Cats - Like Heaven and Hell

GeschichteHumor, Familie / P12
28.03.2013
16.07.2014
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28.03.2013 3.093
 
Hussa, Leute!
Nach einigen Wochen des langen schweren Leidens hab ich’s jetzt endlich geschafft, das zweite Kapi aufs „ Papier“ zu bringen. Ein ganz großes Sorry an dieser Stelle, dass es so lange gedauert hat, aber da ich ja immer alles auf einmal machen muss…was Schularbeiten, FFs und andere Dinge schreiben, beinhaltet…hat’s jetzt leider ein bisschen auf sich warten lassen und blöderweise wird es in nächster Zeit nicht besser. Ich muss leider gestehen, dass bereits jetzt, mit Heaven and Hell, sieben FFs in Planung sind. Ob das Größenwahn ist? Keine Ahnung? * desinteressiertes Schulterzucken*
Geplant sind nämlich noch:
Noch eine Cats – FF
Eine zu Ben 10
Eine für Gargoyles – Auf den Schwingen der Gerechtigkeit
Vielleicht was zu Inuyasha ( Betonung auf VLT )
Und zwei zu Dragon Age: Origins und Dragon Age 2

Hierbei werde ich meinen Egoismus durchsetzen und letzteren Beiden eher den Vorzug geben.
Na ja…wie dem auch sei, viel Spaß bei dem Kapitel hier.



Das Wetter am nächsten Morgen war nun um Einiges besser geworden. Da sie vor lauter Aufregung einfach nicht mehr schlafen konnte, lag Chocola bereits seit Sonnenaufgang wach auf dem Beifahrersitz des alten ausrangierten Pontiac GTO, welcher ihrem Onkel, solange er in der Stadt war und nun auch ihr, eine Art Behausung geboten hatte. Es war schön, wieder bei Skimbleshanks zu sein, da sie ihn seit Kätzchentagen nicht mehr gesehen hatte, doch nun hielt sie es nicht mehr länger aus.
Möglichst ohne ihren Onkel zu wecken, kletterte sie über die Handbremse auf die Ledersitze der Rückbank und streckte ihren Kopf aus dem rechten Fenster, um sich die morgendliche Brise um die Nase wehen zu lassen. Der Regen hatte schlagartig in der Nacht geendet, die Sonne schien so hell wie seit Tagen nicht mehr und die Somali konnte hören, wie in einiger Entfernung die Vorbereitungsarbeiten für den diesjährigen Jellicle – Ball bereits in vollem Gange waren.
„ Oh nein…so verdammter Mist!“, rief sie, als der schwarzbraunen Kätzin blitzartig klar geworden war, dass sie und Skimble verschlafen haben. Sie sprang zu dem schlafenden Kater nach vorne, begann ihn wild zu schütteln und keifte: „ Onkel Skimble! Onkel, werd endlich wach! Wir haben verschlafen, also hoch mit deinem orangebraunen Hintern! Los!“
„ Cho, was machst du denn für einen Krach? Und wie redest du denn mit mir?“
„ Hoch mit dir, los! Die Anderen haben schon zu proben angefangen!“
Schlagartig war der Kater von der Eisenbahn wach geworden, an seiner Nichte wie ein geölter Blitz vorbeigezogen und hatte einen flüssigen Satz aus dem Fenster beschrieben, wobei sie ihm nur verblüfft zusehen konnte. Mit weit aufgerissenen Augen saß sie da. Gerade eben schlief er noch tief uns fest und im nächsten Moment war er wie ein junger Artist durch ein Fenster gesprungen, was ja eigentlich nicht so verwunderlich sein dürfte.
Sie kannte den gewaltigen Drang ihres Onkels zur Pünktlichkeit, doch das…das war ein wenig…übertrieben. Immerhin hätte er sich wehtun können, auch wenn er von sich behauptete, er sei noch quietschfidel. Sie schüttelte den Kopf und setzte ihrem Onkel nach, in Richtung des Gesanges.
