Älter werden ist auch für Elben nicht leicht

von Lineri
KurzgeschichteHumor, Parodie / P16
28.03.2013
28.03.2013
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Älter werden ist auch für Elben nicht leicht

Disclaimer: Ich verdiene kein Geld mit dieser Geschichte. Alle bekannten Namen, Figuren, Orte, Ereignisse etc. gehören J.R.R. Tolkien bzw. Christopher Tolkien.

Kurzbeschreibung: Auch die lieben Elben haben so ihre Probleme mit dem Älter werden. Was geschieht, wenn ein Elb, noch dazu ein König, sein erstes graues Haar entdeckt?
Chaos pur und der arme Legolas darf es ausbaden.

Anmerkung: Dieser OS ist für Leser nicht geeignet. Er ist, wenn ich ehrlich bin, nur übertrieben albern. Eigentlich sehr seriöse und ernsthafte Charaktere werden auf groteske Weise verändert und bitterböse durch den Kakao gezogen. Die Geschichte spielt nach dem Ringkrieg.

Die vorkommenden Elbennamen, die nicht aus Tolkiens Werken stammen, sind ausgedacht, in der Hoffnung, dass sie halbwegs nach Sindarin klingen.
Bitte diesbezüglich keine Kommentare. Die Noldor waren deswegen bereits hier und haben mein Auto angezündet :-(  

Beitrag zum Tolkien-Projekt Das Alter schlägt zu!
http://forum.fanfiktion.de/t/19709/1#jump2018657

Ort: Lichtung

Gegenstände: Haarspange, Weinflasche, Honig

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Die Sonne ging auf über Mittelerde. Sie hüllte die Welt in einen zarten Hauch von rosa.
Die Luft war noch frisch, aber dennoch ließ sich der nahende Frühling bereits erahnen.
Mit den ersten Strahlen der Sonne erklang der Gesang der Vögel. So wunderschön. So süß und zart, dass einem beinahe schlecht werden könnte.

Die Tiere des Düsterwaldes erwachten aus ihrem behüteten und sicheren Schlaf und begannen spielend und jauchzend durch das Dickicht des Waldes zu tollen.

Als die ersten Strahlen der Sonne, auf den ehrwürdigen Palast der Elben fielen, stand Prinz Legolas bereits auf dem Balkon, der an sein Gemach angrenzte. Die Strahlen der Sonne ließen das güldene Haar des Prinzen noch schimmernder erscheinen. Die fein gearbeitete Haarspange, besetzt mit den feinsten Edlesteinen (die verdächtig nach feinen Bröckelchen des Arkenstein aussahen) bündelte das Licht und warf es in allen Farben des Regenbogens zurück. Ein Anblick, so schön und so heilig, dass selbst Steine anfangen würden zu heulen.

Des Prinzen zartgliedrige Hände hielten eine Tasse, mit der Aufschrift „King of Bogenschützen“, umschlossen. Bedächtig nahm Legolas einen Schluck von der dampfenden Flüssigkeit und ließ seinen Blick über die Bäume gleiten.

Ein neuer Tag, voller Glück und Zufriedenheit war herangebrochen. Das dachte Legolas, zumindest, bis zu jenem Moment, als ein grässlicher Schrei, gefolgt von zuschlagenden Türen und gehetzten Schritten, die Stille des Morgens erschütterten.

Etwas erstaunt hob Legolas die linke Augenbraue und sein Blick folgte einer verhüllten Gestalt, die im Wald verschwand.

Erneute Schritte, dieses mal direkt hinter ihm, veranlassten den selbsternannten King of Bogenschützen sich umzudrehen.

Ein gehetzt wirkender, brünetter Elb verneigte sich kurz und kniff dann die Augen zusammen, da er von der Haarspange geblendet wurde.

