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Alle für einen, jeder für sich selbst...

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12
D'Artagnan
27.03.2013
24.07.2013
15
18.756
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27.03.2013 920
 
Seit etwa einer Stunde  kletterte ich nun schon über die Dächer der Stadt, auf der Suche nach einem Haus indem reiche Leute wohnten,und indem es somit auch reichlich Beute für mich zu holen gab. Konnte mir nur recht sein. Meine Familie war schon immer ziemlich wohlhabend gewesen.Selbst in meiner frühesten Kindeheit, jedenfalls soweit ich mich zurückerinnern konnte, hatte es uns nie an Kleidung, Essen oder etwas anderm gemangelt.
Ich arbeitete Tagsüber im Palast des Königs und war dort als 2.Hofdame der Königin angestellt.Jeden Tag lief ich also morgens durch die Straßen von Paris und traf auf Leute die unterschiedlicher nicht hätten sein können.Die Minderheit der Leute hier in Paris,hatte genug um zu leben.Größtenteils waren die Menschen hier  Arm und die meisten von ihnen hatten nicht mal ein Dach über dem Kopf, geschweige denn hatten sie etwas zu Essen.Durch den vielen Schmutz auf den Straßen und die absolut mangelhafte medizinische Versorgung  wurden viele dieser Menschen krank. Hätte man ihnen zu Essen gegeben, oder zumindest ein warmes Bett indem Sie die Krankheit hätten ausschlafen können wäre das ganze ja noch vertretbar gewesen, doch dies geschah nicht, und geschieht auch jetzt noch nicht. Viele Menschen starben hier Tag für Tag und das nur wegen unterlassener Hilfeleistung. Ja, so konnte man es nennen, unterlassene Hilfeleistung. Ich hatte es schon oft gesehen. Adelige,leute die sich generell für etwas besseres hielten nur weil sie von irgentwelchen längst toten Rittern oder Königen abstammten,Leute die eigentlich dafür sorgen sollten das es anderen gut geht,sie ignorierten die Armut die doch so verdammt Offentsichtlich um sie herum existierte so gekonnt, als wäre sie Luft, und als ob das nicht noch reichte, behandelten die meisten von ihnen das „allgemeine“ Volk wie Dreck der vor ihnen auf der Straße lag.
Ich schüttelte den Kopf.Schon wieder war ich in Gedanken versunken , wo ich doch etwas viel wichtigeres zu tun hatte,helfen. „Oder stehlen, wie man’s nimmt,aber hey,sie wollen nicht helfen, fein,dann zwinge ich sie eben dazu“ sagte ich zu mir selbst.
Endlich fand ich das Haus das ich schon solange gesucht hatte. Es war ziemlich groß,jedoch nicht so groß wie unser Haus, und war an der Frontseite Cremefarbend gestrichen. Weiße Blüten aus Marmor räkelten sich um die große,schwer aussehende Eichentür, welche der Eingang in die protzige Villa war. Jedoch nicht für mich, mein Eingang war ein anderer, und dieser zeigte sich als ich auf das Dach der Villa stieg. Ein kleines Loch,grade groß genug das ein Mensch hindurch passte,prangte zwischen den Ziegeln.Dieses Haus lädt schon dazu ein das man etwas stiehlt dachte ich. Vorsichtig,und immer darauf bedacht leise zu sein,quetschte ich mich durch das Loch, und landete auf dem Dachboden des Hauses.Wie eine Katze bahnte ich mir einen Weg durch mit großen weißen Planen verdeckte Möbel und Kisten die aussahen als wäre ein Schatz darin versteckt. Ich  schlich auf eine dieser Kisten zu und öffnete sie vorsichtig. Volltreffer!
In der Kiste lagen Schichtweise edle Stoffe wie Seide, Brokat und Samt.Ich ließ die Stoffe einmal durch meine Hände gleiten und verstaute sie dann Sorgfältig in der Tasche an ihrem Gürtel.Ich  schloss die Kiste wieder und schritt weiter über den Dachboden auf dessen Dielen sich Zentimeterweise Staub aufhäufte.Ob wohl etwas an den Wänden hängt? fragte ich mich selbst.Langsam drehte ich mich um und ließ meinen Blick durch den Raum und über die Wände gleiten. Möbel,ein paar alte Bilder,meine Fußabdrücke,eine große dunkelbraune Kist-…MOMENT MEINE FUSSABDRÜCKE? raste es durch meinen Kopf. Ich hatte vergessen meine Sohlen zu wechseln!
Normalerweise tat ich das immer.Meine Stiefel waren eine Spezialanfertigung, an denen man die Sohle verstellen konnte, sodass die Schuhe einen vollkommen anderen Fußabdruck hinterließen.
Vorsichtig schlich ich auf meinen Bereits hinterlassenen Fußspuren zurück zu dem Loch.Dort verstellte ich die Sohle und ging Schritt für Schritt nocheinmal über meine alte Spur. Würde jemand jetzt diese Fußabdrücke sehen würde er denken ein älterer Mann wäre hier entlang gelaufen,aber auf keinen Fall ein 18 jähriges Mädchen. Da das jetzt erledigt war lief ich wieder normal durch den Raum, und steuerte auf die große Kiste zu die mir schon vorhin aufgefallen war. Ich öffnete sie behutsam,und wiedermal ein Volltreffer! murmelte ich vor mich hin. Diesmal war es kein Stoff, sondern Schmuck, und davon nicht gerade wenig. Er lag einfach so da, achtlos hineingeworfen.Ich streckte meine Hand aus und griff mir Wahllos eins der vielen Stücke. Ein goldenes Collier,versetzt mit Perlen und Opalen wanderte in meine Tasche,ebenso ein silberner Siegelring der mit Rubinen verziert war und ein paar einfache goldene Ohrringe. Das ist noch zu wenig, dafür kriege ich zwar schon viel Geld, aber ich finde eine etwas großzügigere „Spende“ wäre angebrachter dachte ich, und schmunzelte. Wieder streckte ich meine Hand aus, und griff diesmal einfach in den Berg an Ketten und anderem hinein,schloss meine Hand um einen großen Klumpen und zog mindestens 10 silberne und goldene Ketten heraus,die alle miteinander verheddert waren, und ließ auch diese in meiner Tasche verschwinden.
Plötzlich hörte ich ein Geräusch.Es hörte sich an als würde man eine Tür öffnen.Ich fackelte nicht lange und  eilte zurück zu dem Loch.Ich legte meine Hände jeweils an einen Rand des Lochs und zog mich hoch. Wieder quetschte ich mich hindurch und stand erneut auf dem Dach. Ich verlor keine Zeit sondern sprang sofort auf eins der umliegenden Dächer und rannte davon.
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