Sich einen kleinen Müllberg hochhangelnd wurde die Musik immer lauter. Chocola war begeistert und erstaunt als sie die Spitze erreicht hatte. Obwohl sie noch nicht einmal richtig zur Familie der Jellicles gehörte, durfte sie bei den Proben mithelfen und vielleicht, wenn sie sich gut benehme, auch beim Ball mittanzen und singen. Dies war so ziemlich die größtmöglich Ehre, die einem „ Außenstehenden“ zuteil werden konnte.
Auch Skimble wusste wie sehr seine Nichte darauf versessen war. Seit sie ein kleines Kätzchen war, hatte er ihr immer vom alljährlichen Jellicle – Ball erzählt, sie aber nie mitgenommen, da sie noch „ zu klein“ war und das viel zu viel Aufregung für sie gewesen wäre.
Trotzdem!
Nichts hätte im Moment ihre Freude toppen können, bis zu dem Zeitpunkt, als Tugger plötzlich in einer kurzen Pause auf Munkustrap zu stolzierte und in überheblichem Ton maulte: „ Leute, wieso machen wir uns überhaupt so einen Stress? Der Ball ist doch sowieso erst in einigen Wochen, um nicht zu sagen erst in Monaten. Wir haben doch alle Zeit der Welt!“
„ Wir müssen eben gut und auf alles vorbereitet sein. Du weißt was letztes Jahr passiert ist, Tugger!“, mahnte der schwarzweißgetigerte Kater wütend. „ Das weißt du ja noch, oder? Als Macavity dachte, er schaut mal kurz bei uns vorbei, um ganz nebenbei noch Old Deuteronomy und beinahe auch Demeter zu entführen! Wäre Misto nicht gewesen, wäre wer weiß was passiert!“
„ Meine Schuld, Bruderherz? Ich glaub kaum, immerhin bin ja nicht ich für die…nennen wir es „ Sicherheitsvorkehrungen“ zuständig.“ Er streckte kurz beide Vorderpfoten hoch, woraufhin Bombalurina und Etcetera darunter durchschlüpften kicherten und er mit einem kecken Grinsen fortfuhr: „ Ich bin nur wegen der Ladys hier.“
„ Was für ein eingebildeter Affe“, dachte sich Chocola verächtlich, rümpfte dabei die Nase und verdrehte ihre smaragdgrünen Augen.
Munku räusperte sich kurz und fuhr fort: „ Wie auch immer, Tugger. Machen wir weiter mit den Proben, meine Freunde!“
„ Das wird dir gefallen, Chocola!“, erklärte Skimbleshanks, der gerade eben wieder an die Seite seiner Nichte geeilt war.  
Die junge Kätzin sah ganz deutlich, wie er vor lauter Aufregung mit den Pfoten zitterte und mit dem Schweif ein und dieselbe Stelle Erde hinter sich bearbeitete. Ihr Onkel wollte hierdurch Begeisterung in ihren Augen sehen.
„ Also, Cho, jetzt kommt Mister Mistoffelees dran. Du musst wissen, er ist…“
Seine Nichte unterbrach ihn: „ Onkel Skimble, bitte. Ich hab die DVD gesehen, außerdem hast du mir, seit ich denken kann die fantastischsten Geschichten über dich und die Jellicles erzählt. Ich kenn mich ein bisschen aus, in Ordnung?“
„ Miau“, neckte sie der schwarze Kater mit dem Leopardenfleckenkragen aus dem Hintergrund und schenkte ihr ein keckes Lächeln, doch die Empfängerin wandte sich um und keifte: „ Du sei ganz ruhig, kapiert?!“
„ Ach komm, Kleines. Ich glaube wir hatten einen schlechten Start?“
„ Allerdings!“
„ Exaktomundo! Darum würde ich gerne noch mal von vorne anfangen, aber du musst zugeben, dass ich nicht allein dafür verantwortlich bin.“
„ Wie bitte?!“ „ Ich hör wohl nicht richtig?!“
„ Immerhin hab ich dir keinen gammeligen Kuchen ins Gesicht geschmissen.“
„ Nein“, stimmte sie ihm mit einem triumphierenden Lächeln zu. „ Es war wohl einfach nur deine Anwesenheit, die mich angewidert hat, also bist du doch dafür verantwortlich.“
„ Komm schon, Kleines, ich…“, setzte er versöhnlich an, doch die schwarzbraune Kätzin fiel ihm sogleich ins Wort: „ Und nenn mich nicht ständig „ Kleines“!“
„ Entschuldige, Chocolate…“
Plötzlich blieb die Somalikatze stehen, riss die Augen auf und während in ihr ein Vulkan explodierte, flüsterte ihr Onkel an Tugger gewandt, es sei besser jetzt auf der Stelle wegzulaufen, doch zu spät.