„Mein Herr Legolas, es gibt ein Problem mit Eurem Vater. Seine Zofe, Uruviel vernahm einen Schrei aus dem Gemach des Königs. Als sie eintrat, um nach Eurem Vater zu sehen wurde ihr ein Apfel an den Kopf geworfen und eine verhüllte Gestalt floh in den Wald. Das Gemach eures Vaters ist verwüstet. Spiegel sind zerbrochen, die Möbel umgeworfen. Es sieht nach einem Kampf aus. Mein Prinz, Euer Vater und der komplette Weinvorrat sind verschwunden. Wir vermuten ein Attentat von dreisten Dieben. Wir erwarten Eure Befehle.“

Mit unbewegter Miene hatte Legolas dem Bericht des Elben gefolgt, der ihn mit leicht zusammengekniffenen Augen, erwartungsvoll betrachtete.
Aber Legolas wäre schließlich nicht Legolas, der „God of motherfucking Coolness“ (so stand es zumindest auf seiner anderen Tasse), wenn er sich von so etwas hätte aus der Ruhe bringen lassen. Schlussendlich hatte man ja nur den Verdacht, dass seinem Vater Gewalt angetan wurde. Gut möglich, dass dieser auch nur wieder eine Spinne (von der Größe eines Labradors) in seinem Gemach gefunden hatte, die versuchte den König als lebende Brutstätte zu missbrauchen und der daher leicht ausgetickt war.

>> Kein. Grund. Zur. Panik. Panik verursacht nur Falten und Falten sind hässlich. Ich will schließlich nicht wie der olle Gandalf aussehen. Also Cool bleiben, Legolas. Du schaffst das. Gerätst du in Panik, gerät auch das Volk in Panik. Strahle Gelassenheit aus. Verhalte dich wie ein Prinz!!!

Leoglas räusperte sich kurz, rückte die funkelnde Haarspange zurecht und mit seiner königlichsten Stimme sagte er im Brustton der Überzeugung:

„Chill mal, Alter.“

>> Das war gut. Das war sehr gut. Das klang überzeugend und selbstsicher. Und jetzt wirke unnahbar majestätisch

Mit einer fließenden Bewegung drehte sich Legolas um, stellte die Tasse auf das Geländer des Balkons und straffte seine Körperhaltung.

„Celahir. Ich werde mich darum kümmern. Ich sah vor wenigen Minuten eine Gestalt im Wald verschwinden.“  

„Aber mein Prinz. Ihr solltet zumindest die Leibgarde des Kön…“

Der „God of motherfucking Coolness“ erhob die Hand, um den Worten des anderen Einhalt zu gebieten. „Nein. Ich werde das alleine tun. Geht nun.“  Zögernd nickte Celahir und schickte sich zum gehen, als er von Legolas aufgehalten wurde. Dieser sprach, mit theatralischer Stimme:

„Warte! Egal wie das hier ausgeht. Bitte denke immer an meine Worte: YOLO!“

Mit diesen Worten sprang Legolas über das Geländer und eilte in Richtung der Bäume, während Celahir ihm mit verwirrtem Blick hinterher starrte.

Legolas folgte zielsicher den Spuren, die die verhüllte Gestalt auf dem Waldboden hinterlassen hatte.  Mit schnellen Schritten gelangte der Elbenprinz auf eine Lichtung, in deren Mitte sich ein kristallklarer Teich befand. Vor diesem Teich sah er eine verhüllte Gestalt kauern. Um sie herum liegen zig Weinflaschen. Mit seinen Elbenaugen konnte er sofort erkennen, dass die meistens Flaschen bereits geleert worden waren.

Während  des Laufens, rückte Legolas, mit flinken Bewegungen seine Haarspange zurecht, zog dann seinen Bogen (AN: Ja, den Bogen hatte er, wie es sich auch gehört, bereits früh morgens auf den Buckel geschnallt) und spannte zwei Pfeile ein. (AN: Warum? Weil das einfach verflucht cool aussieht)

Mit einer eleganten Bewegung (AN: Elben machen alles elegant, sogar Naseputzen) kam der King of Bogenschützen zum stehen und richtete seine Waffe auf die Gestalt. Er jetzt bemerkte er, dass die Gestalt vor ihm zu zittern schien und immer wieder einen tiefen Zug aus einer Weinflasche nahm. Der Elbenprinz räusperte sich vernehmlich, um auf sich Aufmerksam zu machen. Keine Reaktion. Ein weiteres Räuspern und getürktes Husten von Legolas. Doch noch immer keine Reaktion.

