The Uncharted Darkness

GeschichteAbenteuer, Romanze / P16
Kurtis Trent Lara Croft Winston Smith
27.03.2013
08.07.2013
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27.03.2013 1.027
 
Lieben und geliebt werden. Es ist beinahe vergleichbar mit fressen oder gefressen werden.
Man braucht die Liebe – ob man es sich eingesteht oder eben nicht. Es ist der Schlüssel zu allem. Glück, Freude – für die Zukunft.

Die Geschichten jedoch werden nie wirklich geschrieben wie in einem Märchen.
Im Märchen ist die Klassik, das der Prinz die Prinzessin bekommt. Oder der Held. Ganz egal wie oder was die Umstände sind. Das Happy End besteht daraus, das die Liebe letztlich siegt.
Doch die Wahrheit ist: Happy Ends sind doch nur Geschichten die nicht zuende erzählt wurden.
Die Realität sieht anders aus. Oft sind die Wege, die Ziele anders. Egoismus ist es, das die heutige Welt zeichnet.
Rund um den Globus leben verschiedene Arten von Menschen. Politiker, Lehrer, Betler – ganz egal. Es sind Menschen.
Kaum einer wagt zu denken, das die Welt eines Tages in Dunkelheit gehüllt sein würde.
Doch beginnen wir am Anfang dieser Geschichte.

AMERIKA, Nashville.
Nathan Drake. Ein ruhiger Tag wie es scheint. Es war ein Auftrag, der ihn an diesen Ort führte. Er hatte seine Hände in die Jeanstaschen gesteckt und tippte mit dem Fuß ungeduldig auf dem Kiesweg herum. Ein Seufzen entwich seiner Kehle.
„Nate! Jetzt entspann dich.“ Kam es von der weiblichen Stimme im Wagen.
Elena Fisher – oder besser gesagt Elena Fisher-Drake war an seiner Seite. Sie hatte davon mitbekommen und lies ihn nicht allein. Sully lag im Krankenhaus, und am liebsten wäre Nate nie weg von ihm. Aber Sullivan, der Sturkopf, hatte solange an ihm herum diskutiert bis Nate letztlich doch nach Nashville fuhr.
„Wie soll ich mich denn entspannen, Elena? Der Kerl hat mich anonym angerufen und meinte nur: Yo alter, ich hab mal n Auftrag, flieg wie der Wind nach Nashville!“
Während dem Satz gestikulierte Nate wild mit den Armen und verstellte seine Stimme. Elena schmunzelte kurz über sein Verhalten, musste dann jedoch lächeln.
„Also…ich bezweifle das dieser Mann so geredet hat…“ kam es von ihr und sie verkniff sich kurz ein Lachen. Nate seufzte. „Crap.“ Kam es von ihm leise grummelnd und er sah sich wieder um.
„Ihre Frau hat in der Tat Recht, Nathan Drake!“
Nate drehte den Kopf leicht, als ein Mann auf ihn zukam.
Er war ein wenig kleiner als Nate und ein Mann mit einem kleinen Bierbauch. Sein Alter? Vermutlich Mitte 40 – niemals jünger. Er lächelte freundlich und kleine Lachfalten zeichneten sich in seinem Gesicht ab. Jedoch auch tiefe Narben. Narben von einem Feuer.
Nate musterte ihn kurz. „Tut mir Leid das ich zu spät bin, aber nun bin ich doch hier.“
Der Mann richtete kurz seine rote Krawatte und trat näher an Nate heran um ihn die Hand hinzuhalten. „Ich bin Til Hemsworth, freut mich sehr!“
„Nathan Drake.“ Kam es von Nate und ergriff die Hand kurz. „Nun, wären wir in ihrem Haus oder in einem Café würde ich jetzt ja ein Kompliment von mir geben, aber da wir uns in einer Einöde befinden, um mich herum Bäume sind und unter meinen Füßen Kies widmen wir uns wohl eher dem geschäftlichen.“ Fuhr der Schatzsucher sarkastisch fort.
Natürlich war er nicht gut gelaunt, wie denn auch? Sully im Krankenhaus. Keinen Auftrag seit Monaten. Und nun, wo ein potenzieller Auftrag in Aussicht war, traf er den Auftraggeber in einer Einöde von Nashville, und dieser kam auch noch eine ganze halbe Stunde zu spät – wenig vielversprechend.
Til nickte und holte ein Papier aus der Innenseite seines Jackets.
„Ich brauche ihre Hilfe. Es geht um meinen Bruder!“ Til reichte Nate den Zettel.

