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[MSTing]Neue Kleider für die Sue

von Kakyuu
GeschichteHumor, Parodie / P12 / Gen
Mr. Bison Vega
27.03.2013
16.04.2014
3
3.955
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27.03.2013 1.989
 
Willkommen beim zweiten Teil meines unsinnigen MSTings. Heute mit dabei: Ein ganz spezielles Abendessen, Hundert-Seiten-Klamottenbeschreibungen, aggressive Verkäufer, Ein Bikini, der eventuell sogar wirklich einer ist und natürlich deine Muddah! Wie immer besitze ich die Erlaubnis der Autorin und meine auch nichts davon böse. Meistens jedenfalls :D
Weil die Krähe gejammert hat, gebe ich nun die Warnung heraus: Bitte nichts trinken bei diesem MSTing. Könnte auf Kosten eurer Tastatur gehen. Für Tastaturen hafte ich nicht! Also räumt euren Platz frei, bevor ihr lest.

Paris: Solta geht mit Katherin in ein Modegeschäft nach dem anderen. Katherin ist hellauf begeistert, in jedem Laden findet sie etwas anderes. Das macht auch Sinn. Was wäre denn das bitte für eine Ladenstraße, wenn da alle nur das Gleiche verkaufen?
Nur Solta meint, für diesen Anlass sei es nicht gut genug. "Es steht Ihnen zwar gut, Katherin-Sama, aber es passt nicht zu dem Anlass heute Abend." Nicht genug Geschäfte? Hat sie nicht genug eingekauft? Wie viel Klamotten sind denn dem Anlass gemäß genug? Muss sie die übereinander tragen? Fragen über Fragen.
"Na gut, dann suchen Sie doch mal was aus! Es muss doch irgendwas geben, was dazu passt. Wir sind doch schließlich nicht die einzigen Gäste, und die anderen gehen ja auch nicht nackt, oder? Doch, das ist eine ganze „besondere“ Party … " Katherin hängt ein Kleid zurück und geht zu Solta.
Er sieht sich um. "Nein, hier gibt es nichts. Wir gehen." Heidepark Solta(u) hat nämlich einen Röntgenblick und kann auf Anhieb sagen, was man zu dieser Swingerparty trägt. Trotzdem geht er mit ihr in alle Läden, obwohl er das natürlich schon vorher weiß. Der Solta(u) betreibt effektives Zeitmanagement, soviel ist klar.
Katherin atmet genervt auf. "Es gab einmal ein Mädchen, das liebte es, einzukaufen. Sie hatte immer Riesenspaß dabei. Dann plötzlich kam etwas auf den Befehl ihres Vaters. Es saugte den Spaß in sich auf wie ein Staubsauger." Sie schaut auffällig auf Solta, der gerade durch die Tür geht. Na, was erwartet sie? Er ist nicht ihr Vater und braucht sich auch nicht angesprochen zu fühlen. Oder ist da was beim Fotovaterschaftstest schiefgelaufen und unser Hering ist Solta(u)s Kind? Vielleicht denkt sie auch nur er hätte eine Staubsaugerphobie. Kann ja alles sein.
Die Männer, die sie und Solta begleiten fangen an zu lachen. Wo kommen die denn her?
Solta dreht sich um. "Katherin-Sama, wir müssen uns beeilen, wir haben nicht mehr viel Zeit. Ich habe strikte Anweisungen, Sie noch vor 20 Uhr zurück zu bringen, und wir haben schon 18:30 Uhr. Wir haben noch kein Kleid gefunden, Sie waren noch nicht beim Friseur und Sie müssen noch zum Kosmetiker." Endlich! Mensch, die sah ja auch so scheiße aus, da war ein Makeover auch dringend nötig. Hoffentlich kriegt sie auch Kontaktlinsen, damit die Bling-Bling-Augen verschwinden.
"Ja ja ja, wir kommen. Ganz ruhig." Wer sind wir? Der Erzbischof? Sie verschränkt die Arme hinter den Kopf und läuft an. An was?
Die beiden anderen folgen ihr, immer noch grinsend. Weeeer? Wooooo?
Sie geht durch die Tür hinter Solta her die Straße herunter. Den Satz musste ich jetzt dreimal lesen, um zu wissen, wer wo steht. Ist es bedenklich, dass genau das meine einzige Sorge ist? Jetzt bleiben sie vor einem kleinen Geschäft stehen.
"Hier ist es." Er sieht zufrieden aus.
"Was? Das kleine Ding soll so tolle Klamotten haben? Das bezweifle ich doch sehr." Katherin sieht Solta skeptisch an. Jap, Größe ist alles! Das lernen wir doch schon in der BRAVO.
"Vertrauen Sie mir, Katherin-Sama, vertrauen Sie mir." Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass der Schmierlappen GANZ andere Dinge im Kopp hat :D
Sie gehen rein. Nichts ungewöhnliches, nur ganz normale Straßenklamotten, nicht einmal annähernd etwas für besondere Anlässe. Solta geht zu dem Verkäufer, der nickt nur stumm und tritt vor die Theke. "Kommen Sie, Katherin-Sama." Genau, tritt die Scheißtheke!