Sie schien zunächst ganz ruhig, nur mit jedem Wort wurde ihre Stimme lauter und furchterregender, als sie sagte: „ Für alle, die es…nicht mitbekommen haben: Ich. Heiße. Chocola!“
„ Kleinliche Kratzbürste“, murmelte er leise, aber sie hatte ihn ganz genau verstanden, zuckte mit den Ohren, fuhr herum und nahm dies mit vernichtendem Blick als Einladung zu einem Beleidigungstrip an: „ Egoistischer Macho.“
Ebenso stieg er auf dieses Spiel ein: „ Bockige Zimtzicke.“
Nun hatten die beiden Katzen die Aufmerksamkeit sämtlicher Anwesenden, die sich in einem Kreis um sie versammelten, um die Szene besser beobachten zu können, auf sich gezogen, sodass Munkustrap nun ganz allein und verlassen dastand.
„ Flohverseuchter Rattenfänger!“, machte Chocola den Anfang.
„ Winselndes Mäuseschwänzchen.“
„ Selbstverliebter Clown!“
Die Kätzinnen begannen wild zu fauchen. Wie konnte die Neue nur so gedankenlos sein und den beliebtesten und begehrtesten Junggesellen beleidigen? Die Jungkater hingegen störten sich nicht daran. Sie lachten nur bei jedem neuen Wort hinter vorgehaltener Pfote. Auch Mistoffelees hatte sich zu dem Wortduell begeben, doch er schien ebenfalls nicht auf Tugger’s Seite zu stehen. Obwohl er ein sehr guter, sogar sein bester Freund war, schien der schwarze Kater von dem frechen Mundwerk Chocola’s vollkommen eingenommen.
„ Aufgeblasene grünäugige Hupfdole!“, ging die Streiterei bei dem Rock’n’roll – Kater weiter.
„ Wenigstens seh ich nicht wie eine rasierte Klobürste aus!“
„ Dafür benehme ich mich nicht wie eine tollwütige Ziege!“
Sie nickte: „ Ja, aber dafür versuchst du alles zu vernaschen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist!“
„ Das ist überhaupt nicht wahr!“
Das war ihre Chance: „ Stimmt! Wenn du gute Laune hast, zählst du bist dreieinhalb!“
Nun war die Kätzin definitiv zu weit gegangen, was durch ein geschocktes Raunen, welches durch die Menge ging gut zu erkennen war. Munkustrap, Alonzo und Skimbleshanks gingen sofort dazwischen, da der Rock’n’roll – Kater ihr schon knurrend an die Gurgel gehen wollte. Die beiden Schwarzweißen packten Tugger, während Chocola von ihrem Onkel übernommen und langsam beruhigt wurde.
Etwa nach einer Viertelstunde war es den drei älteren Katern gelungen die beiden Streithähne zu einer etwas abgelegenen Müllfläche zu schleifen und sie dort wieder aufeinander loszulassen. Der eigentliche Plan war, dass sie wie Erwachsene das Problem aus der Welt schaffen sollten, indem sie darüber redeten und sich damit auseinandersetzten, wie Munku liebevoll erklärte, weshalb sie zunächst alleingelassen wurden, aber nur wenigen Sekunden danach war lautes Geschrei und erneutes Gezetert zu hören.
Es klang beinahe so, als würden sich zwei jugendliche Zweibeinermädchen streiten, die bei einem Schlussverkauf um ein schickes Paar Stiefel kämpfen würden. Munku und Alonzo liefen so schnell sie nur konnte zu den Beiden hinüber, doch als sie angekommen waren, ging Tugger gerade weg und die Somalikatze ließ sich auf einem zerfetzten Sofakissen nieder.