ENGLAND
Lara Croft. Sie kam gerade nachhause – von der Polizei.
Sie hatte es doch tatsächlich geschafft. Karel gestoppt. Den Nephelim vernichtet. Kraftlos lies sie sich auf die weiße Couch im Foyer sinken.
Winston, der treue Butler schenkte ihr ein wenig Tee ein, ehe er sich ebenfalls setzte.
Kurze Zeit beherrschte Stille den Raum. Nur das Feuer knisterte im Kamin, und beleuchtete das riesige Foyer ein wenig. Seit Lady Croft zurück war, sprach sie kaum.
Von der starken Frau schien nichts übrig. Winston kannte sie ein Leben lang, war nach Richard’s Verschwinden beinahe ein Vater geworden für Lara. Doch selbst nach Ägypten war sie nicht so gewesen. Er fragte sich, was geschehen war, doch traute er sich nicht zu fragen.

Lara nahm die Tasse an sich und trank einen Schluck. Die heiße Flüssigkeit tat gut. In Paris und Prag war es stets kühl gewesen. Nun, wenn sie nicht grad Explosionen oder so ausgesetzt war zumindest.
Immer wieder lies sie dieses Abenteuer im Kopf Revue passieren.
Werner. Sein Tod. Die Polizei. Bouchard. Serpent Rouge. Unzählige Tote. Carvier. Eckhart. Boaz. Kurtis. Karel.
Soviele Stichworte. Für viele ein Fragezeichen im Kopf. Für sie bittere Erinnerungen.
Es war so komisch.
Anfangs wurde sie von der Presse als Monster hingestellt.
Doch im Laufe dieser Tage war sie doch tatsächlich zu einem geworden. Aber sie musste. Niemand hätte ihr geglaubt. Und nun war ihre Unschuld bewiesen. Sie selbst hatte dies nicht geschafft. Ein anonymer Brief war die Rettung. Sie wusste nicht mal was in diesem Brief stand.
Der Polizist hatte einfach nur die Zelle geöffnet und sie nach draußen begleitet. In seinen Augen stand nichts. Kein Hass. Kein Scham. Kein garnichts.
Sie wurde einfach wieder in die Welt gelassen.
Ihr wäre es egal gewesen, wenn sie im Gefängnis hätte bleiben sollen.
Sie wusste nicht genau wieso. Aber Fakt war doch: In diesen Tagen hatte sie sich selbst verloren.
Sie war über ihre Grenzen hinaus gegangen. Die körperlichen Schmerzen waren halb so wild. Spätestens seit Ägypten waren ihr jene egal. Doch die Narben der Seele waren tief.
Aber trotz alldem war sie sich sicher das sie keine Hilfe brauchte. Sie war eine Croft. Und die Crofts hatten noch nie Hilfe gebraucht.
Sie holte einen tiefen Luftzug, ehe sie sich erhob. „Vielen Dank, Winston!“ sagte sie in leisem Tonfall, stellte die Tasse ab und ging hinauf in ihr Zimmer.

Das Telefon läutete.
„Winston.“ Kam es von dem Butler als er abhob.
„Ich würde gerne mit Lady Lara Croft sprechen.“
„Tut mir Leid, das geht im Moment nicht. Sie wird zurück rufen. Kann ich was ausrichten?“
„Sagen Sie ihr das Nathan Drake angerufen hat und ein wichtiger Auftrag ihre Hilfe erfordert.“
Danach Stille.
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