Solta steigt hinter dem Verkäufer eine Treppe hinunter. Katherin sieht die beiden hinter sich an. Die zucken nur mit den Schultern und folgen Solta. Dabei stoßen sie den Hering leider von der Treppe. Ende. Schade … wie … immer noch nicht?
"Hey, wartet auf mich!!"
Katherin ist unten angekommen. Alles dunkel.
"Wo sind Sie, Katherin-Sama?" Bei deiner Muddah!
"Hier!"
Der Verkäufer schaltet das Licht ein und zum Vorschein kommen die schönsten Kleider an Puppen, die Katherin je gesehen hat. Das ist ja nett, aber hat der auch welche in Menschengröße? Oder ist der Hering so klein wie eine Barbiepuppe?
"Und, hab ich zuviel versprochen?"
Katherin's Gesicht hat sich aufgehellt, sie rennt von einem Kleid zum anderen. "O Wow, entschuldige, dass ich gezweifelt habe. Darf ich mir davon wirklich eins aussuchen?" Sie schaut Solta erwartungsvoll an. Nein, der zeigt die nur so, weil Solta(u) ein Penner ist.
"Alles, was Sie wollen." Ferkel … aber ist ja ‘ne Swingerparty. Da ist alles erlaubt.
"Na super, wenn das meine Freundinnen sehen könnten, die würden platzen vor Neid! Und die Jungen von der Straße würden es nie mehr wagen, mich graue Maus zu nennen." Den letzten Satz flüstert sie leise. Laut flüstern geht ja auch schlecht.
Nun geht sie ruhiger vor. Sie bleibt bei fast jedem grünen und schwarzen Kleid stehen. "Ich möchte das." Welches? Sie ist doch vor fast jedem Kleid stehengeblieben.
Sie zeigt auf ein komplett dunkelgrünes Kleid. Es hat nicht viele Verzierungen, ist aber trotzdem sehr schön. Nein, ohne Verzierungen kann ein Kleid nicht schön sein. Hat sie denn nichts von ihren Sue Kolleginnen gelernt? Da muss mindestens „Glitzer“ „Silber“ und „Gold“ dran sein! Sie nimmt es von der Puppe und verschwindet in einer Kabine. Und steckt ein Bein in das Kleid. Anders passt das ja nicht.
Solta atmet auf. "Kaum zu glauben, dass Bison ihr Vater ist. Sie ist so fröhlich." Wieso? Bison ist doch superfröhlich! Fand ich zumindest! Quasi elektrisierend fröhlich!
Katherin kommt wieder raus. "Solta?"
Sie reißt ihn aus seinen Gedanken. "Ja, bitte?"
"Hilfst du mir mal?" Sie dreht sich um und hebt ihr Haar hoch. Weil sie eine Perücke trägt.
"A-aber natürlich." Er wird rot. Die Leibwächter fangen wieder an leise zu lachen. Der Heidepark Solta(u) hat seine Untergebenen echt gut im Griff.
"Schnauze!" schreit er nach hinten. Haaach … was für ein Schauspieler! So männlich und … öh …
Sie dreht sich um und stellt sich vor einen Spiegel. Sie geht auf und ab, dreht sich um sich selbst und wendet sich nun Solta und den anderen beiden zu. Sie schlägt auch noch einen Purzelbaum, macht einen Handstand einen Flick Flack und tanzt ‘ne Runde Gangnam Style, wenn’s denn sein muss.
"Einfach phantastisch."
"Wunderschön!" Jap, sie tanzt so toll!
"Wie für Sie gemacht. Nehmen Sie das, das steht Ihnen super."
Sie lächelt und verbeugt sich. "Vielen Dank, die Herren. Also, beschlossene Sache, ich nehm das hier. Hahahaha!" Voll lustig, echt jetzt … *schnarchweg * Sie schmeißt den Kopf zurück und fängt übermutig an zu lachen - wie Bison es manchmal tut. Solta stockt der Atem. Sag ich doch, der ist super fröhlich. Aber mir glaubt ja wieder keine Sau.
Er denkt: O doch, jetzt merkt man, wessen Tochter sie ist. Hoffentlich wird sie nicht genauso grausam wie ihr Vater.
Sein Gesicht verdunkelt sich. Auch die anderen beiden kennen das Gelächter Bison's nur zu gut. Auch sie sind ziemlich ernst. Denn Gelächter ist mittlerweile ein staatlich anerkanntes Indiz für Massenmörder, Diktatoren, Geisteskrankheiten und deine Muddah.
Katherin kommt umgezogen wieder raus und sieht in die Gesichter. "Stimmt was nicht? Hätte ich doch ein anderes nehmen sollen?"