Der schwarzweißgetigerte Kater sah seinem jüngeren Bruder nach du setzte sich neben die Nichte seines Freundes, als er neugierig fragte: „ Nun, Kinder? Wie kommt ihr denn mit der Auseinandersetzung voran?“
„ Munku, ich habe mich mit dem Problem im wahrsten Sinne des Wortes „ auseinandergesetzt“! Wie du es gesagt hast“, verkündete die schwarzbraune Kätzin stolz.
„ Und?“
„ Das Problem, beziehungsweise „ ER“ sitzt jetzt da drüben auf dem Schaukelstuhl und ich sitze auf diesem gemütlichen Kissen hier.“
„ Was?“
Die Somali verzog keine Miene und erwiderte schnippisch: „ Wir haben uns…auseinandergesetzt.“
„ Im wahrsten Sinne des Wortes, meine Liebe.“
„ Jope.“
„ Wie dem aus sei!“, schaltete sich der andere schwarzweiße Kater wieder in das Gespräch ein. „ Jetzt kommt Mistoffelees’ Auftritt, also brauchen wir Tugger.“
„ Falls du damit sagen möchtest, ich solle mich bei dem entschuldigen, dann…“
„ Das verlange ich am besten erst gar nicht, Chocola, aber ich nehme an, du möchtest zusehen“, meinte Alonzo an die schwarzbraune Kätzin gerichtet, woraufhin sie eifrig zu nicken anfing: „ Gerne!“
Kaum fünf Minuten später hatte sich die gesamte Lage wieder einigermaßen abgekühlt und die Jellicles konnten mit ihren Pflichten fortfahren. Nachdem die Älteren ihn zur Normalität überreden konnten, hatte sich der Rock’n’roll – Kater neben Mistoffelees mitten auf der Bühne positioniert, während Beide von den grünen Augen von Skimble’s Nichte verfolgt wurde. Grazil und geschickt hüpfte der kleine schwarze Kater quer über die Bühne und vollbrachte einige seiner kleineren Zaubertricks, während er von Tugger’s Gesang und den anderen Katzen begleitet wurde. Alles schien recht gut zu funktionieren, bis er stehen blieb und sein Freund seinen kurzen Sprechtext begann.
In diesem Moment entdeckte der Zauberkater die ihm fremde Kätzin und schaute wie gebannt in ihre grünen Augen, die ihn freundlich anfunkelten, als er plötzlich wie von selbst begann breit zu lächeln. Jedoch musste er feststellen, dass auch sie ihn liebevoll anlächelte und dabei über ihr linkes Ohr strich, als würde sie den Schwung ihres Fells ausbessern wollen. Die ganze Welt schien soeben stehen geblieben zu sein.
Der Blickkontakt stand immer noch, weshalb sich Misto kein Stückchen mehr bewegte, als der schwarze Kater mit dem Leopardenfleckenkragen neben ihm wisperte: „ Pst. Misto? Pst! PST!“
„ Hä…Was?“
„ Oh, well. There never wasn’t ever?“, ratschte Rum Tum Tugger schnell runter, um seinen Freund darauf hinzuweisen, dass er sehr wohl noch Text hatte.
Der kleinere Schwarze schnappte sich schnell seinen Becher und zog ein langes rotes Tuch hervor, mit dem er Electra einwickelte, doch Chocola’s smaragdgrüne Augen gingen ihm plötzlich nicht mehr aus dem Kopf, wodurch er sich beobachtet, sogar durchbohrt, fühlte. Obwohl sie so dunkel waren, waren sie stark mit Farbe durchzogen und strahlten eine freundliche Aura aus. Wenn er kurz bedachte wie ihr Mundwerk dazu im Gegensatz stand, hätte er beinahe laut aufgelacht, doch für den Augenblick musste er Haltung waren. Zumindest bis sein Auftritt und die Probe beendet waren.
Der restliche Tag verging in geordneter Norm zu aller Zufriedenheit und bald war der Abend angebrochen und am Schrottplatz Ruhe eingekehrt. Chocola konnte dennoch nicht schlafen. Sie saß auf der Rückbank des orangen Pontiac und starrte sehnsüchtig zum Vollmond hinauf. Ständig sauste das Bild eines kleinen schwarzen Katers mit glänzenden braunen Augen, der sie reizend anlächelte, durch ihren Kopf. Sein Blick hatte etwas so Liebevolles, wie sie es zuvor nur von ihrem Onkel kannte, aber doch ein wenig anders.
