne von ihm berührte mein Gesicht. Sie ließ meine Panik noch mehr ansteigen. Was hätte alles sein können?
Was?
Seine Lippen legten sich auf meine und ich fühlte mich, als würde ich erdrückt werden.
Review schreiben