"Nein, natürlich nicht. Ich ... ähh ... ich dachte nur an die Zeit." Sehr Philosophisch. Die Zeit an sich.
Katherin verdreht die Augen.
"Ach, bevor ich's vergesse, Katherin-Sama, wir brauchen noch etwas für einen Maskenball." Der Solta(u) lässt sich aber auch alles aus der Nase ziehen. Erst ist’s ein Swingerabendessen, jetzt ist es ein Swingermaskenball. Ist natürlich auch gleich viel schweinischer!
Katherin hat noch etwas vor dem Spiegel posiert, jetzt hört sie auf. "Maskenball? Cool! Gibt’s das auch hier?" Klar, hier unten im dreckigen Kabuff voller Puppen. Erste Tür links!
Solta nickt und geht in einen anderen Raum. Wieder voll die tollen Sachen, nur diesmal eben für einen Maskenball. Das ist mein Lieblingssatz. Voll die tollen Sachen. Echt, ey. Warum soll man auch die Sachen beschreiben? Voll toll ist doch Beschreibung genug! "Gott, wie viel Räume gibt’s denn hier noch? So groß sieht der Schuppen von außen gar nicht aus…" murmelt sie während sie wieder herum geht und sich umsieht.
"Wenn ich eine Anmerkung machen dürfte", einer der Bodyguards tritt einen Schritt vor. "Ich finde, Sie sollten das nehmen." Er zeigt auf eine Puppe, die so ziemlich nichts an hat. Ein Oberteil wie ein Bikini, das Unterteil dazu Ist es dann nicht streng genommen ein Bikini? Nur so eine kleine Vermutung! und noch ein Tuch schräg um die Hüfte gebunden. Wie alt war die noch gleich? Pädophiles Schwein!
Solta reißt die Augen auf. "Aber, ist das nicht etwas zu gewagt?" fragt er, als er sieht, wie Katherin lächelt.
"Warum? Soll man doch zeigen, was man hat… wenn man's hat." Sagt sie etwas skeptischer. Sie weiß, dass sie schlank ist, aber das. Na ja, mal sehen. Sie nimmt die einzelnen Teile ab und verschwindet abermals in der Kabine. Warum prollt sie erst, um dann zu jammern? Sollen wir etwa Mitleid mit ihr haben? Sie versucht sich wohl geschickt zu tarnen, damit keiner Mary schreit xD
Als sie wieder rauskommt, klappen alle drei Münder runter. Man hat gesehen, dass sie eine gute Figur hat, aber bis jetzt nicht, WAS für eine. Sie hatte nur ein wenig schlabberige Teile an, aber jetzt. Keiner kann etwas dazu sagen. Erst noch rumprollen, dann heulen, dann sich vom Autor bauchpinseln lassen? Unser Hering ist schon verdammt klug. Und auch noch so schön?“
"Was denn, bin ich zu dick dafür? Oder zu knochig? Jetzt sagt doch was!" weint sie. Sie dreht sich um sich selbst und schaut unentschlossen drein. Direkt mal heulen. Gute Tour. Ich versuche allerdings gerade nachzuahmen, wie man gleichzeitig heult und unentschlossen guckt. Glaub ich krieg Gesichtslähmung.
"Katherin-Sama, Sie haben eine perfekte Figur. So könnten Sie sogar auf die Straße gehen, und nicht nur zu einem Maskenball." Gute Idee. Mitten in Paris im Bauchtanzoutfit. Wenigstens gab‘s das nicht nur in Puppengröße, sonst wäre es Erregung öffentlichen Gedöns, oder wie immer das heißen mag.
Sie kichert. "Na ja, wenn ich so auf die Straße gehe, ich weiß nicht. Das wäre doch etwas gewagt. Aber meint ihr echt, ich kann mich so zeigen?" Ne. Jetzt doch nicht mehr. Du hast dreimal gefragt, immer ein Ja gehört, aber jetzt geht das echt gaaaar nicht mehr!
Alle nicken nur noch sprachlos. Och man … warum fragt mich nie einer?
Sie zuckt mit den Schultern, schaut sich noch mal im Spiegel an und zieht dann wieder ihre normalen Kleider an, eine Jeans und ein normales Oberteil. Normal ist auch so eine Klamottenbeschreibung die ich liebe. Sie ist so allgemeingültig und Präzise. Warum beschreiben nicht viel mehr Autoren ihre Charaktere mit dem Wort „Normal“. Würde uns allen soooo viel nachdenken ersparen.

Wird der Hering weiter in Selbstzweifeln zerfließen und sich endlich in Luft auflösen? Was geht beim Swingerabendessenmaskenball ab? Wie wird wohl der Bikini, der ja gar kein Bikini ist, ankommen. Tanzt der Hering weiter Gangnam Style? Fährt Solta(u) endlich auch mal mit mir in den Heidepark? Diese und noch viel mehr Fragen, die niemand gestellt hat, werden im nächsten Teil des MSTings beantwortet.
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