„ Eigentlich sah er ja ganz nett aus. Mag sein, er redet nicht besonders fiel, aber wie so einer mit Rum Tum Tugger befreundet sein kann? Das grenzt an Perversität.“
Ihr Gedankengang wurde plötzlich von einem lauten Klageruf unterbrochen, der durch die Dunkelheit hallte und als sie zum Fenster hinausschaute, entdeckte sie Gestalten, die durch die Nacht schlichen, konnte aber nicht erkennen, um wen es sich hierbei handelte. Ganz eindeutig waren es Katzen. Bloß wer und warum noch um diese Zeit herumlaufen? Es waren zwei oder drei und sie alle standen gegen das Mondlicht.
„ Unerkennbar, dachte sich die schwarzbraune Kätzin etwas verärgert und kletterte leise aus dem Fenster.
Neugierig wie sie war, bahnte sich die Kätzin einen leisen Weg zwischen den Müllbergen hindurch, bis sie die Worte der Stimmen deutlicher vernehmen konnte. Eine von ihnen schien Munkustrap zu sein, den sie zuerst gehört hatte, doch wer waren die anderen Zwei? Eine dieser Beiden war nicht schwerer zu erraten, als ein lautes „ Ich bin eben der Größte!“ in hocharrogantem Ton zu hören war. Nur wer war der Letzte, dessen Stimme sie nicht einordnen konnte. Es war eindeutig eine männliche Stimme.
„ Sogar den alten Gus haben sie schon angegriffen! Er ist nur knapp davongekommen. Seine Hinterpfote haben sie ihm blutig gebissen diese miesen Bestien!“, keifte der Unbekannte.
„ Diesen alten Greis haben die angegriffen?! Der tut doch keinem was!“ „ Er war Schauspieler!
„ Erzähl das den Hunden, Tug. Wie bei einer Fuchsjagd haben sie ihn durch halb London gehetzt, bis er sich in eine Tankstelle retten konnte.“
„ Das ist furchtbar, ja“, fügte der Unbekannte hinzu. „ aber wir müssen herausfinden, was dort vor sich geht!“
Munkustrap nickte und erwiderte: „ Du willst jemanden in diese Todesfalle von Hundezwinger schicken?! Bustopher war erst vor Kurzem in der Nähe des Bahnhofes, weil er die Nichte von Skimble aufgegabelt hat und diese Flohsäcke scheinen keinerlei Respekt mehr zu hegen. Wenn die Hunde irgendjemanden in ihrem Revier erwischen, wird wer weiß was passieren!“
„ Dann lass mich ein paar mutige Kater aus meinem Clan zusammentrommeln, Munkustrap. Wir machen das schon, wir sind Straßenkatzen, ihr solltet in euren gemütlichen Häusern bleiben.“
„ Nein. Nein! Das ist Wahnsinn! Das Beste wird sein, wenn wir uns von Dog’s Heaven fernhalten…fürs Erste zumindest.“
Auf diese feige Aussage hin rief Tugger mit empörter Stimme: „ Und warten bis die Hunde nicht einmal mehr vor unseren Grenzen Halt machen?! Nein! Ich bin derselben Meinung wie er hier. Wir sollten die Sache checken!“
„ Solange wir nicht mit Old Deuteronomy darüber geredet haben, tun wir gar nichts, aber du kannst Macavity sagen, dass er sich bereithalten soll“, wandte sich der schwarzweißgetigerte an den Unbekannten, der sich daraufhin zu verneigen schien und aus dem Mondlicht in die Schatten verschwand.