„Ey, du Opfer!“ rügte Legolas die kauernde Gestalt, da diese weiterhin keine Anstalten machte sich zu ergeben oder sonst wie auf ihn zu reagieren. „Wenn du mir nicht sofort verklickerst, was bei Dir kaputt ist, dann ist hier gleich richtig Achterbahn!“

Das zittern der Gestalt ließ abrupt nach und ein Wimmern erklang. Erst leise, dann immer lauter, bis es zu einem herzzerreißenden Gejaule angeschwollen war. Mit einem Ruck löste sich die Gestalt vom Boden. Die Weinflasche in deren Hand wurde achtlos fallen gelassen und zersprang scheppernd. Mit einer schnellen Bewegung fuhr der Vermummte herum und packte den überrumpelten Prinzen an den Oberarmen.

„Wage es nicht mit anzusprechen. Wage es nicht mich anzufassen. Wage es noch nicht einmal mich anzusehen!“

Bei diesen Worten schüttelte die Gestalt, den armen Legolas so heftig, als wäre dieser ein Cocktail-Shaker. Dabei verrutschte auch die Kapuze der Gestalt, die bis dahin tief hinabgezogen war. Ein blonder Elb, mit einer verbogenen Krone und blutunterlaufenen und verquollenen Augen kam darunter zum Vorschein.

Legolas brachte, völlig irritiert, nur ein mühevolles „Papi“ über die Lippen.  Die Bewegung des Angesprochenen fror ein und mit geweiteten Augen blickte der seinen Sohn an. Im nächsten Augenblick löst Thranduil seinen Griff, um Legolas Arme und übergab sich Lautstark vor dessen Füße. Der Elbenprinz sprang angewidert einen Satz zurück und konnte dann nur noch zuschauen, wie sich sein Vater von oben bis unten vollreiherte.

Dann sank der (ehemals) würdige Elbenkönig wieder in die Knie (Ja…mitten rein in die Sauerei), verbarg das Gesicht in den Händen und begann zu heulen und zu schluchzen.

„Sieh mich nicht aaaaaaaaan. Ich bin hääääääässsssslich. Ensteeeeeellt. Ich wiiiiiiilll steeeeeeerbeeeeeen. Geeeeeeh weeeeheeeg“

Das brachte selbst die Fassade des „God of motherfucking Coolness“ zum bröckeln.
Mit zittrigen Fingern richtet er, ein weiteres mal, seine Haarspange und betrachtete mitleidig, die heulende Gestalt zu seinen Füßen.

Mit unsicherer Miene und  leichtem Ekel begann er den Rücken seines Vaters zu tätscheln. In diesem Moment war Legolas heilfroh, dass er so viel Zeit mit Gimli verbracht hat. Die Gesellschaft des Zwerges hatte ihm den großen Vorteil gebracht, dass er 1. seinen Würgreflex außergewöhnlich gut unter Kontrolle hatte (haha zweideutig) und 2. die Grenzen seines Ekelempfindens sehr weit ausgedehnt worden war.  

„Papi, was geht? Komm mal wieder klar. Wenn es wieder die Spinne war. Du musst dich nicht schämen, wenn sie dich „angefasst“ hat. Das kriegen wir wieder hin“

Thranduil unterbrach seinen Nervenzusammenbruch für einen Moment und ersetzte ihn durch ein weinerliches Schniefen und einen heftigen Schluckauf, um seinen Sohn entgeistert anzustarren.

„Bei Eru *hick*, wovon spri*hicks*st du? Welche *hicks* Spinne?“

„Ich dachte du hättest wieder eine dieser aufdringlichen Spinnen in deinem Gemach gehabt. Dein Gebrüll, deine Flucht und dein Besäufnis auf dieser heiligen Lichtung…für mich war das logisch.“

„Spin….*hick*“ Die Augen von Thranduil wurden glasig und dann sank langsam der Kopf des Elbenkönigs auf dessen Brust. *chrrrrrrr*“  

Legolas fühlte sich daher veranlasst seinem werten Vater einmal kräftig, mit der flachen Hand, auf den Hinterkopf zu schlagen.

Der Kopf des Königs schnellte wieder nach oben und mit einer fahrigen Bewegung wischte er sich Sabber und Erbrochenes aus den Mundwinkeln.