Danach konnte man den Rock’n’roll – Kater hören: „ Sag mal, Bruderherz, wenn du sowieso den Alten ins Gespräch mit einbeziehen willst, was sollte dann diese Nacht – und – Nebel – Aktion hier oben?!“
Die versteckte Somalikatze lehnte sich ein Stück nach vor und hörte aufgeschreckt, wie eine Dose den Berg hinunterkullerte, was sie zunächst als ihre Schuld auffasste. Um nicht entdeckt zu werden, kauerte sie sich wieder ein Stück zurück, als eine weitere Dose fiel. Dann war plötzlich lauteres Geschrei zu hören und sie merkte nur noch wie etwas Großes und Schweres auf sie herabstürzte.
Lautes Quietschen war zu hören, doch die schwarzbraune Kätzin konnte nicht anders als sich schlagartig aufzuregen: „ Zum Teufel was…runter von mir!“
„ Hallo, Chocola“, grinsten Jemima, Admetus und Pouncival freundlich wie ein Engelchor.
Während sie sich bemühten sich voneinander zu befreien, fauchte die Somali nur leise: „ Was wollt ihr denn um diese Zeit noch hier?! Verschwindet!“
„ Nachkucken, was du so machst“, erklärte Pouncival und Jem setzte noch nach: „ Sieh uns als eine Art „ abendliches Begrüßungskomitee“! Also, was machst du so?“
„ Ich versuche etwas zu hören, also haltet euren Schnabel!“
Das war vielleicht nicht unbedingt der freundlichste, aber auch nicht der boshafteste Ton, den Chocola im Moment zu bieten hatte, doch gerade jetzt konnte sie diese kleinen Nervensägen, die sie noch nicht einmal wirklich kannte, überhaupt nicht gebrauchen.
„ Was denn?“, wollte Pouncival neugierig wissen und streckte den Kopf in die Richtung der vorherigen Stimmen, welche nun verstummt waren.
„ Das geht euch nichts an, klar?!“
Admetus gab etwas gekränkt zurück: „ Dich auch nicht, oder?“
„ Na schön, ihr Zwerge. Sie reden über einen Aufstand der Hunde, oder so was?“
„ Ach so“, maulten die drei jungen Katzen und klangen dabei mehr als enttäuscht. „ In letzter Zeit sind ein paar große Hunde aus dem Dog’s Heaven, einem hiesigen Hundezwinger, der vor kurzem geschlossen wurde, in der Nähe vom Bahnhof abgehauen und machen die Stadt seitdem unsicher.“
„ Sie jagen jede Katze und jeden Hundemischling, den sie finden können“, fügte Jemima hinzu und ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken und auch Admetus warf noch schnell ein: „ Und Gnade demjenigen, den diese Monster erwischen, denn erst kürzlich haben sie den alten Gus halbtot gebissen!“
„ Das weiß ich schon, aber wie kommen die Hunde dazu?“
„ Dumme Frage, die denken, sie sind die Größten und bilden sich dementsprechend auch was auf ihre großen Zähnchen ein.“
„ Habt ihr Lust auf ein kleines Abenteuer?“, fragte Chocola mit einem teuflischen Lächeln auf den Lippen, worauf die drei Jungkatzen wie aus einer Kehle antworteten: „ KLAR!!!“
„ Das werde ich ganz sicher bereuen, aber was soll’s.“ „ Dann treffen wir uns morgen Früh bei Sonnenaufgang am Eingangstor zum Schrottplatz.“
Alle Vier nickten aufgeregt, die Jungkatzen machten kehrt und waren ebenso schnell verschwunden, wie sie zuvor aufgetaucht waren, indessen die schwarzbraune Kätzin zu ihrem Onkel zurücktrottete, um noch etwas zu schlafen, insofern es denn noch möglich sein.



Okay, liebe Leser!
Dieses Mal gab’s keine Musik! Schade irgendwie…dafür gab’s schon wieder ein bisschen Zoff zwischen Cho und Tugger und schon mal die Ankündigung für den Aufbruch ins Ungewisse. Was Chocola und die Drei Jungkatzen bei ihrem kleinen Abenteuer finden werden, gibt’s im nächsten Kapitel „ Zum Angriff“.
Kleine Warnung schon mal im Voraus! Im nächst Kapitel wird’s ein bisschen „ blutrünstiger“ werden, als man es eigentlich von einem so knuffigen Musical wie Cats gewöhnt wäre.
Bis Bald und seid auch beim nächsten Mal wieder dabei.
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