„…ne?. Nein, keine Spinne. Ich wünschte dem wäre so, ich wünschte dem wäre so. Wie erfreulich wäre es, wenn mich Spinnen, als Brutstätte attraktiv fänden. Aber…aber…niemals wieder werde ich in den Augen der Welt als attraktiv gelten. Nicht mit….mit…Oh Eru, warum bestrafst mich so?!“

Thranduil schlang die Arme um die Beine begann sich sachte vor und zurück zu wiegen und flüsterte dabei manisch immer wieder „…niemals wieder, niemals wieder…“

Ein leichtes Lächeln umspielte die Lippen des Elbenprinzen und für einen Augeblick bereute er, dass Camcorder und Youtube noch nicht erfunden worden waren (dass es sowas gibt, weiß er von den Horden von Mary Sues, die ständig Mittelerde stürmen). Schade eigentlich.

Mit Mühe verbannte Leoglas das Grinsen aus seinem Gesicht und ging neben seinem Vater in die Hocke, aber darauf achtend, dass seine neuen Olifantenleder-Schuhe nicht mit dem Erbrochenen in Berührung kamen.

Der Geruch, der von seinem Vater (und der Pfütze) ausging, war selbst für den Würgereflex von Legolas eine Herausforderung. Bemüht durch den Mund zu atmen, versuchte der Elbenprinz, seinem Vater zu entlocken, was ihn in diese entwürdigende Situation gebracht hatte.

Nach schier endlosen Versuchen, Thranduil zu einer Antwort zu bewegen, begleitet von Heulkrämpfen und tiefen Schlucken aus der Weinpulle, schien der König des Düsterwaldes bereit, seinen Sohn in das Geheimnis einzuweihen.

„Mein Sohn. Mein einziger Sohn. Mein Sohn Legolas. Legolas. Leeee-gooo-laaaaaaas. Leeee-heeee-gooo-laaas. Ein merkwürdiger Name, findest du nicht? Welcher Spinner nennt sein Kind Legolas? Le-go-las. Leg-o-las. Legolas. Sag das zehnmal schnell hintereinander. Das klingt sicher richtig dämlich.“

Doch bevor Thranduil Luft holen konnte, um dieses „Experiment“ durchzuführen wurde er von einem genervten und Augenrollenden Legolas unterbrochen.

„Papi! Ist gut jetzt. Komm mal wieder runter. Wir sind hier voll Off-Topic“

Der Elbenkönig, mit einem sehr dümmlichen Grinsen im Gesicht, schien angestrengt darüber nachzudenken, worüber sie gerade gesprochen hatten.  Das Grinsen wich wieder einem weinerlichen Ausdruck, als die Erinnerung zurückkehrte.

„Ich bin aaaaaaaalt und hässssssssslich!“

Legolas biss sich auf die Zunge und widerstand dem Drang sich mit der flachen Hand an die Stirn zu schlagen. Er atmete tief ein, betastete seine Haarspange, rückte sie zurecht und atmete wieder aus.

>> Ganz ruhig. Gaaaaanz ruhig. Vatermord ist in Mittelerde nicht besonders fame..

„Alter, reiß mal hier nicht so einen Absturz. Bei Eru! So abgefuckt war ja nicht mal…Fri… Fru…Fra….ääääh (?) der Hobbit, der den Ring zerstört hat und völlig entstellt nach Hause kam. Du weißt schon. Klein, nicht besonders helle, immer so ein jammernden Ausdruck im Gesicht…?“

„Froop Beuteltasche?“

„Ja, genau der.“

„Nun gut, mein Sohn. Ich werde dir die schockierende Wahrheit berichten, auch wenn du mich anschließend verachten wirst.“

Thranduil schnäuzte sich noch einmal kräftig die Nase, an seiner Kleidung, genehmigte sich einen großen Schluck aus einer der herumliegenden Weinflaschen und begann (dieses mal wirklich) über den Grund seiner aktuellen „Unausgeglichenheit“  zu berichten.

„Heute morgen. Ich stand vor dem Spiegel. Bürstete mein Haar, als ich Es“  entdeckte. Ein abscheuliches, grässliches, entstellendes…graues Haar

Legolas sog scharf die Luft. Er hatte echt alles erwartet, aber nicht das. Das war eine Katastrophe. Keine mittlere „Sauron versucht Mittelerde zu unterjochen und alle Völker in Dunkelheit zu stürzen -Katastrophe, sondern eine schwere Katastrophe „Elb kommt ins Alter“ - Katastrophe.

Trotz der Umstände, dass Thranduil roch wie eine Kloake an einem heißen Sommertag, nahm der King of Bogenschützen seinen Vater in den Arm, um ihn liebevoll über den Rücken zu streicheln und beruhigende Worte zuzuflüstern .

„Ey. Don’t worry, be happy. Ich weiß, dass ist echt der Fail des Zeitalters, aber es gibt eine Lösung. Ich könnte dir ein Haarfärbemittel besorgen. Ich habe da so meine Connections zu einer Mary-Sue, die Friseuse ist.“

Thranduil schniefte und kuschelte sich dichter an Legolas (AN: Nein. Kein Inzest-Slash!).

„Färben??? Ich weiß nicht, ob ich das könnte. Und wie willst du die Mary-Sue erreichen? Gandalf hat doch erst letztens mal gut durchfegt und alle wieder zurückgeschickt.“

Legolas tätschelte seinem Vater den Kopf, als wäre dieser ein kleiner Welpe.

„Auch andere Elben färben. Die alte Gewitterhexe Galadriel und „die Stirn“ Elrond färben sich  ihre Haare. Das habe ich aus einer zuverlässigen Quelle erfahren. Und die Friseuse Mary-Sue kann jederzeit zurückkehren. Sie muss nur „Dauerwellenmittel“ schnupfen und sich dann einen Elektroschock verpassen. No Problem. Jetzt ist es aber erst einmal “

„Ehrlich?“ Ein weiteres schniefen von Thranduil ertönte.

„Ehrlich. So und jetzt ab in den Palast. Dort wäschst du dich, dann frisiere ich dir deine Haare so, dass niemand das graue Haar entdeckt und du bekommst eine schöne warme Milch. Niemand wird was erfahren und in ein paar Tagen haben wir das Mittel und dann ist alles wieder cool.“

Der Elbenkönig nickte langsam und schien angestrengt nachzudenken.

„Bekomme ich Honig in meine Milch?“

Legolas lächelte, richtete sich auf und streckte seinem Vater die Hand entgegen.

„Soviel Honig wie du magst.“

Thranduil erwiderte das Lächeln seines Sohnes und ergriff dessen Hand.

Das schmatzende Geräusch und die klebrige Feuchtigkeit von Thranduils Händen ließen Legolas kurz erschaudern, aber da er (wie wir ja wissen) „God of motherfucking Coolness“ ist und ein weit ausgedehntes Ekelempfinden besaß (danke, Gimli), hatte er sich schnell wieder im Griff. Er stellte sich seinem Vater an die Seite und stützt diesen, auf dem Weg zurück in den Palast.

Ob es nun Glück war oder der ausgeprägte Geruchssinn der Elben, die beiden begegneten, auf ihrem Weg zu Thranduils Gemächern nicht einer Elbenseele.

Dort angekommen verzog sich der Elbenkönig sogleich, torkelnd, in seinem Badezimmer und Legolas konnte ihn ein Liedchen pfeifen hören. Die in Mitleidenschaft gezogene Kleidung würden sie später verbrennen.

Der Elbenprinz orderte aus der Küche zwei Krüge mit Milch und einen großen Pott, mit dem besten Auenland-Honig. Anschließend begab er sich mit schnellen Schritten in sein Zimmer, um sämtliche Utensilien, die er zum frisieren benötigte zu holen.

Legolas ist war gerade mit dem letzten Handgriff beschäftigt, als  Thranduil wieder im Zimmer erschien. Noch immer leicht schwankend, aber dafür wohlriechend und sauber.

Als er die Krüge mit Milch entdeckte marschierte er zielstrebig auf diese zu und löffelte großzügig Honig die beiden Gefäße.

Anschließend setzte sich der König des Düsterwaldes. auf den Stuhl, den Leoglas bereit gestellt hatte. In der einen Hand den Krug mit der Milch, in der anderen den Pott mit Honig, aus dem er sich immer wieder einen Löffel genehmigte.

Mit einem Grinsen im Gesicht begann Legolas mit der Arbeit und betet insgeheim dafür, dass die Mary-Sue bald mit dem Färbemittel erscheinen würde und er selber, nie in diese Situation kommen möge.



ENDE (zum Glück)










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